24.11.2025
Nach einer ruhigen Nacht ging es heute zunächst nach La Pared, ein weiterer Ort an der Westküste. Vorbei an La Oliva, Antigua und Tiscamanita und weiter auf kleinen Straßen durch das Inland zur Küste. Der Calima als Begleiter, die Sicht getrübt und die Temperatur über 25 Grad. Durchquert wird eine karge Landschaft mit Ziegenfarmen und Anbauflächen unter Plastikplanen, deren Anbaupflanze nicht zu entdecken ist. La Pared wirkt beim Durchfahren schon sehr skurril, ein wenig demontiert, für Etwas mit hohen Erwartungen gebaut. Die Laternen am Eingang kaputt, die „Flaniermeile“ mit überdimensionierten Betonbänken in abbröckelnder Erdfarbe und kränkelnden Palmen, die Straße löchrig. Was hatte man denn hier vor? Der Spot soll täglich viele Liebhaber von Sonnenuntergängen anziehen. Wir fahren a den kleinen Strandabschnitt, der rechts vom Ort liegt, weil uns hier ein schmaler Felsabschnitt der ins Meer ragt reizt.






Dieser sieht nicht nur in seiner Struktur faszinierend aus, sondern punktet auch durch die landebahnartige Plattform die ins Meer ragt und schöne Ausblicke auf die Küste freigibt, trotz Sandwind.
Es geht weiter nach Morre Jable einem Touristen-Hotspot ganz im Süden. Dazu queren wir bei La Pared (die Mauer) den schmalsten, nur ca. 5 km breiten Teil der Insel von West nach Ost. Angeblich soll diese schmalste Stelle mit einer Steinmauer die Insel in früheren Zeiten getrennt bzw. Herrschaftsgebiete markiert haben. Archäologisch bewiesen ist dies wohl nicht. Vlt. wird dieses Detail auch nur betont, um die Gegend interessant zu machen. Schön ist sie auf jeden Fall. Die karge Vulkanlandschaft geht hier in Dünengebiet über. An der Ostküste angelangt geht es dann auf der Autobahn FV-2 in einem Rutsch runter nach Morre Jable. Von hier geht die Fähre am Mittwoch nach Gran Canaria. Eigentlich wollen wir hier die Nacht verbringen, aber dieser Ort ist so abschreckend touristisch und bietet zudem keinen Platz für Rudi, dass wir nach einem Stopp im Hafen, diese Stadt wieder verlassen. Wir versuchen etwas ausserhalb einen Platz am Strand zu bekommen, leider Fehlanzeige. Die Straßen schlaglöchrig und wenig Platz an den Strandabschnitten. Also zurück Richtung Playa Sotavento, hier haben wir ja bereits zuvor einige Tage verbracht.
Für morgen steht einen Tour nach Cofete an.
