11.11.2025
Heute ging es für unsere Verhältnisse sehr früh los. Zunächst war Entsorgung, Einkauf und Wasser tanken in La Oliva angesagt. Die Wassersäule am Entsorgungsplatz in El Cotillo haben wir nicht angerührt, da diese auch für die Reinigung div. Toilettenformate benutzt wird. Zwar kostenlos, aber nix für uns. In La Oliva konnten wir mit unserem Wasserdieb an einer Disa-Tankstelle für insgesamt 4€ den Tank richtig voll machen. Anschliessend auch noch den Dieseltank für 1,119 € den Liter. Dieser kleine Ort gefiel uns sehr gut und wir haben schon Ausschau nach einem festen Stellplatz für den regnerischen Donnerstag gehalten.
Im Anschluß ging es praktisch wieder zurück und zum Leuchtturm Faro de Tóston, in dem auch ein Fischereimuseum angeschlossen ist.









Der Faro de Tostón steht an der Nordwestküste Fuerteventuras und bezeichnet die Ansteuerung von La Bocayna, eine Meerenge zwischen Fuerteventura und Lanzarote.
Das Bauensemble besteht drei unterschiedlichen Türmen:
Das erste Leuchtfeuer wurde 1897 erbaut. Es besteht aus einem ebenerdigen Haus für die Leuchtfeuerwärter und einem sechs Meter hohen Turm.
Da der erste Turm eine geringe Feuerhöhe vorwies, wurde 1960 ein neuer, achteckiger und 15 Meter hoher Turm errichtet.
Ein dritter Turm wiederum hat dann 1986 die Funktion des Leuchtfeuers übernommen. Er ist 30 Meter hoch und hat einen rot-weißen Anstrich. Nach einem Spaziergang in unmittelbarer Umgebung, ging es am letzten Stellplatz vorbei über Pisten an der Küste entlang bis zum Barranco Esquinzo, den wir mangels Wasser queren konnten. Von hier ging es weiter in Richtung Tindaya.
Tindaya liegt am Fuße des gleichnamigen Berges Tindaya. Die Bewohner Tindayas verehren ihren Berg als „heiligen Berg“, weil man im Gipfelbereich im Jahr 1978 rästelhafte Felszeichnungen fand. Diese Zeichen sollen angeblich bedeuten, dass die Ureinwohner der Kanaren von nordwestafrikanischen Berbern abstammen. Heute darf man den Berg nur noch mit einer Genehmigung betreten. Ein guter Ort, um eine Pause einzulegen. Bei der Abfahrt bemerken wir eine feuchte Stelle, fast genau unter der Fahrertür. Überschüssiger Diesel vom vorherigen Tank konnte es nicht sein, die Flüssigkeit fühlte sich leicht ölig an. Wir vermuteten zunächst eine undichte Heizungsleitung. Sind uns jetzt aber eigentlich sicher, dass zwei Schellen Kühlkreislaufes undicht sind. Dieses Problem hatten wir ganz zu Anfang schon einmal. Wir haben die Schellen nachgezogen und müssen den Füllstand des Ausgleichsbehälters weiter im Blick haben. Irgendetwas ist ja immer.
Es geht weiter zum Playa de Jarugo. Was für ein schöner unbehelligter Strand. Ein wenig mit Dünensenken umgeben. Linksschultrig ein Abschnitt der bei Ebbe zum Aufenthalt einlädt und mit einer schützenden Mauer aus Vulkangestein umgeben ist, über deren Brüstung die Wellen bei einsetzender Flut brechen und wasserfallartig in diese Lagune fließen. Dann ein breiter Strandbereich, der rechtsschultrig durch eine emporragende Klippenwand Begrenzung findet. Allein der Verlauf der Sedimentschichtung ist ein Leckerbissen für die Augen. Bevor der Abend hereinbricht suchen wir uns noch einen Stellplatz oberhalb der Klippen.



Und so stehen wir ganz allein etwas weiter entfernt, mittendrin im Nichts und geniessen auf unseren Klappstühlen ganz nah am Klppenrand den Sonnenuntergang.
