050. Lac de Madine Oktober 2024

21.10.2024


Es zieht uns weiter. Zwar können wir uns immer noch nicht so richtig entscheiden, ob es an die West- oder Ostküste Frankreichs gehen soll und beschließen so, die Schön-Wetter-Front mitzunehmen und in der Region zu bleiben.

Dirk ist fündig geworden und hat den Lac de Madine als nächstes Etappenziel gesetzt. Ein großer Stausee mit div. Stellplätzen, Möglichkeiten zum Wassersport, Wandern, Radfahren, Angeln und Vogelbeobachtungen. 

Wir erreichen den See gegen Mittag, nach einer kleinen, knapp einstündigen Fahrt. In der Nachsaison absolut nichts los. Stellplätze ab 7 € für eine Nacht ohne Strom. Hier bleiben wir und testen nicht nur unser Solarequipment, sondern kochen draußen auf dem Deichselkasten, genießen die Ruhe, radeln und erkunden den nächstgelegenen Ort Heudicourt-sous-les-Cotes.

049. Charny-sur-Meuse Oktober 2024

19.10.2024

Da wir keine Lust auf große Etappen haben, geht es Richtung Frankreich, zunächst nach Charny-sur-Meuse und hier auf einen Stellplatz, der über die Camping Car Park App im Voraus gebucht werden konnte. Da wir den Hänger dabei haben, muss auf Plätze geachtet werden, die ausreichend große Stellplätze haben und bei den die Mitnahme erlaubt ist.

Wir verlassen Luxemburg nicht ohne zu tanken und anschließend führt die Route uns über Belgien nach Frankreich. Für die Navigation haben wir uns im Vorfeld ein Garmin Navigationssystem zugelegt. Hier ist es möglich die Route nach unseren Fahrzeugdaten zu konfigurieren, was bei einem Gefährt von 4.34 t und einem Anhänger mit einer Zulastung von 1.5 Tonnen äußerst vorteilhaft ist.

Der kleine Ort liegt direkt an der Maas/Meuse, ebenso der Stellplatz. Wir haben Glück und finden noch einen geschotterten Platz.

In unmittelbarer Nähe verläuft die Route Vert vorbei. Die werden wir morgen in Richtung Verdun erkunden.

20.10.2024

Am Vormittag bereiten wir unsere Räder vor und starten in Richtung Verdun. Es geht, wie angekündigt über die Route Vert oder auch EV1 9 France: Verdun – Dun sur Meuse. Laut komoot zunächst gute 9 Kilometer. Ein wirklich beschaulicher Weg. Es ist wenig los. Unterwegs begegnen uns nur einige Spaziergänger und Radfahrer. Was uns sofort auffällt, ist das freundliche „Bonjour“, das bei der Begegnung gewechselt wird.

In Verdun angekommen werden wir auf etliche Läufer und Läuferinnen aufmerksam, die in Richtung Centrum unterwegs sind und einer Route folgen, die durch farbige Markierungen auf dem Asphalt gekennzeichnet ist. In der Ferne ist eine Lautsprecheransage zu vernehmen.

Auch wir folgen diesem Weg und landen im städt. Sportstadion. Hier befindet sich das Ziel dieses Laufevent`s. Es stellt sich heraus, dass diese Aktion im Zusammenhang mit dem „Pink Octobre“ steht – der Monat „Gemeinsam gegen Brustkrebs“. Da sich die Veranstaltung bereits dem Ende nähert, drehen auch wir um und radeln zurück ans Ufer der Meuse/Maas, queren die Uferseite, schlagen etliche Haken aufgrund diverser Einbahnstraßen und landen wir am beinahe höchsten Punkt der Stadt.

Verdun, diese Kleinstadt im Nordosten Frankreichs, ist dafür bekannt, dass hier im Ersten Weltkrieg die Schlacht um Verdun stattfand (21.02.2016). Durch dieses geschichtliche Ereignis geprägt finden sich weitere Zeugnisse dieses verheerenden Krieges: Monument a la Vivtoire et aux Soldatsde Verdun, die Kathedral von Verdun, das Centre Mondial des la Paix (leider z.Zt. wegen Umbauarbeiten geschlossen), das alte Stadttor sowie die unterirdische Zitadelle von Verdun.

Wir landen zunächst in der o.g. Kathedrale. Sie ist die älteste Kathedrale Lothringens und das größte im Kern romanische Gebäude im Osten Frankreichs. Anschließend geht es wieder bergab und wir finden uns anschließend oberhalb des Monumentes de la Victoire et aux Soldats wieder. Von hier oben hat man einen schönen Ausblick auf die Stadt und kann dieses imposante Mahnmal auf sich wirken lassen.

Anschließend starten wir eine Runde in und um die Stadt, erneut mit komoot: La Meuse – Porte Chausee – Runde von La Cite Verte. Hier kommen wir vorbei an diversen grünen Zonen dieser Stadt, durch Wohngebiete, Parks, Naherholungsorte. Landen auf einem Trödelmarkt in einer Multifunktionshalle, wo wir eine Kaffeepause einlegen, bevor wir zur unterirdischen Zitadelle von Verdun gelangen. Hier entscheiden wir uns für eine Besichtigung. Dieses Bauwerkdiente im 1. Weltkrieg als logistische Basis und geschützter unterirdischer Militärposten, in welchem bis zu 2000 Soldaten untergebracht werden konnten. 

Man erlebt das Museum mittels unterschiedlicher Stationen und einer Fahrt in einer Gondel mit einer AR-Brille durch die unterirdischen Gänge und verfolgt das Leben in der Citadelle anhand div. Charaktere. Sehr anschaulich gemacht und sehr bedrückend zugleich.

Wieder im Tageslicht aufgetaucht führt uns der weitere Weg oberirdisch an den Bauten und Befestigungsanlagen der Citadelle vorbei und führt uns wieder ans Ufer der Meusezurück, von wo aus wir den Rückweg zum Stellplatz antreten.

048. Berdorf, Müllerthal Oktober 2024

16.10.2024

Wir verlassen Deutschland in Richtung Berdorf, ein kleiner Ort in Luxemburg, westlich von Echternach und im Müllerthal gelegen. Dieses Tal hat es in sich und ist zum Wandern und Biken ideal geeignet. Das Besondere hier sind die Wälder, welche von kleinen Wasserläufen durchzogen sind, aus denen hohe Sandsteinformationen hervorragen. Es finden sich enge Felspassagen, geheimnisvolle Höhlen und Schluchten. Dieser Hotspot wird nicht ohne Grund „Kleine Luxemburger Schweiz“ genannt.

Im Vorfeld konnten wir einen Stellplatz auf dem „Camping Belle-Vue“ direkt in Berdorf reservieren. Unser Platz war ausreichend bemessen und in unmittelbarer Nähe befindet sich ein Zugang zum Müllertal-Trail B2. Den haben wir uns ausgesucht. Mit rund 6 km Strecke jetzt nicht die Mammutwanderung, aber wir wollen es lieber langsam angehen lassen.

Am Nachmittag drehen wir eine kleine Runde durch das Dorf, vorbei an Rathaus, Kirche und der Tourist Information, sogar eine kleine Epicerie (Lebensmittelladen) entdecken wir.

An der Tourist Information ist eine Bar und ein kleines Restaurant angeschlossen. Die zuvor erworbene Wanderkarte wird bei einem Glas frisch gezapftem Battin ausführlich studiert.

Auf dem Rückweg zum Campingplatz entdecken wir eine als „Büchertauschbörse“ umfunktionierte alte Telefonzelle. Beim Stöbern fiel mir dann das Buch „Die schwarze Sonne“ von James Twining, aus dem Jahr 2008, auf. Hier geht es um den Diebstahl der Engima-Codemaschine aus dem Zweiten Weltkrieg. Diese wurde von einer Bande aus dem NSA-Museum in Washington entwendet. Das muss mit. Mal sehen, was ich zum Tausch hier ablegen kann.

Ich weiß, klingt vlt. nicht so prickelnd, aber ich lese zurzeit ein E-Book von Alan Parks: Blutiger Januar, erschienen 2018. Hier tritt Detective Harry McCoy auf den Plan, er arbeitet bei der Police in Glasgow in den frühen 70ziger Jahren und hat innerhalb von einer Woche 6 Morde aufzuklären. Die haben es in sich und sind der Grund für eine partielle Schlaflosigkeit meinerseits. Auf das Buch bin ich übrigens aufgrund einer Empfehlung von WDR 2 aufmerksam gemacht worden (die leiden vlt. auch unter Fachkräftemangel).


17.10.2024

Diesen Tag würde ich gerne als Tag der „Wanderstöcke“ in unsere Tourgeschichte eingehen lassen.

Bei der Planung unserer Reisen sind wir diverse Formen der Fortbewegung durchgegangen. Als das Thema auf „Wandern“ gekommen ist, vielen uns unsere Wandererlebnisse auf La Palma zu Beginn 2024 ein. Hier sind wir zwar mit gutem Schuhwerk ausgestattet enthusiastisch drauf los gewandert, aber schon ziemlich bald an unsere Grenzen gekommen, da es wirklich unaufhörlich über Stock, Stein, Bäche und sonst noch was, ach so und bergauf/bergab ging. Wie haben wir uns in dieser Situation Wanderstöcke herbeigesehnt.

Irgendwann war es dann soweit, dass fehlende Equipment wurde gelistet und dann durch Zufall in einem Discounter mit „A“ gefunden. Die Dinger landeten dann in unserem Hänger und wurden am 17.10.2024 das 1. Mal in einen einsatzfähigen Zustand versetzt.

Erste Anwendungsversuche fanden zunächst unter ängstlichen Seitenblicken unsererseits statt. Wir dachten nur, jetzt ist es soweit, das Alter hat uns, wir laufen altersgerecht durch das Gelände. Erst sah es so aus, als würden wir Langlauf simulieren, zwischendurch lockerte sich die höhenverstellbare Befestigung und man knickte so richtig zur Seite weg oder die Dinger versanken im matschigen Terrain. Man muss nur stur genug bleiben, irgendwann hat Mann und Frau es.

Die Tour B2 startete anschließend so richtig an der Tourist Information am Maartbesch (über das e kommen eigentlich noch zwei Pünktchen, kann ich hier aber leider nicht darstellen). Es geht über die Passerelle und den Ruetbeschleff(das e mit zwei Pünktchen) zur Raiberhiel. Weiter zum Adlerhorst in Richtung Wanterbaach und Sievenwschleff(wieder e mit 2 Pünktchen) und über Kasselt zurück zum Einstiegsort: am Maartbesch.

Was soll ich sagen, dieser Ausflug hat sich total gelohnt. Es war so eindrucksvoll durch diese hohen Sandsteinformationen zu wandern, über Hängebrücken zu laufen, an manchen Stellen auf ausgewaschene Steinstufen zu einem Plateau hinaufzukraxeln, kleinen Pfaden zu folgen und einfach diesen herbstlichen Wald zu genießen. Zwischendurch einen kleinen Snack zu genießen und die Atmosphäre aufnehmen zu können. Absolut empfehlenswert und mit Wanderstöcken einfach unschlagbar!

Abends hat Dirk einen Nudelteig vorbereitet (400 g Mehl, 4 Eßl. Olivenöl, 2 Eier und 4 Eßl. Wasser). Dieser wurde nach Ruhezeit mit Nudelholz und entsprechender Unterlage so richtig platt gemacht. Anschließend in dünne, mundgerechte Streifen geschnitten und gekocht. Dazu gab es Pesto und die verbotene Zutat: geriebener Parmesan.

Parallel haben wurde die erste Waschmaschine angeschmissen und der Trockner getestet.

18.10.2024

Der Tag beginnt wieder regnerisch und wir beschließen erst einmal im Rudi zu bleiben und etwas an den Fotos und Videos zu arbeiten.

Am frühen Nachmittag wollen wir uns dann den Aquatower hier in Berdorf anschauen. Die Besichtigungstermine beginnen täglich um 14:00 Uhr und das passt genau in einenTrocken-Slot, ab halb vier ist weiterer Regen angesagt.

Der 55 Meter hohe Aquaturm gibt mit seinen wechselnden, interaktiven Ausstellungen  im 10. Stock sowie einer Aussichtsetage im 15. Stock einen interessanten Eindruck in die Welt des Trinkwassers, global wie regional.

Nimmt man auf dem Rückweg von der Ausstellungsetage das Treppenhaus, begegnet man vielen Gestaltungsobjekten großer und weniger großen Künstlern und Künstlerinnen.

Unter dem Link: www.aquatower-berdorf.lu können weitere Informationen aufgerufen werden.

Der restliche Tag wird gechillt, es regnet und regnet und regnet.

19.10.2024

Es regnet immer noch und wir beschließen weiter zu fahren. Im Nieselregen werden die restlichen Sachen verstaut: Star-Link, Stromkabel, Fußmatte, Schuhe sowie innen alles fahrsicher zurück in die Schränke, Sitze drehen, Route vorbereiten.

„Wasserdieb“ im Einsatz (Zubehör für alle möglichen und unmöglichen Wasseranschlüsse).

047. Trier Oktober 2024

Ausflug mit dem Fahrrad nach Trier

Es ist Dienstag und für heute ist sightseeing angesagt. Wir starten mit den Rädern in Richtung Petrisberg. Von hier aus wollen wir uns einen Überblick von oben verschaffen. Dazu ist aber zunächst eine Fahrradroute nach Google-Maps zu überwinden, die uns wirklich über Stock, Stein, Zaun und Treppen schickt.

Oben angekommen, sind wir ziemlich enttäuscht. Das Panorama nimmt uns nicht wirklich mit. Die hier angebrachten Infotafeln zur Entwicklung von Trier sind informativ und eindrucksvoll gestaltet und wir können z.B. die Porta Nigra oder die Kaiserthermen und Dom von hier ausmachen, aber der Funke springt nicht über.

Das ändert sich leider auch im Verlauf des Tages nicht. Dazu kommt, dass das Radwegenetz durch Trier nicht gut angelegt und ausgebaut ist und wir uns immer wieder auf den engen und viel befahrenen Hauptstraßen fortbewegen müssen.

Im Zentrum angekommen, durchqueren wir den Palastgarten mit seinem kurfürstlichen Palais, geraten in die Konstantin-Basilika und in den Dom zu Trier, machen einen kleinen Abstecher in die Altstadt, bevor uns der kleine Hunger packt und wir bei Currywurst rot/weiß überlegen, wie es weitergeht.

Wir beschließen noch einen Abstecher an das ZurlaubernerUfer zu wagen und so geht es durch die Innenstadt, an der Porta Nigra vorbei ans Moselufer.

Da es immer mal wieder zu regnen beginnt, treten wir die Rückfahrt an. Diese führt uns eine Zeit lang direkt am Moselufer vorbei, bis wir Kurs auf den Stadtteil Olewig nehmen, um wieder an den Standort Im Tiergarten zu gelangen. Dieser Weg führt uns diesmal nicht über Hauptverkehrsstraßen, sondern über kleine Wege, an Kleingartenanlagen und Wohngebieten vorbei zum Stellplatz.

Hier parken wir den Rudi samt Hänger für die morgige Abreise noch einmal um, verstauen die Räder, laden die Akkus auf und bereiten auf Wunsch einer einzelnen Person einen leckeren Kartoffel-Möhren-Eintopf zu.

046. Wintrich Oktober 2024

Start 10.10.2024 – 11:15 h – 14 Grad – Kilometerstand: 50.081

Nach 2,5 Jahren Vorbereitung, haben wir es heute wirklich getan – unsere passive Altersteilzeit werden wir mit Rudi in und um Europa verbringen.

Wo es uns letztlich hinführt, können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Was kommt, das kommt und eigentlich stehen aktuell nur drei Stopps fest: Wintrich, Trier, das Müllerthal in Luxemburg und der Col de Bussang in Frankreich, hier entspringt die Mosel.

Danach lassen wir uns durch das Wetter und unsere spontanen Ideen leiten.

Unser Start hat sich dann zeitlich auch etwas verspätet-erstens wurden wir durch den immer wieder einsetzenden Regen am Packen gehindert und zweitens trudelte ein Brief der Rentenversicherung zur Kontenklärung für mich ein. Nachweise aus den Jahren 1987 und 1988 wurden verlangt😬. Briefe der Rentenversicherung und des Finanzamtes werden nicht umgeleitet.

Zuhause musste denn auch noch der Zugang zum Internet eingerichtet werden, weil wir zu früh alle Sicherungen vom Netz genommen haben.

Zwischendurch ist Dirk beim Beladen der Dachbox vom Radkasten gerutscht und hat sich glücklicherweise nur das Schienbein aufgeratscht.

Da wir die zweite Nacht in Folge als fleischgewordene Diebstahlsicherung im Rudi geschlafen haben, musste ein Frühstück hinten anstehen.

Nachdem wir uns von unserer Nachbarin verabschiedet hatten, ging es wirklich los. Erst einmal Gas tanken- ging nicht, da Zufahrt durch alle möglichen Fahrzeuge zugestellt. Ok, weiter Getränke kaufen und belegte Brötchen samt Kaffee zum „Frühstück“.

Das ging, nur leider mit viel Regen von oben. Jacken klitsch-naß, Einkäufe trocken. Und jetzt schnell auf einen Rastplatz. Der nächste im Angebot, die Ohligser Heide😂. Egal!

Anschließend weiter Richtung Mosel und Wintrich.

Zwischendurch folgende Meldung auf dem Mercedes-Display: Zündschlüssel – Batteriestand niedrig – bitte tauschen🤣.

Hier angekommen, wurde schnell klar, dass der von mir viel beschwärmte, ruhige Fluss eine Metamorphose durchlaufen hat: Hochwasser und Teile des Stellplatzes wegen eindringendem Wasser abgesperrt.

Egal, wir stehen praktisch an der Wasserlinie und schauen anderen Campern beim Walnussammeln zu. Einige konnten wir auch ergattern, andere haben sie säckeweise ins Wohnmobil geschleppt.

Abends werden immer noch frische Reste unserer Lebensabschnittsfete zubereitet und nach einem Gläschen Jeudo Aranci, fallen zumindest mir die Augen zu🤣.

11.10.2024

Gegen Mittag sind wir zu einer kleinen Radtour aufgebrochen, die uns zunächst an der Mosel entlang über Brauneberg, Mühlheim und Andel Richtung Bernkastel-Kues führte. Das Hochwasser führte zu einigen Streckensperrungen des Radweges und Umleitungen über Bundesstraßen mussten genommen werden.

An Bernkastel-Kues ging es vorbei Richtung Graach und hier sofort stetig bergauf in den Stadtteil Schäferei, mitten durch die Weinberge. An einigen Hängen wurden noch helle Trauben geerntet. Wir sind hier der Panoramastraße gefolgt, an deren Ende die Steigung nur noch durch Schieben zu bewerkstelligen war – OMG. Sofortiges Deja-vu mit den Erlebnissen auf den Straßen von La Palma. Mittendrin immer wieder die visuelle Bekanntschaft mit Safranschirmlingen gemacht.

Weiter ging es parallel der B50 bis nach Longkamp und von da aus nun stetig abwärts Richtung Burg Landshut. Sichtbare Baustellenabsperrungen wurden hier noch nicht Ernst genommen. Wenig später, mitten in einer zügigen Abfahrt, dann das Stopp-überall aufgetürmtes altes, teeriges Straßenmaterial und ein großer Bagger, der die Durchfahrt unmöglich machte. Sollte hier wirklich kein Weiterkommen möglich sein, wäre derselbe Rückweg für Dirk‘s Akku die Vollkatastrophe gewesen. Die vorherige Dauerbelastung durch den Turbomodus, hätte radeln ohne Unterstützung bedeutet😵‍💫.

Ein Gespräch mit dem Baustellenleiter verschaffte Abhilfe. Eigentlich sei die ganze Straße gesperrt und auch im weiteren Verlauf durch Barrikaden aus Baustellenmaterial für randalierende Motorradfahrer unbefahrbar gemacht worden. Nach einigem Hin- und Her konnten wir ihn wohl überzeugen, dass wir nicht so ganz in dieses Randaliererprofil passen, obwohl mein Akku 600 Watt hergibt, so dass wir durchfahren konnten. Vorher mussten wir aber versprechen, nie mit ihm gesprochen zu haben, sollten wir im abgesperrten Streckenverlauf aufgegriffen werden. Dazu kam es nicht. Es war eine wirklich spuky Abfahrt über diese verlassene Straße, mit einer kurzen Unterbrechung in Form der angekündigten Straßensperre, über die die Räder geschleppt werden mussten.

Egal, der Weg war frei Richtung Burg Landshut, welche von den Römer im 12. Jahrhundert auf ihrem Weg von Belgien kommend, als Versorgungsstützung in Form einer Höhenburg errichtet wurde.

Der Ausblick von dort und vom dazugehörigem Bergfried, mega.

Da die Sonne sich im fortschreitenden Nachmittag immer weiter aus dem Verkehr zog, wurde die Rückfahrt angetreten. Ca. 10 km bis zum Stellplatz nach Wintrich und der Aussicht auf Kaffee und dem Rest einer wirklich kleinen Schwarzwälder-Kirschtorte.

P.S. Die Batterie des Zündschlüssels konnte am Morgen erfolgreich getauscht werden (Knopfzelle CR2032).

13.10.2024

Wir stehen immer noch in Wintrich und streifen am Vormittag durch die engere Umgebung. Mittlerweile hat sich das Wasser der Mosel wieder weiter zurückgezogen und wir können den Höchststand des Flusses an den Hinterlassenschaften deutlich erkennen.

Da wir uns in unmittelbarer Nähe einer Schleusenanlage befinden, wird unsere kleine Drohne für einen Probeflug gestartet.

Anschließend folgen wir der Moselweinstraße Richtung Weingut Geierslay und biegen geradewegs in einen kleinen Weg durch den Weinberg ab. Dieser führt uns leider in eine Sackgasse, dafür aber auf ein Felsenplateau mit Eingang zu einer Höhle. Die Versuchung ist wirklich groß einen kleinen Blick hineinzuwerfen, aber dazu müssten wir uns kriechend fortbewegen. Heute ist Sonntag-wir lassen es ;). Dafür wird die Drohne aber ein weiteres Mal gestartet.

Am Nachmittag treffen wir Schwägerin und Schwager. Sie befinden sich auf der Heimreise, aus Portugal kommend und legen einen Zwischenstopp in Wintrich ein. Das gemeinsame Wiedersehen wird bei einem Abendessen mit Weinbegleitung ausgiebig gefeiert.

14.10.2024

Heute geht es weiter. Bevor die Reise Richtung Trier startet, verabschieden wir uns noch bei einem gemeinsamen Frühstück in der Unterkunft von Schwägerin und Schwager.

Was für ein toller Auftakt in den Tag, das Foto spricht für sich, oder?