152. Santa María De Guía De Gran Canaria Dezember 2025

08.12.2025

Heute ist ein weiterer Feiertag auf den kanarischen Inseln – Maria Empfängnis und warum sollte man zu diesem Anlass nicht einem Wallfahrtsort, der dieser Schutzpatronin gewidmet ist, einen Besuch abstatten. Es geht nach Teror, eine der ältesten Städte der Kanaren. Sie wurde 1481 gegründet und Ende des 16. Jahrhunderts nach einer Marienerscheinung zum Wallfahrtsort erklärt. Dementsprechend verfügt die Stadt über eine Basílica de Nuestra Señora del Pino, Klöster und Herrenhäuser. Die Calle Real de la Plaza bildet den Mittelpunkt des Ortes. Hier säumen kleine Geschäfte und Cafes die Fussgängerzone, die am Plaza de la Pins und der Basilica endet.
Teror ist auch bekannt für die Herstellung typischer Backwaren wie Mantecados (Weihnachtskekse mit Mandeln), Truchas (gefüllte Blätterteigtasche mit Süsskartoffeln, Mandeln und Rosinen), Mazepanes (Marzipan) und Roscos de Anis (kleine Aniskrapfen) sowie der bekannten Paprikawurst Chorzio, die im Kloster Convento del Cister verkauft wird.

Unser nächstes Ziel führt uns nach Arucas, ebenfalls eine Stadt im Norden der Insel und für seinen Ron Arehucas bekannt. Dieser wird in einer Fabrik aus dem 19. Jahrhundert hergestellt. Eine Besichtigung ist aufgrund des Feiertages heute nicht möglich. Nachdem sich in der Vergangenheit der Anbau von Zuckerrohr auf die Karibik verlagert hat, konzentrierte man sich hier zunächst auf den Anbau von Bananen. Dies war bis in die 1970er Jahre eine der wichtigsten örtlichen Einnahmequellen. Inzwischen ist die Bananenanbaufläche um mehr als die Hälfte geschrumpft. Heute baut man vermehrt Gemüse, Früchte und Blumen an.
Die Pfarrkirche San Juan Bautista, das Wahrzeichen der Stadt, wurde 1909–1917 nach Plänen des katalanischen Architekten Manuel Vega y March im neugotischen Stil erbaut.
Das Baumaterial, der dunkle Aruca-Basalt (sehr langsam erkaltete Lava), ist sehr witterungsbeständig und wird in örtlichen Steinbrüchen (canterías) gebrochen. Da die Kirche geschlossen ist, können wir leider keinen Blick hineinwerfen und schlendern durch eine weihnachtlich geschmückte Fussgängerzone zum Stadtpark, der viele typische kanarische Pflanzen beherbergt. Auf dem Rückweg geniessen wir in einem kleinen Café gegenüber der imposanten Kirche einen Kaffee mit Kokosmakronen.

Unser Stellplatz für die Nacht befindet sich am Punta de Guanaterme direkt am Meer und umgeben von Bananenplantagen.

151. Moya Dezember 2025

06.12.2025

Der Stellplatz füllt sich immer mehr und wir sind hier wirklich die einzigen Touris. Überall wird gewerkelt, gequatscht, Essen zubereitet, Musik gespielt. Nach dem Frühstück geht es auf zu einem kleinen Spaziergang am Meer entlang zum Charco San Lorenzo. Es ist sehr diesig, das Meer wellig und aufgewühlt, die Luft feucht und salzig. Der Charco ist aufgrund der Wellen abgesperrt. Es geht noch etwas weiter nach El Roque, einer Siedlung mitten auf einem Fels erbaut und nach El Atillo, einem weiteren Stadtteil von Moya. Weiter geht nicht, mein Kreislauf macht schlapp, Corona ist immer noch mit von der Partie. Ganz langsam geht es zurück. Pause ist angesagt.

07.12.2025
Die feuchte Luft hat sich verzogen und hat Calima Platz gemacht. Das Solarpaneel kommt schon früh zum Einsatz, aber irgendwie kommt nicht soviel Energie rein. Mit dem Stromprüfer geht es auf Fehlersuche. Dazu wird die ganze Heckgarage ausgeräumt, die verschiedenen Anschlüsse müssen freigelegt werden. Ein günstiger Zeitpunkt, um Sachen wegzuräumen oder hervor zu kramen. Die energetische Spurensuche verläuft ohne Befund, alles tutti. Anschließend wird das Beifahrerrollo ausgebaut und Dirk kann so das defekte Gelenk austauschen. Check-Rollo wieder funktionsfähig.
Da Sonntag ist darf ein Kuchen nicht fehlen und da die Äpfel eine Aufgabe brauchen, gibt es Apfelkuchen. Da um uns herum ausnahmslos gegrillt wird, hat Dirk eher Appetit auf etwas Herzhaftes. Und während er eine Runde am Meer entlang läuft, ist bei mir wieder Pause angesagt.

150. Puerto de Mogán Dezember 2025

03.12.2025

Der Batteriestand drängt zur Weiterfahrt. Es geht wieder in den Süden, nach Puerto de Mogán und zu einem Parkplatz für Womo‘s an der Avenida los Marreo. Die Fahrt über Agaete und Aldea auf einer kleinen Klippenstrasse GC-200 spektakulär.
Am Nachmittag trifft sich Dirk noch einmal mit Andrea und Jürgen. Die beiden fliegen morgen wieder zurück nach Düsseldorf. Bevor sie im Hafen essen gehen, machen sie einen Abstecher durch die Altstadt zum Mirador de Puerto Mogán.

04.12.2025
Am Vormittag machen wir einen kleinen Spaziergang in den Ort. Vom Parkplatz führt ein schön angelegter Spazierweg direkt in den hinein. Wir streifen die Promenade am kleinen Strand. Sie ist gespickt mit Cafe‘s und Restaurants sowie Souvenirläden. Über eine kleine Brücke geht es in die Altstadt und von hier aus in den Sporthafen mit seinen Fischrestaurants. Mittendrin bunte, einstöckige Häuschen mit Dachterasse. In einem Cafe am Rande der Altstadt gibt es einen Mangosmoothie und eine Cola zur Erfrischung. Da ich noch so richtig angeschlagen bin geht es wieder zurück zum Van. Ausruhen ist angesagt.

05.12.2025
Heute Vormittag findet auf dem Weg zum Zentrum ein Freitagsmarkt statt, den wir uns vor der Weiterfahrt noch anschauen wollen. Da hier aber nichts Regionales sondern ausschliesslich billige Importware nutzloser Dinge feil geboten wird, treten wir den Rückweg an und machen uns auf den Weg Richtung Norden.
Bei Vecendario gibt es im Stadtteil El Doctoral eine BP Tankstelle an der Calle de Franchy Roca mit geräumiger Ver- und Entsorgung sowie einem Waschsalon.


Anschliessend suchen wir das Einkaufzentrum Al Campo vor Las Palmas auf. Wir benötigen noch einen 5er-Maulschlüssel für einen Wasserdiebanschluß, eine Schraube mit Unterlegscheibe für die Fenstersicherung (eine Schraube ist mir beim Abdrehen unter die Rücksitze gefallen😬) und einen Knopf für Dirk‘s Hose. Ausser dem Knopf erhalten wir alles im angrenzenden Baumarkt. Und da IKEA auch nebenan liegt erstehe ich sogar Ersatz für eine Tasse.
Jetzt aber nix wie weiter. Nächstes Ziel Moya im Norden. Hier haben wir uns einen Stellplatz der Camping Canary Gruppe ausgesucht. Da am Samstag und am Montag Feiertage sind (Tag der spanischen Verfassung und Maria Empfängnis) wird es wahrscheinlich sehr voll.

149. Llanos de la Mimbre, Tamadaba November 2025

30.11.2025

Es ist der letzte Sonntag im November und der 1. Advent. Über das Cabildo in Las Palmas hatten wir uns, nach vorheriger persönlicher Registrierung, einen Platz auf dem Acampada am Llanos de la Mimbre reserviert. Ein Naherholungsgebiet im Nationalpark Tamadaba, oberhalb von Agaete an der Westküste.
Seit unserer Ankunft auf Gran Canaria sind wir ja mit dieser Insel noch nicht so richtig warm geworden, weil die Orte an denen wir zuletzt waren, wirklich abschreckend touristisch aufgestellt sind. Die Fahrt nach Tamadaba hat uns dann aufgrund der landschaftlichen Besonderheiten, aber dann entschädigt. Die Route hierhin führte über kleinere Örtchen wie Ateara, Fataga, Tunte und Tejeda, auf über 1100 m zu diesem Naherholungsgebiet.
Es ging praktisch nur über kleine, asphaltierte Serpentinenstraßen immer höher, durch eine eine atemberauschende Gebirgslandschaft. Die Gesteinsfarben dunkel in rötlich-braun-schwarz. Die Berge selbst schroff und kantig. Es ist überall grün, an den Gebirgshängen können wir Kiefern ausmachen. Wir passieren hier Unmengen an Radfahrern. Die sind schon wirklich mutig.
Zwischendurch sind verbrannte Flächen zu erkennen. Im Sommer 2023 gab die
Inselregierung (Cabildo) von Gran Canaria über Twitter bekannt, dass ein Waldbrand in der Zone Cortijo de Huertas in der Gemeinde Tejeda ausgebrochen ist. Daraufhin wurde das beliebte Ausflugsgebiet um den Pico de las Nieves, den zweithöchsten Berg Gran Canarias, evakuiert. Das Feuer wurde bei Waldarbeiten durch eine Motorsense ausgelöst. Eine Fläche von 210 Hektar war und ist betroffen. Interessant hierzu die Details im Beitrag „Wunderschön – Gran Canaria“ des WDR aus 2025 sowie eine neue Art der Wassergewinnung adaptiert an der Funktionsweise einer kanarischen Kiefernzapfe.
Das Beste kommt wie immer zum Schluß. Wir kommen am Amcampada an und ruckeln wirklich über eine steinige Waldpiste, die es in sich hat. Ausgewiesene Stellplätze gibt es nicht, dafür Picknicktische, Grillanlagen und Toiletten.

Einige Besucher veranstalten dick eingemünmelt Picknicks, Wanderer kommen vorbei. Wir stellen uns mit bestem Blick ins Tal einfach dazwischen.
Da es mir immer schlechter geht, schmeisse ich mich nur noch ins Bett und ergebe mich Schüttelfrost und Fieber. Irgendwann später kommt ein Ranger vorbei und möchte die Reservierung sehen. Dabei macht er uns darauf aufmerksam, dass wir hier nicht stehen bleiben dürfen, sondern auf den Stellplatz für Camper wechseln müssen. Er zeigt Dirk den Weg, zumindest anfänglich, dann ist er verschwunden, taucht wieder auf und die Piste ist noch abenteuerlicher als die vorherige. Ich werde hinten so hin und her geschmissen, dass mir schlecht wird. Da Würgen und Hustenreiz nicht kompatibel sind, übe ich mich in Körperkontrolle. Danach ist einfach alles egal und während Dirk die nähere Umgebung erkundet, versuche ich einfach zu schlafen.

01.12.2025
Serientechnisch versorgen wir uns gerade mit der 5. Staffel von „Stranger Things“. Als ich heute Nacht wach werde und nach draussen schaue, könnte man die Umgebung für einen Drehort dieser Serie halten. Voll gruselig.


Zum Frühstück sind Fieber und Schüttelfrost vorbei, doch als ich nach Tagen vom Kaffee probiere, schmecke ich nichts. Ein Coronatest aus Griechenland bestätigt unseren Verdacht: eindeutig positiv. Die Nase hat ihren Dienst ebenfalls eingeschränkt. Anstecken kann ich hier oben jedenfalls keinen, ausser Dirk😏.

148. San Agustin und Strand von Maspalomas November 2025

27.11.2025

Wir verlassen „Guantanamo“ in Richtung San Agustin, hinter Maspalomas gelegen und suchen einen neuen Stellplatz. Es spricht schon für sich, dass die Straßennamen hier Calle Hannover, Calle Hamburgo oder Avenida Touroperado Neckermann heißen und es einen Stadtteil Sonnenland gibt.
Am Ende der Straße Calle Hamburgo finden wir den scheinbar optimalen Platz. Doch die direkte Nachbarschaft zu einer Apartmentanlage ist nicht zu unterschätzen. Und während die Eine erkältungstechnisch krank im Bett zurückbleibt, erkundet der Andere Maspalomas per Rad, was sich dank fehlender sowie passender Wege als sehr umständlich und teils gefährlich herausstellt.
Aber eine Abkühlung im Atlantik mit anschließender Gerstensaftbegleitung lassen die Hindernisse schnell vergessen.


Derweil erreichen diverse Dienstleister die Apartmentanlage, räumen Gitterwagen mit Wäsche ein und aus, bestücken Getränkezulieferer mit vollen Sackkarren die Automaten der Anlage, rollen unzählige Trolleys mit Touristen über den Asphalt (die Einen kommen, die Anderen gehen), Autotüren werden geöffnet und zugeschmissen, Neuankömmling von Apartment 2 ist nicht zufrieden, der Glascontainer wird geleert und spät am Nachmittag taucht plötzlich ein schwarz behaarter Kopf am Seitenfenster auf, der aber einer jungen Frau gehört, die dort Katzen füttert. Zu erwähnen wäre noch die nächtliche Leerung der Restmüllcontainer und das laute, verwirrte Suchen des Nachteinganges einer Gruppe jüngerer Leute, die den dazugehörigen Code vergessen haben.

147. Mogán (Gran Canaria) November 2025

26.11.2025

Pünktlich um 08:30 h legen wir im Hafen von Las Palmas, Gran Canaria, an. Die fünfte Insel unserer Tour wartet darauf erkundet zu werden. Der Start ist dabei gar nicht so einfach, weil wir praktisch zur morgendlichen Rush-Hour in einer Großstadt landen und vom Hafen auf die GC-1, eine dreispurige Autobahn gespült werden.

Erstes Ziel die Merceria (Wollgeschäft) in Vecendario. Wolle kann man immer gebrauchen, ein passendes Projekt schnell gefunden. Weiter geht es die Küste entlang nach Maspalomas. Hier treffen wir Freunde aus Düsseldorf, Andrea und Jürgen, die ihren Urlaub hier verbringen und uns bei dieser Gelegenheit Ersatzteile für das Beifahrerrollo sowie die elektrische Trittstufe mitgebracht haben. Vorher suchen wir noch eine Entsorgungsstation auf und begeben uns im Anschluß auf Stellplatzsuche. Gar nicht so einfach. Es ist alles ziemlich voll, Hotels und Einkaufsmeilen reihen sich aneinander, freie Flächen bzw. Parkplötze Fehlanzeige.

Wir fahren weiter in Richtung Puerto Rico und finden hinter dem Restaurant Guantanamo einen Wohnmobilstellplatz. Der Name ist Programm und schön ist anders, aber er erfüllt seinen Zweck.

Wir werden hier 2 Nächte verbringen, uns sortieren und Pläne für die kommende Woche machen. Den Nachmittag verbringen wir schon gemeinsam mit Andrea und Jürgen. Natürlich schmieden wir bereits Pläne für Ausflüge suf dieser Insel. Und so steht für morgen das Aquarium in Las Palmas auf dem Programm, mit anschließendem Essen am Playa … (Namen muss ich noch ergänzen 😉).

27.11.2025

Nach Frühstück und kalter Dusche geht es um
10:00 h los nach Las Palmas ins Poema del Mar Aquarium. Tickets haben wir bereits gestern online erstanden.


Das Aquarium beherbergt über 550 verschiedene Tierarten und mehr als 2.000 Pflanzenarten. Die Vielfalt reicht von Süßwasserbewohnern bis hin zu Tiefseearten.
Faszinierend war dabei die Fütterung im Tiefseebereich, die wir in einem gläsernen Durchgang mitten durch das Becken erleben durften. Die Fütterung erfolgte durch zwei Taucher, die die Grossfische und Rochen per Hand gefüttert haben. Mit dabei Zackenbarsche, Carettaschildkröte (mit Gewicht auf dem Rücken, um sich trotz verletzter Hinterflossen, die zur Stabilisierung dienen, fortbewegen zu können), Bastardmakrele oder Zebraseebrasse.
Neben Seepferdchen konnten auch Drachenpferde und Sandaale bestaunt werden. Nicht zu vergessen die Muränenhöhle mit einer Vielzahl unterschiedlicher Exemplare, die wortwörtlich aus jeder Ritze in den Seiten steckten und aus der Decke kopfüber hingen. Skurril auch eine Pig-nosed-Turtle und div. Froscharten u.a. Ochsenfrosch und Pfeilgiftfrösche. Ein wirklich interessanter und spannender Besuch.
Im Anschluß ging es zu einem kleinen Abstecher ins Cabildo von Las Palmas, um uns für die Reservierung der kostenlosen Acampadas (Campingplätze) auf Gran Canaria zu registrieren. Dies haben wir bereits gestern online versucht, leider ohne Erfolg. Der ganze Vorgang verlief so reibungslos, dass wir bereits nach 10 Minuten wieder im Auto saßen und unser nächstes Ziel, das Restaurant La Marinera im Stadtteil La Puntanilla von Las Palmas ansteuern konnten.

Hier folgte ein leckeres Essen mit papas arrugadas, croquetas, Pimientos de Padrón, sopa de Mariscu und Filete de Pescado al Cilantro. Sehr lecker und ein schöner Tagesabschluss obendrauf.

146. Cofete und der letzte Stellplatz auf Fuerteventura November 2025

25.11.2025

Heute Vormittag ging es schnurstracks über Morre Jable („Sandhügel“) zu unserer letzten Tour auf Fuerteventura. Ziel: Cofete, ein Ort im Naturschutzgebiet von Jandia.
Vor dem Hafen biegt man rechts ab und begibt sich auf unausgebauten Straßen 19 km zum Zielort. Die letzten 8,3 km krabbelt man die einspurige Straße ohne Leitplanken und mit Gegenverkehr einen Pass hinauf. Von hier aus hat man einen tollen Blick über die Strände von Cofete und die Küste von Barlovento. Die Sandpiste führt hinunter nach Cofete, einer kleinen Ansammlung von Behausungen sowie der Villa Winter im Hintergrund.

Zu dieser Villa kursieren die unterschiedlichsten Geschichten. Einfach mal googeln, macht Spaß. Der Strand hier unten ist spektakulär und der Friedhof am Parkplatz erzählt seine ganz eigene Geschichte.


Es existiert auch eine Wanderroute über gut 5 Stunden von Morro Jable bis nach Cofete. Eine Tour würde man bestimmt schaffen und zurück könnte man den Bus nehmen, der tatsächlich hier verkehrt.
Wir hätten auf dem Rückweg gerne noch einen Abstecher nach El Puertito de la Cruz und dem Leuchtturm mit dem Museum für Meeressäugetiere eingelegt, aber der Nachmittag war schon fortgeschritten und wir wollten den Rückweg nicht mit einsetzender Dunkelheit antreten.


Unser Stellplatz für die Nacht befindet sich im kleinen Hafen von Morro Jable. Morgen heisst es um 04:30 h aufstehen. Die Fähre nach Gran Canaria legt um 06:30 h ab. Fünfte Insel – Check!

145. Playa Risco del Paso

24.11.2025

Nach einer ruhigen Nacht ging es heute zunächst nach La Pared, ein weiterer Ort an der Westküste. Vorbei an La Oliva, Antigua und Tiscamanita und weiter auf kleinen Straßen durch das Inland zur Küste. Der Calima als Begleiter, die Sicht getrübt und die Temperatur über 25 Grad. Durchquert wird eine karge Landschaft mit Ziegenfarmen und Anbauflächen unter Plastikplanen, deren Anbaupflanze nicht zu entdecken ist. La Pared wirkt beim Durchfahren schon sehr skurril, ein wenig demontiert, für Etwas mit hohen Erwartungen gebaut. Die Laternen am Eingang kaputt, die „Flaniermeile“ mit überdimensionierten Betonbänken in abbröckelnder Erdfarbe und kränkelnden Palmen, die Straße löchrig. Was hatte man denn hier vor? Der Spot soll täglich viele Liebhaber von Sonnenuntergängen anziehen. Wir fahren a den kleinen Strandabschnitt, der rechts vom Ort liegt, weil uns hier ein schmaler Felsabschnitt der ins Meer ragt reizt.

Dieser sieht nicht nur in seiner Struktur faszinierend aus, sondern punktet auch durch die landebahnartige Plattform die ins Meer ragt und schöne Ausblicke auf die Küste freigibt, trotz Sandwind.
Es geht weiter nach Morre Jable einem Touristen-Hotspot ganz im Süden. Dazu queren wir bei La Pared (die Mauer) den schmalsten, nur ca. 5 km breiten Teil der Insel von West nach Ost. Angeblich soll diese schmalste Stelle mit einer Steinmauer die Insel in früheren Zeiten getrennt bzw. Herrschaftsgebiete markiert haben. Archäologisch bewiesen ist dies wohl nicht. Vlt. wird dieses Detail auch nur betont, um die Gegend interessant zu machen. Schön ist sie auf jeden Fall. Die karge Vulkanlandschaft geht hier in Dünengebiet über. An der Ostküste angelangt geht es dann auf der Autobahn FV-2 in einem Rutsch runter nach Morre Jable. Von hier geht die Fähre am Mittwoch nach Gran Canaria. Eigentlich wollen wir hier die Nacht verbringen, aber dieser Ort ist so abschreckend touristisch und bietet zudem keinen Platz für Rudi, dass wir nach einem Stopp im Hafen, diese Stadt wieder verlassen. Wir versuchen etwas ausserhalb einen Platz am Strand zu bekommen, leider Fehlanzeige. Die Straßen schlaglöchrig und wenig Platz an den Strandabschnitten. Also zurück Richtung Playa Sotavento, hier haben wir ja bereits zuvor einige Tage verbracht.
Für morgen steht einen Tour nach Cofete an.

144. El Cotillo nach div. Stopps November 2025

23.11.2025

Es ist Sonntag und wir machen einen Ausflug, eigentlich mehrere. Nach dem Ent- und Versorgungsprozedere geht es an der Ostküste hoch nach Pozo Negro. Ein Atlantikörtchen im Dornröschenschlaf und so urig. Im Gegensatz zum Sandstrand der letzten Tage an der Costa Calma, hier der typisch kanarische Vulkanstrand. Einfach nur schön.

Die Bucht ist gesäumt mit kleinen Häusern, teils bewohnt, teils Ferienhäuschen, alles ganz einfach und zwei Bar‘s mit Essen. Sonst nichts. Hier könnten wir länger bleiben, ein gekühltes Getränk, auf den Atlantik schauen und zwischendurch schwimmen gehen.
Aber es geht weiter zu den Salinas del Carmen. Mittlerweile hat Calima die Temperatur bis auf über 30 Grad hinaufgejagt und uns steht hier nicht der Sinn nach einer umfangreichen Besichtigung. Also nur kurz bis zum Eingang zum Museo del sal und dann zum nächsten Ziel.

Zurück auf der FV-2 biegen wir unmittelbar an der Abzweigung zur FV-50 nach Antigua auf eine Sandpiste durch das Gebiet der Caldera Gaidira, queren trockene Barrancos, diverse Untergründe und verlassene Anbauflächen. In Tiscamanita stoßen wir auf befestigte Straßen. Diesen folgen wir bis Lajares. Dieses Stödtchen reizt uns nicht wirklich, zumal Womo-Parkplätze Mangelware sind. Also weiter zum Popcorn-Beach. Ein Strandbereich bestehend aus versteinerten Kalkalgen, die das Meer angespült hat und wie Popcorn aussieht.

Neben diesem Strandphänomen beeindrucken die Wellen und die Wellenreiter.
Wir bahnen uns den Weg weiter nach El Cotillo, wo wir nach dem Einkaufen den bekannten Stellplatz oberhalb des Strandes aufsuchen.

143. Playa Risco del Paso November 2025

20.11.2025

Entsorgung in Tarajalejo, Versorgung mit Frischwasser an der Disa-Tankstelle in Tuineje, Waschen und Trocknen von ca. 18 kg Wäsche im Speed-Queen-Waschsalon in Gran-Tajara sowie Einkauf für die kommenden Tage im dortigen Mercado. Zwischendurch Mittagessen bestehend aus selbstgemachten Hamburgern. Gut vier Stunden hat die Haushaltsbespaßung gedauert. Anschliessend wieder Richtung Costa Calma und zu einem neuen Stellplatz: Playa Risco del Paso. Vor uns eine kleine Lagune, rechts und links nur Sandstrand. Eine Wassersportschule befindet sich ebenfalls in unmittelbarer Nähe sowie eine öffentliche Toilette. Abends wurde noch ein Brot gebacken und später direkt getestet. Sehr lecker!

21.11.2025
Der Tag heute zunächst ein wenig sonnig und im Anschluss bewölkt und windig. Dabei einige kleine Probleme mit dem Aufladen der Eco-Flow über das Solarpaneel. Mit dem Messgerät konnte eingehender Strom vom Paneel nachgewiesen werden. Jedoch kommt mit der Verbindung zur Powerbank kein Strom an.
Nach einem Snack ging es an den weitläufigen Strand. Na ja, einen Versuch war es wert, aber Wind und Wolken sorgten schon schnell für eine baldige Umkehr.

22.11.2025

Es ist der dritte Tag an dem wir autark am Playa del Risco stehen. Eine Infrastruktur ist nicht vorhanden, auch keine Mülleimer. Also heisst es erst einmal sammeln, gut verschliessen und auf der Weiterfahrt eine Entsorgungsmöglichkeit finden. Vorräte stehen noch zur Verfügung, Brauch- und Trinkwasser ebenso. Den Strom beziehen wir durch die beiden Solarpaneele auf dem Dach und einem kleineren, flexiblen von Niklas. Als Dauerverbraucher zählt der Kühlschrank mit ca. 3 A/h. Starlink und Handys, Akkus, Uhr, PC werden nur bei Bedarf über die Eco-Flow geladen. Diese wiederum wird beim Fahren geladen oder an die Aufbaubatterien gehängt. Den Wasserverbrauch managen wir durch sparsamen Einsatz. D.h. zum Spülen benutzen wir 2 Sprühflaschen, eine mit einer Wasser-Spülimischung und eine mit klaremo Wasser. Nach dem Essen wird das benutzte Geschirr abgewischt, mit der Spülilösung eingesprüht, gesäubert und anschliessend mit klarem Wasser abgesprüht. Dies war am Anfang gewöhnungsbedürftig, ist nach über sechs Wochen Anwendung kein Thema mehr. Da unser Grauwassertank mit 70 l weniger Fassungsvermögen vorweist als der Frischwassertank mit 90 l, heisst es auch sonst Wasser sparen. Geduscht wird in der Regel nur wenn wir zum Ent- und Versorgen fahren. Dazwischen ist Wäsche im Waschbecken und dem guten alten Waschlappen angesagt. Das Baden im Atlantik ist auch erfrischend und wenn der Strand dann noch eine Dusche zu bieten hat, perfekt. Das ist aber alles kein Muß. Sollte uns der Sinn nach häufigerem Duschen stehen, fahren wir eben öfter Ent- und Versorgen. Dafür haben wir den Luxus überall zu verweilen, wo es uns gefällt und nicht verboten ist. Um die Toilettensituation haben wir uns vor über zwei Jahren gekümmert. Als Alternative zur Chemietoilette kam bei dem Platzangebot im Kabe eine Clesana in Frage. Für eine gewünschte Trocken-Trenntoilette fehlt im Schwenkbad der Platz. Mit Folienverschweißtechnologie werden die Hinterlassenschaften geruchsneutral und sicher verpackt und später über den Hausmüll entsorgt. Es ist kein Wasser zum Spülen erforderlich. Dadurch, dass wir flüssige Hinterlassenschaften separat auffangen und entsorgen, reduzieren wir den Folienverbrauch. Diesen berechnen wir vor jeder Tour so ungefähr und decken uns entsprechend mit Verbrauchsmaterial ein. Zur Zeit haben wir eine Folienpackung, mit der Möglichkeit ca. 25 grosse Tüten zu verschweißen, seit drei Wochen im Einsatz. Eine Verpackung besteht aus einem Folienschlauch, der nach Bedarf in XS, S, L oder XL-Tüten verschweisst werden kann. Da die Angabe immer für die grösste Tütenart gilt, kommen wir entsprechend lange mit einem Folienschlauch aus. Sollten wir einmal keinen Strom haben, kommen Ersatzbeutel zum Einsatz😉.

142. Costa Calma November 2025

18.11.2025

Kurz entschlossen an die Costa Calma und oberhalb des Playa Esmeralda gestrandet. Eine sehr schöne Fahrt von Ajuy aus über die FV-105 hierher. Die Landschaft hier im Süden wieder völlig anders. Die Vulkanberge mit Sand ummantelt und hier unter uns feiner Sandstrand. In der kleinen Bar La Palmita direkt unter uns, gab es einen Mittagssnack mit kanarischen Kartoffeln und kleinen gegrillten Salzpaprikas. Anschliessend ein Power-Nap und dann ein kurzes Bad im kalten Atlantik. Dirk hatte vorher noch einen Brötchenteig angesetzt, der wird heute Abend gebacken. Ansonsten haben wir uns hier quasi Strandruhe verordnet. Am Do oder Fr soll es windiger werden, mit wenig Sonne. Da wird dann ein Entsorgungs- und Waschtag eingelegt.

141. Ajuy November 2025

17.11.2025

Nach einer Mittagspause legen wir die letzten Kilometer bis Ajuy zurück, wo wir die Cuevas besuchen wollen. In der letzten Woche waren diese wegen des Unwetters gesperrt.
Die Höhlen von Ajuy liegen in der Caleta Negra. Diese erhielt ihren Namen wegen des schwarzen Vulkangesteins. In den Steilwänden der sichelförmigen Bucht befinden sich zahlreiche Höhlen, von denen zwei durch einen Treppenweg zu begehen sind. Der Eingang zu den Höhlen befindet sich dicht über dem Meeresspiegel. In die erste Höhle fällt durch eine große Öffnung ausreichend Tageslicht. Ein schmaler Durchgang gibt den Weg zu einer zweiten Höhle frei.

Ganz zu Beginn des Rundganges fallen die Kalksedimente auf, die aus der Kreidezeit stammen sollen und somit zu den ältesten geologischen Zeugnissen der Kanaren zählen. Kalk wurde genau hier bis ins 19. Jahrhundert abgebaut, an Ort und Stelle gebrannt und verschifft. Im Ort selbst zeugen davon noch Verarbeitungsgebäude. Nach den Höhlen schauen wir uns noch ein wenig oben auf den Klippen um, bis wir zum Strand zurückkehren. Ein kühles Estrella folgt im Restaurante Cuevas de Ajuy, bevor wir uns an die Zubereitung des Abendessens begeben: Rosenkohl an Zimt-Süsskartoffel-Pommes.

140. Betancuria November 2025

16.11.2025

Sonntag Morgen, kurz vor sieben und wir machen uns fix fertig, um an den Dünenstrand von Corralejo zu fahren. Jetzt ist es an der Straße noch richtig leer und wir können zu Beginn der Grand Playas parken.
Nach dem Frühstück geht es an den Strand zum Drachenfestival. Zum Baden ist es uns zu kalt. Es ist bewölkt, die Sonne kommt nicht wirklich durch. Im Laufe des vormittags setzt Nieselregen ein und wir beschließen nach dem Duschen eine Entsorgung einzulegen und dann über die Dünenstraße und Puerto del Rosario und die kurvenreiche FV-30 nach Betancuria zu reisen.


Betancuria ist die alte, historische Inselhauptstadt, welche 1404 von dem adligen Eroberer Jean de Béthencourt und dem Ritter Gadifer de la Salle, mit überwiegend normannischen Siedlern, im Auftrag der kastilischen Krone gegründet wurde. Dem Namen Jean de Béthencourt begegnet man häufig auf Lanzarote und Fuerteventura. Er gilt als Eroberer dieser kanarischen Inseln im 15. Jahrhundert. Auf dem Weg dorthin machen wir im Nebel Halt am Mirador Morro Veloso sowie dem Mirador Corrales de Guize, von dem man einen tollen Blick auf die vulkanische Ebene hat. In Betancuria befindet sich ein Womo-Stellplatz, zwar ohne Ent- und Versorgungsmöglichkeit, dafür mit Picknickplätzen und Strom.

Das Örtchen ist sehr beschaulich, wird aber mit touristischer Infrastruktur ausgestattet. Darunter ein Cafe „La Sombra“, das so schön unter Bäumen angelegt ist, dass wir hier morgen vor der Weiterfahrt unbedingt noch einen Kaffee trinken werden.

17.11.2025

Am Morgen entpuppte sich der kostenlose Stellplatz in Betancuria als wahres Resourcenschätzchen. Kostenloser Strom und Wasser stehen zur Verfügung. Also erst einmal alles Laden, was geladen werden muß und den Wassertank gefüllt. Anschließend geht es auf der FV-30 weiter in Richtung Pàjara. Der Cafe im La Sombra muss warten, so gut wie Alles hat heute in Betancuria geschlossen.
Dann eben rauf auf die schmale Berg- bzw. Vulkanstraße. Am Mirador Del Risco del Peñas machen wir Halt. Auch hier ist der Ausblick auf die umliegenden Vulkankegel beeindruckend.

Wie die Atlashörnchen, die in stillen Momenten ohne vorbeisausende Touris, über die Steine huschen. Einige füttert Dirk mit kleinen Apfelstückchen.
Es geht weiter, dieses Mal wieder hinunter bis Péjara, wo wir einkaufen. An einem kleinen Platz im Zentrum wird gerade ein Tannenbaumgestell installiert, das komplett mit Granny Squares ausgestaltet ist.

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139. Islote Lobos November 2025

15.11.2025

Gegen 11:00 h sind wir startklar. Mit Proviant, genug zu Trinken und Badesachen geht es zum Hafen. Bevor die Fähre ablegt, gönnen wir uns noch einen Americano sowie Cola mit Blick auf das Meer und den Hafentrubel.


Pünktlich um 12:30 h legen wir ab. Die Überfahrt dauert ca. 25 Minuten und das Aussteigen muss aufgrund des Wellenganges recht schnell gehen. Mit den Rädern kurven wir zu Beginn zum El Puertito, eine Art Minihafen mit kleinen Badebuchten, einigen Häuschen und einem Restaurant.
Wie die restlichen Kanareninseln ist auch Lobos vulkanischen Ursprungs. Ihren Namen verdankt sie ihren einstigen Bewohnern, den Mönchsrobben. Heute sind sie zwar dort nicht mehr zu finden, aber die Insel ist nach wie vor ein praktisch unberührtes Naturparadies.
Wir fahren an einem großen Lagunengebiet vorbei, an dessen Rand ein Holzhäuschen zur Vogelbeobachtung einlädt. Auf dem sandig-steinigen Boden flitzen kleine Eidechsen umher. Überall auf den kleinen Vulkanbergen sitzen als weiße Punkte sichtbar Seevögel. Darunter hauptsächlich Silbermöwen und Gelbschnabelsturmtaucher.


Weiter geht es Richtung Leuchtturm Faro de Martiño im Norden, der bis zum Ende der 60ger Jahre noch bewohnt war. Den höchsten Punkt der Insel, die Montaña de Caldera (127 m), heben wir uns für einen nächsten Besuch auf. Wir schauen uns stattdessen die Salzfelder in der Nähe des Anlegers an. Diese sind zur Salzgewinnung angelegt, aber nie in Betrieb genommen worden. Es geht vorbei an den kleinen Badeorten Las Caleras oder die muschelförmige Bucht La Concha.
Eine berühmte Frau dieser Insel ist Josefina Plá, die Tochter eines der Leuchtturmwärter von Lobos Leopoldo Plá. Josefina Plá wurde 1903 auf der Insel geboren, betätigte sich literarisch und wanderte nach Paraguay aus. Sie schrieb dort Poesie und Essays.
Der Leuchtturm Faro Martiño zog generell einige angehende Literaten an. Sie zogen sich auf ihm zurück, arbeiteten dort und schrieben hier ihre ersten Werke, mit denen sie in Spanien teils sehr bekannt wurden.

138. Corralejo November 2025

14.11.2025

In Corralejo steht zunächst Entsorgung an der Repsoltankstelle an und da auch hier der Schlauch zum Wasser auffüllen für die Reinigung der Campingtoiletten genutzt wird, suchen wir uns eine andere Möglichkeit um Frischwasser zu füllen. An einer Disa-Tankstelle werden wir fündig. Hier kann man nur Wasser tanken und nicht entsorgen.
Jetzt aber zu den Dünen von Corralejo und dem Drachenfestival. Wir finden direkt an der Küstenstraße FV-104 einen Parkplatz und nach einem Mittagessen geht es an den Strand, wo Hunderte von Drachen im Wind tanzen. Drachenliebhaber aus aller Welt kommen jährlich hier zusammen, um ihre Drachen zu zeigen. An Motiven, Farben und div. Größen mangelt es nicht. Es sind überwiegend Drachenensemble zu bestaunen, die von einem Pilotdrachen in der Luft gehalten werden.

Nach einem Spaziergang am Strand und einer Abkühlung im Meer geht es zurück zum Bus. Wir suchen uns einen anderen Stellplatz für die Nacht. So direkt an dieser viel befahrenen Küstenstraße wollen wir nicht stehen bleiben. An der Calle de Guirre in einem Wohngebiet werden wir fündig. Anschliessend zieht es uns mit den Rädern in die Stadt. Zuerst an den Hafen. Hier erstehen wir ein Ticket für die Fahrt zur Insel Lobos für morgen 12:30 h. Die Räder können wir mitnehmen. Mit einem Restaurant-Tipp des Fähranbieters geht es zur geschlingelten Hafenpromenade. Wir suchen das Fischrestaurant La Cofradia de Pescadores und werden nach einigem Suchen fündig.

Das Viertel füllt sich, nicht zuletzt wegen einer Drohnenshow, die um 21:30 h beginnen soll. Unser Essen besteht aus einer Fischplatte des Tages, gegrillt, mit Vino Blanco del Casa und Cerveza. An eine Unterhaltung ist zwischenzeitlich nicht mehr zu denken. So viele Menschen und Musik aus jeder Ecke. Als die Drohnenshow beginnt, stellen wir fest, dass wir vom gewählten Standort aus nichts sehen können und versuchen nach dem Bezahlen, irgendwie aus dem wuseligen Altstadtgeschehen zurück in die Peripherie zu gelangen. Und so radeln wir im November bei milden 20 Grad durch dieses lebhafte und bunte Städtchen zur Calle de Guirre und unserem fahrbaren Zuhause.