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Category : Reisen

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229. Hailuoto Juni 2026

15.06.2026

Heute ging es von Kemi ein kurzes Stück weiter nach Haliuoto. Diese Insel liegt vor Oulo und ist mit einer Fähre zu erreichen. Da diese zum allgemeinen Straßennetz gehört ist sie kostenlos. Parallel wird gerade an einem befahrbaren Deich und dazugehörigen Brückenabschnitten gearbeitet, um Festland und Insel miteinander zu verbinden.
In manchen Jahren ist die See im Winter zugefroren und kann etwa von Dezember bis März über eine amtlich geprüfte Eisstraße erreicht werden.
Wir stehen etwa 7 km von der Inselstadt Haliuoto entfernt auf dem sehr einfachen CP Ailasto oy und werden das erste Mal auf dieser Reise von unzähligen Mücken heimgesucht.

16.06.2026

Der Dienstag beginnt bewölkt, der für den Nachmittag angesagte Regen kündigt sich an. Ein Zeitfenster für eine Radtour bleibt noch. Wir radeln auf der einzigen asphaltierten Straße der Insel schnurgeradeaus bis zum Leuchtturm nach Marjaniemi, passieren dabei den Hauptort Haliuotu, ein Museum und endlosen Kiefernwald. Am Leuchtturm gibt es drei Cafes/Restaurants, einen kleinen Hafen mit Womostellplatz und einen Strand, an dem Wanderwege vorbeiführen. An der Kaimauer des Hafens werden wir plötzlich von Seeschwalben angegriffen. Wie sich herausstellt brüten sie hinter der Kaimauer. Also nichts wie weg. Der Rückweg führt uns über Schotterpisten durch das bewaldete Inselinnere. Rechtzeitig vor dem Regen erreichen wir unseren Stellplatz. Die Mücken warten schon.

205. Kopenhagen Mai 2026

05.05.2026

Heute geht es, zumindest für mich, ganz früh auf‘s Rad. Das diesjährige Stadtradeln beginnt und ein paar Kilometer sollen auf den Tacho. Treffpunkt ist Præstø, gegenüber dem Yachthafen, auf dem Festland. Bei 11 Grad geht es über Stege, Koster und die Dronning Alexandrines Bro Brücke nach Kalvehave und im Anschluß auf kleinen Straßen und kleinen Ortschaften nach Præstø, einer Kommune im Süden der Insel Seeland. 43,5 km konnten gesammelt werden, bevor Dirk und Thomas mich wieder einsammeln. Weiter geht es nach Viby, die Ersatz-Klobrille ist beim Clesana-Fachhändler eingetroffen. Das Objekt der Begierde wird uns völlig unproblematisch ausgehändigt und unser nächstes Ziel Roskilde kann angesteuert werden. Hier wollten wir uns eigentlich das Wikinger Museum anschauen, aber bei 22 € p. P. wurde diese Option schnell verworfen. Also auf nach Kopenhagen. Ein Stellplatz fast mittendrin ist schnell gefunden und reserviert. Dort angekommen wird erst einmal gesnackt, ein Fahrradladen für die Reparatur von Dirk‘s Vorderradbremse ausfindig gemacht und während bzw. nach der Reparatur die Stadt erkundet. Wir entdecken Teile des Sydhaven und schließen auf bis zum Schloß Christiansborg. Zurück geht es am Tivolipark und dem Hauptbahnhof zum Stellplatz. Kopenhagen ist eine Stadt am Wasser, mit Bade- und Saunaplätzen mittendrin, Booten vor der Haustür, fantasievollen Begegnungsorten zwischendrin und Fahrräder über Fahrräder. Mal sehen, was uns morgen hier erwartet.

06.05.2026

Die heutige 54 km lange Radtour durch und um Kopenhagen hat uns gefühlt fast alle Sehenswürdigkeiten streifen lassen. Dabei waren Stadtteil Vesterbro, Hauptbahnhof, Tivoli, Rathaus, Hans Christian Andersen Statue, Einkaufsstraße Federiksberggade, Schloß Christansburg, Kleine Meerjungfrau, Stadtteil Christiana, Lagune auf Amager, Aquaruim, Flughafen, Dragor und die Oper. Für diese Stadt braucht man definitiv mehr als zwei Tage.

204. Hjertebjerg (Insel Møn) Mai 2026

03.05.2026

Wir verlassen Rødby bereits gegen neun Uhr und fahren auf Nebenstraßen nach Stubbekøping. Der kleine Hafen unterhält die alte Holzfähre „Ida“, mit der wir auf das Inselchen Bogø übersetzen. Von hier aus geht es über einen Damm auf die Insel Møn, auf der die Zeit irgendwie stehen geblieben zu sein scheint. Auch hier dominieren die blühenden gelben Rapsfelder, die Landschaft jedoch entfaltet kleine Hügel und bewaldete Flächen. Zur Ostspitze in Richtung der berühmten Møns Klint Felsküste hin, nehmen die Erhebungen noch einmal Fahrt auf. Der erste Stellplatz in Klintholm Havn sagt uns nicht zu. Wir steuern eine Alternative in der Inselmitte an. Ein Bauernhof bietet unter dem Namen „Keldborg Bed & Bath og Camp“ einen lauschigen Stellplatz auf dem großen Rasen hinter Haus, Scheune und Bauerngarten an. Wir stehen hier mit Hund, Hühnern, Fröschen und zwei Hausrindern völlig alleine. Rudimentäre Infrastruktur mit Toilette und Spülmöglichkeit sowie der Nutzung von Strom und einer Minibar. Ganz urig und einfach. Der Nachmittag ist gefüllt mit Radfahren, Drohnenflug, Lesen und Schlafen. Am Abend wird draußen Fisch gebraten, dazu Pellkartoffeln und Salat gereicht. Der Hofhund schaut ab und zu vorbei, mitunter den abgenagten Unterschenkel eines Paarhufers in der Schnauze tragend.

04.05.2026

Die Nacht brachte Wind und ein wenig Regen, der Morgen begann kühl und bewölkt. Mit dem Rad wollten wir deshalb nicht zu den ca. 18 km entfernten Kreidefelsen fahren. Lieber mit Rudi und anschließender Besichtigung von Klintholm Haven und Stege. Ein dichter, alter Buchenwald säumt die Felsküste von Møns Klint. Die letzten Kilometer bis dorthin legt man über die unasphaltierte Zugangsstraße 287 zurück. Es geht durch den alten Wald Klinteskoven direkt zur beeindruckenden Küste und dem GeoCenter. Der Parkplatz kostet 45DK/6€ und ist per QR-Code zu bezahlen. Übernachten ist verboten. Wir entscheiden uns für einen Rundweg zunächst oberhalb der Küste. Zwischendurch erlauben Haltepunkte Ausblicke auf die spektakulären weißen Felsen und das türkisfarbene Meer. Die Kalksteinwand ist 6 km lang und bis zu 128 m hoch. Die das Kliff bildende Kreide entstand vor rund 70 Millionen Jahren auf dem Grund eines Meeres. Die Kreide besteht überwiegend aus den Überresten der Kalkschalen mikroskopisch kleiner Algen, die das urzeitliche Meer bevölkerten. Nach ca. 2 km führt eine Holztreppe hinunter zum Strand. Da diese leider gesperrt ist, geht es für uns zunächst wieder zurück zum GeoCenter und von da aus hinunter zum Strand. Die Treppenabschnitte scheinen schier endlos in die Tiefe zu führen und wir erhalten einen Vorgeschmack auf den Rückweg. Aber der Ausblick und die Atmosphäre vom Strand aus ist schon sehr beeindruckend. Zudem hat sich die Sonne durchgekämpft und lässt die weissen Felsen sowie das Meer strahlen. Der Weg am Strand entlang führt über Sand, Kreidekiesel, Feuersteinfragmente, herabgestürzten Bäumen, die zum Teil blank gescheuert und kreideweiß am Boden liegen. Über 507 Stufen und 93 HM geht es wieder nach oben. Das ist echt sportlich und treibt den Puls nach oben. Durstig und hungrig legen wir eine Pause im Rudi ein. Anschliessend geht es zum Klintholm Haven, ein kleiner, verträumter Yachthafen mit Strand und Ferienhäuser. Von hier aus werden auch Touren per Schiff zur Kreideküste angeboten. Nun lockt noch die Inselhauptstadt Stege, aber so richtig Lust zu laufen haben wir nicht mehr. Deshalb wird nur kurz eingekauft und dann geht es zurück zum Stellplatz. Der Tag endet mit Salat, Bratkartoffeln und Rührei. Morgen geht es weiter Richtung Præstø. Für mich geht es schon ganz früh mit dem Rad los. Das Stadtradeln beginnt und ich möchte einige Kilometer machen.

201. Lübeck (Citti Park) April 2026

28.04.2026

Bei strahlendem Sonnenschein sowie einer Portion Tai Chi hinterm Rudi verlassen wir Bremen gegen halb elf in Richtung Lübeck. Thomas ist ebenfalls schon unterwegs, hinter Hamburg wird gewartet und gemeinsam zum ersten Stellplatz am Citti Park bei Lübeck gefahren. Der Stellplatz vor dem Einkaufszentrum ist gut besucht und wir belegen fast die letzten Plätze. Nach einer Kaffeepause gehts hinein in die Shopping Mall: erster Stopp Deichmann – die Herren benötigen neues Schuhwerk, da vorhandenes entweder defekt oder zuhause vergessen. Im Anschluß werden Vorräte eingekauft und ein Bauhaus aufgesucht. Hier landen Fußmatte, Wasserwaage, Mütze und eine Knarrenverlängerung in den Warenkorb. Da shoppen durstig macht, wird im rollenden Haushalt von Thomas mit einem gekühltem Rosé auf das WoMo und die gemeinsame Tour angestoßen. Es folgt eine leckere Brotzeit und das intensive Studium div. Betriebsanleitungen zur Inbetriebnahme der Heizung sowie der Warmwasserbereitung. Morgen geht es mit den Rädern nach Lübeck.

29.04.2026

Am späten Vormittag sind wir startklar und treten in die Pedale. Unsere Tour führt uns geradewegs über kleinere Stadtteile von Lübeck sowie den Bahnhof zum Holstentor. Eine Stadtbesichtigung heben wir uns für die Rückfahrt auf. Nur einen kleinen Stopp legen wir an der Aegidienkirche ein. Sie ist die kleinste der fünf großen Lübecker Innenstadtkirchen. Mit ihrem Bau wurde bereits 1212 begonnen. Im 16. Jahrhundert war hier der Ausgangspunkt der Reformation in Lübeck. Wir fahren schnurstracks weiter nach Schlutup. Die Trave geht hier ins Schlutuper Wiek über, später ins Pötenitzer Wiek bevor sie in der Lübecker Bucht mündet. In der Marina von Schlutup wird eine Tai Chi-Pause eingelegt. Gleichmäßige Bewegungen unter den Augen der Öffentlichkeit ist so gar nicht mein Ding, während die Herren mit den Freiluftübungen keine Probleme hatten. Am Ortsende von Schlutup passieren wir die Grenz-Dokumentationsstätte Lübeck-Schlutup, eine Erinnerungsstätte an die Zeit der Teilung Deutschlands in der Mecklenburger Straße 12. Gerne hätten wir uns das kleine Museum genauer angeschaut, aber leider ist dies nur donnerstags und samstags geöffnet. Also weiter gehts über Lauen nach Selmsdorf, Palingen und über Herrndorf zurück nach Lübeck. In der Taverne Dionisos lassen wir uns eine willkommene Erfrischung schmecken, bevor wir die Innenstadt zu Fuß erkunden. Rathaus, Marienkirche, Theater und ein Stück der Stadttrave erschlendern wir praktisch bevor es mit den Rädern am Holstentor vorbei zurück zum Stellplatz geht. Wir sind allemal geschafft. Die Radtour über 45 km, den ganzen Tag an der frischen Luft und die vielen Eindrücke hinterlassen eine angenehme Müdigkeit. Aber es wird noch gekocht. Es gibt Nudeln mit Spargel-Zucchini-Paprika-Tomatengemüse.

200. Bremen April 2026

26.04.2026

Der Tag startet mit einem Spaziergang direkt aus dem Rudi über den Blumentalweg am Itterbach entlang und über das Holzerbachtal zurück. Gegen Mittag sind wir startklar und brechen Richtung Bremen auf. Ein unfallbedingter Stau direkt zu Beginn ist das einzige Hindernis, ansonsten kommen wir gut durch und sind kurz vor 16:00h an unserem Stellplatz Schosterboorn am Art Hotel. Über den Alten Postweg schlendern wir zu Cora, Niklas, Anna und Arne, genießen das Wiedersehen und ein gemeinsames Abendbrot.
Morgen werden wir mit Anna und Arne die Stadt erkunden.

27.04.2026

Mit Anna und Arne haben wir heute einen besonderen Tag verbracht. Es war sozusagen der Kopf-Stoß-Stolper-und montags-geschlossen-Tag. Wir haben uns unzählige Male im Rudi, im Stadtmusikanten-Express sowie auf der Fähre zum Cafe Sand die Köpfe gestoßen, Arne ist gefühlt 15mal über Unebenheiten gestolpert und hat sich die Hose am Knie zerrissen und so gut wie alle Läden im Schnoorviertel hatten geschlossen incl. dem Weihnachtsmannhaus, die Ausflugsschiffe auf der Weser fahren an allen Wochentagen, außer montags und selbst die Toiletten am Markt sind am Wochenanfang geschlossen. Dafür konnten wir das kleinste Haus der Welt bewundern, einem Spezialfahrzeug beim Abpumpen von Altfett aus einem Restaurant zuschauen, mit dem Stadtmusikantenexpress über die Weser fahren, am Cafe Sand Wettrennen am Ufer bestreiten, einer Weinbergschnecke beim Erklimmen einer Friedhofsmauer Gesellschaft leisten und wir haben einen Volvo entdeckt, der Scheibenwischer an seinen Scheinwerfern hat. Nicht zu vergessen, die zu vereinnahmenden Nudelspezialitäten mit unterschiedlichen Toppings. Um 20:00 h lagen die Enkel geduscht und schlafend in ihren Betten, die Grosseltern geschafft im Rudi. Jetzt dauert es wieder eine ganze Weile, bis solche Erlebnisse erneut geteilt werden können.
Thomas und Heike haben in der Zwischenzeit das WoMo aus Düsseldorf abgeholt und für die morgige Abfahrt vorbereitet.
Morgen geht es für alle nach Lübeck.

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