15.11.2025
Gegen 11:00 h sind wir startklar. Mit Proviant, genug zu Trinken und Badesachen geht es zum Hafen. Bevor die Fähre ablegt, gönnen wir uns noch einen Americano sowie Cola mit Blick auf das Meer und den Hafentrubel.



Pünktlich um 12:30 h legen wir ab. Die Überfahrt dauert ca. 25 Minuten und das Aussteigen muss aufgrund des Wellenganges recht schnell gehen. Mit den Rädern kurven wir zu Beginn zum El Puertito, eine Art Minihafen mit kleinen Badebuchten, einigen Häuschen und einem Restaurant.
Wie die restlichen Kanareninseln ist auch Lobos vulkanischen Ursprungs. Ihren Namen verdankt sie ihren einstigen Bewohnern, den Mönchsrobben. Heute sind sie zwar dort nicht mehr zu finden, aber die Insel ist nach wie vor ein praktisch unberührtes Naturparadies.
Wir fahren an einem großen Lagunengebiet vorbei, an dessen Rand ein Holzhäuschen zur Vogelbeobachtung einlädt. Auf dem sandig-steinigen Boden flitzen kleine Eidechsen umher. Überall auf den kleinen Vulkanbergen sitzen als weiße Punkte sichtbar Seevögel. Darunter hauptsächlich Silbermöwen und Gelbschnabelsturmtaucher.
















Weiter geht es Richtung Leuchtturm Faro de Martiño im Norden, der bis zum Ende der 60ger Jahre noch bewohnt war. Den höchsten Punkt der Insel, die Montaña de Caldera (127 m), heben wir uns für einen nächsten Besuch auf. Wir schauen uns stattdessen die Salzfelder in der Nähe des Anlegers an. Diese sind zur Salzgewinnung angelegt, aber nie in Betrieb genommen worden. Es geht vorbei an den kleinen Badeorten Las Caleras oder die muschelförmige Bucht La Concha.
Eine berühmte Frau dieser Insel ist Josefina Plá, die Tochter eines der Leuchtturmwärter von Lobos Leopoldo Plá. Josefina Plá wurde 1903 auf der Insel geboren, betätigte sich literarisch und wanderte nach Paraguay aus. Sie schrieb dort Poesie und Essays.
Der Leuchtturm Faro Martiño zog generell einige angehende Literaten an. Sie zogen sich auf ihm zurück, arbeiteten dort und schrieben hier ihre ersten Werke, mit denen sie in Spanien teils sehr bekannt wurden.
