26.10.2025
Nach der Ent- und Versorgung, nutzen wir wiederum den Moment der eingefahrenen Stufe und begeben uns auf den Weg nach El Mojon. Es handelt sich um einen Stellplatz auf einer Hubbelpiste gegenüber dem alten Steinbruch, den wir am Freitag besucht haben. Hier gefällt es uns nicht und wir beschließen nach Punta Mujeres zu fahren, ein Stückchen weiter die Küste gen Norden hoch. Eigentlich kurz hinter Arrieta. Wir stehen hier an einer kleinen Promenade direkt am Meer.











Den weiteren Nachmittag verbringen wir mit Lesen, Häkeln und Brotbacken. Dirk hat sich für heute ein Kartoffelbrot vorgenommen. Am Abend duftet ganz Rudi nach frischem Brot.


Die Trittstufe haben wir out of order gesetzt. Morgen telefonieren wir mit Caravan Kreiser und melden Garantiearbeiten am Kühlschrank und großer Trittstufe an.
Für morgen haben wir zuerst einen Spaziergang in den Ort auf dem Plan und im Anschluß die Besichtigung des Manrique-Museums in Haria.
27.10.2025
Obwohl an der Straße übernachtet, war die Nacht ruhig. Zum Frühstück gab es das „fette Kartoffelbrot“-sehr lecker. Und als ich Dirk bei der Morgentoilette nur kurz aus den Augen verloren habe, montiert er plötzlich an der Verschalung des Türholms herum und zerlegt die Verkabelung der Trittstufe. Um es Vorwegzunehmen, wir haben die Magnetkontakte von Schiebe- und Beifahrertür getauscht, so das die Trittstufe der Schiebetür funktionsfähig ist und die der Beifahrertür nicht arbeitet. Evtl. kann Humpi Ende November das passende Ersatzteil mitbringen, wenn wir uns auf Gran Canaria treffen.

Nach der Reparatur geht es auf Ortserkundung. Punta Mujeres ist ein unaufgeregter Mini-Ferienort, mit einem Hauch an Infrastruktur, dafür aber mit vielen Bademöglichkeiten in sog. Charcos, also Meerwasserpools. Baden im offenen Meer ist wegen den vielen kleinen Felsen und der Brandung eher gefährlich.
Weiter ging es im Anschluß nach Haria und in das dortige Wohnhaus bzw. Museum von César Manrique, in dem der Künstler von 1988 bis zu seinem Tod 1992 gelebt und gearbeitet hat.



















Man läuft praktisch durch das eingerichtete und gestaltete Wohnhaus und hat das Gefühl, jeden Moment einem Bewohner über den Weg zu laufen. Neben der Einrichtung können hier nicht nur Werke von Manrique angeschaut werden, sondern auch Werke befreundeter Künstler wie Miró und Picasso.
Anschliessend haben wir Lust auf ein Bad und kehren nach Punta Mujeres zurück. In einem Charco am Ortsanfang stürzen wir uns ins kalte Wasser des Atlantiks und bestaunen danach unzählige Krabben auf den angrenzenden Felsen. Ausmachen können wir rote Klippenkrabben und schwarze Felsenkrabben.
Für Morgen haben wir uns ein Ticket für die Besichtigung der Cueva los Verdes online reserviert. Es geht in den Untergrund, in das Innere einer ziemlich großen Lavahöhle.
Für die Nacht stehen wir wieder hier an der Straße, ein wenig näher am Örtchen.
28.10.2025
Gleich geht es in den Untergrund🌋, wir besuchen die Cueva de los Verdes, etwas weiter nördlich von Punta Mujeres.
Beim Ausbruch des Monte Corona vor 3000 Jahren ist ein 8 km langes Tunnelsystem entstanden, welches sich über die Küste bis zum Atlantikboden erstreckt. Durch diese Lavaröhren floß damals das heiße Magma des ausgebrochenen Vulkans. Nur der Lavatunnel der Kazumare Cave auf Hawai ist noch länger. Die Wasserhöhle bzw. der Jameos del Agua gehört ebenfalls zum Tunnelsystem der Cueva de los Verdes und befindet sich weiter unterhalb der Straße, die uns von Punta Mujeres Richtung Orzola hierhin geführt hat.
Die rund 50zig Minuten dauernde Führung durch die Lavaröhre mit ihren unterschiedlichen Gängen und Ebenen hat uns sehr gut gefallen. Hatte ich zuvor erwartet es wird kalt in der Tiefe, wurde ich unten eines Besseren belehrt. Erstaunliche Formationen, unterschiedliche Farben, hervorgerufen durch rotes Eisenoxyd, pechschwarzem Magnesium, Schwefelgelb und weißem Kalziumsulfat. Es geht auf schmalen Gängen weiter, teils unter niedriger Höhe. Als wir weiter ins Innere vordringen, machen wir zunächst einen grossen Krater im Boden aus. Doch was hier aussieht wie ein Loch im Lavagestein ist eine optische Täuschung, hervorgerufen durch Wasser, welches einige Zentimeter tief in der Mulde angelegt wurde. Die spiegelglatte Oberfläche reflektiert die Höhlendecke. Für uns ging die Führung viel zu schnell zu Ende. Wir hätten uns mehr Zeit zum Schauen und Staunen gewünscht.








Nach der Führung ist vor der Ent- und Versorgung sowie Einkaufen. Das erledigen wir in Arrecife. Im Anschluß geht es nach Órzola in den Norden. Kurz vor dem Hafenörtchen, von welchem die Fähren nach La Graciosa gehen, legen wir einen Badestopp am Caleta del Mojon Blanca ein. Eigentlich wollten wir hier auch übernachten, aber mein Bauchgefühl meldet sich und wir fahren zum Übernachten erneut nach Punta Mujeres.
