196. Étretat März 2026

16.03.2026

Es geht weiter nach Étretat. Étretat liegt auf Meereshöhe direkt am Ärmelkanal und zwar genau in einer von ganz wenigen Talöffnungen in der 120 km langen Steilküste zwischen Dieppe und Le Havre. Aufgrund ihrer hellen Färbung wird sie auch Alabasterküste genannt. Bekannt ist Étretat vor allem durch die steilen Felsklippen mit ihren außergewöhnlichen Felsformationen, die den Ort auf beiden Seiten umrahmen.

Für eine Parkdauer von 2 Stunden sind auf den Parkflächen im Stadtgebiet satte 15,80€ fällig und können über die easy-Park-App gebucht werden. Heute morgen sollte 1 Stunde 8,62€ kosten. Die Parkflächen direkt an der Promenade sind mit 3,42€/Std. deutlich preiswerter, jedoch für Rudi nicht erlaubt. Wir entscheiden uns daher für einen WoMo-Stellplatz an der Rue de Maupassant. 35 WoMos finden hier Platz, einige Stellplätze mit Strom (extra bezahlbar), Ver- und Entsorgung incl. für 11,32€/24 Std.. Eine Alternative wäre noch der CP Municipal, direkt neben dem Stellplatz. Dieser hat seit gestern geöffnet und nimmt für 2 Personen. WoMo + Strom 36€ für eine Nacht. Andere Alternativen bieten sich für WoMos hier nicht. Die Durchfahrt in den anliegenden Straßen sind für diese Autos verboten.


Gerade bricht Hektik aus. Div. WoMo-Reisende sind auf der Suche nach einem speziellen Gardenaanschluß für die Wassersäule-diesen können wir liefern sowie die Nachfrage nach einer Bohrmaschine bedienen. Daher wird das Heck auf der Suche nach der Bohrmaschine vor dem 2. Kaffee geleert und aufgeräumt.

195. Honfleur März 2026

15.03.2026

Um nach Honfleur zu gelangen haben wir gestern versucht den kompletten Abschnitt an der Baie de Seine an der Küste entlang zu fahren. Baustellen, Umleitungen und Naviausfälle versuchten dies zum Teil zu verhindern. In Port-en-Bassin-Hupain haben wir versucht einen Parkplatz zu ergattern. Für einen kurzen Besuch hätten wir 11€ zahlen sollen, da nur 24h-Tarife buchbar sind. War uns zuviel und wir sind weiter. Bis jetzt ist die ganze Gegend aber sehr reizvoll und lohnt auf jeden Fall einen weiteren, längeren Aufenthalt.
Kurz vor Honfleur stifteten dann div. Gewichtsbeschränkungen für Fahrzeuge über 3,5t Verwirrung, so dass wir unseren Stellplatz am Quai Nord im Städtchen später als gedacht erreichten. Ein kurzer Rundgang durch die Altstadt und anschliessendes Burger-Essen im Van bildeten den Tagesabschluß.

194. Grandcamp Maisy März 2026

13.03.2026

Regen ist angesagt und nach einem umfänglichen Trödelprogramm starten wir am frühen Nachmittag in Richtung Normandie.
Den Stellplatz bei Grandcamp-Maisy erreichen wir nach 18:00 h. Den Tag beschliessen wir mit Pizza und Pinot Gris.

14.03.2026

Mit den Rädern geht es auf der Velomaritime an verschiedenen, geschichtsträchtigen Gebieten an der Küste vorbei. Im Juni 1944 landeten die Alliierten u.a. am Pointe du Hoc und Omaha Beach. Denkmäler, Panzer, Teile von Landungsbrücken, Militärmuseen dokumentieren die Zeitgeschichte.

193. Crozon März 2026

11.03.2026

Bevor die Reise weitergeht machen wir einen kleinen Abstecher auf den Markt in Vannes. Hier ist die Altstadt mit Marktständen durchzogen. Eine Fischhalle können wir auch ausfindig machen.

Gegen Mittag ist alles wieder verräumt und wir brechen auf in Richtung Crozon.
Vorher legen wir aber noch einen Stopp auf der Halbinsel Quiberon, unterhalb von Carnac ein und versuchen später in Concarneau einen Parkplatz zu ergattern, leider ohne Erfolg. Rudi ist einfach zu groß und zu schwer. Zu gerne hätte ich mir die Wirkungsstätte von Kommissar Dupin einmal genauer angeschaut.
Weiter geht es zum nächsten Stellplatz, der uns nach Crozon (bretonisch Kraozon) führt. Crozon ist eine französische Gemeinde und der Hauptort auf der Crozon-Halbinsel im Département Finistère im Nordwesten der Region Bretagne.

12.03.2026

Kräftiger Wind und Routen überwiegend mit Asphalt als Untergrund sprechen gegen eine Radtour über die Halbinsel. Wir gehen zu Fuß, wollen nur eine kleine Runde durch den Ort drehen. Und wie das anschliessend immer so ist, haben wir die falschen Schuhe an, nichts zu Trinken dabei und am Ende 17.000 Schritte auf der Uhr. Aber wir sind bis zum Sporthafen von Mogat gekommen, haben dort im Le Relais des Pêcheurs Kaffee getrunken, am Strand Erdbienen bei ihrem ersten Ausflug beobachtet und frisches Baguette incl. gesalzene Butter für den Mittags-Happen erstanden. Am Nachmittag geht es zum Pointe De Pen-Hir. Starker Wind, dunstige Sicht verleihen den vor uns liegenden Klippen eine fast schon kriminalistische Atmosphäre. Wir müssen an die Serie „Mord auf den Shetlands“ denken, aber auch an mögliche Aufenthalte in UK, Irland oder Island, wobei sich eine Hälfte eher an Ziele mit einer Durchschnittstemperatur von 40 Grad beamen möchte.


Hier oben laden große Heideflächen zum Wandern entlang der Klippen ein. Im Vorfeld der äußersten Landzunge liegen die Les Tas de Pois, die Erbseninseln. Von der Pointe de Penhir lassen sich bei guter Sicht die anderen Kaps der Halbinsel Crozon ausmachen (Pointe de Dinan, Cap de la Chèvre und Pointe des Espagnols), weiterhin in der Ferne auf Cap Sizun der Pointe du Van, der Pointe du Raz und der Baie des Trépassés. Von hier oben können wir gerade mal den Plage De Veryac‘h erkennen. Alles Weitere wird vom dunstigen Sprühregen aufgesogen. Ausser das Croix de Pen-Hir, welches gewaltig auf den Klippen thront. Das Croix de Pen-Hir (Kreuz von Pen-Hir) ist ein markantes Denkmal auf der Halbinsel Crozon, dass den bretonischen Kämpfern des Freien Frankreichs im Zweiten Weltkrieg gewidmet ist. In unmittelbarer Nähe des Croix de Pen-Hir liegt ein militärisches Freilichtmuseum, dass an die Bunkerschlacht im Atlantik während des 2. Weltkrieges erinnern soll und Teil des Atlantkwalls war.
Der Atlantikwall war eine gigantische, von Deutschland ab 1941/42 errichtete Verteidigungslinie entlang der europäischen Küste, die eine alliierte Invasion verhindern sollte. Die „Operation Overlord“ der Alliierten konnte das Gegenteil beweisen.