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171. Vale Gran Rey Januar 2026

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171. Vale Gran Rey Januar 2026

05.01.2026

Der Stellplatz direkt am Meer bei Hermigua hat auch seine Tücken. Die Brandung war so laut, dass ruhiges Schlafen nicht möglich war. Im Gegenteil, ich habe x-mal nach draußen geschaut und den Wasserstand im Auge behalten🤣. Nach Kaffee und Frühstück ging es zuerst ins Ethnografische Museum von Hermigua. So der Plan, aus dem nichts wurde, weil das Museum renoviert wird. Dann eben weiter zu einem Supermarkt, es fehlt noch Wasser. Leider keine Parkmöglichkeiten. OK, dann besuchen wir eben die Molino de Gofio und schauen uns die alte lokale Getreidemühle an. Sie ist in Betrieb bzw. der dazugehörige Laden, aber Führungen werden nicht angeboten. Macht nichts, weiter nach Agulo, ausgezeichnet als eines der schönsten Dörfer Spaniens, auf einem Felsplateau über dem Meer ragend. Einen Parkplatz auf der anderen Fahrbahnseite haben wir entdeckt, nur keine Möglichkeit zum Wenden. Diese wäre erst nach ungefähr 5 km aufgetaucht. Das war uns mit Hin- und Herfahren zu weit. Macht nichts, Vallehermoso ist auch auf der Route. Hier wird gerade ein Tunnel gebaut. Eine Ortschaft im Ausnahmezustand, Fahrbahn gesperrt, einspuriger Verkehr, nur an einer Stelle mit Ampel geregelt. Auch hier kein Parken möglich. Macht nichts, dann eben Richtung Lorbeerwald weiter. Auch hier ist keine Parkmöglichkeit vorhanden, so dass wir auch an Aurure vorbei direkt nach Vale Gran Rey fahren und dort unterhalb des Busbahnhofes einen der letzten für Wohnmobile ausgewiesenen Stellplatz besetzen. OK, unsere Ziele für heute konnten wir nicht besichtigen, aber die Fahrt und die Aussichten durch die Schluchten und terrassierten Täler war einfach einmalig. Hier kommt La Gomera wirklich spektakulär daher.
Am frühen Nachmittag erkunden wir die Gegend in Richtung Hafen und Vueltas. Vorbei an überschaubaren Apartmentanlagen und Hotels, Cafes, Läden mit Klamotten und Souvenirs, Anbietern von Wanderexkursionen und Whalewatching, ein kleiner Strand ist auch dabei. Am Hafen dann alles voller Menschen, die am Kai eine Pause einlegen, essen und trinken oder darauf warten, hier div. Rochen zu erblicken, die im Hafenbecken regelmäßig angefüttert werden. Wir setzen uns mit einem kühlen Bier vom Faß auf eine Bank, neben uns wird angeregt Domino gespielt. Es fängt zwischendurch immer wieder an zu regnen. Der gegenüberliegende Strand ist richtig voll, eine Platz nur noch auf der Mauer zu finden. In einer Fieselregenpause schlendern wir langsam wieder zurück, legen aber in einer Minikneipe erneut einen Regenstopp ein und trinken hier den schlechtesten Kaffee ever. Dirks Cappuccino ist im Prinzip ein Kaltgetränk und kommt nach 15 Minuten. Vlt liegt das am Koch, der sich vor Schmerzen im Durchgang zur Theke niederlässt und wenig später mit Unterstützung des Kellners nach draussen begleitet wird. Wir bezahlen und bekommen noch die Heiligen Drei Könige mit, die in Cabrios sitzend und unter Hupen begleitend durch den Ort gefahren werden. Der Abend vor dem DreiKönigsTag ist für die Kinder hier wie bei uns der Abend vor Nikolaus. Schuhe werden geputzt und vor die Tür gestellt incl. Wasser und eine Möhre für das Kamel. Der 6. Januar ist Feiertag, an dem die Kinder ihre Geschenke erhalten. Wir verfolgen die Prozession weiter Richtung Playa de Ingles. Am Strand ist ein Zelt aufgebaut, drei große goldene Thronstühle warten auf die dazugehörigen Könige. Es herrscht ein buntes Treiben mit Musik und Gesang. Kinder mit selbstgemalten Bildern warten auf die Ankunft, kleinere werden von den Eltern getragen. Mit lautem Gehupe und Musik werden die heiligen drei Könige begrüsst, sie bahnen sich den Weg zur Bühne. Hier empfangen sie die Kinder, Bilder werden gemacht und Geschenke verteilt. Drumherum eine schöne Atmosphäre.

06.01.2026

Während Dirk einen Spaziergang durch die höher gelegenen Ortsteile macht und dabei erneut auf eine Prozession trifft, die in regelmässigen Abständen Böller abknallt, arbeite ich etwas.
Am Nachmittag erkunden wir den Ort bis zum Playa de Ingles und kehren anschliessend in das Restaurant Paradisio del Mar ein. Der Blick auf das Meer und die Sonne die langsam verschwindet machen hungrig. Im Innenraum des Lokals wird an einem Tisch gesungen und Gitarre gespielt. Wir setzen uns an einen Nebentisch und geniessen das Essen mit musikalischer Begleitung.

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