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170. Hermigua Januar 2026

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170. Hermigua Januar 2026

04.01.2026

Auf der regenärmsten Insel der Kanaren regnet es seit gestern zwar nicht ununterbrochen, aber immer mal wieder. Daher finden heute alle Aktivitäten in den Regenpausen statt. Der Einkauf, die Stopps auf dem Weg von San Sebastian entlang der GM-1 nach Hermigua und der Spaziergang am Strand von Hermigua zum Wahrzeichen der Stadt, dem Pescante de Hermigua. In der Vergangenheit war El Pescante, der alte Pier und Hafenbereich, der Ein- und Ausstiegspunkt für alle Produkte, die La Gomera für das Ausland produzierte oder kaufte. Die Hafenanlage wurde 1908 fertiggestellt und bis in die 50iger Jahre genutzt, bis der Hafen von San Sebastián gebaut wurde.
Hermigua gilt als das wasserreichste Tal La Gomeras und wird ganzjährig vom Rio del Cedro versorgt. Deshalb lebt Hermigua hauptsächlich von Landwirtschaft. Die meist sonnige Seite des Tales wurde bis zum höchsten noch bewässerbaren Niveau terrassiert. Hier werden unter anderem Kartoffeln, Papayas, Bananen, Getreide, Hülsenfrüchte, Kürbisse, Bohnen und Trauben angebaut.
Als sog. Streusiedlung zieht sie sich über 6 km lang bis zum Meer. Mit ca. 1800 Einwohnern ist Hermigua die zweitgrößte Ortschaft auf La Gomera.
Wir fahren ganz hinunter bis Santa Catalina, verpassen hier jedoch die Abfahrt zum Strand und fahren auf einer sehr engen Straße auf die andere Seite der langezogenen Schlucht, bis wir wieder auf die Hauptstraße gelangen. Jetzt alles noch einmal auf Anfang und erneut Richtung Meer. Unser Stellplatz ist direkt am Wasser, El Piscante in Sichtweite. Tage zuvor wären wir aufgrund der Wetterwarnungen hier nicht stehen geblieben. Die Schotterpiste zeigt deutliche Spuren von Treibgut, die die rauhe See hier hinterlassen hat. Neben Bananenplantagen ist hier unten auch ein Hallenbad, das aber leider geschlossen hat. Später am Nachmittag bahnen wir uns einen Weg am Kieselstrand entlang zum o.g. Wahrzeichen. Bis ganz heran kommen wir nicht, da die Straße wegen Steinschlag gesperrt ist. Dann geht es eben über die schmale Straße durch die Siedlung zurück. Bei der Abzweigung zum Stellplatz fällt uns das kleine Restaurant El Faro auf. Hier haben wir Glück und erhalten einen Platz an einem winzigen Tisch vor der Theke. Eine Reservierung ist hier ansonsten nötig. Unser Abendessen besteht heute aus Tortilla, Thunfischkroketten und Papas mit Mojo.

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