07.01.2026
Heute verlassen wir Valle Gran Rey in Richtung Playa de Santiago bei Alajeró, ganz im Süden von La Gomera. Der kleine Flughafen der Insel liegt nebenan.
Es geht erneut durch das kleine Dorf Arure mit seinen tiefen Schluchten, durch den Lorbeerwald und dem Tafelberg Fortaleza, quer durch den Nationalpark Garonay. Leider sind auch die spärlichen Parkmöglichkeiten limitiert, so dass wir nur an einigen Aussichtspunkten halten und dann geradewegs nach Playa de Santiago weiter fahren. Hier soll es eine Tankstelle mit der Möglichkeit zum Ent- und Versorgen geben. Auf der Insel ist keine Infrastruktur für Camper/Caravane vorhanden. Es besteht also keine offizielle Möglichkeit Grau- und Schwarzwasser zu entsorgen sowie Frischwasser aufzufüllen. Tankstellen verfügen zwar über die gelben Luft- und Frischwassersäulen, die Wassersäulen sind jedoch inaktiv. Fragt man andere Camper, deuten diese auf mögliche Gullis oder den Barranco nebenan. Neben Touris wie wir, die auf der Reise sind, sehen wir viele die in ihren Autos leben bzw. schon länger an einem Ort verweilen. Von Womos über Van‘s bis PKW ist alles dabei. Das kleinste mobile Zuhause, das wir hier gesehen haben, ist ein Ape (ital. Biene) Piaggio Kastenwagen, ein dreirädriges Rollermobil.
Da wir das letzte Mal vor einer Woche auf El Hierro das Grau- und Schwarzwasser geleert sowie den Frischwassertank gefüllt haben, wird es langsam Zeit. Wir sind sehr sparsam mit den Ressourcen umgegangen, haben mit der Sprühflaschentechnik gespült, Wasser zum Kochen aus den gekauften 5l-Kanistern benutzt und uns am Waschbecken gewaschen. Damit waren wir so erfolgreich, dass sogar noch eine Dusche direkt an besagter Tankstelle drin war. Ein Service für Camper war für 9,90€ möglich. Der Abwasserschacht musste mit einem Schraubenzieher geöffnet werden. Hier sind wir dann zum Duschen direkt stehen geblieben, um das Grauwasser sofort wieder zu entsorgen. Die 90 l Frischwasser konnten wir am Kassenhäuschen ganz einfach mit unserem Schlauch und Anschlüssen zapfen.
Anschliessend ging es nur 700 m weiter Richtung Meer, auf einen großen geschotterten Parkplatz, auf dem bereits einige weitere deutsche Camper stehen.
Am Nachmittag brechen wir für einen Spaziergang durch Ort, Hafen und Strand auf. Uns gefällt das charmante ehemalige Fischerdorf. Es ist nicht viel los, alles ganz unaufgeregt. Wir schlendern bis zum Hotel de Jardin, die hier im Strandbereich ein Gartengelände mit Pools, Bar, Tauchschule, Boule- und Minigolfbahn unterhalten und im oberen Bereich auf einem Berg gelegen, das eigentliche Hotel bereitstellen. Das Hotel erreicht man über einen Aufzug der durch den Berg führt und nur von Hotelgästen mittels Zimmercard bedient werden kann. Die Anlage im Strandbereich kann gegen Bezahlung auf von der Öffentlichkeit genutzt werden.
An der Hafenpromenade liegen Restaurants und Cafes. Beim Hafen entdecken wir noch eine kleine Kapelle und ein Restaurant direkt im Fels gelegen. Daneben ein kleines Hotel im typisch kanarischen Baustil mit den klassischen Holzbalkonen. Auf einem grossen Holzsteg der in den Hafenbereich hineinragt, geniessen wir die letzten Sonnenstrahlen, bevor es zurück in den Van geht.
08.01.2026
Tja, was macht man an einem Tag an dem von Beginn an die Sonne scheint?
Genau, die eine Hälfte geht zum Strand und die andere Hälfte arbeitet😅.
Der Nachmittag wird dann im Ganzen am Strand verbracht, wobei die eine Hälfte beim Baden einen Badeschuh verliert und die andere Hälfte Schatten sucht. Während zuhause Schneechaos herrscht und sich Deutschland auf Tief Elli vorbereitet, suchen wir Abkühlung unter einem riesigen Ficus auf der Promenade.
Am frühen Abend geht es zunächst in den Hafen und anschliessend zur Strandbar Tarajal. Hier gibt es zum Sonnenuntergang einen Cal y Canto und diverse Tapas.
Morgen geht es erneut Richtung San Sebastian.
