192. Vannes März 2026

09.03.2026

Die kleine Reise gerade durch die Bretagne geht weiter. Am Morgen haben wir kurz noch in der Nähe des Stellplatzes in einem Super-U eingekauft und für ein kleines Sortiment Lebensmittel, dass in drei Fahrradtaschen geht, 109,00€ ausgegeben. Neben den Kosten für 1l Diesel für 1,949l eine weitere Hausnummer.
Nach dem Einräumen ging es über Land in Richtung Vannes, nicht ohne eine Pause in dem kleinen Örtchen Les-Moutiers-en-Retz einzulegen, incl. Spaziergang am Meer, hier Bucht von Biscaya.

Nach der Pause überqueren wir die Loire bei Saint-Nazaire über die gleichnamige Schrägseilbrücke, die mit 3356 m die längste Brücke Frankreichs ist. Im Stadtteil Saint-Marc-Sur-Mer wurde 1953 der Kultfilm „Die Ferien des Monsieur Hulot“ mit Jaques Tati gedreht. Ein gleichnamiger Strandabschnitt incl. Denkmal markiert den Drehort. Gegen 18:00 Uhr erreichen wir den Stellplatz in Conleau bei Vannes am Golf von Morhiban.

10.03.2026
Am nächsten Morgen werden die Räder für eine Stadtbesichtigung startklar gemacht. Es ist ganz schön frisch und wir sind froh hinter den Stadtmauern von Vannes ein wenig windgeschützter durch die wunderschöne Altstadt laufen zu können. Es macht einfach nur Spaß über die kopfsteingepflasterten Gassen an den bunten mittelalterlichen Fachwerkhäusern vorbei zu schlendern. Das Schloß L‘Hermeline wird gerade aufwendig renoviert, ebenso die Kathedrale St. Pierre. Es gibt viele kleine Geschäfte, Bistros und Creperieren, eine Markthalle und das imposante Hotel de Ville, nicht zu vergessen den Sporthafen mit seiner Promenade. Beim Bistro am Hotel Central probiere ich bretonische Tapas in Form einer gefüllten Galette (dünner Pfannkuchen aus Buchweizenmehl) mit Tomaten, Paprika und Käse. Sehr lecker!

191. Noirmoutier-en-l’Île März 2026

07.03.2026

Ein mit rund 760 km gefüllter Fahrtag liegt hinter uns. Wir sind runter bis Noirmoutier-en-l’Île, allgemein nur Noirmoutier genannt, gefahren und stehen auf einem Stellplatz von Camping-Car-Park etwas am Rande der Stadt Noirmoutier.


Die kleine französische Gemeinde mit 4505 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) liegt auf der Île de Noirmoutier im Département Vendée der Region Pays de la Loire.
Eine Besonderheit von Noirmoutier ist der Gois, die 4,5 Kilometer lange und nur bei Niedrigwasser befahrbare Verbindungsstraße zwischen der Insel und dem Festland. Entlang der Strecke durchs Watt sind in regelmäßigen Abständen metallene Rettungskörbe auf hohen Pfeilern angebracht. Seit 1971 verbindet auch eine Brücke die Südspitze der Insel mit dem Festland.

08.03.2026

Heute führte uns eine Radtour am Vormittag durch den kleinen Ort am Étier de Moulin vorbei in den Norden zum Plage des Dames und über Port l‘Herbaudiére wieder zurück zum Stellplatz. Einfach beschaulich dieser Inselabschnitt. Die Strandabschnitte frei zugänglich, zwischendurch Campingplätze und Ferienhäuser, keine Hotelbauten. Die Strände mit weißen, kleinen Holzhäuschen ausgestattet. Zwischendurch ein wenig Infrastruktur, ansonsten Wald, Felder und Meer.
Am Nachmittag folgte eine weitere Radtour zum Austernhafen nach Port Le Bon‘Homme. Hier hatten die kleinen Bistro‘s direkt am Hafen leider schon geschlossen. Da gerade Ebbe herrschte konnten wir die Muschelfelder im Watt ausmachen. Gefolgt von den Salzfeldern der Insel.

190. Brügge März 2026

06.03.2026

Unser nächstes Ziel Brügge, die Hauptstadt von Westflandern in Belgien, wollen wir ohne die Nutzung von Autobahnen erreichen. Dies gelingt uns bis Antwerpen und dann verzweifeln wir an den Umweltzonen und Gewichtsbeschränkungen, das Garmin sowie diverse Naviplattformen auf den Handys steigen aus. Wir benutzen das Kartenmaterial nur noch um einen Weg hinaus über die Stadtautobahn zu finden. Gegen halb drei gelangen wir am Rande des historischen Zentrums von Brügge am Bargeweg auf den WoMo-Stellplatz. Nach einem Snack geht es mit den Rädern in die gut erhaltene mittelalterliche Stadt, die im Spätmittelalter ein Zentrum für Textilindustrie und Fernhandel war. Heute ein beliebter Tourihotspot und ein Zentrum für Schokolade, belgische Waffeln und Bier😉.

Übrigens, Dorothy Dunnett skizziert in ihren historischen Romanen „Die Farben des Reichtums“, „Der Frühling des Widders“ und „Das Spiel der Skorpione“ den Aufstieg des armen Färberlehrlings Claes Charetty aus Brügge zu einem international anerkannten Handelsherrn. Spannende Erzählungen über das Leben der Menschen vor über 500 Jahren in Brügge.

189. Scharendijke März 2026

03.03.2026

Auf geht es am Vormittag zu einer kleinen Tour an die Nordsee von Holland in die Normandie. Seit fast zwei Jahren statten wir Scharendijk einen Besuch ab. Wir stehen auf dem Camperplaats Brouwersdam.


Direkt nach der Ankunft werden die Räder klar gemacht. Bei sonnigem Wetter geht es ins benachbarte Renesse, um Kibbeling zu essen.
Btw, Dirk‘s Vorderradbremse ist trotz Reparatur erneut defekt und wird am Donnerstag im hiesigen Fahrradgeschäft erneuert und das vermeintlich vermisste Fahrraddisplay, welches wir in Tilburg kurz zuvor kostspielig ersetzt haben, befand sich in meinem Rucksack. Autsch!

04.03.2026
Der Tag stand im Zeichen des Rades. Insgesamt sind wir 60 Kilometer gefahren. Vormittags Richtung Browershaven, Dreischoor, Zonnenmaire und über Den Osse wieder zurück. Am Nachmittag ging es über den Browersdam an der Nordsee bis zur Kreuzung nach Ouddorp und am Grevelinger Meer wieder retour. Alles bei Sonnenschein und klarem, ruhigem Wetter.

05.03.2026

Eine kaputte Vorderradbremse und ein Leihfahrrad führten uns heute in den Westen und Süden des Schouwen-Duivelandes. 60 Kilometer an der Nordsee und der Oosterschelde entlang, bei schönstem Wetter. Am Nachmittag wurde das Leihfahrrad gegen das reparierte Fahrrad ausgetauscht und die Sonne bis zum Abend auf dem Stellplatz genossen.

188. Bremen Februar 2026

Arne wird 4 und wir sind in diesem Jahr zum Gratulieren in Bremen. Der Winter hat den Norden Deutschlands noch fest im Griff und wir rollen bei 3 Grad auf den WoMo-Stellplatz beim ArtHotel, Schosterboorn 7.

Von hier aus sind es nur 1,4 km zum Quintschlag. Auf dem Weg dorthin, über den Alten Postweg, laufen wir ohne es zu wissen an Anna‘s zukünftiger Grundschule vorbei.