137. La Oliva November 2025

12.11.2025

Die Nacht auf den Klippen verlief eigentlich ganz ereignislos, wenn ich tagsüber nicht den „Schreck“ verschluckt hätte😅. Der hat mich nicht gut schlafen lassen und bei lautem Wellenkrachen war es vorbei mit der Bettruhe. Dafür konnte nachts ein klarer Sternhimmel bestaunt werden.

Nach Drohnenflug und Frühstück ging es wieder auf die Piste. Ziel: Puertito de los Molinos. Auf dem Weg dorthin halten wir kurz an, um einige Vögel näher zu bestaunen, als plötzlich links von uns eine Herde Ziegen mit einem Affenzahn den Hang herunter auf uns zusteuert.

Als sie jedoch feststellten, dass wir nicht die erhofften Futtergeber sind, drehten sie wieder ab und nahmen anscheinend den wahren Besitzer ins Visier. Dieser näherte sich mit einem weißen Geländewagen und dem ersehnten Futtersack im Gepäck. Weiter ging es und die Piste wurde nicht komfortabler, führte sogar nach einer Senke durch ein großes Gatter, das zum Glück nicht verschlossen war, in den kleinen Ort Llanos de la Concepcion und auf eine asphaltierte Straße. Puertito de los Molinos ist wieder so ein Ministrand, mit kleinen und einfachen Restaurants und wundervollem Blick auf Meer und Klippen. Nach einer Erfrischung ging es Richtung Ajuy. Auf dem Weg dorthin nehmen wir in Antigua noch das Museo del Queso Majojero mit.

Hier wird die Produktion von Ziegenkäse über die Jahrhunderte hinweg anschaulich und kurzweilig dargestellt.
In Ajuy wollten wir eigentlich die Cuevas de Ajuy besichtigen. Diese sind aber aufgrund der vorhergesagten Wetterlage vorsorglich abgesperrt worden. In der Nacht soll es mit kräftigem Wind, Sturmböen und Starkregen richtig zur Sache gehen.

Trotz Absperrung bahnen sich Touris den Weg über die Klippen zu den Höhlen. Denen ist auch nicht mehr zu helfen. Erst am vergangenen WE sind auf Teneriffa Menschen ums Leben gekommen, von Wellen ins Meer gerissen worden sind. Auch hier hatten die Behörden wegen der akuten Wetterlage vorsorglich entsprechende Warnungen ausgegeben.
Der Strand hier ist wieder ganz mit schwarzem Lavasand versehen und sehr voll. Wir trinken hier nur einen Kaffee und treten die Rückfahrt nach La Oliva an. Hier wollen wir uns einen asphaltierten Parkplatz suchen und das herannahende Unwetter abwarten.

13.11.2025

Was für eine Nacht. An Schlaf war nicht zu denken. Starker Wind und Sturmböen fegten über uns hinweg und in den frühen Morgenstunden setzte der angekündigte Regen.

Allerdings nicht so stark wie vorhergesagt. Dirk konnte am Vormittag noch eine große Runde im und um den Ort drehen. Dabei fand er das Casa de Los Coroneles wegen Renovierungsarbeiten geschlossen vor, ebenso den Mercado de Los Tradicones. Dieser öffnet morgen wieder seine Pforten. Gegenüber dem Parkplatz, wo auch das Parken mit Womo‘s nicht verboten ist, befindet sich das Rathaus und auf der anderen Seite eine Hundeauffangstation. Der Nachmittag durchweg verregnet, ein richtiger Rudi-Gammeltag.
Bevor es morgen Richtung Corralejo weitergeht wollen wir noch einen Blick in die Kirche und den Mercado werfen.

14.11.2025

Was war das für eine schöne und ruhige Nacht. Kein Wind, kein Regen, einfach nur angenehm leise. Bevor es weitergeht werfen wir einen Blick in die Iglesia de Nuestra Señora de la Candelaria und besuchen den Mercado de los Tradiciones. Der Blick lohnt sich. Die Kirche verfügt über eine besonders hübsche, hölzerne Deckenkonstruktion und im Mercado werden Produkte regionaler Anbieter, wie Gewürze, Öl, Wein, Obst und Gemüse sowie Produkte aus Aloe Vera zum Verkauf geboten.
Weiter geht es im Anschluß nach Corralejo. Auf dem Weg dorthin machen wir einen Halt bei den Molinos de Villaverde. Von hier oben hat man nicht nur einen tollen Blick auf die Ebene mit La Oliva im Mittelpunkt, sondern kann sich auch einen Überblick über die Wirkungsweise und die Bedeutung der Windmühlen in dieser Region verschaffen. Höhepunkt aber sind die kleinen Bewohner im anliegenden Steinhaufen: Atlashörnchen, typische, tierische Artgenossen auf Fuerteventura.

Mit ungewürzten Nüssen aus unserem Vorrat kann man sie ganz wunderbar anlocken und füttern.
Weiter auf der Route liegt die Cueva de los Llanos, die aber wegen Renovierungsarbeiten leider geschlossen hat.

136. In der Nähe vom Playa de Jarugo November 2025

11.11.2025

Heute ging es für unsere Verhältnisse sehr früh los. Zunächst war Entsorgung, Einkauf und Wasser tanken in La Oliva angesagt. Die Wassersäule am Entsorgungsplatz in El Cotillo haben wir nicht angerührt, da diese auch für die Reinigung div. Toilettenformate benutzt wird. Zwar kostenlos, aber nix für uns. In La Oliva konnten wir mit unserem Wasserdieb an einer Disa-Tankstelle für insgesamt 4€ den Tank richtig voll machen. Anschliessend auch noch den Dieseltank für 1,119 € den Liter. Dieser kleine Ort gefiel uns sehr gut und wir haben schon Ausschau nach einem festen Stellplatz für den regnerischen Donnerstag gehalten.
Im Anschluß ging es praktisch wieder zurück und zum Leuchtturm Faro de Tóston, in dem auch ein Fischereimuseum angeschlossen ist.

Der Faro de Tostón steht an der Nordwestküste Fuerteventuras und bezeichnet die Ansteuerung von La Bocayna, eine Meerenge zwischen Fuerteventura und Lanzarote.
Das Bauensemble besteht drei unterschiedlichen Türmen:
Das erste Leuchtfeuer wurde 1897 erbaut. Es besteht aus einem ebenerdigen Haus für die Leuchtfeuerwärter und einem sechs Meter hohen Turm.
Da der erste Turm eine geringe Feuerhöhe vorwies, wurde 1960 ein neuer, achteckiger und 15 Meter hoher Turm errichtet.
Ein dritter Turm wiederum hat dann 1986 die Funktion des Leuchtfeuers übernommen. Er ist 30 Meter hoch und hat einen rot-weißen Anstrich. Nach einem Spaziergang in unmittelbarer Umgebung, ging es am letzten Stellplatz vorbei über Pisten an der Küste entlang bis zum Barranco Esquinzo, den wir mangels Wasser queren konnten. Von hier ging es weiter in Richtung Tindaya.
Tindaya liegt am Fuße des gleichnamigen Berges Tindaya. Die Bewohner Tindayas verehren ihren Berg als „heiligen Berg“, weil man im Gipfelbereich im Jahr 1978 rästelhafte Felszeichnungen fand. Diese Zeichen sollen angeblich bedeuten, dass die Ureinwohner der Kanaren von nordwestafrikanischen Berbern abstammen. Heute darf man den Berg nur noch mit einer Genehmigung betreten. Ein guter Ort, um eine Pause einzulegen. Bei der Abfahrt bemerken wir eine feuchte Stelle, fast genau unter der Fahrertür. Überschüssiger Diesel vom vorherigen Tank konnte es nicht sein, die Flüssigkeit fühlte sich leicht ölig an. Wir vermuteten zunächst eine undichte Heizungsleitung. Sind uns jetzt aber eigentlich sicher, dass zwei Schellen Kühlkreislaufes undicht sind. Dieses Problem hatten wir ganz zu Anfang schon einmal. Wir haben die Schellen nachgezogen und müssen den Füllstand des Ausgleichsbehälters weiter im Blick haben. Irgendetwas ist ja immer.
Es geht weiter zum Playa de Jarugo. Was für ein schöner unbehelligter Strand. Ein wenig mit Dünensenken umgeben. Linksschultrig ein Abschnitt der bei Ebbe zum Aufenthalt einlädt und mit einer schützenden Mauer aus Vulkangestein umgeben ist, über deren Brüstung die Wellen bei einsetzender Flut brechen und wasserfallartig in diese Lagune fließen. Dann ein breiter Strandbereich, der rechtsschultrig durch eine emporragende Klippenwand Begrenzung findet. Allein der Verlauf der Sedimentschichtung ist ein Leckerbissen für die Augen. Bevor der Abend hereinbricht suchen wir uns noch einen Stellplatz oberhalb der Klippen.

Und so stehen wir ganz allein etwas weiter entfernt, mittendrin im Nichts und geniessen auf unseren Klappstühlen ganz nah am Klppenrand den Sonnenuntergang.

135. El Cotillo (Fuerteventura) November 2025

09.11.2025

Nächste Insel und alles anders. Hellere Vulkanberge, hellsandige Strände, andere Häuser, viel Wind, heftige Wellen und viele Van‘s und Womo‘s.
Wir stehen auf einer großen Pistenfläche etwas außerhalb von El Cortillo an der Westküste. Links von uns eine langgezogene Bucht und rechts von uns das Castillo del el Castillo und der Küstenort selbst.

Am Nachmittag haben wir einen ausgedehnten Spaziergang durch den alten Ortskern mit kleinem Hafen, einigen Kneipen und Restaurants bis zum Playa de los Lagos unternommen. Dabei konnten wir wirklich imposante Wellen beobachten, die auf die Küstenlinie trafen. Im alten Ortskern selbst ging das Wasser bis zu den am Kai liegenden Restaurants. Am Playa de los Lagos ließen auch einige Leute ihre Drachen in die Lüfte steigen. Auf dem Rückweg wurde noch etwas in einem Hiperdino eingekauft und zum Sonnenuntergang waren wir gerade noch rechtzeitig zurück.

10.11.2025

Heute geht es am Strand Playa del Cotillo entlang. Eine langgezogene Bucht mit hellem Sand. Beliebt bei Kitern, Surfern und Badegästen. Die rote Fahne am Rettungshäuschen ist gehisst, somit jeglicher Wassersport verboten, aber die Wellen dafür sehr beeindruckend. Zurück geht es oben an der Steilküste entlang.

Der helle Sand ist immer wieder mit schwarzem Sand durchzogen und was mit dem angespülten Wasser für schöne Muster sorgt. Nach zwei Stunden kehren wir zurück und wollen gleich weiter in den Ort. Hier suchen wir uns am Hafenbecken ein nettes Plätzchen im Restaurante El Mirador und verbringen den hereinbrechenden Abend bei leckerem Bier, Fischsuppe und Knoblauchbrot. Die Aussicht auf das Meer, die brechenden Wellen in der Ferne und die Abendstimmung in diesem Hafenrund sind sooo schön. Musikalische Untermalung wird auch geboten, ein Künstler mit E-Gitarre und leichter Stimme gibt alte, bekannte Lieder zum Besten. Darunter auch „Take Five“ von Dave Brubeck. Zwischendurch findet eine Katze den Gitarrenkoffer äußerst gemütlich und lässt sich dort nieder. Die Urlauber die hier vorbeischlendern unterscheiden sich schon sehr von denen auf Lanzarote. Eher Individualtouristen, alternativer und bunt gemischt.
Mittlerweile ist es schon dunkel geworden und wir versuchen den Weg zurück zum Rudi auf unbeleuchtetem Terrain zu finden. Schließlich muss noch ein Brot gebacken werden. Hoffentlich ist der Hefeteig in der Schüssel geblieben.

134. Playa Blanca – Campanas Beach November 2025

05.11.2025

Nach der Siesta in Uga geht es wieder an die Küste und an die Playa Blanca. Hier läuft die Fähre nach Fuerteventura am Sonntag aus. Wir stehen ziemlich am Ende dieses langestreckten Küstenabschnittes, zwischen Hotel- und Appartmentanlagen. Ein anschließender Spaziergang auf der Promenade bringt uns nach einer halben Stunden zu kleinen Restaurants. Hier suchen wir uns ein Plätzchen in einer Taverne und bestellen uns einige Tapas mit Wein- bzw. Sangriabegleitung.

06.11.2025

Dieser Stepp ist eigentlich keinen Kommentar wert und die beiden Bilder sehen besser aus als in der Realität. Was für eine Touriabzocke. Die Playa Blanca, mit ihrem angeblichen Hot Spot dem Playa Papagayo, und ich werden auf jeden Fall keine Freunde. Möchte mir gar nicht vorstellen, was hier im Sommer los ist.

Der Salat und die kanarischen Kartoffeln überhaupt nicht lecker und viel zu teuer. Egal, Strich drunter und nach erneuter Ent- und Versorgung wieder dahin, wo nichts los ist, nach Los Cocoteros. Hier bleiben wir bis Samstag Nachmittag. Dann müssen wir leider noch einmal nach Playa Blanca, weil dort Sonntag Morgen die Fähre nach Fuerteventura ablegt.

09.11.2025

Nach zwei Tagen an unserem Lieblingsplatz in Los Cocoteros stehen wir bis zur Abfahrt der Fähre nach Fuerteventura noch einmal in Playa Blanca.
Gestern hat der Wind zunehmend aufgefrischt und bis heute früh so getobt, dass wir dachten, die Dachluken fliegen weg. Jetzt um 07:00 h ist es windstill, die Sonne geht gerade auf und wir machen nach dem Frühstück alles abfahrbereit. Die Fähre der Fred Olsen Gesellschaft läuft um 10:00 h aus und schon 25 Minuten später sollen wir in Corralejo auf Fuerte sein. Dritte Insel – check!

Kurz vor neun sind wir im Hafen von Playa Blanca, stehen quasi in der ersten Reihe vor der Fährrampe. Einchecken via Personalausweis und dann mit Tee und Kaffee auf die Fähre warten. Später nehmen wir die Breme per Videochat live auf die Fähre mit. Es ist zwar alles ein wenig eng, aber wir können geradeaus in die Fähre einfahren. Während der Überfahrt sitzen wir gemütlich im Zwischendeck an einem großen Panoramadeck. Zuerst taucht Lobos am Horizont auf, eine weitere, aber seit Ende der 60ger unbewohnte kanarische Insel und wenig später Corralejo mit Hafen.
Für unseren ersten Halt haben wir El Cotillo ins Auge gefasst. Der Ort befindet sich an der Westküste.
Am Morgen erreicht uns die Mitteilung, dass die Orte Puerto de la Cruz und Playa del Roque de Las Bodegas auf der Insel Teneriffa von zwei Riesenwellen getroffen wurden. Mehrere Menschen fanden dabei den Tod oder wurden schwer verletzt geborgen. Vorherige Warnungen der Behörden vor Riesenwellen wurden dabei anscheinend ignoriert.

133. Mozaga und die Weinstraße LZ-30 November 2025

05.11.2025

Eine unruhige Nacht, zumindest meinerseits, liegt hinter uns. Nach dem Frühstück stürzen wir uns in die Fluten, machen danach alles wieder abfahrbereit, starten im Richtung Mozaga und dem Monumento del Campesino. Ein weiteres Werk des Künstlers Manrique, ein Denkmal und ein Museum der Bauern und Bäuerinnen dieser Insel gewidmet.


Daran anschließend befahren wir die LZ-30, die sog. Weinstraße Lanzerotes. Weinanbau auf vulkanisch, denn die Weinreben gedeihen hier nicht in Reihen und an Hängen wie bei uns, sondern in kegelförmigen Mulden im vulkanischem Gestein, am Rand mit einer halbrunden Mauer, ebenfalls aus Vulkangestein, vor Wind geschützt. Die aufliegende schwarze Vulkanerde dient als Verdunstungsschutz und Feuchtigkeitsspender.

Auf der LZ-30 liegt dann auch eine Bodega nach der anderen. Wir passieren El Grifo und machen Halt an der Bodega Stratvs. Hier locken schon teure Weine und Accessoires der Region. Was uns aber am Besten gefällt, ist der Aussenbereich. Hier kann man unter großen Eukalypthusbäumen Wein und Fingerfood probieren und dabei auf die Weinberge schauen.


Wir fahren weiter und steuern die ehemalige Bodega El Chupadero an. Hier soll man in uriger Umgebung leckere Tapas und regionalen Wein genießen können. Leider ist die Parksituation für Rudi nicht vorhanden und wir beschließen nach Uga weiterzufahren. Uga wird auf dem Parkplatzschild als ehemalige Kameltreiberstadt beschrieben. Kamele spielten in den vorangegangenen Zeiten der hiesigen Landwirtschaft eine große Rolle. In der Nähe des Zentrums machen legen wir einen Stopp ein und halten Siesta.

131. San Bartholomé November 2025

03.11.2025

Der Lago Verde ist leider nicht erreichbar. Vlt. hätten wir ihn zu Fuß von El Golfo erreicht, aber mit Rudi ist an der Straße leider kein Parkplatz zu finden. Wir fahren weiter und stoßen auf Los Hervideros, ein Küstenabschnitt in dem die Brandung in die durchbrochene, mit Höhleneingängen versehenen Klippenwände hineinpeitscht.

Überall sind Löcher und Durchbrüche über die der Weg führt. Bei idealen Seeverhältnissen schiesst die Brandung durch diese Öffnungen. Spektakulär.
Weiter geht es zu den naheliegenden Janubia Salinen, an denen mächtig gebaut wird. Die große Bucht ist durchweg mit Salinenfeldern ausgefüllt, die sich in den unterschiedlichen Phasen zur Salzgewinnung befinden. Uns ist es zu heiß für eine Führung und erstehen nur etwas Salz im Shop und machen Snackpause im Van.
Anschliessend geht es zum Ent- und Versorgen nach Arrecife und nach getaner Arbeit in die Canyons von Las Grietas. Diese befinden sich im Bezirk Tias, oberhalb von Puerto del Carmen. Was für eine Landschaft. Las Grietas bedeutet wörtlich übersetzt „die Gletscherspalten“.
Es handelt sich um eine Flankenformation des 600 m hohen Vulkans Montaña Blanca. Hier haben sich 3 Risse gebildet.
Die Risse sind nicht sehr lang, aber ziemlich eng und erinnern an eine Miniaturversion der Canyons von Arizona und Utah. Völlig klar, dass wir da durch müssen. Schließlich kraxeln wir aus einer Röhre wieder hinaus und befinden uns in Hanglage auf dem bröseligen Gestein. Vor uns eine herrliche Aussicht auf Puerto del Carmen und das Meer. Der Rückweg wird abenteuerlich, wir müssen ja irgendwie zurück auf den Hauptweg. Ganz langsam und auf dem Hintern hinabrutschend gelangen wir auf eine halbwegs gerade Stelle und klettern hinab in den nächsten Canyon. Durch diese Sedimentschichten zu laufen ist einfach nur toll.


Da uns der Parkplatz hier als Übernachtungsplatz nicht so zusagt, fahren wir erneut zur Costa Teguise und stehen in der Nähe des Playa de los Charcos.

130. El Golfo November 2025

02.11.2025

Es zieht uns weiter, wir haben keine Lust im Trubel von Puerto del Carmen zu verweilen. Uns bleibt noch eine Woche auf Lanzarote und jetzt ist die Westküste dran. El Golfo unser nächstes Ziel. Ein ehemaliges Fischerdorf am Rande des Timanfaya Nationalparks. Da wir schon zeitig unterwegs sind, erhaschen wir noch einen Stellplatz mit Blick auf den Atlantik und direkt am Beginn eines schönes Küstenwanderweges. Diesen probieren wir am Nachmittag aus. Es ist ein schmaler Wanderweg durch Lavagestein mit einem atemberaubendem Ausblick auf den Atlantik. Bevor die Sonne untergeht sind wir zurück im winzig kleinen Örtchen mit seinen kleinen Restaurants und genießen mit einem sundowner den Abend. Zurück im Rudi lassen wir den Gulasch weiter garen und überlegen, was wir in der kommenden Woche noch alles sehen wollen.

03.11.2025
Während des Frühstücks habe ich Lust auf eine kleine Wanderung und begebe mich gegen 09:00 h auf eine Rundtour um den El Mojon, ein Stück durch den Timanfaya Nationalpark und an der Küste wieder zurück nach El Golfo. Eine wunderschöne Tour durch Lavafelder und Lavaschluchten, die meterhoch sind. Zu Beginn sind noch einige kanarische Häuser zu sehen, dann wird es noch stiller, nur das Knirschen des Schotters unter den Schuhen ist zu vernehmen. Erreicht man den Nationalpark werden die Lavaberge höher und während der Weg Richtung Atlantik führt, türmen sich regelrechte Lavawände empor. Ich verpasse die Abzweigung zum Pfad der oberhalb der Klippen verläuft und folge dem Weg zum Playa del Paso. Schwimmen ist hier nicht erlaubt, aber die Szenerie mit den schwarzen Lavafelsen und großen, wuchtigen Steinen, die mächtigen Wellen die heranbrausen,
hat was. Es geht zurück bis zur Schautafel und da ist er auch schon die winzige Abzweigung zum Küstenpfad. Es war genau richtig die Wanderung entgegensetzt anzutreten, denn der Abschnitt oberhalb der Klippen ist einfach nur wunderschön. Es geht über kleine, aufgekrachte Lavaröhren und einem Lavabogen direkt im Meer. Drei Stunden später und völlig verschwitzt erreiche ich El Golfo. Dirk und Rudi warten schon.
Nach einer Dusche machen wir uns auf den Weg zum Lago Verde und den Salinen von Janubia.

129. Puerto del Carmen Oktober/November 2025

31.10.2025

Was für ein Kontrast. Heute Morgen völlig allein auf den Klippen beim Mirador Gayo und seit heute Mittag tummeln wir uns in Puerto del Carmen. Wir stehen hier ziemlich am Beginn des Touriortes im Stadteil Matagorda. Den Flughafen in unmittelbarer Nähe, aber von der Lautstärke her unauffällig.
Der Ferienort erstreckt sich über 10 km die Küste entlang, fast vom Flughafen bis zum alten Fischerhafen. Über die gesamte Länge laden hellsandige Strände zum Baden ein. Eine breite Promenade verläuft oberhalb und ist mit einem Radweg versehen. Den testen wir direkt nach unserer Ankunft und passieren dabei auch die Anlage, in der wir im Mai 2015 für zwei Wochen während unseres Aufenthaltes untergebracht waren. Am Paseo de la Barilla legen wir an der Bar La Playa einen Stopp ein und genießen Papas Arrugadas mit Mojo und Sardinen. Die Bar liegt an dem Spot, an dem die umliegenden Tauchbasen mit Booten die unterschiedlichen Spots anfahren.

2015 sind hier bereits die üblichen Verdächtigen tauchen gewesen.
Im Anschluß besuchen wir noch den Bootshafen und gehen auf der Rückfahrt einkaufen. Da wir etwas geschafft von unserer gestrigen Tour auf La Graciosa sind, chillt Dirk am Strand und ich im Rudi. Für das WE verordnen wir uns Strand- und Badetage.

01.11.2025

Nach einem langen Frühstück, auch zwecks Energiegewinnung über das große Solarpaneel, wird die Kühltasche gepackt. Heute ist Strandtag. Wir mieten uns zwei Strandliegen plus Sonnenschirm und genießen den Tag mit Lesen, Essen und Baden.


Am späten Nachmittag frischt der Wind auf, wir haben Lust auf einen Kaffee und trotten zurück zum Van. Hier stellen wir fest, dass das Solarpaneel keine Energie gewonnen hat und begeben uns auf Fehlersuche. Die Ursache ist schnell gefunden: der Kabelanschluss beim Paneel selbst ist herausgerissen. Wahrscheinlich beim Ausrichten des Paneels an der Schiebetür durch uns verursacht. Also das kleine Paneel aus dem Keller geholt. Als wir es zum Laden der Aufbaubatterien anschliessen wollen, stellen wir fest, dass die Anschlüsse nicht passen. Allein der Anschluss zum Laden der Ecoflow ist einsatzbereit. Also die Stecker an den Kabelenden so getauscht, dass sie in den hinteren Stecker zum Laden der Aufbaubatterien passen. Funktionierte aber immer noch nicht. Sicherung ist rausgeflogen. Also neue Sicherung rein und mit der untergehenden Sonne die Einspeisung getestet. Funktioniert!
Das darauffolgende Händewaschen im Bad blieb ohne Erfolg, da die Pumpe nicht angesprungen ist. Der Hahn in der Küche funktioniert und die Dusche selbst auch. Also wahrscheinlich der Schalter für den Hahn im Bad defekt. Egal, wir haben Hunger und bereiten Pizza selbst zu. Morgen ist schließlich auch noch ein Tag.

128. Mirador de Gayo Oktober 2025

30.10.2025

Nach der Rückfahrt von La Graciosa schaffen wir es noch rechtzeitig zum Sonnenuntergang zum Mirador de Gayo, oberhalb von Máguez und unterhalb der VOR Wetterstation. Hier sind wir eigentlich durch Zufall hingekommen, da uns der vorherige Stellplatz überhaupt nicht zugesagt hat.
Ich glaube, die Bilder sprechen für sich. Wir stehen ganz oben und haben eine spektakuläre Aussicht auf La Graciosa, den Atlantik und die Caleta de Famara, die Ostküste entlang. Es ist praktisch windstill und leise. Mal sehen, wie wir schlafen werden.

127. La Graciosa Oktober 2025

30.10.2025

Heute schaffen wir es tatsächlich zeitig in die Gänge zu kommen und nehmen die Fähre um 10:30 h nach La Graciosa. Die Nacht war ruhig und der Übernachtungsplatz dicht bei dem Hafenörtchen Órzola.
La Graciosa, die Anmutige“, ist eine 27 km2 kleine Insel vor der Nordküste Lanzarotes und somit die zweite kanarische Insel die wir besuchen. Ihre „Hauptstadt“ Caleta del Sebo (Bucht des Vogelmists) erinnert uns sehr an das Griechenland der 80er Jahre, die Zeit scheint irgendwie stehen geblieben. Rund 600 Menschen leben auf der kleinen Insel vor allem vom Tourismus.


Nach einem Kaffee und Brötchen mit Tomaten und Schinken brechen wir auf zu einer 22 km langen Radtour. Diese führt uns vorbei an der Caleta del Morro de Abajo. Hier werden wir direkt von Rangern darin erinnert, nicht mit den Rädern über die vorgegebenen Markierungen zu fahren, da es sich um Naturschutzgebiet handelt. Unsere Reifenspuren werden tatsächlich weggefegt. Es geht weiter. Wir ziehen linksschultrig am Montaña del Mojón vorbei sowie am Montaña Pedro Barba und gelangen zum kleinen Örtchen Pedro Barbo. Hier gibt es einen kleinen Strand und einige Ferienhäuschen, sonst nichts. Einfach herrlich! Wir gehen erst einmal eine Runde ins Wasser und snacken anschließend etwas. Dann geht es wieder auf die Piste und damit meine ich Piste. Parallelen zu einer speziellen Radtour in Griechenland dürfen gezogen werden. Der einzige Unterschied: auf der Insel kann man sich Räder mieten und die Route hier wird sogar empfohlen. Jetzt wird der Untergrund zunehmend sandiger. Wir passieren den Playa Lambra und den Playa de las Conchas. Wahnsinnig schöne, raue Strände, mit Sand und felsigem Untergrund. Die letzte Passage bevor wir am Nachmittag wieder in Caleta del Sebo eintreffen, führt uns ansteigend zwischen den Bergen des El Mojon und Pedro Barba hindurch. Uns tut wirklich schon alles weh. Es war eine sehr schöne, aber auch anstrengende Tour mit dem Rad. Beim nächsten Mal, vlt. zu meinem 70gsten
bleiben wir eine ganze Woche hier und erkunden die Insel in aller Ruhe. Wer Natur sucht und kein Chi-Chi ist hier genau richtig.
Da wir uns noch einen anderen Stellplatz für die Nacht suchen wollen, geht es nach einer Erfrischung um 16:30 h wieder auf die Fähre zurück. Bei der Rückfahrt begeistert das Licht und die Felsküste Lanzarotes.

126. Órzola Oktober 2025

29.10.2025

Wir haben eine weitere ruhige Nacht in Punta Mujeres verbracht. Während des Frühstücks fing es plötzlich leicht an zu regnen. War aber nur von kurzer Dauer.
Nach der Vorbereitung einer neuen Brotvariante, Nussbrot aus Weizenvollkornmehl und dem versuchsweise ansetzen eines Sauerteiges, ging es erneut nach Órzola.

Hier haben wir für morgen Tickets für die Fähre nach La Graciosa gekauft. Hätten wir auch online machen können, aber mit dem analogen Kauf haben wir 6 € pro Ticket und Person sparen können. Selbst unsere Räder können wir mitnehmen.
Im Anschluß ging es an den Playa del Caleton Blanca. Hier haben wir den ganzen Nachmittag verbracht. Da das Übernachten im Van leider verboten ist, ging es ein Stückchen weiter der Küste entlang, durch Órzola selbst zum Playa de la Canteria. Es sieht so aus, als ständen wir direkt im Lavagerümpel, welches bis an den Strand reicht. Auf der linken Seite erhebt sich der Bateria, welcher zum Paquero Natural del Archipélago Chinijo gehört. An seinem, zum Atlantik gerichteten Ausläufer, dem Punta Fariones, schaut eine Felsenspitze aus dem Meer, der Farión de Tierra. Das Baden am Strand ist zu gefährlich und daher verboten. Trotzdem tummeln sich Leute im Wasser.
Wir müssen hier nur bei Regen vorsichtig sein und abfahren, da der Untergrund sehr lehmig ist.

125. Punta Mujeres Oktober 2025

26.10.2025

Nach der Ent- und Versorgung, nutzen wir wiederum den Moment der eingefahrenen Stufe und begeben uns auf den Weg nach El Mojon. Es handelt sich um einen Stellplatz auf einer Hubbelpiste gegenüber dem alten Steinbruch, den wir am Freitag besucht haben. Hier gefällt es uns nicht und wir beschließen nach Punta Mujeres zu fahren, ein Stückchen weiter die Küste gen Norden hoch. Eigentlich kurz hinter Arrieta. Wir stehen hier an einer kleinen Promenade direkt am Meer.

Den weiteren Nachmittag verbringen wir mit Lesen, Häkeln und Brotbacken. Dirk hat sich für heute ein Kartoffelbrot vorgenommen. Am Abend duftet ganz Rudi nach frischem Brot.

Die Trittstufe haben wir out of order gesetzt. Morgen telefonieren wir mit Caravan Kreiser und melden Garantiearbeiten am Kühlschrank und großer Trittstufe an.
Für morgen haben wir zuerst einen Spaziergang in den Ort auf dem Plan und im Anschluß die Besichtigung des Manrique-Museums in Haria.

27.10.2025

Obwohl an der Straße übernachtet, war die Nacht ruhig. Zum Frühstück gab es das „fette Kartoffelbrot“-sehr lecker. Und als ich Dirk bei der Morgentoilette nur kurz aus den Augen verloren habe, montiert er plötzlich an der Verschalung des Türholms herum und zerlegt die Verkabelung der Trittstufe. Um es Vorwegzunehmen, wir haben die Magnetkontakte von Schiebe- und Beifahrertür getauscht, so das die Trittstufe der Schiebetür funktionsfähig ist und die der Beifahrertür nicht arbeitet. Evtl. kann Humpi Ende November das passende Ersatzteil mitbringen, wenn wir uns auf Gran Canaria treffen.


Nach der Reparatur geht es auf Ortserkundung. Punta Mujeres ist ein unaufgeregter Mini-Ferienort, mit einem Hauch an Infrastruktur, dafür aber mit vielen Bademöglichkeiten in sog. Charcos, also Meerwasserpools. Baden im offenen Meer ist wegen den vielen kleinen Felsen und der Brandung eher gefährlich.
Weiter ging es im Anschluß nach Haria und in das dortige Wohnhaus bzw. Museum von César Manrique, in dem der Künstler von 1988 bis zu seinem Tod 1992 gelebt und gearbeitet hat.

Man läuft praktisch durch das eingerichtete und gestaltete Wohnhaus und hat das Gefühl, jeden Moment einem Bewohner über den Weg zu laufen. Neben der Einrichtung können hier nicht nur Werke von Manrique angeschaut werden, sondern auch Werke befreundeter Künstler wie Miró und Picasso.
Anschliessend haben wir Lust auf ein Bad und kehren nach Punta Mujeres zurück. In einem Charco am Ortsanfang stürzen wir uns ins kalte Wasser des Atlantiks und bestaunen danach unzählige Krabben auf den angrenzenden Felsen. Ausmachen können wir rote Klippenkrabben und schwarze Felsenkrabben.
Für Morgen haben wir uns ein Ticket für die Besichtigung der Cueva los Verdes online reserviert. Es geht in den Untergrund, in das Innere einer ziemlich großen Lavahöhle.
Für die Nacht stehen wir wieder hier an der Straße, ein wenig näher am Örtchen.

28.10.2025

Gleich geht es in den Untergrund🌋, wir besuchen die Cueva de los Verdes, etwas weiter nördlich von Punta Mujeres.
Beim Ausbruch des Monte Corona vor 3000 Jahren ist ein 8 km langes Tunnelsystem entstanden, welches sich über die Küste bis zum Atlantikboden erstreckt. Durch diese Lavaröhren floß damals das heiße Magma des ausgebrochenen Vulkans. Nur der Lavatunnel der Kazumare Cave auf Hawai ist noch länger. Die Wasserhöhle bzw. der Jameos del Agua gehört ebenfalls zum Tunnelsystem der Cueva de los Verdes und befindet sich weiter unterhalb der Straße, die uns von Punta Mujeres Richtung Orzola hierhin geführt hat.
Die rund 50zig Minuten dauernde Führung durch die Lavaröhre mit ihren unterschiedlichen Gängen und Ebenen hat uns sehr gut gefallen. Hatte ich zuvor erwartet es wird kalt in der Tiefe, wurde ich unten eines Besseren belehrt. Erstaunliche Formationen, unterschiedliche Farben, hervorgerufen durch rotes Eisenoxyd, pechschwarzem Magnesium, Schwefelgelb und weißem Kalziumsulfat. Es geht auf schmalen Gängen weiter, teils unter niedriger Höhe. Als wir weiter ins Innere vordringen, machen wir zunächst einen grossen Krater im Boden aus. Doch was hier aussieht wie ein Loch im Lavagestein ist eine optische Täuschung, hervorgerufen durch Wasser, welches einige Zentimeter tief in der Mulde angelegt wurde. Die spiegelglatte Oberfläche reflektiert die Höhlendecke. Für uns ging die Führung viel zu schnell zu Ende. Wir hätten uns mehr Zeit zum Schauen und Staunen gewünscht.


Nach der Führung ist vor der Ent- und Versorgung sowie Einkaufen. Das erledigen wir in Arrecife. Im Anschluß geht es nach Órzola in den Norden. Kurz vor dem Hafenörtchen, von welchem die Fähren nach La Graciosa gehen, legen wir einen Badestopp am Caleta del Mojon Blanca ein. Eigentlich wollten wir hier auch übernachten, aber mein Bauchgefühl meldet sich und wir fahren zum Übernachten erneut nach Punta Mujeres.

124. Teguise Oktober 2025

25.10.2025

Den Tag haben wir bis zum frühen Abend in Arrieta verbracht.

Dabei stand der Aufenthalt im Meer im Mittelpunkt. Die Wellen waren auch nicht zu verachten. Am Nachmittag sind wir noch auf einen Spaziergang rund um den kleinen Ort Tabyesco aufgebrochen. Rund um den Ort wird auf kleinen Parzellen versucht alles Mögliche auf dem vulkanischen Gestein anzubauen, Bananen, Drachenfrüchte, Mais, vereinzelt Weinreben, Papayas, sogar Olivenbäumchen konnten wir ausmachen. Zum größten Teil wird um die einzelnen Pflanzen ein Schutz aus Gestein oder Holz im halbrund angelegt, um dem Wind und der Erosion zu trotzen bzw. Wärme zu speichern. Zurück im Ort legen wir einen kleinen Halt im Mercado ein, das Abendessen ruft. Aber zunächst machen wir uns abfahrbereit und fahren einige Kilometer nach Teguise. Hier ist morgen der wöchentliche Sonntagsmarkt, der viele Besucher anziehen soll. Wir wollen sehr zeitig dort sein, bevor es richtig voll wird. Und so stehen wir am Rande des Zentrums, neben der Polizeistation und gegenüber dem Stadion. Dort findet unter Flutlicht eine Veranstaltung mit reichlich Musik statt. Ausserdem dringt genau neben uns Musik aus einem Nebengebäude. Es hört sich nach einer Kinderkaraokeveranstaltung an. Kann also interessant werden.

26.10.2025

Die Vorbereitungen für den Sonntagsmarkt beginnen früh. Die Innenstadt wird für den Durchgangsverkehr gesperrt. Lieferwagen und größere PKW‘s laden ihre Waren auf dem Marktgelände aus, parken dann ihre Autos außerhalb. Nach einem frühen Kaffee mit Croissants machen wir uns auf den kurzen Weg ins Zentrum. Wenige Besucher sind unterwegs, die Stände werden gerade fertig aufgebaut. Neben unzähligen Ständen mit Klamotten, Taschen, Sonnenbrillen, Spielzeug, gibt es Stände mit regionalen Produkten sowie mit Kunsthandwerk.

Bevor die Besuchermassen mit Bussen angespült werden, haben wir einen ersten Rundgang beendet und schlendern mit einer gut gekühlten Flasche Wasser durch die Gassen von Teguise. Schnell ist klar, dass wir hier in der Woche noch einmal hinfahren werden. Uns gefallen die alten Gebäude, urigen Cafés und kleinen Läden sowie die Gassen mit ihren Pflastersteinen aus Vulkangestein. Nach und nach füllt sich das Städtchen. Wir gönnen uns noch einen Café Americano und einen Snack. bevor es zurück zum Auto geht.
Geplant ist, einen Stellplatz bei El Mojon anzufahren, aber zuvor müssen wir ent- und versorgen. Und während wir den Van abfahrbereit machen, beschließt die neue Trittstufe an der Schiebetür Probleme zu verursachen. Sie schließt nicht mehr. Dann schließt sie wieder, dann nicht, fährt plötzlich aus, ohne dass wir die Schiebetür bewegt haben usw. . Dirk richtet den Kontakt am Holm neu aus. Anschließend fährt sie aus, wenn man die Tür schließt und fährt ein, wenn man sie öffnet. Ich denke schon an Demontage, da fährt sie ohne erkennbare Aktion ein und wir machen, dass wir zur Tankstelle kommen. Hier ist zunächst alles gut, Tür auf – Trittstufe raus. Mittendrin fährt die Stufe ein und wieder aus, ein ständiges Hin- und Her. Nach der Ent- und Versorgung, nutzen wir wiederum den Moment der eingefahrenen Stufe und begeben uns auf den Weg nach El Mojon. Es handelt sich um einen Stellplatz auf einer Hubbelpiste gegenüber dem alten Steinbruch, den wir am Freitag besucht haben. Hier gefällt es uns nicht. Wir beschließen nach Punta Mujeres zu fahren, ein Stückchen weiter die Küste gen Norden hoch. Eigentlich kurz hinter Arrieta.

123. Arrieta Oktober 2025

24.10.2025

Eigentlich wollten wir heute in der ehemaligen Inselhauptstadt Teguise den nächsten Übernachtungsstop einlegen, doch ein Platz der uns dafür zusagte wurde nicht gefunden. Deshalb ging es weiter in den Norden an der Küste entlang bis nach Arrieta.
Zuvor stand der Tag aber ganz im Zeichen des housekeepings: Ent- und Versorgung, Wäsche waschen, einkaufen.
Auf dem Weg nach Arrieta kamen wir dann noch an einem ehemaligen Steinbruch vorbei, der mit seinen Steinformationen zu einem Spaziergang einlud.


Hier in Arrieta stehen wir hinter dem Restaurant La Casa de la Playa fast direkt an einem, für kanarische Verhältnisse, geräumigen Strand.


Arrieta selbst ist ein kleines Ferienörtchen mit einigen Restaurants, Bar‘s und einem Supermarkt. Am anderen Ende des Küstenortes stößt man noch auf einen Fischereihafen und einen Charco zum Baden.
Da wir heute keine Lust hatten selbst zu kochen, gab es im oben genannten Restaurant eine Paella mit Weißwein und Bier. Sehr lecker!