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Category : Reisen

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196. Étretat März 2026

16.03.2026

Es geht weiter nach Étretat. Étretat liegt auf Meereshöhe direkt am Ärmelkanal und zwar genau in einer von ganz wenigen Talöffnungen in der 120 km langen Steilküste zwischen Dieppe und Le Havre. Aufgrund ihrer hellen Färbung wird sie auch Alabasterküste genannt. Bekannt ist Étretat vor allem durch die steilen Felsklippen mit ihren außergewöhnlichen Felsformationen, die den Ort auf beiden Seiten umrahmen.

Für eine Parkdauer von 2 Stunden sind auf den Parkflächen im Stadtgebiet satte 15,80€ fällig und können über die easy-Park-App gebucht werden. Heute morgen sollte 1 Stunde 8,62€ kosten. Die Parkflächen direkt an der Promenade sind mit 3,42€/Std. deutlich preiswerter, jedoch für Rudi nicht erlaubt. Wir entscheiden uns daher für einen WoMo-Stellplatz an der Rue de Maupassant. 35 WoMos finden hier Platz, einige Stellplätze mit Strom (extra bezahlbar), Ver- und Entsorgung incl. für 11,32€/24 Std.. Eine Alternative wäre noch der CP Municipal, direkt neben dem Stellplatz. Dieser hat seit gestern geöffnet und nimmt für 2 Personen. WoMo + Strom 36€ für eine Nacht. Andere Alternativen bieten sich für WoMos hier nicht. Die Durchfahrt in den anliegenden Straßen sind für diese Autos verboten.


Gerade bricht Hektik aus. Div. WoMo-Reisende sind auf der Suche nach einem speziellen Gardenaanschluß für die Wassersäule-diesen können wir liefern sowie die Nachfrage nach einer Bohrmaschine bedienen. Daher wird das Heck auf der Suche nach der Bohrmaschine vor dem 2. Kaffee geleert und aufgeräumt.

195. Honfleur März 2026

15.03.2026

Um nach Honfleur zu gelangen haben wir gestern versucht den kompletten Abschnitt an der Baie de Seine an der Küste entlang zu fahren. Baustellen, Umleitungen und Naviausfälle versuchten dies zum Teil zu verhindern. In Port-en-Bassin-Hupain haben wir versucht einen Parkplatz zu ergattern. Für einen kurzen Besuch hätten wir 11€ zahlen sollen, da nur 24h-Tarife buchbar sind. War uns zuviel und wir sind weiter. Bis jetzt ist die ganze Gegend aber sehr reizvoll und lohnt auf jeden Fall einen weiteren, längeren Aufenthalt.
Kurz vor Honfleur stifteten dann div. Gewichtsbeschränkungen für Fahrzeuge über 3,5t Verwirrung, so dass wir unseren Stellplatz am Quai Nord im Städtchen später als gedacht erreichten. Ein kurzer Rundgang durch die Altstadt und anschliessendes Burger-Essen im Van bildeten den Tagesabschluß.

194. Grandcamp Maisy März 2026

13.03.2026

Regen ist angesagt und nach einem umfänglichen Trödelprogramm starten wir am frühen Nachmittag in Richtung Normandie.
Den Stellplatz bei Grandcamp-Maisy erreichen wir nach 18:00 h. Den Tag beschliessen wir mit Pizza und Pinot Gris.

14.03.2026

Mit den Rädern geht es auf der Velomaritime an verschiedenen, geschichtsträchtigen Gebieten an der Küste vorbei. Im Juni 1944 landeten die Alliierten u.a. am Pointe du Hoc und Omaha Beach. Denkmäler, Panzer, Teile von Landungsbrücken, Militärmuseen dokumentieren die Zeitgeschichte.

193. Crozon März 2026

11.03.2026

Bevor die Reise weitergeht machen wir einen kleinen Abstecher auf den Markt in Vannes. Hier ist die Altstadt mit Marktständen durchzogen. Eine Fischhalle können wir auch ausfindig machen.

Gegen Mittag ist alles wieder verräumt und wir brechen auf in Richtung Crozon.
Vorher legen wir aber noch einen Stopp auf der Halbinsel Quiberon, unterhalb von Carnac ein und versuchen später in Concarneau einen Parkplatz zu ergattern, leider ohne Erfolg. Rudi ist einfach zu groß und zu schwer. Zu gerne hätte ich mir die Wirkungsstätte von Kommissar Dupin einmal genauer angeschaut.
Weiter geht es zum nächsten Stellplatz, der uns nach Crozon (bretonisch Kraozon) führt. Crozon ist eine französische Gemeinde und der Hauptort auf der Crozon-Halbinsel im Département Finistère im Nordwesten der Region Bretagne.

12.03.2026

Kräftiger Wind und Routen überwiegend mit Asphalt als Untergrund sprechen gegen eine Radtour über die Halbinsel. Wir gehen zu Fuß, wollen nur eine kleine Runde durch den Ort drehen. Und wie das anschliessend immer so ist, haben wir die falschen Schuhe an, nichts zu Trinken dabei und am Ende 17.000 Schritte auf der Uhr. Aber wir sind bis zum Sporthafen von Mogat gekommen, haben dort im Le Relais des Pêcheurs Kaffee getrunken, am Strand Erdbienen bei ihrem ersten Ausflug beobachtet und frisches Baguette incl. gesalzene Butter für den Mittags-Happen erstanden. Am Nachmittag geht es zum Pointe De Pen-Hir. Starker Wind, dunstige Sicht verleihen den vor uns liegenden Klippen eine fast schon kriminalistische Atmosphäre. Wir müssen an die Serie „Mord auf den Shetlands“ denken, aber auch an mögliche Aufenthalte in UK, Irland oder Island, wobei sich eine Hälfte eher an Ziele mit einer Durchschnittstemperatur von 40 Grad beamen möchte.


Hier oben laden große Heideflächen zum Wandern entlang der Klippen ein. Im Vorfeld der äußersten Landzunge liegen die Les Tas de Pois, die Erbseninseln. Von der Pointe de Penhir lassen sich bei guter Sicht die anderen Kaps der Halbinsel Crozon ausmachen (Pointe de Dinan, Cap de la Chèvre und Pointe des Espagnols), weiterhin in der Ferne auf Cap Sizun der Pointe du Van, der Pointe du Raz und der Baie des Trépassés. Von hier oben können wir gerade mal den Plage De Veryac‘h erkennen. Alles Weitere wird vom dunstigen Sprühregen aufgesogen. Ausser das Croix de Pen-Hir, welches gewaltig auf den Klippen thront. Das Croix de Pen-Hir (Kreuz von Pen-Hir) ist ein markantes Denkmal auf der Halbinsel Crozon, dass den bretonischen Kämpfern des Freien Frankreichs im Zweiten Weltkrieg gewidmet ist. In unmittelbarer Nähe des Croix de Pen-Hir liegt ein militärisches Freilichtmuseum, dass an die Bunkerschlacht im Atlantik während des 2. Weltkrieges erinnern soll und Teil des Atlantkwalls war.
Der Atlantikwall war eine gigantische, von Deutschland ab 1941/42 errichtete Verteidigungslinie entlang der europäischen Küste, die eine alliierte Invasion verhindern sollte. Die „Operation Overlord“ der Alliierten konnte das Gegenteil beweisen.

192. Vannes März 2026

09.03.2026

Die kleine Reise gerade durch die Bretagne geht weiter. Am Morgen haben wir kurz noch in der Nähe des Stellplatzes in einem Super-U eingekauft und für ein kleines Sortiment Lebensmittel, dass in drei Fahrradtaschen geht, 109,00€ ausgegeben. Neben den Kosten für 1l Diesel für 1,949l eine weitere Hausnummer.
Nach dem Einräumen ging es über Land in Richtung Vannes, nicht ohne eine Pause in dem kleinen Örtchen Les-Moutiers-en-Retz einzulegen, incl. Spaziergang am Meer, hier Bucht von Biscaya.

Nach der Pause überqueren wir die Loire bei Saint-Nazaire über die gleichnamige Schrägseilbrücke, die mit 3356 m die längste Brücke Frankreichs ist. Im Stadtteil Saint-Marc-Sur-Mer wurde 1953 der Kultfilm „Die Ferien des Monsieur Hulot“ mit Jaques Tati gedreht. Ein gleichnamiger Strandabschnitt incl. Denkmal markiert den Drehort. Gegen 18:00 Uhr erreichen wir den Stellplatz in Conleau bei Vannes am Golf von Morhiban.

10.03.2026
Am nächsten Morgen werden die Räder für eine Stadtbesichtigung startklar gemacht. Es ist ganz schön frisch und wir sind froh hinter den Stadtmauern von Vannes ein wenig windgeschützter durch die wunderschöne Altstadt laufen zu können. Es macht einfach nur Spaß über die kopfsteingepflasterten Gassen an den bunten mittelalterlichen Fachwerkhäusern vorbei zu schlendern. Das Schloß L‘Hermeline wird gerade aufwendig renoviert, ebenso die Kathedrale St. Pierre. Es gibt viele kleine Geschäfte, Bistros und Creperieren, eine Markthalle und das imposante Hotel de Ville, nicht zu vergessen den Sporthafen mit seiner Promenade. Beim Bistro am Hotel Central probiere ich bretonische Tapas in Form einer gefüllten Galette (dünner Pfannkuchen aus Buchweizenmehl) mit Tomaten, Paprika und Käse. Sehr lecker!

191. Noirmoutier-en-l’Île März 2026

07.03.2026

Ein mit rund 760 km gefüllter Fahrtag liegt hinter uns. Wir sind runter bis Noirmoutier-en-l’Île, allgemein nur Noirmoutier genannt, gefahren und stehen auf einem Stellplatz von Camping-Car-Park etwas am Rande der Stadt Noirmoutier.


Die kleine französische Gemeinde mit 4505 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) liegt auf der Île de Noirmoutier im Département Vendée der Region Pays de la Loire.
Eine Besonderheit von Noirmoutier ist der Gois, die 4,5 Kilometer lange und nur bei Niedrigwasser befahrbare Verbindungsstraße zwischen der Insel und dem Festland. Entlang der Strecke durchs Watt sind in regelmäßigen Abständen metallene Rettungskörbe auf hohen Pfeilern angebracht. Seit 1971 verbindet auch eine Brücke die Südspitze der Insel mit dem Festland.

08.03.2026

Heute führte uns eine Radtour am Vormittag durch den kleinen Ort am Étier de Moulin vorbei in den Norden zum Plage des Dames und über Port l‘Herbaudiére wieder zurück zum Stellplatz. Einfach beschaulich dieser Inselabschnitt. Die Strandabschnitte frei zugänglich, zwischendurch Campingplätze und Ferienhäuser, keine Hotelbauten. Die Strände mit weißen, kleinen Holzhäuschen ausgestattet. Zwischendurch ein wenig Infrastruktur, ansonsten Wald, Felder und Meer.
Am Nachmittag folgte eine weitere Radtour zum Austernhafen nach Port Le Bon‘Homme. Hier hatten die kleinen Bistro‘s direkt am Hafen leider schon geschlossen. Da gerade Ebbe herrschte konnten wir die Muschelfelder im Watt ausmachen. Gefolgt von den Salzfeldern der Insel.

190. Brügge März 2026

06.03.2026

Unser nächstes Ziel Brügge, die Hauptstadt von Westflandern in Belgien, wollen wir ohne die Nutzung von Autobahnen erreichen. Dies gelingt uns bis Antwerpen und dann verzweifeln wir an den Umweltzonen und Gewichtsbeschränkungen, das Garmin sowie diverse Naviplattformen auf den Handys steigen aus. Wir benutzen das Kartenmaterial nur noch um einen Weg hinaus über die Stadtautobahn zu finden. Gegen halb drei gelangen wir am Rande des historischen Zentrums von Brügge am Bargeweg auf den WoMo-Stellplatz. Nach einem Snack geht es mit den Rädern in die gut erhaltene mittelalterliche Stadt, die im Spätmittelalter ein Zentrum für Textilindustrie und Fernhandel war. Heute ein beliebter Tourihotspot und ein Zentrum für Schokolade, belgische Waffeln und Bier😉.

Übrigens, Dorothy Dunnett skizziert in ihren historischen Romanen „Die Farben des Reichtums“, „Der Frühling des Widders“ und „Das Spiel der Skorpione“ den Aufstieg des armen Färberlehrlings Claes Charetty aus Brügge zu einem international anerkannten Handelsherrn. Spannende Erzählungen über das Leben der Menschen vor über 500 Jahren in Brügge.

189. Scharendijke März 2026

03.03.2026

Auf geht es am Vormittag zu einer kleinen Tour an die Nordsee von Holland in die Normandie. Seit fast zwei Jahren statten wir Scharendijk einen Besuch ab. Wir stehen auf dem Camperplaats Brouwersdam.


Direkt nach der Ankunft werden die Räder klar gemacht. Bei sonnigem Wetter geht es ins benachbarte Renesse, um Kibbeling zu essen.
Btw, Dirk‘s Vorderradbremse ist trotz Reparatur erneut defekt und wird am Donnerstag im hiesigen Fahrradgeschäft erneuert und das vermeintlich vermisste Fahrraddisplay, welches wir in Tilburg kurz zuvor kostspielig ersetzt haben, befand sich in meinem Rucksack. Autsch!

04.03.2026
Der Tag stand im Zeichen des Rades. Insgesamt sind wir 60 Kilometer gefahren. Vormittags Richtung Browershaven, Dreischoor, Zonnenmaire und über Den Osse wieder zurück. Am Nachmittag ging es über den Browersdam an der Nordsee bis zur Kreuzung nach Ouddorp und am Grevelinger Meer wieder retour. Alles bei Sonnenschein und klarem, ruhigem Wetter.

05.03.2026

Eine kaputte Vorderradbremse und ein Leihfahrrad führten uns heute in den Westen und Süden des Schouwen-Duivelandes. 60 Kilometer an der Nordsee und der Oosterschelde entlang, bei schönstem Wetter. Am Nachmittag wurde das Leihfahrrad gegen das reparierte Fahrrad ausgetauscht und die Sonne bis zum Abend auf dem Stellplatz genossen.

188. Bremen Februar 2026

Arne wird 4 und wir sind in diesem Jahr zum Gratulieren in Bremen. Der Winter hat den Norden Deutschlands noch fest im Griff und wir rollen bei 3 Grad auf den WoMo-Stellplatz beim ArtHotel, Schosterboorn 7.

Von hier aus sind es nur 1,4 km zum Quintschlag. Auf dem Weg dorthin, über den Alten Postweg, laufen wir ohne es zu wissen an Anna‘s zukünftiger Grundschule vorbei.

176. Puntagorda Januar 2026

16.01.2026

Heute geht es an der Westküste weiter. Wir bleiben auf der LP-207 und passieren weitere Strände, z.B. Playa de Echentive, Playa de Puntalarga und die ausschweifende Hotelanlage La Palma Princess, inmitten von Bananenplantagen gelegen. Im Anschluß schraubt sich die Straße steil nach oben, um bei Los Canarios in die Lp-2 zu münden. An den Hängen sind hier viele Parzellen mit Weinreben und die dazugehörigen Bodegas auszumachen. Uns interessiert zunächst das Besucherzentrum am Volcan San Antonio, der 1677 ausgebrochen ist. Der Vulkankrater hat einen Durchmesser von 300 m, im Inneren hat die kanarische Kiefer Fuß gefasst und um fast die Hälfte des Kraterrandes führt ein kleiner Pfad entlang bis zum Aussichtspunkt. Von diesem hat man einen imposanten Ausblick auf das Tal mit seinen Hängen voller Weinreben und Bananenplantagen, den beiden Leuchttürmen, das Meer und auf La Gomera und El Hierro in der Ferne. Natürlich auch in den Vulkankrater selbst, der steil abfällt. Auf dem Rückweg geht es für Info‘s rund um Vulkanismus auf den kanarischen Inseln ins Besucherzentrum und auf dem Weg zum Van in die lokale Bodega Carbollo. Hier erstehen wir regionalen Vino Blanco.

Auf der Suche nach einem Pausenplätzchen geht es weiter und wir landen schließlich in Tazakorte. Im Hafen ist reichlich Platz. Es ist zwar nur ein Tagesparkplatz, aber um sich nach dem Essen den Hafen und den Ort anzuschauen perfekt.
Der Weg hierhin führte auch durch die vom letzten Vulkanausbruch 2021/2022 betroffene Gegend. Vom Hafen aus lassen sich die erkalteten, dunklen Lavaströme gut erkennen, die bei Puerto Naos ins Meer gefloßen sind.
Der Hafen hier in Tazakorte ist mit gewaltigen Betonmauern versehen und außerhalb des Sporthafens sind mehrere Anlagen für Aquakulturen angelegt. Auf der Kaimauer schlendernd verlassen wir den Hafenbereich und bummeln weiter in den beschaulichen Küstenort, mit seinen Stränden aus schwarzem Lavasand. Am Kiosko Teneguia gibt es erst einmal einen Kaffee.

Wir verlassen Tazakorte weiter der Küste in nördlicher Richtung folgend, um einen Stellplatz für die Nacht anzufahren. Dabei geht es hinter dem Ort wieder steil hinauf und nach einigen Kilometern ist die Straße durchweg mit Baustellen versehen, die ein Anhalten nicht ermöglichen. So geht es weiter bis nach Puntagorda. Hier wird zuerst getankt und dann weiter durch den Ort gefahren, bis wir zum Mirador Astronomico Roberto Rodriguez gelangen. Hier stehen wir auf einer Kuppe, mit Blick auf den Ort und den Naturgewalten, sprich ordentlichem Wind und Fieselregen, ausgesetzt.

165. Ausflug in den Westen Dezember 2025

28.12.2025

Heute fahren wir an das Ende der Welt, statten der Schutzpatronin der Insel einen Besuch ab und wollen hoch hinaus.
Zunächst geht die Fahrt erneut Richtung Westen und Pozo de la Salud sowie den Arenas Blancas. Anschließend cruisen wir weiter durch aufregende Vulkanlandschaften auf einer kleinen Straße zum Faro de Orchilla. Kurz hinter der Abzweigung zum Playa de Verodal windet sich die schmale Straße 5 km in engen Kurven und ohne Leitplanken ganz hoch zum Weideland der Dehasa. Hier nehmen wir die Abzweigung hinunter zum Leuchtturm, auf der uns gleich zu Beginn die Müllabfuhr entgegenkommt. Da heisst es erst einmal die schmale Straße rückwärts hoch fahren und einen breiteren Punkt zum vorbeifahren finden. Anschliessend weiter und hinunter zum Faro, der in einer schwarzen Einöde aus Lavagestein und Vulkankratern liegt. Dieser Punkt galt in der Antike als das Ende der Welt. Später verlief hier für mehr als 200 Jahre der Nullmeridian. Eine entsprechende steinerne Markierung findet man am besten zu Fuß, wenn man einem Abzweig weiter oben auf dieser Stichstraße folgt. Heute markiert der Leuchtturm den südwestlichsten Punkt Europas und ist ein Leuchtfeuer 2. Grades. Der Begriff verweist auf die Bedeutung der Kennung für ein unterbrochenes Feuer in 2er-Gruppen und die technische Stärke für die Navigation.
Es geht weiter, zunächst zu einer geschützten Badestelle ca. 1,5 km vom Leuchtturm entfernt. Dieser Platz ist mit Picknicktischen und Toiletten ausgestattet, ein langer steiniger Ausleger ragt ins Meer und an der Seite gibt es eine Leiter die zum Baden ins Wasser führt. Früher landeten hier auch Schiffe an, um Material zu löschen und Auswanderer mit an Bord zu nehmen. Der Badeplatz ist gut besucht, überwiegend mit Dauercampern.
Unser nächstes Ziel ist die Ermita de la Virgen, die wir nach 3 km der Hauptstraße folgend erreichen. Die Madonnenfigur der Virgen de los Reyes ist seit 1546 die Schutzpatronin der Insel und die kleine Kirche der Ausgangspunkt der großen Bajada, die alle fünf Jahre stattfindet. Etwas außerhalb entdecken wir mehrere Felsenbehausungen und kleine Flächen mit Schutzgattern. Diese wurden und werden von Hirten genutzt. Es gibt Wasser und eine Feuerstelle. Die Höhlen sind mit Kiefernnadeln ausgelegt und auf den Steinmauern im Innern befinden sich Pappkartons zur Isolierung. In früheren Zeiten wurde in einer kleineren Höhle die Schutzpatronin hier aufbewahrt.
Wir verlassen die Ermita auf der Hauptstraße in Richtung Osten und folgen dieser ca. 6 km, bevor wir links abbiegen und einer kurvigen Piste hoch Richtung Malpaso, dem höchsten Berg der Insel folgen. Die Piste liegt 1200 m über dem Meeresspiegel und führt durch Kiefernwälder und lässt sich vorsichtig gut befahren. Leider liegt fast alles im Nebel, so dass wir die Küste und die Lavafelder nicht erkennen können. Nach 8 km erreichen wir dann den Gipfel auf 1502 Metern, leider total in Nebel gehüllt. Egal ein Kaffee geht immer, bevor wir uns auf den Rückweg machen.
Es geht vorbei am Cruz de los Reyes, einem grossen Platz mit Steinaltar und Holzkreuz, dem Nebelwald und dem CP Hoya de Morcillo. Wir wollen weiter zum Mirador de las Playas, von dem man einen schönen Ausblick auf die Küste der Ostseite hat. Leider hat sich hier eine breite Nebelwald davor geschoben, die dies verhindert. Ansonsten wäre dies hier ein toller Übernachtungsplatz. Dann eben weiter nach La Restinga, hier wollten wir über Silvester eh hin.
Da auf der Promenadenstraße kein Platz mehr frei ist, stehen wir hinter der großen Arpartmentanlage auf geschotterter Fläche und gehen anschließend in der Bar Mar de las Calmas Essen.

088. Hilden März 2025

07.03.2025

Nach einer ausgiebigen Dusche und leckerem Frühstück begeben wir uns auf die Fahrt nach Hilden. Bevor es auf die Bahn geht, machen wir noch einen Abstecher zum WoMo-Stellplatz „Zum Kuhhirten“ am Werdersee. Da Anhänger hier nicht erlaubt sind, wollen wir uns einen Überblick zu geeigneten Abstellmöglichkeiten machen, bevor wir nächsten Donnerstag für eine Woche nach Bremen fahren.

Tja, das wird nix. Überall Halteverbot und der Parkplatz gehört zu einem Restaurant mit zeitlich begrenzter Parkdauer. Da werden wir ohne Hänger fahren müssen. Die Fahrt nach Hause verläuft ohne Stau und das auf der A1, unglaublich. Zur Belohnung gibt es ein dickes Eis aus der Eiskiste und einen Parkplatz für unser Gefährt direkt vor der Tür. Läuft! Heute Abend geht es nach Solingen zu einem Wiedersehen mit Heike und Thomas🥰.

13.03.2025

Kaum zu glauben, aber es ist schon wieder eine Woche rum. Hätten wir unseren eigentlichen Reisezeitraum eingehalten und wären nicht für die vorgezogene Bundestagswahl nach Hause gekommen, würden wir wahrscheinlich noch in Galizien oder Frankreich reisen. So ist zumindest seit gestern die Wohnung nach dem Wasserschaden fertig renoviert, eine Mini-Erkältung überstanden, sind Vorbereitungen für den Ägyptenurlaub und Route 2 getroffen worden, hat Dirk Rücken und Nina einen ziemlich schmerzhaften Erkältungsinfekt.
Zu Beginn der Route 2 wird uns Thomas für eine Woche begleiten. Nicht wie ursprünglich gedacht mit dem Motorrad, sondern mit einem Campervan, der bereits reserviert ist. Wo genau es dann hingeht, wissen wir noch nicht, das entscheidet das Wetter. Los geht es am 02.05.2025, direkt nach unserem gemeinsamen Eipaß-Treffen. Ein weiteres fixes Datum ist gesetzt: die Fähre nach Zakynthos ist für den 31.05.2025 gebucht.
Heute geht es erneut nach Bremen. Wir fahren wie erwähnt ohne Anhänger, da auf dem Stellplatz Zum Kuhhirten keine erlaubt sind.

087. Bremen März 2025

05.03.2025

Was passiert, wenn man eigentlich nach Oberhausen will und dann auf der A31 das Schild Richtung Bremen sieht: genau, man fährt Richtung Bremen zu Kindern und Enkelkindern. Ein spontaner Besuch, sozusagen zwischendurch, weil wir ab dem 13.03. für eine ganze Woche hier sein werden. Wir haben uns das letzte Mal Anfang Oktober gesehen und entsprechend gross ist die Freude beim gemeinsamen Wiedersehen. Wir wurden gleich mit Musik und Party empfangen, es gab leckere Pizza und zum Abschluss noch Bello, Bello dein Knochen ist weg.

06.03.2025

Es ist unglaublich, aber der Tag startet erneut mit Sonnenschein und eignet sich zunächst hervorragend zum Herumfrickeln. Also so was wie Sachen suchen, finden, neu verstecken, Reisetagebuch schreiben, Kleinigkeiten reparieren, draussen Kaffee trinken und Essen vorkochen. Am Nachmittag werden die Kiddies von der Kita abgeholt und mit Niklas geht es zum Campingplatz. Hier hat Dirk das Essen bereits vorbereitet und welche Überraschung, es gibt Nudeln in Tomatensosse an Würstchen. Vorher noch ne Runde Rudi erkunden und Fussball spielen. Anschliessend zieht es uns an den Stadtwaldsee, aber nicht bevor die Eistruhe an der Rezeption nach einem kleinen Nachtisch abgesucht wurde. Die ist leider noch so was von leer, aber Minimuffins warten für später im Rudi. Beim Spaziergang am See entdecken wir Schaum auf der Wasseroberfläche, viele Stöcker und Stämme, die zu „Alle Vöglein sind schon da“ von Arne in den See transportiert und mit guten Wünschen in selbigen befördert werden, entdeckt Anna auf kleinen Pfaden Hufspuren, tauchen Biberburgen auf und erstehen wir zum Schluss eine Caprisonne.
Bevor es aber nach Hause geht, wird im Rudi noch gespielt, wichtige Eintragungen im Kalender vorgenommen und ein Reitstall von oben gezeichnet. Im Abschluss bereiten Dirk und ich alles für die morgige Abfahrt vor und bei Tagesschau und Brennpunkt zum Thema Aufrüstung kommen wir erneut mächtig ins Grübeln.

086. Lauwersoog

27.02.2025

Was Karneval angeht, sind wir seit jeher flüchtig-so auch dieses Jahr. Spontan haben wir uns mit Freunden zu einem gemeinsamen WE in Nord-Holland verabredet. Uns hat es nach Lauwersoog ans Lauwersmeer verschlagen. Der WoMo-Stellplatz LauwersmeerPlezier bietet u.a. Plätze direkt am Wasser. Zudem befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite die Nordsee und die Insel Schiermannikoog, die es zu erkunden gilt. Auf dem Hinweg legten wir einen Stopp bei Obelink in Winterswijk ein, um nach einigen Accessoires Ausschau zu halten. Einen Platz am Wasser konnten wir im Verlauf des Nachmittags in Lauwersoog beziehen.

28.02.2025

Da wir noch etwas einkaufen müssen, geht es nach dem Frühstück auf die Räder nach Eanjum, ca. 7 km entfernt. Die Tour führt uns über den Fähranleger immer am Deich entlang in Richtung des nordfriesischen Örtchens. Es ist sooo kalt. Wir haben praktisch alle Schals, Mützen, Handschuhe, Skiunterwäsche am Leib, die Rudi hergibt. Was sind wir nur für Pussy‘s, einen Winter weg und schon der Kälte entwöhnt. Im Plusmarkt in Eanjum können wir uns beim Einkaufen aufwärmen und anschliessend geniessen wir draussen rozijnenbrodjes met kaas, bevor wir für einen Abstecher De Skans Oostmahron ansteuern, einer Ferienstadt am Lauwersmeer.

Am Nachmittag treffen unsere Freunde mit „ Kalle“ ein und nachdem sie sich direkt neben uns am Wasser eingerichtet haben, werden bei Kaffee, Sekt und Lasagne umfänglich Neuigkeiten ausgetauscht.

01.03.2025

Für den heutigen Tag ist eine Tour auf die Insel Schiermannikoog geplant und mit den Rädern geht es um 12:30 h auf die Fähre. Die Überfahrt dauert 45 Minuten. Zeit genug für einen Kaffee und etwas Gebäck in der Cafeteria unter Deck. Auf der Insel angekommen geht es auf dem Deich in Richtung „Dorp“, vorbei am Yachthafen Oude Veerdam, dem Westerstrand und dem Noordertooren, einem roten Leuchtturm, weiter ins Zentrum der Insel mit dem Zuidertoren Leuchtturm, der nicht mehr aktiv ist. Für den östlichen Teil der Insel reicht leider die Zeit bis zur gebuchten Rückfahrt um halb fünf nicht mehr. Aber für eine Portion Bitterballen in Begleitung kalter und warmer Getränke am Yachthafen auf jeden Fall.

Am Abend weiht Dirk das Feuernetz ein. Es ist wirklich das erste Mal seit Beginn unserer Tour, dass sie zum Einsatz kommt.

02.03.2025

Wie gut, daß wir einen Ersatzlüfter für die Heizung besorgt haben. Seit gestern die übliche Fehlermeldung auf dem Bedienpaneel und heizen mit Strom, incl. Sicherungsausfall wegen Überlastung. Bevor es auf eine gemeinsame Radtour geht, erst einmal Lüfteraustausch bei der Aldeheizung. Nach dem erfolgreichen Abschluss ging es auf die Räder und auf zu einer abwechslungsreichen Radtour durch die Naturlandschaft des Lauwersmeer. Abwechslungsreich deshalb, weil wir neben Radwegen auch Waldwege, eine Schnellstrasse und Wege durch ein Militärgebiet ausprobiert sowie Umwege angesteuert haben. Kaputt aber glücklich war es am Stellplatz Zeit für ein Aperölchen mit Snack direkt in der Frühlingssonne am Wasser. Ein gemeinsames Abendessen im Restaurant Waddenzicht am Fähranleger beendete diesen schönen Tag.

03.03.2025

Es ist Rosenmontag und nach einem gemeinsamen Frühstück, geht es für unsere Düsseldorf wieder zurück in die Heimat. Es war eine sehr schöne Zeit und vlt. finden wir Platz für eine Wiederholung. Der weitere Tag geht sehr ruhig weiter. Erst gegen Nachmittag zieht es uns zum Fischerwerb in den Hafen. Hier entdecken wir bei einem Rundgang eine Robbe im Hafenbecken. Für das Abendessen erstehen wir div. Fisch, der anschliessend, jedenfalls zum Teil, im Rudi verspeist wird.

04.03.2025

Veilchendienstag und erneut ein Tag mit Sonnenschein und einer Radtour nach Zoutkamp am Lauwersmeer vorbei. Dieses Mal nehmen wir nicht die Schnellstrasse, sondern die parallel laufende Seitenstrasse. Wir machen Halt an einem Sternenerkundungsturm und einer Vogelerkundungsanlage, beide Male mit schönen Aussichten über dieses riesige Naturschutzgebiet. Der Weg führt uns weiter über langgezogene Deiche in den kleinen Ort Zoutkamp. Ausserhalb der Saison ist auch hier nicht viel los, aber das kleine Cafe im Zentrum hat geöffnet und es ist Zeit für een kopje koffie met appelgebak.

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