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208. Torhamn Mai 2026

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208. Torhamn Mai 2026

10.05.2026

Für uns geht es an einem bewölkten und kalten Morgen weiter. Das Ziel Torhamn bei Karlskrona. Hier geht es für einige Tage auf den CP Hesslevik. Die Fahrt führt uns durch bewaldete Gebiete mit kleineren Ortschaften, bunte Holzhäuser mit verzierten Terrassen sind überall zu finden. Ausserdem fallen die vielen Findlinge auf, die aussehen, als hätte sie jemand absichtlich dort fallen gelassen oder gestapelt. Sie sind aus der Eiszeit übrig geblieben und teilweise so groß wie Häuser, ein typisches Merkmal der schwedischen Natur. Grapnhamn lädt zu einer Pause und einem Spaziergang am Schärenstrand ein. Zudem ist ein Trampelpfad quer durch die bewaldete Landzunge schnell gefunden. Am Lilla Viken Strand vorbei geht es in den Hafen. Neben einer militärischen Zone mit kleineren Schiffen, bereiten sich auch hier Wassersportler auf die Saison von. Diverse Wasserfahrzeuge des Roten Kreuz werden ebenfalls startklar gemacht. Am frühen Nachmittag erreichen wir den ausgewählten CP. Die Betreiberin weist uns Plätze direkt am Wasser zu, der Ausblick genial. Die Anlage ist sehr einfach und urig gehalten und im Gegensatz zu den hochpreisigen CP‘s im Umland sind wir mit 180 SK ohne Strom dabei (ca. 17€ p.Ü.) und stehen in erster Reihe. Während Thomas einen Spaziergang unternimmt, Dirk gefüllte Paprikaschoten vorbereitet, schlafe ich tief und fest bis zum Abendessen. Im Anschluß planen wir einen Aufenthalt in Stockholm und nach dem Spülen , Thomas zieht den Stöpsel und besucht das Toilettenhäuschen, kommt Leben ins WoMo. Dirk und ich wundern uns noch, warum das Spülwasser so laut plätschernd abläuft, schieben es auf den leeren Grauwassertank, bis Dirk nasse Socken bekommt. Und dann geht alles ganz schnell. Mittels Handtüchern und Papierrolle versuchen wir das ausströmende Spülwasser so gut es geht aufzufangen, räumen den Schrank unter der Spüle aus, legen die Sitzbank frei, leuchten mit Taschenlampe und Handy im Schrankinnern die Abwasserleitung ab. Dann kommt Thomas und denkt sich wahrscheinlich: was ist denn hier los, die beiden kann man auch nicht einen Moment aus den Augen lassen. Hinter der Spüle haben sich Teile der nur gesteckten Leitung gelöst, das Abwasser konnte so unter den Spülenschrank und die Sitzbank fließen, wo sich btw Heizung, Batterie und elektrische Anschlüsse befinden. Wir stecken die Anschlüsse wieder zusammen und ummanteln sie mit Gaffatape, das sollte für‘s erste reichen. Hier ist es jetzt nicht mehr so gemütlich und mit einer Flasche Limoncello ziehen wir in den Rudi. Thomas erhält die Espressotasse und beim Genuss des Likörs werden die bisherigen Schäden am Modell „Just go“ gelistet: Frontbeschichtung Kühlschrank lose, Türgriff Kühlschrank schwer zu handeln, Kühlschrank schaltet sich im Automatikbetrieb nicht auf Strom um, wenn Gasbetrieb beendet wird, 5-stufiger Heizbetrieb nicht regulierbar, entweder volle Pulle oder gar nicht, Schließung der Wohnmobiltür defekt-Tür schliesst nur, wenn der Verschlusshaken per Hand heraus gezogen wird, wenn kein vollständiger Kontakt mit dem Türschloß ausgelöst wird, startet das Auto nicht, sondern hupt nur – Just go ist dann out of order.

11.05.2026

9 Grad, bewölkt und mitunter Regen – der ideale Tag um ein spannendes Buch zu lesen, z.B. „Und Morgen du“ von Stefan Anhem, ein Fabian Risk Krimi 1. Zwischendurch Wäsche waschen, essen, Kaffee oder Tee trinken und plötzlich ist es wieder Abend – herrlich. Keine Ahnung, was wir morgen anstellen.

12.05.2026

Bei 8 Grad und bewölktem Wetter starten wir zur einer Rundtour um Torhamn. Ganz ehrlich, ich habe nur gefroren und die Kilometer bis zum Stellplatz gezählt. Es war soooo kalt. Zum Fotos machen stand mir nicht der Sinn. Nach einem Tee und einem Snack und einem Mittagsschläfchen ging es dann wieder. Abends haben wir leckere Pfannkuchen mit Pilzen gegessen und den Abend mit Wein und Erzählungen ausklingen lassen. Morgen wollen wir uns Karlskrona anschauen.

13.05.2026

Ein Besuch in der Hafenstadt der südschwedischen Provinz Blekinge – Karlskrona steht an. Sie ist Hauptort der gleichnamigen Gemeinde und als Barockstadt bekannt. Karlskrona wurde 1679 als Flottenstützpunkt von König Admiral Hans Wachtmeister gegründet. Dieser empfängt uns in Form einer Statue am Kungsboron, in der Nähe der Bastion Aurora, dem Wahrzeichen der Stadt. 1790 brannte ein Großteil der Stadt ab. Karlskrona entstand ursprünglich auf mehr als 30 Inseln und Inselchen, was sich auch heute noch auf das Stadtbild auswirkt. Mit uns fluten Kreuzfahrer der Aida Mare die Stadt. Ein Shuttleservice aus Rettungsbooten bringt sie bei Stumholmen ans Festland. Wir laufen die Krykogatan schnurstracks nach oben auf den zentralen Marktplatz mit Friedrichskirche, Dreifaltigkeitskurche und dem Denkmal von König XI. Über die Bürgermeisterstrasse durch die Innenstadt und über das Blekinge Museum zum Fähranleger Fiskotarget. Hier starten Rundfahrten zu den Inselchen die vor und zu Karlskrona gehören. Und was soll ich sagen, die Saison startet Morgen. Also erst mal rein ins Blekinge Heimatmuseum und anschliessend auf die kleine Schäre Stakholmen, die über einen Steg zu erreichen ist. Am regnerischen Nachmittag besuchen wir das Marinemuseum auf Stakholmen, dass jetzt sehr leer ist (die Kreuzfahrer stehen in einer langen Schlange am Kai und wollen zurück auf‘s Mutterschiff). Hier dreht sich natürlich alles um die Seefahrt, von der Gründung dieses strategischen Stützpunktes in Karlskrona bis heute. Die jeweiligen Epochen, politischen Hintergründe, das Leben der Menschen, Schiffsbauweisen, Waffen werden multimedial und interessant dargeboten. Zwei U-Boote komplementieren die Ausstellung. Dabei ist die Neptun teilweise begehbar. Die HMS Neptun (Näcken-Klasse, eine Klasse von diesel-elektrischen U-Booten) ist ein ehemaliges schwedisches U-Boot, das von 1980 bis 1998 in der Ostsee im Einsatz war. Puh soviel input macht hungrig, also auf dem Rückweg erst einmal einkaufen und dann chillen und mümmeln. Morgen geht es weiter nach Kalmar und Öland.

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