27.11.2025
Wir verlassen „Guantanamo“ in Richtung San Agustin, hinter Maspalomas gelegen und suchen einen neuen Stellplatz. Es spricht schon für sich, dass die Straßennamen hier Calle Hannover, Calle Hamburgo oder Avenida Touroperado Neckermann heißen und es einen Stadtteil Sonnenland gibt.
Am Ende der Straße Calle Hamburgo finden wir den scheinbar optimalen Platz. Doch die direkte Nachbarschaft zu einer Apartmentanlage ist nicht zu unterschätzen. Und während die Eine erkältungstechnisch krank im Bett zurückbleibt, erkundet der Andere Maspalomas per Rad, was sich dank fehlender sowie passender Wege als sehr umständlich und teils gefährlich herausstellt.
Aber eine Abkühlung im Atlantik mit anschließender Gerstensaftbegleitung lassen die Hindernisse schnell vergessen.

Derweil erreichen diverse Dienstleister die Apartmentanlage, räumen Gitterwagen mit Wäsche ein und aus, bestücken Getränkezulieferer mit vollen Sackkarren die Automaten der Anlage, rollen unzählige Trolleys mit Touristen über den Asphalt (die Einen kommen, die Anderen gehen), Autotüren werden geöffnet und zugeschmissen, Neuankömmling von Apartment 2 ist nicht zufrieden, der Glascontainer wird geleert und spät am Nachmittag taucht plötzlich ein schwarz behaarter Kopf am Seitenfenster auf, der aber einer jungen Frau gehört, die dort Katzen füttert. Zu erwähnen wäre noch die nächtliche Leerung der Restmüllcontainer und das laute, verwirrte Suchen des Nachteinganges einer Gruppe jüngerer Leute, die den dazugehörigen Code vergessen haben.
