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Category : Rudi on Tour Teil3

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172. Playa de Santiago Januar 2026

07.01.2026

Heute verlassen wir Valle Gran Rey in Richtung Playa de Santiago bei Alajeró, ganz im Süden von La Gomera. Der kleine Flughafen der Insel liegt nebenan.
Es geht erneut durch das kleine Dorf Arure mit seinen tiefen Schluchten, durch den Lorbeerwald und dem Tafelberg Fortaleza, quer durch den Nationalpark Garonay. Leider sind auch die spärlichen Parkmöglichkeiten limitiert, so dass wir nur an einigen Aussichtspunkten halten und dann geradewegs nach Playa de Santiago weiter fahren. Hier soll es eine Tankstelle mit der Möglichkeit zum Ent- und Versorgen geben. Auf der Insel ist keine Infrastruktur für Camper/Caravane vorhanden. Es besteht also keine offizielle Möglichkeit Grau- und Schwarzwasser zu entsorgen sowie Frischwasser aufzufüllen. Tankstellen verfügen zwar über die gelben Luft- und Frischwassersäulen, die Wassersäulen sind jedoch inaktiv. Fragt man andere Camper, deuten diese auf mögliche Gullis oder den Barranco nebenan. Neben Touris wie wir, die auf der Reise sind, sehen wir viele die in ihren Autos leben bzw. schon länger an einem Ort verweilen. Von Womos über Van‘s bis PKW ist alles dabei. Das kleinste mobile Zuhause, das wir hier gesehen haben, ist ein Ape (ital. Biene) Piaggio Kastenwagen, ein dreirädriges Rollermobil.
Da wir das letzte Mal vor einer Woche auf El Hierro das Grau- und Schwarzwasser geleert sowie den Frischwassertank gefüllt haben, wird es langsam Zeit. Wir sind sehr sparsam mit den Ressourcen umgegangen, haben mit der Sprühflaschentechnik gespült, Wasser zum Kochen aus den gekauften 5l-Kanistern benutzt und uns am Waschbecken gewaschen. Damit waren wir so erfolgreich, dass sogar noch eine Dusche direkt an besagter Tankstelle drin war. Ein Service für Camper war für 9,90€ möglich. Der Abwasserschacht musste mit einem Schraubenzieher geöffnet werden. Hier sind wir dann zum Duschen direkt stehen geblieben, um das Grauwasser sofort wieder zu entsorgen. Die 90 l Frischwasser konnten wir am Kassenhäuschen ganz einfach mit unserem Schlauch und Anschlüssen zapfen.
Anschliessend ging es nur 700 m weiter Richtung Meer, auf einen großen geschotterten Parkplatz, auf dem bereits einige weitere deutsche Camper stehen.
Am Nachmittag brechen wir für einen Spaziergang durch Ort, Hafen und Strand auf. Uns gefällt das charmante ehemalige Fischerdorf. Es ist nicht viel los, alles ganz unaufgeregt. Wir schlendern bis zum Hotel de Jardin, die hier im Strandbereich ein Gartengelände mit Pools, Bar, Tauchschule, Boule- und Minigolfbahn unterhalten und im oberen Bereich auf einem Berg gelegen, das eigentliche Hotel bereitstellen. Das Hotel erreicht man über einen Aufzug der durch den Berg führt und nur von Hotelgästen mittels Zimmercard bedient werden kann. Die Anlage im Strandbereich kann gegen Bezahlung auf von der Öffentlichkeit genutzt werden.
An der Hafenpromenade liegen Restaurants und Cafes. Beim Hafen entdecken wir noch eine kleine Kapelle und ein Restaurant direkt im Fels gelegen. Daneben ein kleines Hotel im typisch kanarischen Baustil mit den klassischen Holzbalkonen. Auf einem grossen Holzsteg der in den Hafenbereich hineinragt, geniessen wir die letzten Sonnenstrahlen, bevor es zurück in den Van geht.

08.01.2026

Tja, was macht man an einem Tag an dem von Beginn an die Sonne scheint?
Genau, die eine Hälfte geht zum Strand und die andere Hälfte arbeitet😅.
Der Nachmittag wird dann im Ganzen am Strand verbracht, wobei die eine Hälfte beim Baden einen Badeschuh verliert und die andere Hälfte Schatten sucht. Während zuhause Schneechaos herrscht und sich Deutschland auf Tief Elli vorbereitet, suchen wir Abkühlung unter einem riesigen Ficus auf der Promenade.
Am frühen Abend geht es zunächst in den Hafen und anschliessend zur Strandbar Tarajal. Hier gibt es zum Sonnenuntergang einen Cal y Canto und diverse Tapas.
Morgen geht es erneut Richtung San Sebastian.

171. Vale Gran Rey Januar 2026

05.01.2026

Der Stellplatz direkt am Meer bei Hermigua hat auch seine Tücken. Die Brandung war so laut, dass ruhiges Schlafen nicht möglich war. Im Gegenteil, ich habe x-mal nach draußen geschaut und den Wasserstand im Auge behalten🤣. Nach Kaffee und Frühstück ging es zuerst ins Ethnografische Museum von Hermigua. So der Plan, aus dem nichts wurde, weil das Museum renoviert wird. Dann eben weiter zu einem Supermarkt, es fehlt noch Wasser. Leider keine Parkmöglichkeiten. OK, dann besuchen wir eben die Molino de Gofio und schauen uns die alte lokale Getreidemühle an. Sie ist in Betrieb bzw. der dazugehörige Laden, aber Führungen werden nicht angeboten. Macht nichts, weiter nach Agulo, ausgezeichnet als eines der schönsten Dörfer Spaniens, auf einem Felsplateau über dem Meer ragend. Einen Parkplatz auf der anderen Fahrbahnseite haben wir entdeckt, nur keine Möglichkeit zum Wenden. Diese wäre erst nach ungefähr 5 km aufgetaucht. Das war uns mit Hin- und Herfahren zu weit. Macht nichts, Vallehermoso ist auch auf der Route. Hier wird gerade ein Tunnel gebaut. Eine Ortschaft im Ausnahmezustand, Fahrbahn gesperrt, einspuriger Verkehr, nur an einer Stelle mit Ampel geregelt. Auch hier kein Parken möglich. Macht nichts, dann eben Richtung Lorbeerwald weiter. Auch hier ist keine Parkmöglichkeit vorhanden, so dass wir auch an Aurure vorbei direkt nach Vale Gran Rey fahren und dort unterhalb des Busbahnhofes einen der letzten für Wohnmobile ausgewiesenen Stellplatz besetzen. OK, unsere Ziele für heute konnten wir nicht besichtigen, aber die Fahrt und die Aussichten durch die Schluchten und terrassierten Täler war einfach einmalig. Hier kommt La Gomera wirklich spektakulär daher.
Am frühen Nachmittag erkunden wir die Gegend in Richtung Hafen und Vueltas. Vorbei an überschaubaren Apartmentanlagen und Hotels, Cafes, Läden mit Klamotten und Souvenirs, Anbietern von Wanderexkursionen und Whalewatching, ein kleiner Strand ist auch dabei. Am Hafen dann alles voller Menschen, die am Kai eine Pause einlegen, essen und trinken oder darauf warten, hier div. Rochen zu erblicken, die im Hafenbecken regelmäßig angefüttert werden. Wir setzen uns mit einem kühlen Bier vom Faß auf eine Bank, neben uns wird angeregt Domino gespielt. Es fängt zwischendurch immer wieder an zu regnen. Der gegenüberliegende Strand ist richtig voll, eine Platz nur noch auf der Mauer zu finden. In einer Fieselregenpause schlendern wir langsam wieder zurück, legen aber in einer Minikneipe erneut einen Regenstopp ein und trinken hier den schlechtesten Kaffee ever. Dirks Cappuccino ist im Prinzip ein Kaltgetränk und kommt nach 15 Minuten. Vlt liegt das am Koch, der sich vor Schmerzen im Durchgang zur Theke niederlässt und wenig später mit Unterstützung des Kellners nach draussen begleitet wird. Wir bezahlen und bekommen noch die Heiligen Drei Könige mit, die in Cabrios sitzend und unter Hupen begleitend durch den Ort gefahren werden. Der Abend vor dem DreiKönigsTag ist für die Kinder hier wie bei uns der Abend vor Nikolaus. Schuhe werden geputzt und vor die Tür gestellt incl. Wasser und eine Möhre für das Kamel. Der 6. Januar ist Feiertag, an dem die Kinder ihre Geschenke erhalten. Wir verfolgen die Prozession weiter Richtung Playa de Ingles. Am Strand ist ein Zelt aufgebaut, drei große goldene Thronstühle warten auf die dazugehörigen Könige. Es herrscht ein buntes Treiben mit Musik und Gesang. Kinder mit selbstgemalten Bildern warten auf die Ankunft, kleinere werden von den Eltern getragen. Mit lautem Gehupe und Musik werden die heiligen drei Könige begrüsst, sie bahnen sich den Weg zur Bühne. Hier empfangen sie die Kinder, Bilder werden gemacht und Geschenke verteilt. Drumherum eine schöne Atmosphäre.

06.01.2026

Während Dirk einen Spaziergang durch die höher gelegenen Ortsteile macht und dabei erneut auf eine Prozession trifft, die in regelmässigen Abständen Böller abknallt, arbeite ich etwas.
Am Nachmittag erkunden wir den Ort bis zum Playa de Ingles und kehren anschliessend in das Restaurant Paradisio del Mar ein. Der Blick auf das Meer und die Sonne die langsam verschwindet machen hungrig. Im Innenraum des Lokals wird an einem Tisch gesungen und Gitarre gespielt. Wir setzen uns an einen Nebentisch und geniessen das Essen mit musikalischer Begleitung.

170. Hermigua Januar 2026

04.01.2026

Auf der regenärmsten Insel der Kanaren regnet es seit gestern zwar nicht ununterbrochen, aber immer mal wieder. Daher finden heute alle Aktivitäten in den Regenpausen statt. Der Einkauf, die Stopps auf dem Weg von San Sebastian entlang der GM-1 nach Hermigua und der Spaziergang am Strand von Hermigua zum Wahrzeichen der Stadt, dem Pescante de Hermigua. In der Vergangenheit war El Pescante, der alte Pier und Hafenbereich, der Ein- und Ausstiegspunkt für alle Produkte, die La Gomera für das Ausland produzierte oder kaufte. Die Hafenanlage wurde 1908 fertiggestellt und bis in die 50iger Jahre genutzt, bis der Hafen von San Sebastián gebaut wurde.
Hermigua gilt als das wasserreichste Tal La Gomeras und wird ganzjährig vom Rio del Cedro versorgt. Deshalb lebt Hermigua hauptsächlich von Landwirtschaft. Die meist sonnige Seite des Tales wurde bis zum höchsten noch bewässerbaren Niveau terrassiert. Hier werden unter anderem Kartoffeln, Papayas, Bananen, Getreide, Hülsenfrüchte, Kürbisse, Bohnen und Trauben angebaut.
Als sog. Streusiedlung zieht sie sich über 6 km lang bis zum Meer. Mit ca. 1800 Einwohnern ist Hermigua die zweitgrößte Ortschaft auf La Gomera.
Wir fahren ganz hinunter bis Santa Catalina, verpassen hier jedoch die Abfahrt zum Strand und fahren auf einer sehr engen Straße auf die andere Seite der langezogenen Schlucht, bis wir wieder auf die Hauptstraße gelangen. Jetzt alles noch einmal auf Anfang und erneut Richtung Meer. Unser Stellplatz ist direkt am Wasser, El Piscante in Sichtweite. Tage zuvor wären wir aufgrund der Wetterwarnungen hier nicht stehen geblieben. Die Schotterpiste zeigt deutliche Spuren von Treibgut, die die rauhe See hier hinterlassen hat. Neben Bananenplantagen ist hier unten auch ein Hallenbad, das aber leider geschlossen hat. Später am Nachmittag bahnen wir uns einen Weg am Kieselstrand entlang zum o.g. Wahrzeichen. Bis ganz heran kommen wir nicht, da die Straße wegen Steinschlag gesperrt ist. Dann geht es eben über die schmale Straße durch die Siedlung zurück. Bei der Abzweigung zum Stellplatz fällt uns das kleine Restaurant El Faro auf. Hier haben wir Glück und erhalten einen Platz an einem winzigen Tisch vor der Theke. Eine Reservierung ist hier ansonsten nötig. Unser Abendessen besteht heute aus Tortilla, Thunfischkroketten und Papas mit Mojo.

169. San Sebastian (La Gomera) Januar 2026

03.01.2026

Nächster Morgen – nächste Fähre – nächste Insel. Es geht auf die 8. Insel dieser Tour, La Gomera, die zweit kleinste der Kanaren.
Wir sind wieder früh am Fährhafen und werden direkt ganz nach vorne auf Bahn 7 dirigiert. Die Fähre liegt bereits am Kai, Autos und Passagiere strömen hinaus. Anschließend werden zunächst die PKWs auf das Oberdeck geleitet, LKWs müssen rückwärts einfahren, kleinere Transporter vorwärts. Irgendwann ist Stop, die Klappe schliesst und die Fähre legt ab, ohne uns. Tja, diese Fähre war für La Palma bestimmt, wir waren einfach zu früh am Hafen. Aber nach einer guten halben Stunde legt unsere Fähre an und wir können sogar vorwärts einfahren. Während wir warten laufen im Hafengebiet die Vorbereitungen für die Rettungsaktion eines Cayocos mit vermutlich 200 geflüchteten Menschen an Bord, die vor Tenerife aufgegriffen geworden sind. Da die Überfahrt 50 Minuten dauert, haben wir nur etwas zu trinken dabei. Das Wasser ist ruhig, kein Wind oder Regen. Das ändert sich aber schlagartig, als wir uns ein gutes Stück von Tenerife entfernt haben. Jetzt geht die Schaukelei richtig los. Das Servicepersonal ist sofort in Bereitschaft, verteilt die weißen Tüten, fächelt Luft zu, hilft Passagieren auf die Toilette.
Na ja, sobald La Gomera in Sichtweite ist, wird die Fahrt ruhiger, wenig später legen wir in San Sebastian an.
Da wir den Tag heute hier verbringen wollen, suchen wir uns einen Stellplatz in der Nähe des Zentrums und erkunden anschließend die Stadt. Hier geht es wieder viel ruhiger zu, was uns sehr gefällt. Es gibt einen Markt unterhalb des Busbahnhofes, kleine Läden mit Klamotten, Schuhen, Sportsachen, viele Bäckereien und Souvenirgeschäfte sowie sozio-kulturelle Zentren. Aus einem ist laute Flamencomusik und das dazugehörige klackernde Geräusch von Absätzen auf Holzboden zu vernehmen. Am Plaza de las Americas bestaunen wir die mächtigen Ficusbäume und eine schmächtige Statue von Christoph Kolumbus, der 1492 von dieser Insel aufgebrochen ist, um einen Seeweg nach Indien zu finden und Amerika entdeckte. Im Casa Colon kann man sich dazu näher erkundigen, dies hat am WE aber leider geschlossen. Dafür werfen wir einen Blick in die Église de La Asunción, in der er angeblich ein letztes Gebet vor der Überfahrt gehalten haben soll. Beim weiteren Rundgang entdecken wir auch wieder das übliche Bild von alt und neu. Also alte, verlassene Häuschen zwischen neuen und oder bewohnten Häusern. Nach einem Abstecher zum Torre del Condo, einem mittelalterlichem Wehrturm und Wahrzeichen der Stadt, gibt es im Restaurant El Porto unter den Ficusbäumen, eine kleine Erfrischung.
Am Nachmittag dreht Dirk noch eine kleine Runde um den Hafen und entdeckt dabei ein Schwimmbad.

168. Los Cristianos (Tenerife) Januar 2026

02.01.2026

Letzter Vormittag auf El Hierro. Um 14:00h geht die Fähre nach Los Cristianos mit Fred Olsen. Das Wetter, also Wind und Regen, gefallen mir gar nicht😬.

Puh, mit einer so gut gefüllten Fähre haben wir nicht gerechnet. Daher bin zumindest ich beruhigt, dass sich die Wettersituation stabilisiert hat. Die Überfahrt verläuft ruhig und gegen halb fünf erreichen wir den Fährhafen von Los Cristianos. Wow, was für ein Gegensatz zu El Hierro, von null auf 100 und wieder mitten im Trubel. Für heute Nacht suchen wir uns einen Stellplatz in Hafennähe. Schon morgen geht es auf die nächste Insel: La Gomera wartet.

167. Las Playas Januar 2026

01.01.2026

Sturmtief Francis zeigt sich gegen 09:00h und bringt starken Regen mit. Der Wind hält sich in Grenzen. Heute geht es nach dem Frühstück noch einmal in den Westen der Insel nach La Maceta. Bevor es morgen weitergeht, müssen wir unbedingt den Grau- und Schwarzwassertank entsorgen sowie den Wassertank füllen. Danach fahren wir schon zum Fährhafen und verbringen dort die letzte Nacht auf El Hierro.
Die Fahrerei ist ziemlich anstrengend, da der Regen nicht nachlässt, sich Wind dazu gesellt und der Nebel ebenso an Bord ist. Kaum sind wir jedoch in La Maceta angelangt, ändert sich das Wetter schlagartig, der Regen legt eine Pause ein und die Sicht klart auf. Auch Richtung Fährhafen beruhigt sich das Wetter, jedoch gefällt uns der Parkplatz hier nicht. Deshalb fahren wir auf der Straße zu den Las Playas und stehen erneut am
Playa de las Almorranas beim Roque de la Bonanza, bevor es morgen zunächst nach Tenerife weitergeht.

166. La Restinga Dezember 2025

30.12.2025

Auf den gestrigen Ausflugstag folgte ein sehr entspannter Badetag in La Restinga. Am Vormittag haben wir uns nur einmal kurz umgestellt, um etwas gerader zu stehen und beide Solarpaneele an den Start gebracht. Anschließend ging es an die Arbeit und an den Strand im Hafen. Hier gibt es außer schwarzem Sand etliche Liege- und Sitzmöglichkeiten auch eine Dusche. Das Wasser hat am Anfang nicht wirklich eine angenehme Temperatur, aber zur Erfrischung ganz o.k. .
Da soviel Baden hungrig und durstig macht ziehen wir in die Bar von gestern. Hier ist schon eine Menge los und bei Calamares mit Bierbegleitung geniessen wir den Nachmittag.
Anschliessend geht es noch kurz in den Hiperdino und dann statten wir dem Waschsalon einen Besuch ab. Im Prinzip schon eine Vorbereitung für die nächste Insel.

31.12.2025

Wie Weihnachten verläuft der Silvestertag hier völlig unaufgeregt. Die beiden, kleinen Supermärkte haben bis 20:00 h geöffnet, im Hafen laufen einige Fischerboote aus, der Strand ist besucht und in den wenigen geöffneten Bars wird die Sonne bei Kaffee, Eis und/oder Kaltgetränk genossen.
Wir frühstücken lange, vertilgen Reste, trinken viel Kaffee. Dabei telefonieren wir mit Nina zu ihrem Geburtstag, später auch mit den Bremern (Cora und Niklas haben am Silvesterlauf teilgenommen) sowie Hermännchen. Anschließend erledigen wir den Einkauf. Da wir noch Klöße, Rotkohl und Soße im Gepäck haben ( war eigentlich für Weihnachten gedacht) , fehlt nur noch ein Braten. Aber wir haben Glück, ein schönes Stück Rindfleisch landet eingeschweißt im Warenkorb. Das Stück entpuppt sich beim Kochen als Rouladenfleisch, auch lecker, die entsprechenden Zutaten vorhanden. Während des Garens beobachten wir div. Wetterberichte, denn Tief Francis rollt über den Atlantik und soll insbesondere Tenerife und La Palma am ersten Januar treffen. Auf El Hierro soll der Wind stärker werden, begleitet von Regen und Gewitter.
Am Nachmittag räumen wir die Solarpaneele ein und machen bereits fast alles abreisefertig. Das Essen ist soweit vorbereitet und wir starten einen Rundgang.
Den Abend verbringen wir mit dem leckeren Essen und WDR Fernsehen, bevor es kurz vor Mitternacht an die Promenade geht. Hier ist so gut wie nichts los. Es wird wenn überhaupt drinnen gefeiert oder im Hotel am Hafen und im Casa Juan auf der schmalen Straße in der Ortsmitte. Weit nach Mitternacht wird auf dem Ausleger zum Yachthafen ein kleines Feuerwerk gestartet und so rutschen wir ganz gemütlich ins Jahr 2026🥂.

165. Ausflug in den Westen Dezember 2025

28.12.2025

Heute fahren wir an das Ende der Welt, statten der Schutzpatronin der Insel einen Besuch ab und wollen hoch hinaus.
Zunächst geht die Fahrt erneut Richtung Westen und Pozo de la Salud sowie den Arenas Blancas. Anschließend cruisen wir weiter durch aufregende Vulkanlandschaften auf einer kleinen Straße zum Faro de Orchilla. Kurz hinter der Abzweigung zum Playa de Verodal windet sich die schmale Straße 5 km in engen Kurven und ohne Leitplanken ganz hoch zum Weideland der Dehasa. Hier nehmen wir die Abzweigung hinunter zum Leuchtturm, auf der uns gleich zu Beginn die Müllabfuhr entgegenkommt. Da heisst es erst einmal die schmale Straße rückwärts hoch fahren und einen breiteren Punkt zum vorbeifahren finden. Anschliessend weiter und hinunter zum Faro, der in einer schwarzen Einöde aus Lavagestein und Vulkankratern liegt. Dieser Punkt galt in der Antike als das Ende der Welt. Später verlief hier für mehr als 200 Jahre der Nullmeridian. Eine entsprechende steinerne Markierung findet man am besten zu Fuß, wenn man einem Abzweig weiter oben auf dieser Stichstraße folgt. Heute markiert der Leuchtturm den südwestlichsten Punkt Europas und ist ein Leuchtfeuer 2. Grades. Der Begriff verweist auf die Bedeutung der Kennung für ein unterbrochenes Feuer in 2er-Gruppen und die technische Stärke für die Navigation.
Es geht weiter, zunächst zu einer geschützten Badestelle ca. 1,5 km vom Leuchtturm entfernt. Dieser Platz ist mit Picknicktischen und Toiletten ausgestattet, ein langer steiniger Ausleger ragt ins Meer und an der Seite gibt es eine Leiter die zum Baden ins Wasser führt. Früher landeten hier auch Schiffe an, um Material zu löschen und Auswanderer mit an Bord zu nehmen. Der Badeplatz ist gut besucht, überwiegend mit Dauercampern.
Unser nächstes Ziel ist die Ermita de la Virgen, die wir nach 3 km der Hauptstraße folgend erreichen. Die Madonnenfigur der Virgen de los Reyes ist seit 1546 die Schutzpatronin der Insel und die kleine Kirche der Ausgangspunkt der großen Bajada, die alle fünf Jahre stattfindet. Etwas außerhalb entdecken wir mehrere Felsenbehausungen und kleine Flächen mit Schutzgattern. Diese wurden und werden von Hirten genutzt. Es gibt Wasser und eine Feuerstelle. Die Höhlen sind mit Kiefernnadeln ausgelegt und auf den Steinmauern im Innern befinden sich Pappkartons zur Isolierung. In früheren Zeiten wurde in einer kleineren Höhle die Schutzpatronin hier aufbewahrt.
Wir verlassen die Ermita auf der Hauptstraße in Richtung Osten und folgen dieser ca. 6 km, bevor wir links abbiegen und einer kurvigen Piste hoch Richtung Malpaso, dem höchsten Berg der Insel folgen. Die Piste liegt 1200 m über dem Meeresspiegel und führt durch Kiefernwälder und lässt sich vorsichtig gut befahren. Leider liegt fast alles im Nebel, so dass wir die Küste und die Lavafelder nicht erkennen können. Nach 8 km erreichen wir dann den Gipfel auf 1502 Metern, leider total in Nebel gehüllt. Egal ein Kaffee geht immer, bevor wir uns auf den Rückweg machen.
Es geht vorbei am Cruz de los Reyes, einem grossen Platz mit Steinaltar und Holzkreuz, dem Nebelwald und dem CP Hoya de Morcillo. Wir wollen weiter zum Mirador de las Playas, von dem man einen schönen Ausblick auf die Küste der Ostseite hat. Leider hat sich hier eine breite Nebelwald davor geschoben, die dies verhindert. Ansonsten wäre dies hier ein toller Übernachtungsplatz. Dann eben weiter nach La Restinga, hier wollten wir über Silvester eh hin.
Da auf der Promenadenstraße kein Platz mehr frei ist, stehen wir hinter der großen Arpartmentanlage auf geschotterter Fläche und gehen anschließend in der Bar Mar de las Calmas Essen.

164. Mit dem Rad nach Sabinosa Dezember 2025

27.12.2025

Erstmals seit dem Ausflug auf die Insel Lobos auf Fuerteventura kommen heute die Fahrräder wieder zum Einsatz. Zunächst fahren wir hoch nach La Frontera, der größten Stadt hier im Tal El Golfo. Vorbei an einer Fabrica de Quesadillas, dem Busbahnhof und einem kleinen Zentrum mit Cafes, Geschäften, Restaurants und einer Post. Hier herrscht für hierronische Verhältnisse schon viel Verkehr, die Straßen mit Menschen ebenso gut gefüllt. Die Szenerie lassen wir an uns vorbeiziehen und fahren weiter durch den Ort. Rechts das Tal und der Atlantik, links die steilen Berghänge, ganz oben der Mirador la Llania, an dem wir gestern waren. Weiter geht es nach Sabinosa, einem kleinen Dorf im Westen der Insel. Es zählt nur ca. 300 Einwohner und liegt auf gut 300 Metern Höhe. Von der Küste aus gesehen schmiegen sich die weißen Häuser an den grünen Steilhang und erscheinen schwer erreichbar.
Die abgelegene Ortschaft gehört zur Gemeinde La Frontera und ist mit ihren hübschen alten Häusern und schön angelegten Gärten wohl die malerischste auf der ganzen Insel.
Seinen Namen verdankt Sabinosa dem mit dem Wacholder verwandten Sadebaum, der hier Sabina heißt und an den Steilhängen der Gegend wächst. Diese Baumart ist uns bereits auf der Hinfahrt an den Steilhängen aufgefallen.
Sabinosa ist umgeben von terrassenförmig angelegten Wein- und Obstgärten. Auf den fruchtbaren Lavahängen soll der beste Wein der Insel wachsen, der Vino de Pata. Bereits am Freitag haben wir in der Coooerativa Wein erstanden, mal schauen, welchen wir da erwischt haben.
Das Dorf selbst versprüht einen ganz eigenen Charme mit seinen teils kunstvoll gestalteten Häuserwänden. Überall sehen wir Aufnahmen von der traditionellen Bajada, bei der die Schutzpatronin der Insel von ihrer Kapelle in der Nähe von El Sabinar nach Valverde getragen wird. Ein kleines Cafe fast am Ortsende ist gut besucht, gegenüber im Schutz alter Bäume eine Krippe aufwendig gestaltet.
Weiter geht es in langgestreckten Serpentinen zurück an die Küste. Hier passieren wir Pozo la Salud, die Stelle mit dem Heilbad, fahren weiter zu den Arenas Blancas, den weißen Stränden. Es ist Ebbe und wir können ein ganzes Stück in den trockengelaufenen Strand hineinlaufen, der jetzt den Blick auf steinige Minipools freigibt. Da uns der Hunger packt und wir mal wieder ohne Snack losgefahren sind, kehren wir auf dem Rückweg in Pozo de la Salud in dem kleinen und einzigen Restaurant ein. Hier gibt es fangfrischen Fisch mit Runzelkartoffeln und Tomatensalat. Sehr lecker und mit viel Zeit zum Geniessen, bevor es auf die Rückfahrt geht.
Eine schöne Tour mit 32 km Strecke und 300 m Höhenunterschied. Im Rudi gibt es dann Kaffee mit frischen Quesadillas und Pause.

28.12.2025

Bedeckter Himmel, Nieselregen, hartnäckige Wolken sind die besten Voraussetzungen für einen Gammel-Rudi-Sonntag. Da wir das morgendliche Trödeln perfektioniert haben, ist der angedachte Marktbesuch obsolet und wir lassen diesen Sonntag einfach so, wie er ist.

163. Auf dem Sendero la Llania durch den Nebelwald Dezember 2025

26.12.2025

Das Wetter ist gut, wir sind früh wach, ein Kaffee schnell gekocht und Rudi abfahrbereit gemacht. 2. Versuch durch den Nebelwald auf dem Sendero la Llania zu wandern. Wir haben Glück und erwischen am Startpunkt einen Parkplatz. Nach dem Frühstück geht es los. Wir ziehen uns warm an, Wasser und ein Snack sowie Regenjacken befinden sich in den Rucksäcken. Es gibt drei unterschiedliche Route, wir entscheiden uns für die rote und somit den mittleren Rundweg.
Dieser führt auf dem Camino de la Llania durch einen zauberhaften Lorbeerwald. Der Startpunkt der Wanderung liegt gegenüber vom Parkplatz am Cruce de La Llania.
Der gut beschilderte Weg schlängelt sich zunächst durch ein mit Baumheide-Buschwald bewachsenes Gebiet. Entlang des Weges findet man wunderschöne alte Bäume, die teilweise von bizarren Moosen und Flechten bedeckt sind. Den Waldboden bedecken dichte Teppiche von Farnen.
Nach etwa 900 Metern biegen wir nach rechts ab. Unter dem Blätterdach des Feuchtwaldes verläuft der Pfad bergab entlang einer kleinen Schlucht, die von zahlreichen Farnen um­geben ist. Entlang des Weges sehen wir riesige Löwenzahngewächse und vereinzelt majestätische Kanarische Kiefern. Am Boden lassen sich die unterschiedlichsten Pilzarten blicken. Mittendrin queren wir eine kleine Brücke La Brezal und sind anschliessend sofort wieder von den moosbedeckten Lorbeerbäumen umgeben.
Wir passieren die Quelle Fuente del Lomo und folgen weiter der roten Markierung. Dieser verläuft zum Aussichtspunkt Mirador de la Hoya de Fireba, den wir nach 4,5 Kilometern Gesamtstrecke erreichen. Die Landstraße HI-1 wird durch einen kleinen Tunnel unterquert.
Über ein Gebiet mit Ablagerungen aus brauner Vulkanasche, auf den Kanaren Picón genannt, geht es hinauf zum Aussichtspunkt. Von der Aussichtskanzel überblickt man den Explosionskrater „Caldera de la Hoya de Fireba“. Der Fireba-Krater gilt als einer der am besten erhaltenen der Insel. Er hat einen Durchmesser von 259 Metern und eine Tiefe von 110 Metern. An der Südseite der Caldera hat sich eine kleine Heidelandschaft entwickelt, auf der Nordseite gibt es kaum Vegetation. Dieses Phänomen ist dem Einfluss der Passatwinde geschuldet. Links blickt man auf den Gipfel des 1.330 Meter hohen Fireba. Bei guten Sichtverhältnissen blickt man von hier bis zu den Inseln La Gomera und Tenerife. Wir haben Glück und erkennen den Teide auf Tenerife.
Wir passieren ein Wäldchen unterhalb des Kraters, der mit Holzbänken und Tischen ausgestattete Rastplatz El Bailadero de Las Brujas (Hexentanzplatz). Der Wanderweg führt nun durch ein Gebiet, das zwischen Pinien- und Lorbeerwald wechselt.
Hier führt der Weg wieder bergauf durch ein Gebiet mit viel Baumheide zum Mirador de la Llania. Der Aussichtspunkt La Llania liegt direkt an der Abbruchkante zum El Golfo-Tal und bietet einen schwindelerregenden Blick auf die Tiefebene. In der vergangenen Woche hatten wir die umgekehrte Sicht unten von La Maceta aus auf diese imposanten Steilhänge. Die Silhouette der Insel La Palma ist bei guter Sicht am Horizont zu erkennen. Links kann man in einem weniger steil abfallenden Gebiet den Vulkan Tanganasoga erblicken.
Auf dem letzten Wegabschnitt geht es sanft bergab durch den faszinierenden Lorbeerwald (Laurisilva) zum Ausgangspunkt am Cruce de La Llania. An einer grossen Baumheide wird die Wassergewinnung durch horizontalen Niederschlag verdeutlicht.
Vom Parkplatz aus verlassen wir den Nebelwald in Richtung La Frontera auf der HI-1. Unser Ziel ist erneut der Parkplatz in La Maceta. Bis wir diesen erreichen müssen wir tatsächlich noch 20 km zurücklegen.

162. La Restinga Dezember 2025

24.12.2025

Weihnachten verbringen wir dieses Jahr erneut am Atlantik und zwar am westlichsten Zipfel von Europa, La Restinga auf El Hierro.
Nach einem ausgedehntem Frühstück ging es von La Caleta erneut nach La Restinga. Auf der Fahrt dorthin ging es durch Regen und Nebel auf die Südseite der Insel. Hier wechselte dann das Wetter auf Sonnenschein und den Nachmittag verbrachten wir sogar mit einer Badeunterbrechung am Strand.

25.12.2025

Am frühen Nachmittag brechen wir zu einem Spaziergang durch die Lavafelder an der Küste entlang auf. Es geht am Punta de los Saltos vorbei, über Lavastränge, die immer wieder neue Formationen und Muster aufweisen. Unterbrochen werden sie durch Flächen mit kleinen Lavasteinen, die an die Zeit mit div. Lavagrills erinnern sowie Gebiete mit sandigem Untergrund. Weiter geht es zum Punta de los Frailes, wo wir Steinsäulen passieren, die an der Meer zugewandten Seite weiß getüncht sind. Eine Steinsäule ist am Küstenrand positioniert, eine weitere ca. 50 m dahinter. Wahrscheinlich handelt es sich um Landmarken zur Orientierung für die Schifffahrt. Oberhalb dieser Landmarken machen wir eine Höhlenöffnung aus. Beim Näherkommen fallen uns die unzähligen Muschelteilchen auf, die den Boden bedecken. Die Öffnung im Lavagestein ist abgesperrt und dahinter entdecken wir ganze Muschelschichten, die den größten Teil dieser höhlenartigen Öffnung ausmachen. Ein Schild an der Absperrung macht auf archäologische Arbeiten aufmerksam. Wir krabbeln langsam einen Hang hinauf und können in ca. 91 m die Aussicht auf die Bahia de Naos bestaunen. Anschliessend geht es noch bis ca. 119 m weiter nach oben bis zum nächsten Aussichtspunkt. Der Pfad ist hier sehr schmal und steinig, führt unmittelbar am Abhang vorbei. Zwischendurch setzt immer mal wieder der bekannte Fieselregen ein und befördert die Regenjacken nach draussen. Zurück geht es oberhalb der Küstenlinie bis zum Ortseingang von La Restinga entlang. Der Ort ist heute am zweiten Weihnachtsfeiertag sehr ruhig. Nur eine Bar hat geöffnet, alles weitere geschlossen. Wieder zurück tanken wir auf der Promenadenmauer noch etwas Sonne.
Auf dem Speiseplan für heute stand eigentlich, auf Wunsch einer einzelnen Person, die berüchtigte Pfannekuchensuppe. Bei der Vorbereitung stellte sich aber heraus, dass das neue Mehl Besuch in Form von Mehlwürmer hat. Satz mit x, war wohl nix. Dieses Vorhaben muss verschoben werden.

161. Playa de la Caleta Dezember 2025

23.12.2025

Ja, wo sind wir denn jetzt gelandet?
Heute Morgen herrschte eitel Sonnenschein, kein Vergleich zum gestrigen Tag. Diesen Umstand wollen wir nutzen, um zunächst dem nahegelegenen Nebelwald einen Wanderbesuch abzustatten. Es geht die HI-400 immer höher hinauf, bis diese die HI-1 kreuzt. Ein kurzes Stück folgen wir dieser Straße bis wir den Parkplatz Sendero la Llania erreichen. Von hier aus soll einen Rundweg durch den Nebelwald führen. Leider ist der kleine Parkplatz komplett voll und es bietet sich auch sonst keine Parkmöglichkeit. Tja, wir sind zu spät. Bei diesem Wetter sind vor uns bereits andere auf die Idee gekommen hier entlang zu wandern. Ansonsten herrscht hier oben Nebel und Fieselregen. Um uns herum sieht es mit den knorrigen und mit Flechten umwucherten Lorbeerbäumen schon sehr mystisch aus. Bei nächster Gelegenheit müssen wir einfach früher in die Hufe kommen.
Für uns geht es weiter nach La Caleta. Dieses Örtchen liegt unterhalb von Valverde, in der Nähe des Flughafens, direkt am Meer.
Als wir den Flughafen passieren, sind wir wieder erstaunt wie winzig dieser ist, von der Landebahn will ich gar nicht reden. Diese wird praktisch vorne und hinten durch den Atlantik begrenzt und ist nur für kleinere Passagierflugzeuge geeignet. Lummerland eben!
La Caleta ist eine kleine Ansiedlung mit Wohn- und Apartmentwohnungen und natürlichen Meerwasserpools sowie zwei höher gelegenen Pools mit Meerwasser. Es gibt eine Dusche und viele Möglichkeiten sich ein schönes Plätzchen für einen Tag am Meer zu suchen. Als wir hinab zum Meer fahren entdecken wir quasi den kleinen Laden von „Frau Waas“ und davor steht ein weihnachtlich geschmücktes Cabriolet mit keinem anderen darauf als dem Weihnachtsmann. Dieser fährt, eine Glocke läutend, durch die Straßen.
Wir folgen dem zeitigen Weihnachtsmann bis zu den Meerwasserpools und finden gleich oberhalb einen perfekten Parkplatz. Den Nachmittag verbringen wir hier am Meer. Gegen Abend drehen wir noch eine kurze Runde um den Ort bevor wir im Rudi aus einer Riesenkartoffel Reibekuchen bei Weihnachtsmusik zubereiten.

160. Hoya del Mocilla Dezember 2025

21.12.2025

Heute geht die Tour in den Wald bei El Pinar und auf den dortigen einzigen Campingplatz dieser Insel: Hoya del Morcillo. Zuvor muss noch ein kleiner Abstecher zum Charco Tacarón sein, liegt quasi auf dem Weg. Und wieder finden sich div. Meerwasserpools in einzigartiger Umgebung, mit Picknick- und Grillplätzen, Sonnenterassen und Wasseranschluss. Den Spot merken wir uns einmal für den 23.12.2025. Bei schönem und ruhigem Wetter ist hier Baden eine Option.
Weiter geht es über El Pinar in das wäldliche Erholungsgebiet. Die Sicht ist heute so gut, dass wir auf der weiteren Fahrt sogar den Teide mit seinem schneebedecktem Gipfel ausmachen können. Unsere Reservierung zeigen wir der Rangerin vor Ort und werden anschliessend in den Platz eingewiesen. Für 4,72 € pro Person und Nacht ist Ver- und Entsorgung, Strom sowie Duschen/WC inclusive. Die Duschen werden quasi umgehend getestet. So gute wir hier gab es auf der ganzen Reise nicht.
Wir stehen mitten in einem riesigen Waldgebiet mit Fichten auf 1000 m Höhe. Der Platz ist weitläufig und ausser uns sind noch drei weitere Camper bzw. Radfahrer mit Zelt hier sowie ein Rabenpaar, das anscheinend die Ranger unterstützt.
Am Nachmittag zaubert Dirk auf dem Aussenkocher Jägerschnitzel mit Nudeln. Nach dem Genuss verziehen wir uns ins Auto. Die Sonne hat sich verabschiedet und es beginnt zu fieseln.
Für morgen nehmen wir uns eine Wanderung vor.

22.12.2025

Wo ist denn heute die Sonne geblieben? Es fieselt ununterbrochen, mal mehr, mal weniger. Gegen 12:00 Uhr ist es kurzeitig weniger und wir wandern los. Dieses Mal aber mit Wasser und Snack im Rucksack. Dieser Kiefernwald um uns herum genial und absolut leise. Es sind zum Teil mächtige Kiefernexemplare dabei und man sieht immer wieder Zeichen von vergangenen Bränden, die diese Region getroffen hat. Wobei die Bäume dies durch ihre Struktur, welche an vielfach übereinander gelegte Schildplatten erinnert, sichtbar gut überstanden haben. Und unmittelbar bei den betroffenen Brandherden haben sich neue Kiefern, durch die aufgeplatzten Kiefernzapfen, wieder selbst ausgesät.
Fast wären wir auch an der Cueva de el Mocán vorbeigelaufen. Völlig unscheinbar versteckt sie sich beim weiteren Anstieg. Der Eingang ist versperrt, so dass wir nur einen kleinen Blick in das Gesteinsloch werfen können. Der Fieselregen nimmt Fahrt auf und begleitet uns weiter. Ungefähr nach drei Kilometern biegen wir nach links ab, es geht abwärts weiter. Diesen Weg sind wir bereits vor zehn Jahren in die andere Richtung gewandert, bis 1200 m hinauf zu einem Fernsehturm mit spektakulärer Aussicht.
Vor uns taucht eine Wandergruppe auf, die den Anstieg zu bewältigen hat. Der Weg ist eigentlich eine unwegsame Schneise durch den Wald, die am unteren Ende felsig wird und wo klettern angesagt ist. Hier passieren wir mehrere Tierknochen😬. Der Weg mündet an der kleinen HI-400 die wir bis zum CP im Dauer-Nieselregen abtapern. Klar das dieser zum Schluß an Intensität zunimmt. So kommen wir triefend am Rudi an und nach allgemeiner Trockenlegung bereiten wir uns spontan einen kreativen Irish Coffee zu😉.

159. La Restinga Dezember 2025

20.12.2025

Etwas verschlafen öffnen wir die Rollos und trauen unseren Augen nicht. Im Charco geht die Post ab, die Gischt schafft es mit voller Kraft bis an den Rudi. Das gestern war nur Geplänkel, hier zeigt sich wir gewaltig und unberechenbar der Atlantik sein kann. Was für ein Schauspiel und das zum Frühstück.
Danach geht es auf nach Valverde zum Samstagsmarkt. Die schmale Strasse hinauf schaffen wir ohne Gegenverkehr. In der Inselhauptstadt ergattern wir einen schönen Parkplatz oberhalb der Stadt und machen uns auf zum Mercadillo am anderen Ende der Stadt. Kalt ist es hier oben und windig. Der angepriesene Markt entpuppt sich als Vier-Stände-Markt unterhalb des Krankenhauses. Da hatten wir etwas anderes erwartet. Dann auf zur Stadterschlenderung. Vorbei an kleinen Geschäften, Bars, dem Cabildo und der Kirche. Im Anschluß steil hinauf in die Oberstadt und zum Van. Da es uns eindeutig zu windig ist, geht es erneut nach La Restinga. Hier ist es sonnig, sehr wenig Wind und das Meer macht Pause.
Ein ruhiger Nachmittag und Abend folgt an der Hafenpromenade.

158. Punta Norte – Charco Manso Dezember 2025

19.12.2025

Nach dem Frühstück ging es für uns heute zunächst in die kleine Inselhauptstadt Valverde. Vor den Toren der Stadt passieren wir auf der rechten Seite auffallend großen weißen Skulpturen mit gekrönten Köpfen. Geschaffen von dem auf El Hierro geborenen Künstler Ruben Armiche, trägt dieses Kunstwerk den Titel „Homage an die Bajada“ und ist 2009 entstanden. Bei einer Bajada wird die Schutzpatronin der Insel, die Virgen de los Reyes (Jungfrau der Heiligen Drei Könige), von ihrer Kapelle, der Ermita de Nuestra Señora de los Reyes im Naturpark La Dehesa, in einer langen Prozession in das 28 km entfernte Valverde gebracht. Dies ist alle fünf Jahre der Fall, zuletzt im Juli 2025.
Das Kunstwerk selbst besteht aus Schrottautos und Elektroschrott, der mit Maschendraht umwickelt, mit Gips in Form gebracht und im Anschluß mit Farbe gestaltet wurde und auf die Probleme der Müllentsorgung auf der Insel aufmerksam machen soll. Den Bogen zu diesem kulturellen Ereignis bekomme ich zwar noch nicht hin, aber das wird schon. Hatte die Skulptur zwei oder drei gekrönte Köpfe? Tja, wir kommen spätestens zur Weiterfahrt hier noch einmal vorbei.
In Valverde tasten wir uns langsam durch die engen Straßen zur Gemeindeverwaltung. An Parken ist hier nicht zu denken. Ein Stückchen weiter lässt Dirk mich raus und ich versuche mein Glück. Die Registrierung verläuft hier ebenso unkompliziert wie auf Gran Canaria. Hier muss ich nur im Vorfeld den Zeitraum angeben und bezahlen. Anschliessend erhalte ich ein Dokument mit der Reservierung, die wir dem Parkranger vorzeigen sollen. Das war‘s.
Unser nächstes Ziel ist der Punta Norte mit dem Charco Manso. Beim Verlassen des Ortes halten wir Ausschau nach einem Stellplatz für morgen. Samstags ist immer Markt in Valverde und das Städtchen selbst wollen wir uns auch anschauen.
Gleich hinter dem Ortsausgang zweigt in Richtung Hafen links eine kleine Straße nach Echedo ab. Diese endet bei Las Salinas am Meer, wird in den letzten drei Kilometern einspurig und beinhaltet im unteren Abschnitt schmale Kehren, die es in sich haben. Und erneut stehen wir inmitten der wilden und zerklüfteten Küste an einem Meeresschwimmbecken. Vor uns können wir sogar La Gomera und La Palma ausmachen. Die Vulkanlandschaft aus Grotten, Felsentoren und Höhlen lässt bei Flut und entsprechendem Wellengang das Wasser nur so empor sausen und vor der starken Brandung wird gewarnt.
Ein ausgestatteter Grillbereich sowie ein Kiosko sind mit von der Partie. Dieser hat sogar geöffnet und Dirk kann hier der Besitzerin beim Aufklappen der schweren Fensterklappen helfen.
Etwas später finden wir uns hier erneut für einen Mittagssnack ein und probieren das erste Mal frittierte Moräne. Sieht aus wie Kibbeling, ist fester im Fleisch und hat einen leicht fischigen Geschmack. Nach einer anschliessenden Mittagspause, wollen wir eigentlich die Drohne starten, aber durch die Nähe zum Flughafen ist hier der Gebrauch von Drohnen nicht gestattet. Dann geniessen wir eben das Brandungsspektakel vor uns.

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