Nächster Halt: Bremen. Heute heisst es weiter km machen und durchstarten bis Bremen. Hier werden wir die nächsten 1,5 Wochen mit Familie und Enkelkindern verbringen. Gerne würden wir uns an der Weser einen Platz auf dem Womo Stellplatz Zum Kuhhirten ergattern, aber leider ist hier alles voll. Plan B ist der CP Hansecamping am Stadtwaldsee in Uninähe, den wir tatsächlich kurz vor Schließung gegen 20:00 Uhr erreichen und zumindest bis Sonntag einen Stellplatz festmachen können. Tatsächlich bleiben wir hier bis zum 31.08.2025, bevor es nach Hause geht.
Wir erleben eine ereignisreiche Woche mit unseren Enkelkindern, einen Ausflug nach Bremerhaven, eine Inspektion bei Mercedes mit Hotelübernachtung und einen schönen sechsten Geburtstag von Anna.
31.08.2025
Am frühen Abend erreichen wir Hilden. Es wird nur das Nötigste nach oben gebracht und bei einem leckeren Kaffee erst einmal ausgiebig OHM gemacht. Tour 2 fast beendet. Aber nur fast – mit einem griechischem Essen in unserem Stammrestaurant begehen wir den Abschluss unserer Sommertour 2025.
Kurz nach acht Uhr sind wir unterwegs. Wir wollen auf jeden Fall bis nach Villach und dort einen weiteren Übernachtungsstopp einlegen. Tatsächlich kommen wir so gut voran, dass wir es über Salzburg und die Tauern bis hinter die österreichische Grenze schaffen und in Anger beim Gasthof Zum Neuwirt einen Standplatz finden. Die Küche hat zwar offiziell schon geschlossen, aber ein Paprikaschnitzel mit Pommes sind noch drin. Dazu ein kühles Helles, ein Plausch mit dem jungen Wirt (ebenfalls Camper) sowie ein Doppelkopf-Stammtisch, der die Wirtschaft abschliesst runden das Abendprogramm ab.
Die Fährüberfahrt nach Ancona mit der Grimaldi Line war ein etwas anstrengendes Erlebnis, da sich insbesondere die im Preis inbegriffenen Pullmannsitze als normale Autoschalensitze entpuppten, nicht verstellbar und seitlich nicht abgeflacht, sondern mit hochgezogenem Rand versehen. Unsere Sitze befinden sich in der zweiten Reihe und haben tatsächlich noch eine gegenüberliegende Sitzreihe, nicht etwa mit Abstand, sondern sozusagen Knie-an-Knie. Darüber ein riesengroßer Bildschirm für die nächtliche Unterhaltung. Wir deponieren Decken und Kissen auf den reservierten Plätzen und bahnen uns anschließend einen Weg zum Oberdeck. Bei untergehender Sonne und warmen Wind genießen wir die Abfahrt. Auf Wiedersehen Griechenland – wir kommen bestimmt wieder.
An Deck herrscht geschäftiges Hin- und Her. Es macht Spaß zuzuschauen. Bis am Kiosk riesige Boxen, Mikro und ein Hochstuhl aufgebaut werden, gefolgt von einem mittelgroßen Entertainer mit stämmiger Figur. Die musikalische Präsentation beginnt unverblümt und ohne Begrüßung, der Musiker setzt mitten in einem Song (Titel habe ich verdrängt) mit seinem Playback ein. Die Lautstärke seines Vortrages korrespondiert so gar nicht mit der lauschigen Abendstimmung, der Sonnenuntergang wird quasi konsequent niedergesungen. Zeit für uns zu gehen. Es ist zwar noch nicht dunkel, aber auf dem Weg zu den Sitzen auf Deck 5, haben es sich bereits etliche Passagiere auf den Aussendeck´s gemütlich gemacht. Bei den Sitzen angekommen, stellen wir fest, dass diese belegt sind, andere Passagiere liegen kreuz und quer. Unser Falschschläfer wird des Platzes verwiesen, schließlich haben wir reserviert (grins). Tja im Land der Ahnungslosen trifft man schon einmal nicht so angemessene Entscheidungen. Es ist wohl Usus sich irgendwo auf freie Plätze nieder zu lassen, eine erträgliche Schlafposition einzunehmen, ohne auf die Reservierungsnummer zu achten. Wieder was dazu gelernt. Wir richten uns ein und versuchen zu schlafen. Dirk schafft es bis 02:00 Uhr und ich bis kurz nach 04:00 Uhr. Stretching und Schmerzgel für den Rücken sind angesagt. Mittlerweile hat Dirk durch ein unerwartet eingetretenes Lesefieber die komplette Reihe der Sylter Krimi´s sowie den letzten Teil der Kommissar Hübner Reihe hinter sich gelassen und in der Nacht einen Servicemitarbeiter davon abgehalten, den überdimensionalen Fernseher einzuschalten, um eine Footballübertragung zu verfolgen. Danke!
In der Cafeteria genehmigen wir uns einen Kaffee, realisieren die Geräuschkulisse von Menschen, die sich durch konsequentes Hin- und Herlaufen die Nacht vertreiben. Am besten gefallen mir dabei die Brummifahrer. Diese sind mit ihren gefüllten Kühltaschen, Kissen und Schlafsäcken top ausgestattet und scheinen diese Überfahrt zu genießen. Apropos Kühltasche, diese werden auch wir lecker gefüllt bei unserer Fahrt von Cadiz nach Arrecife dabeihaben. Die Preise für Getränke und Speisen auf der Fähre sind sehr hoch und das Angebot nicht appetitlich.
Nachdem Dirk von der Toilette zurückkommt und detailliert berichtet, wie der aktuelle sanitäre Sachstand ist, ist bei mir akuter Harndrang nicht mehr als zwei Worte. Die Toiletten auf den anderen Deck´s werden als Option ins Auge gefasst.
Nach einem Frühstück vertreiben wir uns die Zeit auf Deck und auf den Sitzen mit Lesen, planen, snacken und spazieren gehen. Kurz vor Ancona entdeckt der Kapitän eine Rettungsinsel im Wasser und vollzieht eine 360° Drehung, um zu checken, ob Hilfe benötigt wird. Dies ist nicht der Fall und wir erreichen wenig später den Hafen von Ancona. Da wir bereits gestern unsere Standposition rückwärts eingenommen haben, können wir heute geradeaus die Fähre verlassen und uns in den Feierabendverkehr stürzen. Unser Übernachtungsziel liegt ein wenig landeinwärts bei Apiro auf einem CP einer landwirtschaftlichen Genossenschaft. Hier werden wir von Giovanni erwartet, der uns einweist und den kleinen Foodtruck für einen Imbiss unsererseits noch geöffnet lässt. Nachdem wir uns eingerichtet haben, werden dort kleine Vorspeisen gezaubert, eine Flasche regionaler Wein entkorkt und dicke Bauernbrote geschmiert. Die Köstlichkeiten genießen wir beim Sonnenuntergang und herrlichem Ausblick auf das im Tal liegende Apiro und fallen anschließend satt und müde ins Bett.
Früh reisen wir ab. Ein Kaffee im Thermobecher und Croissants im Gepäck. Gegessen wird zwischendurch. Heute ist Feiertag, Maria Himmelfahrt und die Straßen entsprechend voll. Bis zur unserem letzten Stopp in Griechenland bei Dodoni brauchen wir für eine Strecke von ca. 450 km gute 7 Stunden. Über park4night haben wir den Camperstopp Thrientes ausfindig gemacht. Hier ist der Aufenthalt kostenlos. Die dazugehörige Taverne wird aber gerne zum Essen und Trinken genutzt. Ein uriges Gelände, mit Aussenduschen, Wasseranschluß, Spielplatz und sogar Waschmaschine sowie Trockner. Das Besitzerehepaar hat sich diese Existenz vor 2 Jahren nach einem stressigen Job mit viel Herzblut aufgebaut. Die Taverne wird von vielen Einheimischen und anreisenden Campern genutzt. Es ist ein schönes Durcheinander.
16.08.2025
Nach einem Bummelfrühstück und einer Einheit Wäsche waschen, brechen wir gegen Mittag zur Besichtigung des Heiligtums von Dodona auf. Wir folgen zu Fuß der Straße in Richtung des gleichnamigen Ortes. Für den Eintritt müssen wir p.P. 15 € berappen, aber für die Besichtigung der ältesten Orakelstätte des griechischen Festlandes wahrscheinlich eine angemessene Investition. Nur dumm, dass wir die Wasserflaschen im Rudi gelassen haben. Was für ein Anfängerfehler. Zum Glück gibt es auf dem Gelände Wasserspender. Das Heiligtum von Dodona ist eine alte Kultstätte des Göttervater Zeus und der Erdgöttin Dione. Das Bestehen der Orakelstätte lässt sich durch Funde bis ins 3. Jahrtausend v. Chr. zurückverfolgen. Das Orakel von Dodona wurde überwiegend von der Bevölkerung in privaten Angelegenheiten genutzt, als zu großen staatspolitischen Entscheidungen befragt. Die antike Stätte wurde 1873 von Konstantin Karapanos entdeckt. Imposant ist das grosse Theater und der Säulensaal des Rathauses. Nach soviel Geschichte verspüren wir Lust auf eine kleine Erfrischung und spazieren in den höher gelegenen Ort Dodoni. Dieser scheint eigentlich verlassen, doch mittendrin an einem Brunnen entdecken wir in einem kleinen Garten die Taverne Meipaki. Hier pausieren wir bei griechischem Salat, Tzaziki und gegrillten Pilzen mit Creme Balsamico. Was für ein lauschiger Ort. Über eine kleine Nebenstraße tippeln wir zurück zum Stellplatz. Später am Abend wird hier gemütlich mit Hund gegessen.
17.08.2025 Schon wieder Sonntag und unser vorletzter Tag in Griechenland bricht an. Morgen geht die Fähre nach Ancona. Wir frühstücken in Ruhe, managen unseren Stromhaushalt via mobilem und stationärem Solarpaneel, schreiben Reisetagebuch, lesen und müssen schon wieder griechischen Salat essen.
18.08.2025
36zigster Hochzeitstag und Abschied nehmen von Griechenland. Am Abend werden wir von Igoumenitsa die Fähre nach Ancona nehmen. Damit geht Tour 2 so langsam ihrem Ende entgegen. Nach einer Übernachtung in der Nähe von Ancona, treten wir die Rückreise nach Deutschland an, werden eine Woche in Bremen bleiben und anschließend einen größeren Halt zuhause einlegen.
Während des Frühstücks beschließen wir trotz aller Nostalgie spontan aufzubrechen und weiter zu fahren. Der Platz sagt uns nicht so zu und der Strandabschnitt auch nicht. Also alles wieder gepackt und los geht`s Richtung Sarti bzw. Sykea. Hier hatte ich am Morgen mit dem CP Katerina telefoniert und die Auskunft erhalten, dass ausreichend Plätze zur Verfügung stehen. Die Fahrt dauert noch nicht einmal 40 Minuten und wir tauchen ein, in ein wunderschönes Gebiet mit weiten Buchten und felsigem Hinterland. Ist das schön!
Auf dem CP werden wir von der Besitzerin freundlich empfangen (schwäbisch) und können uns einen Platz im hinteren Bereich aussuchen. Unter Umständen müssen wir diesen aufgrund einer Reservierung noch einmal wechseln, aber wenn wir mit Rudi unter den Sonnenschutz passen, ist alles geregelt. Dies gelingt uns auch. Danach geht´s erst einmal ins Wasser, direkt vor dem CP ist das Meer. Am Nachmittag spazieren wird in die Nachbarbucht und genehmigen uns ein kühles Bier.
12.07.2025
Früh am Morgen verlässt genau vor uns eine Familie den Stellplatz und nach kurzer Klärung ziehen wir schnell dorthin.
Der CP ist familiengeführt, hat einen kleinen, eher snackfreundliche Minimarkt, ist sehr gepflegt und macht einen ansprechenden Eindruck. Was uns hier gut gefällt, ist der Versorgungsservice. Da es keine Supermärkte gibt (außer einen kleinen auf dem CP Melissa in der Nachbarbucht Richtung Sykea-Beach) kommt hier täglich um 08:00 Uhr der Bäcker, Mo-Mi-Fr der Gemüse-Obsthändler sowie der Fischwagen. Die Preise sind günstig und man kauft das ein, was benötigt wird.
13.07.2025
Strand ist angesagt.
14.07.2025
Es geht auf´s Rad und Dirk fährt vor. Die Buchten von Sykea und Valti sind auf einer kleiner Küstenstraße gut befahrbar und so radeln wir, das Wasser linksschultrig die Küste, bis zum Leuchtfeuer mit Minihafen ab. Auf der Rückfahrt gibt es in der Taverne To Akrogiali ein schönes Mittagessen mitten im Sand.
15.07.2025 – 18.07.2025
Es folgen ausgiebige Strandtage mit Lesen, Tagebuch schreiben, Schwimmen, Schnorcheln, Häkeln und SUP´en.
19.07.2025
Nach einigem Hin- und Her geht es mit den Rädern nach Sarti. Hatte beim Aufwachen ganz vergessen, dass hier samstags ein Markt sein soll. Hinderlich ist wieder einmal der unberechenbare Verkehr auf der Ringstraße, die wir fast nur ausschließlich benutzen können. Auf dem Weg dorthin nehmen wir immer mal wieder Abzweigungen die vermeintlich an die Küste führten könnten, werden aber nur eingeschränkt fündig. Sarti selbst wurde 1922 von Flüchtlingen aus Kleinasien gegründet, die für sich hier eine neue Heimat gesucht haben. Der Ort liegt an einer langgezogenen Bucht und ist durch und durch ein Touriort. Uns selbst gefällt es hier nicht und nach einem kleinen Einkauf im Supermarkt geht es zurück nach Sykea und an den Strand. Abends bleiben wir bis zum Sonnenuntergang hier, geniessen ein Bierchen, beobachten u.a. Löschflugzeuge, vlt. auf einem Inspektionsflug befindlich.
20.07.2025
Der Trödelvirus hat uns voll erwischt und bis wir in die Gänge kommen ist es mittags. Egal, auch heute geht es an den Strand, die Temperaturen steigen wieder und Abkühlung ist angesagt.
21.07.2025
Gemäß dem Motto: The same procedure than last day, verbringen wir die 2. Tageshälfte am Strand. Es wird gelesen, gequatscht, geSUPt und geschnorchelt. Abends geht es noch kurz in den Supermarkt des CP Melissi am Nachbarstrand zum Einkaufen. Anschliessend ein leckeres Abendessen mit nachfolgender Kinonacht. Wir schauen die Serie „Department Q“ zu Ende.
22.07.2025
Zusammenfassung des Tages: noch weniger ist Meer!
23.07.2025
Mit Temperaturen über 30 Grad, spielt sich der überwiegende Teil des Tages am Strand unter‘m Schirm und im Wasser ab. Weiter unten in Griechenland, Höhe Athen, klettern die Temperaturen fast bis 40 Grad und die Behörden haben hier sogar für die Mittagsstunden Arbeitsverbote ausgerufen. Ausserdem sind die Einsatzkräfte zur Waldbrandbekämpfung in Alarmbereitschaft. Zum späten Abendessen gibt es heute Gambas, Sardinen, Salat und Reis. Fisch und Krabbeltiere wurden in der Früh beim fahrenden Fischhändler frisch erworben.
24.07.2025
Heute ist Kreislauf angesagt. Nach ein wenig Arbeiterei und Frühstück, schickt mich mein Körper zurück ins Bett. Während ich fast noch drei Stunden schlafe, wandert Dirk zum Strand und verbringt die Zeit im Wasser und später lesend. Er hat die 12teilige Sylter Krimireihe von Thomas Herzberg bereits komplett durchgelesen und mit der Harry McCoy Reihe von Alan Parks begonnen.
Während das Abendessen vor sich hin bruzelt rufen wir Cora an. Sie hat heute Geburtstag. Wir erwischen sie zuhause, wo die ganze Family die Pizzabestellung sehnsüchtig erwartet. Während Anna an den neuen Turnringen schaukelt, zeigt uns Arne seinen Vorderzahn, der beim Nachhausekommen durch eine kleine Rangelei ein Stück verloren hat. Das Geburtstagstörtchen ist auch angekommen, nachdem es zuerst an die Nachbarin mit ähnlichem Namen ausgeliefert worden ist.
25.07.2025
Tja, jetzt ist es soweit. Wir beide konnten uns zunächst nicht mehr daran erinnern, was wir heute angestellt haben🤣. Ein ganz normaler Strandtag mit abendlichem Besuch des Obst- und Gemüsehändlers. Und der Überraschungsstrauss für Nina ist auch angekommen🫶🏼.
26.07.2025
Es ist wieder Samstag und für heute morgen steht ein Besuch der Zipfelhauptstadt Sykea an. Erstaunlicherweise darf ich die Route bestimmen. Wir müssen uns nur ca. 5 km ins Landesinnere begeben, auf überwiegend unbefestigten Straßen, aber alles geht gut, Hauptsache keine Hauptstraßen. Es ist eine eher unscheinbare Zipfelhauptstadt, welche aber samstags viele Einheimische und Touris zum Wochenmarkt lockt. Uns gefällt es von Anfang an, weil es ursprünglich ist. Die kleinen Kafenions sind gut besucht für einen Frappé und einen Schwatz, der Markt schlängelt sich durch eine enge Wohnstrasse. Zu Beginn Obst-,Gemüse-, Fisch-, Fleisch-, Öl-, Kräuter- sowie Gebäckstände und weiter hinten Haushaltsartikel und Bekleidung. Bereits um 09:00 Uhr ist es schon sehr heiß. Zwischendurch legen wir eine Pause direkt beim Geflügelstand in der gegenüberliegenden Taverne ein. Kein Chi-Chi sondern einfache Stühle mit Korbgeflecht und Tische mit dünnen, knisternden Papierdecken. Herrlich! Wir decken uns für die nächsten 2-3 Tage ein (mehr passt nicht in die Kühlbox), radeln zurück und der Rest des Tages ist Strandtag, anders wäre nämlich schlecht.
Heute haben wir den Tag über alles wind- und regendicht verpackt. Wind und dunkle Wolken sowie Donnergrollen kündigten ersehntes Nass an. Letztendlich hat es dann gegen 19:00 Uhr angefangen zu schauern und zu gewittern. Nach drei Monaten haben wir das erste Mal wieder komplett indoor verbracht. Um uns herum sind viele rumänische Familien mit Zelten unterwegs. Als es dann ausgiebig wie aus Kübeln schüttete, befürchteten wir schon, dass viele eine ziemlich nasse Nacht verbracht haben. Aber heute morgen sah alles nicht so schlimm aus.
01.08.2025
Der Höhepunkt des heutigen After-Regentages bildete das Abendessen in einer Taverne beim CP Melissi. Hier sind wir bereits zu Beginn unseres Aufenthaltes für ein Bierchen eingekehrt (Marke Alfa) und haben den Ausblick und die Deko bewundert. Leider hat uns das gewählte Essen nicht überzeugt, dafür konnten ausführliche Beobachtungen zur Bedienung und Gästen durchgeführt werden. Es wird immer voller und wir machen unseren Tisch für hungrige Gäste frei. Den Ouzo trinken wir an der Bar, untermalt mit lauter Salsamusik in Schleife. Der Chef dankt uns vielmals für die Freigabe des Tisches und spendiert uns einen weiteren Ouzo. Da man beim Ouzo trinken etwas essen muß, kommt ein gegrillter Schafskäse mit Olivenmarmelade dazu. Die ist so lecker, dass wir morgen auf dem Markt unbedingt danach Ausschau halten müssen.
02.08.2025
Ohne Wecker schaffen wir es tatsächlich um 06:30 Uhr aufzustehen. Nach einem Kaffee geht es auf die Räder und erneut zum Markt nach Sykea. Es ist noch nicht so warm und der Markt bereits geöffnet, aber nicht voll. So genießen wir den Einkauf von Obst, Gemüse, Feta und Eiern sowie etwas für das abendliche Grillen. In der Apotheke wird noch eine kortisonhaltige Salbe gegen Insektenstiche besorgt und dann erst einmal zurück und ausgiebig gefrühstückt.
03.08.2025
Es ist Trödelsonntag, mit allem was dazu gehört, also incl. Mittagsschläfchen, wenn auch nur meinerseits. Dirk ist nach dem „Frühstück“ an den Strand. Irgendwann am Nachmittag erreichte uns der neue Tourkatalog von Seabridge und damit auch Reiseideen für 2026. Der ganze Katalog wurde abends über den Fernseher genauestens studiert.
04.08.2025
Montag Vormittag 10:39h Eingang des Tourbuches New Zeeland (während dem Frühstück), 11:27h gebucht (ein Kaffee geht noch), Eingang der Buchungsbestätigung um 12:51h (nach der ersten Runde im Wasser). So kann‘s gehen. 2026 geht es vom 09.10. bis zum 19.11. nach New Zeeland – eine Reise im Camper über beide Inseln. Von Mai bis August 2026 werden wir eine Tour rund um die Ostsee starten: Deutschland, Dänemark, Schweden, Abstecher Norwegen, Finnland, Estland, Lettland, Litauen und Polen. Wer weiß was noch alles geplant wird, wenn wir noch länger hier stehen.
05.08.2025
Die Planungen für 2026 müssen bei einem weiteren Strandtag erst einmal sacken🤣. Abends gibt es Gemüselasagne aus dem Omnia.
06.08.2025
Radtour nach Kalamitsi
Mittwoch und dazu ein Tag mit Bewölkung, ideal um mit den Rädern einen kleinen Teil der mittleren Halbinsel von Sithoniazu erkunden. Auf Komoot, Gaia und Google Maps haben wir uns eine Strecke herausgesucht, die uns nach Kalamitsibringen soll. Auf den Karten sind in dem Gebiet zwischen Kalamitsi Beach, Kriaritsi und Paralia Klimataria unzählige, kleinere Straßen verzeichnet. Wir gehen davon aus, dass sich hier ein großes Feriengebiet befindet, mit Durchfahrtmöglichkeiten zu unserem heutigen Zielort. Gestartet wird in Richtung Pigadaki und Linarki Beach, mit dem Restaurant To Akrogali und die Küstenstraße weiterverfolgend. Vorbei am Strand Limanaki Sukia und dem dazugehörigen kleinen Hafen, ganz bis zum Ende, am Strand von Tourkolimnoias. Um zunächst Richtung Klimataria Beach zu gelangen, geht es ein Stück zurück und mit heftiger Steigung die oben gelegene Küstenstraße entlang. Die Straße ist schmal, es herrscht viel Verkehr und die Bewölkung hält sich in Grenzen. Wir steuern ein kleines Leuchtfeuer an der Spitze der Bucht an, direkt gegenüber von Valti, mit direktem Blick auf den Mount Athos und gleichnamigen 3. Finger von Sithonia.
Auf der Fahrt dorthin fallen uns dann die vielen Straßen und Brücken auf, welche aber nicht verbindend, sondern eher teils unzusammenhängend und wirr durch die Landschaft führen. Irgendwie denkt man hier eher an eine Motocrossstrecke als an geplante Infrastruktur.
Am Leuchtfeuer angekommen geht erst einmal die Drohne in die Luft. Hinter uns auf den Felsen sind häßliche, kastenförmige Häuser auszumachen, die so gar nicht in die Landschaft passen. Von unserem Strand am CP Katerina wirken sie bereits wie riesige Betonwaben.
Wagt man sich am Leuchtfeuer etwas weiter an den Felsrandund erkundet den weiteren Küstenverlauf, ist bereits die nächste Bucht auszumachen. Weiter geht es durch das staubige Straßenlabyrinth und wir nähern uns dem Tigania Beach. Ein uriger Abschnitt mit Bambus-/Schilf-Sonnenschirmchen, Felsen im Wasser und ein wenig Sandstrand und sehr gut besucht. Von hier oben haben wir einen tollen Ausblick auf den darauffolgenden Strand Kriaritsi, der in einer weiteren länglichen Bucht mit ausgedehntem Sandstrand liegt. Hier wollen wir eigentlich weiter, bemerken aber noch rechtzeitig, dass es aufgrund eines größeren Felsens am Ende der Bucht nicht zur gewünschten Straße weitergeht. Daher beschließen wir direkt nach Kalamitsi zu radeln und dort eine Pause einzulegen. Also suchen wir uns einen Weg durch diesen teils sandigen Pistenwahnsinn, nehmen noch einen Teil der Ring-Road-Sithonia mit und landen beim 2. Anlauf am Strand von Kalamitsi, wo wir in der Taverne von Giorgakis, direkt am Meer, etwas Essen und Trinken. Die Taverne füllt sich gerade, der Strand ist proppe voll, das Wasser mit schwimmenden Matratzen, Donuts und SUP´s, Rutschbooten sowie Motorbooten gesättigt. Für uns schon zuviel Trubel, aber die Taverne ist mit ihren Korbstühlen, Papiertischdecken und in feuchte Servietten gewickeltes Besteck, eben genau unser Geschmack. Bei geröstetem Brot, Tzaziki, gegrillter Paprika und landestypischer Bratwurst, lassen wir es uns gut gehen. Zum Nachtisch gibt es Wassermelone und Kaffee. Nach ca. 2 Stunden fühlen wir uns fit für die Rückfahrt.
In Kalamitsi selbst haben wir vor 39 Jahren auch ein Zeltlager aufgebaut und dabei miterlebt wie ein deftiges Unwetter ganze Strandabschnitte weggespült hat und das Zeltlager komplett gereinigt und neu aufgebaut werden musste.
Leider lässt sich heute nichts mehr so richtig wieder erkennen. Am Ende des Strandes stoßen von Kalamitsi stoßen wir auf einen kleinen CP Tsitreli und im eigentlichen Ort nochmal auf das Thalatta Kalamitsi Village Camp, auch hier funkt die Erinnerung nicht.
Wieder zurück auf dem CP Katerina können wir uns immer noch keinen Reim auf dieses Straßenwirrwarr machen. Eigentlich deutet alles auf die Anlegung einer Infrastruktur zur Bebauung hin. Im Netz werden wir fündig und stoßen auf ein großes Bauprojekt von Ferienhäusern, dessen Beginn sich bis in die 1970ziger Jahre zurückverfolgen lässt. Warum es bis heute nicht fertiggestellt worden ist, kann nicht umfassend dargestellt werden. Angeblich sollte es eine Ferienhaussiedlung für Militärangehörige werden, die mit vielen Fördergeldern und Subventionen finanziert wurde. Wo diese Gelder letztendlich gelandet sind ist bis heute ungeklärt. Zur Fertigstellung des Projektes haben sie augenscheinllichnicht geführt.
07.08.2025 – 10.08.2025
Nach unserer Kalamitsi Radtour haben wir zwei Strandtage eingelegt und sind am Samstag das letzte Mal auf den Wochenmarkt nach Sykea geradelt. Der Sonntag gehörte, nach dem Aufräumen und Packen, erneut dem Meer.
11.08.2025
Unsere letzte Woche auf Sithonia bricht an. Die nächsten beiden Tage wollen wir mit der Erkundung von Sithonia und Athos verbringen. Es geht ohne Hängerchen auf Tour, in Richtung Kalamitsi der Ring-Road folgend und die Küste linksschultrig. Hinter Kalamitsi werden wir von einer enormen Ziegenherde aufgehalten, die beschlossen hat ihren Weg auf der Straße fortzusetzen. Bei Porto Koufo legen wir eine Frappépause ein, während andere Gäste bereits zum Mittagessen snacken. Weiter geht es nach Toroni, einem touristischem Örtchen mit byzantinischen Resten eines Forts, dass es zu erkunden gilt. Es ist so heiß, dass anschließend eine Abkühlung im Meer folgt. Dabei beobachten wir zwei Ausflugsschiffe, die fast direkt auf den Strand laufen und hier ihre Passagiere in Empfang nehmen. Einsetzender Hunger wird nach dem Baden im Rudi gestillt. Dann geht es weiter die Küste entlang. Vorbei an Neos Marmeras und hinauf in den einstigen Geisterort Parthenonas. Der einst große Ort verlor ab 1922 zunehmend Einwohner an das neugegründete Neos Marmaras. 1970 verließ der letzte Einwohner den Ort. Nach einigen Jahren ohne Bewohner ließen sich wieder einige wohlhabende Griechen im Ort nieder und restaurierten eine Reihe von Gebäuden im traditionellen nordgriechischen Baustil. 2001 lebten wieder sieben Einwohner das ganze Jahr fest im Dorf, weitere sind nur in den Sommermonaten anwesend. Auch hierzu gibt es einen kleinen Bericht in der Ausgabe „Wunderschön – Chalkidiki“ des WDR. Von hier aus treten wir die Rückfahrt an und kehren gegen halb neun auf den CP zurück.
12.08.2025
Auch der heutige Tag steht für eine Halbinselerkundung an. Athos, der 3. Finger von Chalkidiki steht auf dem Programm. Wir starten Richtung Vourvourou, die Küste rechtsschultrig. Kurz vor dem CP Rea füllen wir an einer Wasserquelle unseren Frischwassertank. Anschließend geht es vorbei an Ormos Panagias, Nikiti und Agios Nikolaos. Am Strand von Paralia Agios Nikolaos legen wir eine Badepause ein und geniessen die Abkühlung im Wellenbad. Dank Aussendusche kann das Salzwasser anschliessend einfach abgeduscht werden. Nach einem Snack geht es weiter an der Küste entlang nach Pyrgiadikia. Was für ein schöner kleiner Küstenort. Doch leider finden wir für einen Stopp keinen Parkplatz und so geht es schnurstracks nach Ouranopoli, dem letzten Ort vor dem heiligen Berg Athos, mit seinen Klöstern. Zutritt für Frauen verboten und ich glaube für männliche Besucher nur mit Genehmigung erlaubt. Wir machen für einen kleinen Rundgang und einer kühlen Erfrischung halt, bevor es zurück zum CP geht.
Nach dem Frühstück brechen wir zu unserem nächsten Ziel auf: Vourvourou auf Chalkidiki. Dirk und ich haben uns hier vor ziemlich genau 39 Jahren beim Zelte aufbauen kennengelernt. Wir gehen sozusagen auf Spurensuche.
Die Fahrt dorthin macht mir wegen der Hitze zu schaffen, da kann auch der Olymp oder später die an uns vorbeisausende Metropole Thessaloniki keine Ablenkung schenken.
Da es den alten CP Glaros nicht mehr gibt, versuchen wir einen Platz auf dem CP Rea zu bekommen, welcher am anderen Ende der Bucht von Vourvourou gelegen ist. Wir haben Glück und erhalten einen Platz im hinteren Teil. Er ist ziemlich eng, wirkt etwas dunkel, Luftzirkulation auf Null. Egal, erst einmal schwimmen zur Abkühlung. Das Wasser in dieser Art Lagune hat fast Außentemperatur und an das erhoffte Senken der Kerntemperatur ist nicht zu denken. Da hilft nur noch quengeln und früh schlafen gehen.
09.07.2025
Am Vormittag geht es nach dem Frühstück auf die Räder und ab nach Vourvourou. Fahrradfreundlich ist anders und bei dem Gerase auf der Ringroad-Sithonia versuchen wir möglichst schnell eine Ausfahrt zu finden. Auf dieser geht es dann in den kleinen Badeort, ehemals ein kleines Fischerdorf. Die neun kleinen, felsigen Inseln gegenüber der Küste machen diesen Ort besonders attraktiv. Zur größten Insel gehört „Diaporos“, zur kleinsten „Kalomonisia“. Die Landschaft drumherum ist mit Pinien- und Olivenbäumen dicht bewaldet und gebirgig. Der Karvounas Berg (546 m Höhe) befindet sich in unmittelbarer Nähe. Etwas weiter im Landesinneren findet man Itamomassiv, auf dessen Gipfel man eine schöne Aussicht auf Vourvourou und die umliegende Küste haben soll. In der ARD Mediathek gibt es eine Ausgabe der Reihe Wunderschön aus dem Jahr 2022 mit dem Titel: Chalkidiki – Griechenlands göttliche Halbinsel, in der weitere Inspirationen für einen Aufenthalt zu finden sind.
Tatsächlich erkennen wir von damals nicht wirklich etwas wieder. Der Tourismus hat natürlich hier auch zugeschlagen, aber nicht mit großen, hohen Hotelanlagen, sondern Apartmenthäusern, die sich in die landschaftliche Umgebung einfügen.
Vom Gasthaus „Psarogiannis“ ist wahrschneinlich nur noch der Name übriggeblieben. Die Taverne ist einer Bar gewichen und er dazugehörige Strandabschnitt sehr schmal, mit Liegen, Sonnenschirmen zugestellt.
Wir kurven einige Zeit herum, bis wir fast am Ende des Örtchens auf eine sandige Straße neben der Anlage „Elkies“ stoßen, an welcher der ehemalige CP Glaros gewesen sein muß. Heute findet man genau hier am Strand eine Bootsvermietung. Der hintere Teil ist Privatgelände. Wir fahren trotzdem hinein und machen das steinerne Empfangshäuschen sowie die Sanitäranlagen aus. Ansonsten eher ein Lost Place, nur einig in die Jahre gekommene Wohnwagen stehen hier noch herum. Vlt. als „Laube“ für´s WE oder den Urlaub. Der heutige Strand Kyradi ist hinter dem ehemaligen CP und diese Bucht mit ihren Felsen und dem türkisblauen Wasser, hat den CP ausgemacht. Heute befindet sich hier eine Arpartmentanlage mit Cafeteria und Taverne, der Platz unter Pinien vor dem Meer ein Parkplatz. Jetzt in der Hauptsaison ist alles voll. Wir verbringen aber den Nachmittag ganz am Rande und genießen hier das kühle Meerwasser.
10.07.2025
Tja, heute kommt der Tag, an dem ich von der Planung weiterer Radtouren ausgeschlossen werde. Über Komoot habe ich eine Route parallel zur mörderischen Hauptstraße ausgemacht, die uns zum Hafenörtchen Ormos Panagias führen soll. Es wird aber ziemlich schnell klar, dass diese unnamed road es in sich hat. Wahrscheinlich hat sich hier eine Planierraupe den Weg zur Feuerbekämpfung freigeräumt, denn der Untergrund ist teilweise alles andere als befestigt. Schieben und Zerren sind angesagt, zum Glück haben wir viel Wasser und die 1.Hilfe-Tasche dabei. Trotz aller Beschwerlichkeiten ist es hier total still und wenn der Untergrund es zulässt, auch das Radeln wunderschön.
In Ormos Panagias landen wir zur Mittagszeit und bemerken viele kleine Motorboote die zum Essen direkt an der Strandpromenade, quas an den Tavernen, ankern.
Wir radeln in die Nachbarbucht, snacken etwas und gehen anschließend baden. Am Nachmittag geht es den gleichen Weg zurück und zumindest Dirk kommt mit letzter Akku-Power auf dem CP an.
Und schon geht es weiter. Nächster Halt: Kastraki mit den Meteoraklöstern. Die Temperaturen klettern wieder recht schnell über die 30 Grad-Marke und die vor uns liegende rund 250 km lange Route führt uns über Amfissa, Lamia, Trikala und Kalambaka auf den CP Vrachos in Kastraki. Ein seit den 1960er Jahren bestehender großer Platz mit Pool, Minimarket und Taverne. Die Sanitäranlagen sind in die Jahre gekommen, egal, wir suchen uns einen Platz ganz für uns im hinteren Bereich. Für morgen Nachmittag haben wir eine geführte Tour über „Get your guide“ ab 16:00 Uhr gebucht: „Meteora – geführte Tour bei Sonnenuntergang mit Besichtigung von Klöstern und Höhlen“, 30€ p.P. Die Meteoraklöster zählen mit der Akropolis in Athen und dem Kanal von Korinth so ziemlich zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten in Griechenland. Dabei kann man sich bei unmittelbarer Ansicht gar nicht erklären, wie diese mächtigen Felsen aus Sandstein mit einer Höhe von 500 Metern plötzlich aus dem Gelände hervorragen. Auf diesen Gipfeln wurden einst 24 Klöster errichtet. In sechs von ihnen leben heute noch Mönche und Nonnen. Mittlerweile zählen die Klöster zum Weltkulturerbe der UNESCO und werden aufgrund ihrer imposanten Erscheinung sowie verklärten Ansicht im Nebel oder bei tief stehenden Wolken auch als „schwebende Klöster“ bezeichnet. Wir sind sehr gespannt, was uns morgen erwartet.
07.07.2025
Am Vormittag wird etwas geräumt und eingekauft. Dirk verbringt Zeit am Pool, ich versuche mich möglichst wenig zu bewegen. Via E-mail werden wir vom Tourguide auf die strenge Kleiderordnung bei Besichtigung der Klöster hingewiesen: Männer lange Hosen, Frauen lange Röcke und die Schultern bedeckt. Daran konnte ich mich noch erinnern, als ich 1976 das erste Mal auf einer Rundreise durch Griechenland die Klöster das erste Mal besucht habe. Als wir am Nachmittag vor dem CP abgeholt werden und in den Minibus steigen, sind wir die Einzigen, die sich an die Kleiderordnung gehalten haben und schwitzen, während die anderen Teilnehmer in Shirt und kurzen Hosen im Bus sitzen. Was soll man dazu sagen?
Die Tour führt uns zu allen sechs Klöstern, wobei wir direkt zu Beginn eines der kleineren Klöster besichtigen können. Es handelt sich um das Kloster St. Nikolaos Anapafsos. Heute lebt nur noch ein „monk“, der Archimandrite (Vorsteher) Polykorpos Venetislier hier. Der Eintritt beträgt 5 € und enthalten ist hier die gewünschte Leihkleidung. Das kleine Kloster beinhaltet einige der wichtigsten Fresken von Theophanes Stelitsas aus dem Jahr 1527. Wir werden im 1. Stock in die winzige Kapelle von St. Anthony geleitet, in der es neben den benannten Fresken auch eine Krypta gibt. Hier werden Relikte und Manuskripte aufbewahrt. Im 3. Stock befindet sich eine Art Empfangssaal, ein Beinhaus für die Aufbewahrung von Knochen und die renovierte Kapelle des Heiligen Johannes des Täufers. Ganz oben ist eine Art Dachterrasse von der aus man einen beeindruckenden Ausblick auf die Umgebund hat. Weiter geht es auf engen Straßen in die Altstadt von Kalambaka und in die byzantinische Kirche Mariä Himmelfahrt. Die kleine Kirche sollte man sich unbedingt ansehen. Neben der Ausstattung, Aufteilung sowie der Geschichte, sind besonders die Wandmalereien sehr interessant. Im Anschluss besuchen wir eine Einsiedelei, eine in den Sandstein eingelassene kleine Anlage, in der heute noch ein „monk“ von 84 Jahren lebt. Nach einer Erfrischungspause in einer kleinen Taverne in Kastraki besuchen wir noch das größte Kloster „Megalo Meteora“ sowie die Klöster Varlaam, Agios Varvaras, Agia Trirada und Agios Stephanos. Zum Abschluss genießen wir ganz oben inmitten der felsigen Anlage/Umgebung den Sonnenuntergang mit mitgebrachtem Wein und Frikadellen.
Gespannt auf den Tag verlassen wir pünktlich am Sonntagmorgen den CP mit einem Kleinbus. Es geht zu den ca. 4 km entfernten Ausgrabungsstätten. Die Fahrt führt uns durch den Ort Delphi mit seinen engen Gassen. Wir haben ein wenig Sorge, dass uns die Hitze bei der Besichtigung zu schaffen macht und daher ein wenig erleichtert, dass noch nicht so viel los ist. Gegen 13:30 Uhr werden wir wieder am Museum abgeholt. Zuerst erstehen wir die Eintrittskarten für das Außengelände sowie das Museum und dann geht es los.
Wir haben nicht nur viel Wasser im Gepäck, sondern auch unseren 1. Griechenland-Reiseführer: „Inseln, Wein und Altertümer“ von Leonie Senne aus dem Jahr 1985. Er dient als zusätzliche Orientierung auf dem großen Gelände, dass es zu erkunden gilt.
Inmitten eines beeindruckenden landschaftlichen Panoramas liegen unzählige Steinblöcke, Mauerreste und Säulenstümpfe. Von den zahlreichen Gebäuden des Apollon-Heiligtums lassen sich die vielzähligen Statuen und Weihgeschenke nur schwer erahnen. Wir wandern vorbei am steinernen Ophalos, der Stein der in der griechischen Mythologie die Mitte der Welt markiert und somit zum Ort der heiligen Orakelstätte wurde, am Schatzhaus der Athena vorbei zum Apollon-Tempel, dem Amphitheater und weiter zum hochgelegenen Stadion, welches in 654 m Höhe zu finden ist und im 5. Jahrhundert v. Chr. errichtet wurde.
Nach 2,5 Std. machen wir uns langsam auf den Rückweg, schließlich steht noch ein Besuch im klimatisierten Museum an. Dabei machen wir immer wieder Halt und sind fasziniert vom Ausblick in die Umgebung. Das Museum beinhaltet grob gesagt weitere Fundstücke aus unterschiedlichen Epochen der Ausgrabungsstätte.
Wieder zurück am CP verbringen wir den Nachmittag am Pool und den Abend bei einem Essen in der Taverne, incl. grandioser Aussicht auf das breite Tal mit seinem Meer aus Olivenbäumen.
Nach einer weiteren, für Dirk fiebrigen Nacht, verlassen wir gegen 11:00 Uhr den Campingplatz Melissa. Wir haben hier für 23 € incl. Strom pro Übernachtung bezahlt. Die Benutzung der Waschmaschine kostet 5 €/Waschladung, den erforderlichen Coin erwirbt man im Minimarket des CP.
Die Fahrt zum Fährhafen dauert ca. 10 Minuten, mit den Rädern haben wir diese Strecke in den vergangenen Tagen bereits mehrmals zurückgelegt. Bevor wir direkt zum Anleger fahren, machen wir kurz Halt vor dem Ticketschalter der Levante Ferrys, die übrigens die Inseln Zakynthos und Kefalonia im Fährbetrieb mehrmals täglich bedienen.
Die Sonne knallt auf die getönten Scheiben der Ticketschalter, so dass mach nicht sehen kann, ob sich jemand dahinter verbirgt. Aber eine dieser Scheiben spricht uns an und so fragen wir kurz nach, ob wir unsere E-Tickets für die Überfahrt hier vorzeigen müssen. Dies wird verneint, man möchte sie aber trotzdem ganz gerne sehen. Da die Tickets via E-Mail und dazu einzeln zugestellt worden sind, ist das Öffnen mühsam und dauert der sprechenden Scheibe eindeutig zu lange. Unsere Reservierungen werden am PC aufgerufen und bestätigt. Auf die Frage, wo die Fähre ablegt, wird auf eine Markierung auf dem Asphalt gedeutet. Wir folgen einfach einer Fahrspur durch ein riesiges Metalltor, welches den Parkplatz vom Hafenbereich trennt. Hier hat gerade eine Fähre angelegt und es strömen unzählige LKW`s aus dem Bauch des Schiffes. An Deck bemerken wir zwei LKW`s mit Gefahrgut und fragen uns, wie diese den Weg auf das obere Deck gefunden haben und ob wir rückwärts mit Hänger auf die Fähre geleitet werden.
Die Fragen müssen erst einmal hintenanstehen, uns interessiert zunächst viel mehr, ob dies bereits unsere Fähre nach Zanteist.
Da die sprechende Scheibe vom Ticketschalter keine weiteren Info`s diesbezüglich preisgegeben hat, steure ich zielstrebig ein Häuschen vor den Ankerplätzen an, evtl. ist ja ein Infoschalter. Weit gefehlt, es ist verlassen und die Aushänge an den schlierigen Fenstern sind verblichen. Egal, ich spreche einen Reisenden in unmittelbarer Nähe auf Englisch an und frage ihn, ob dies die Fähre nach Zakynthos ist. Er versteht mich nicht, antwortet etwas auf vlt. Indisch (jedenfalls hört es sich von der Sprachmelodie so an), so dass ich ihn nicht verstehen kann, zeigt mir sein Ticket und deutet gleichzeitig mit der Hand auf die ausladende Fähre. Nach dem ich mich bedankt habe, steuert er zielstrebig auf den Passagiereingang zu.
Soweit, so gut, also nix wie weiter auf die Fahrspur und das Einfahren warten. Mich irritiert nur die Uhrzeit etwas. Unsere Fähre soll um 12:45 Uhr ablegen und jetzt haben wir 11:40 Uhr. Eine weitere Nachfrage bei einem ebenfalls wartenden Pärchen hat ergeben, dass die hier ankernde Fähre nach Kefalonia um 12:15 Uhr ablegen soll, aber so genau wüsstensie das auch nicht. Also keinen Schritt weiter, außer dass ich jetzt weiß, dass der „Inder“ auf dem Weg nach Kefalonia und nicht nach Zante ist.
Wir warten geduldig auf die Abfahrt der Fähre Richtung Kefalonia, bis uns der Hafenmeister mit Handzeichen andeutet, wir sollen weiter ein Stück geradeaus fahren. Wo genau wir uns für die Abfahrt anstellen sollen, erschließt sich uns nicht. Es gibt zwei weitere Anleger, wir machen am 1. Halt und es ist eigentlich klar, dass die Fähre am 2. Anleger festmacht. Vor Einfahrt werden die E-Tickets kontrolliert und da wir sie nicht ausgedruckt haben, da E-Ticket, muss jede Buchung einzeln geöffnet werden, was ziemlich umständlich ist. Das nächste Mal werden die Tickets ausgedruckt oder direkt am Fährhafen geholt oder als Foto gesichert und im Wallet abgelegt. Egal, es folgt der spannendste Teil: die Platzierung im dicken Bauch der Fähre. Es geht geradeaus hinein, in der Mitte sollen wir wenden und danach rückwärts in eine der drei Spuren rückwärts einparken. In welche Spur genau, wird nicht deutlich und es folgt eine laute Kommandoansage durch einen der Lotsen: Come on – lowlow low – other side – low – hey guy, other side – no, no – low – usw.
Dirk immer noch fiebrig, bleibt ganz ruhig. Wenn wir gewusst hätten, welche Spur genau für uns vorgesehen ist, hätten wir Rangierei als eingespieltes Team sofort erledigt.
Irgendwann standen wir richtig und ein Platz an Deck kann für die 1,5 Std. dauernde Überfahrt gefunden werden. Die Suche verlief positiv: toller Platz, tolles Wetter und eine Mülltonne immer im Blick (zu Fieber und Kopfschmerz gesellte sich bei Dirk noch Übelkeit).
Die Insel kam ziemlich schnell in Sicht und kaum konnten wir Zante-Stadt ausmachen, ging es auch schon in den Hafen und raus aus der Fähre.
Auf dem Weg nach Limni Keriou wurde noch noch kurz zum Einkaufen Halt gemacht und anschließend ging es geradewegs nach Limni und der Tauchbasis Nero Sport. In Limni selbst hat sich nach unserem letzten Aufenthalt in 2021 nicht wirklich etwas verändert. Ein ruhiger Ort, mit kleinem Hafen, Apartments, einigen Restaurants, Mini-Supermarket und Bootsverleihern. Was uns aber aufgefallen ist, dass viele Bauprojekte beendet wurden und nicht mehr so viel Sperrmüll sowie Gerödel herumliegt. Es wirkt alles viel aufgeräumter.
Wir melden uns nur kurz in der Tauchbasis an und werden zur Unterkunft begleitet, den Dolphin Studios. Hier kann sich Dirk endlich hinlegen und ausruhen. Ich besorge noch einige Dinge aus dem Rudi und mache mich schon für das Barbecue in der Tauchbasis auf den Weg.
Hier bin ich mit Freunden verabredet, die bereits seit einer Woche auf der Insel sind. Eigentlich auch zum gemeinsamen Tauchen, aber daraus wird erst einmal nichts. Morgen wird erst einmal ein Corona-Test gemacht. Diesen habe ich beim Barbecue in der Tauchbasis erhalten. Der Abend und das gemeinsame Wiedersehen waren sehr schön. Bei Sekt und Zitronenwasser sowie einem leckeren Grillbuffet wurden ganz viele Neuigkeiten ausgetauscht.
01.06.2025
Es ist Sonntag, die Temperaturen steigen und der Deckenventilator läuft. Dirk verbringt die meiste Zeit schlafend. Irgendwann im Laufe des Tages, verspüren wir beide Lust auf Hühnersuppe. Gedacht, eingekauft, gekocht und Dirk konnte das 1. Mal seit vier Tagen wieder eine Kleinigkeit essen. Wir brechen sogar auf für eine kleine Runde um den Keri Lake, mit unzähligen Mücken als Begleitung. Da es hier im Frühjahr sehr viel geregnet hat, erleben wir den See dieses Mal mit Wasser.
02.06.2025
Von den Vermietern werden wir mit frischen Eiern aus eigener Haltung versorgt. Versorgung und Pflege der Tiere liegt in der Verantwortung des Mannes der Vermieterin. Am Vormittag treffen wir unsere Freunde am Strand und brechen spontan auf für einen Kaffee in Keri, am kleinen Dorfplatz. Nach dem Kaffee zieht es uns nach Kalamaki an den Strand. Ich möchte unbedingt sehen, ob die Schildkröten schon unterwegs sind und wie viele Gelege bereits vorhanden sind. Es ist bereits viel los und wir können im vorderen Abschnitt des langen Strandes zwischen Kalamaki und Laganas zwei Gelege in den Dünen anhand der Schutzgitter ausmachen.
Abends gehen wir gemeinsam in der Keri Taverne im Ort Essen. Es gibt Pizza, Sardellen, Tzatziki, Salat und Auberginengemüse mit Knofibrot. Für einen Absacker geht es anschließend ins Rock Cafe an der Promenade.
03.06.2025
Auch den heutigen Dienstag lassen wir ruhig angehen. Nach dem Frühstück an den kleinen Strand, mittags ausruhen und abends treffen wir uns erneut mit unseren Freunden auf ein kühles Getränk im Rock-Cafe. Für morgen planen wir ein letztes gemeinsames Abendessen im Landesinneren. Es soll zum „Priounaki“ nach Lagkadakia gehen.
04.06.2025
Bevor es am Abend ins Pirounaki geht, besuchen wir die anderen beiden Urlauber noch kurz in ihrer Unterkunft. Diese liegt auf der gegenüberliegenden Seite des Keri Lake, oberhalb des Restaurants „Remezzo“. Eine neuere Anlage mit ansprechender Einrichtung.
Anschließend geht es nach Lagkadakia. Das familiengeführte Restaurant bietet für 25 € pro Person div. Vorspeisen, Hauptgerichte, Dessert und Getränke an. Man sitzt auf einer großen, schattigen Terasse, umgeben von Weinreben, Granatapfel- und Orangenbäumen.
05.06.2025
Während unsere Freund die Rückreise antreten, legen wir einen weiteren Strandtag ein.
06.06.2025
The same procedure as last day.
07.06.2025
Dito – bis auf das abendliche Barbecue in der Tauchbasis.
08.06.2025
Auch am heutigen Sonntag folgt ein weiterer Strandtag.
09.06.2025
Neue Woche, neues Glück. Dirk fühlt sich wieder fit und startet in seine Doppeltank-Tauchwoche. Morgens um 09:00 Uhr geht es los, 2 Tauchgänge an verschiedenen Spots und am frühen Nachmittag zurück. Ich arbeite etwas und gehe anschließend an den Strand. Den Nachmittag verbringen wir gemeinsam am Meer, bleiben bis in den Abend. Wirklich anstrengend, an diesem Tag ist die anschließende Überlegung anlässlich des Abendessens.
Für die Kinder hier beginnen die Sommerferien am Ende der Woche. Sie tummeln sich hier am frühen Abend im Meer vor ihrer Haustür, mit Tauchmasken, Bällen uns Wasserpistolen holen sie sich die erfrischende Abkühlung. Am angrenzenden Wasserlauf, der an beiden Seiten des Keri Lake ins Meer fließt, werden zwischen den Felsen, Schildkröten, Fische und Krebse in Augenschein genommen und in Sandeimer verfrachtet, die zuvor eilig mit Wasser gefüllt worden sind. Eine kleine Schildkröte die zuvor hin- und hergereicht wurde, konnte Dirk aus einer Tauchermaske in einem unbeobachteten Moment „retten“. Auf dem Weg zum Apartment wurde sie im besagten Wasserlauf frei gelassen. Die Wasserläufe beherbergen nicht nur Schildkröten, sondern auch eine Unmenge an Fröschen. Diese sieht man zwar nicht, aber ihr Gequake ist wirklich unberechenbar laut.
10.06.2025
Frühstücken – Tauchen – Arbeiten – Strand.
In der Kita von Anna und Arne sind die beiden Postkarten angekommen, die wir in Parga aufgegeben hatten. Anna hat sich sehr gefreut. Hoffentlich hat die Karte an die Eichhörnchengruppe von Arne auch ihren Weg nach Bremen in die Kita gefunden.
Cora, Niklas und die Kids waren in der vergangenen Woche in Dresden. U.a. haben sie dort auch Ausflüge ins Elbsandsteingebirge gemacht und viele Fotos im Chat eingestellt. Eine wirklich tolle Gegend, die uns sofort ans Müllerthal in Luxemburg erinnert hat.
11.06.2025
Die Karte hat die Eichhörnchengruppe erreicht und wurde im Morgenkreis vorgelesen. Die Kiddies haben sich sehr gefreut.
Heute passiert nichts weiter Aufregendes.
Tauchen – Arbeiten – Strand und die Herausforderung der abendlichen Essensplanung.
12.06.2025
Die Planung für´s heutige Abendessen wird uns abgenommen. Wir haben uns für das Fischfuffet in der Tauchbasis angemeldet. Hier sitzen wir mit Dirk´s Tauchbuddy Hugo an einem Tisch. Die beiden haben drei Tauchtage miteinander verbracht, was ihnen sehr gefallen hat. Ein schöner Abend mit gegrillter Dorade, Bruschetta, Reissalat, grünem Salat und Kartoffelbrei mit Knofo – Skordalia.
Da wir morgen den Leihwagen abholen, kann Dirk die letzten Tauchgänge von Hugo leider nicht begleiten. Aber wir verabreden uns für Freitagabend zu einem gemeinsam Abschiedsessen in Limni.
13.06.2025
Am Vormittag holen wir den Leihwagen von Autocandia am Flughafen ab. Es ist ein kleiner Suzuki Swift, den wir für die kommenden drei Wochen gemietet haben. Wir ziehen morgen auf den vor Limni liegenden Campingplatz Tartaruga und werden dort die nächsten Wochen verbringen. Um trotzdem flexibel zu sein, gönnen wir uns den Luxus eines Mietwagens. Fahrradfahren ist bei den hiesigen Straßenverhältnissen und steigenden Temperaturen keine gute Idee. Abends geht es mit Hugo in die Taverne neben dem Cafe Aelia, direkt am Strand. Dieses Restaurant wollten wir schon während der vorherigen Aufenthalte ausprobieren.
14.06.2025
Der heutige Tag ist mit dem Umzug auf den CP ausgefüllt. Nach dem Frühstück packen wir die „Kleinigkeiten“ wieder in den Rudi, schließen den Kühlschrank an und koppeln den Hänger an. Gegen halb elf sind wir bereits startklar und los geht’s. Auf Zante gibt es drei Campingplätze, wobei zwei hinter der Stadt Zakynthos liegen und für eine Anfahrt zur Tauchbasis einfach zu weit entfernt sind. Also hoffen wir, auf dem CP Tartaruga einen Platz zu bekommen. Bereits ab März haben wir immer wieder versucht mit dem Platz Kontakt aufzunehmen und eine Reservierung zu starten. Leider immer ohne Erfolg. Erst ein weiterer Kontakt über die Tauchbasis führte telefonisch zum Erfolg. Eine Reservierung sei wegen der Vorsaison nicht erforderlich. Mal sehen, ob es klappt.
Es hat geklappt und nach einer unkomplizierten Anmeldung bei Veit im Restaurant, wurde schnell ein geeignetes Plätzchen für Rudi, den Hänger und den Swift gefunden. Der CP befindet sich eigentlich in einer Art Dornröschenschlaf oder besser gesagt Olivenbäumchenschlaf. Es wirkt alles ein wenig improvisiert, liebevoll vernachlässigt, vlt. könnte man Vintage sagen. Die Stellplätze befinden sich inmitten von alten Olivenbäumen und erstrecken sich terrassenförmig und steil abfallend bis hinunter zum Meer. Hier gibt es einen Kieselstrand mit Steg und eine Holzplattform im Meer, nur für die Gäste des CP`s. Total idyllisch, wenn da nicht der steile Rückweg nach oben wäre. Im unteren Bereich stehen überwiegend kleine, niedrige Campervan`s und Zelte. Mit Rudi ist ein Plätzchen im unteren Bereich aber keine Option. Wir stehen in unmittelbarer Nähe zu einem Waschhäuschen, Spülplatz und dem Restaurant. Das Gequake haben wir in Limni gelassen, aber was uns hier hat Zikadengetöse erwartet, damit hätten wir nicht gerechnet.
Am Abend genießen wir auf der Terrasse des Restaurants mit Blick auf das Meer ein leckeres Abendessen. Die Bestellung nimmt der Besitzer an jedem Tisch selbst auf, in dem er die Speisen des Tages vorliest und die Bestellungen entsprechend abhakt. So sind von der Pasta noch 4 Mahlzeiten zu genießen, von dem Ruccolasalat mit Pamesan noch 2 und die Vorspeisen mit Sardellen ist noch 7mal zu haben.
Wir bestellen einen Rote-Beete-Salat, die marinierten Sardellen, Tzatziki und Stifado. Sehr, sehr lecker.
15.06.2025
Da wir einen Stellplatz auf dem genannten CP beziehen konnten und die nächsten drei Wochen hier verbringen werden, bevor es nach Chalkidiki weitergeht, können wir nun die Buchung der Fähre für die Rückfahrt auf die Peleponnes vornehmen. Hier entscheiden wir uns heute direkt zum Fähranleger zu fahren und die Fahrt für den 04.07.2025 zu buchen. Ich hatte es bereits online probiert, aber die Buchung des Trailers war nicht möglich und ich wollte nicht schon wieder mit der Reederei Kontakt aufnehmen. Außerdem hätten wir so die Tickets in Papierform.
Der Ticketschalter befindet sich direkt im Fährhafen und ist sogar sonntags geöffnet. Der Erwerb war kein Problem und anschließend ging es für einen kleinen Rundgang in die sonntägliche Innenstadt.
Den Nachmittag und Abend verbrachten wir am Strand mit Lesen und Baden. Es ging im Gaia-Zick-Zack durch die Olivenhaine oberhalb von Laganas an den Strand von Kalamaki. Dieses Mal haben wir direkt gegenüber des Flughafens die Abzweigung genommen und gelangten so an den Strandabschnitt bei der Kalamaki Beach Taverna. Schildkröten konnten wir leider nicht ausmachen. Ich bin noch ein ganzes Stück Richtung Laganas am Wasser entlang gelaufen, ohne Sichtungserfolg. Gegen Abend meinten wir beide einen Schildkrötenkopf im Wasser auszumachen. Wahrscheinlich haben wir zu lange unter der Sonne auf die Wasseroberfläche geschaut😵💫.
16.06.2025
So langsam werden mir die Temperaturen zu viel. Knatschstimmung ist angesagt. Es ist einfach viel zu warm, jammer, jammer, jammer. Daher geht es an den Strand und ins Wasser, je kühler desto besser. Das kann ja was werden, zumal es im Juli und August nicht kälter wird. Zuhause sind die Temperaturen gerade sogar noch höher. Ein kurzer Zwischenstopp zuhause via Flug wäre also auch keine Alternative.
17.06.2025
Gegen die Wärme hilft nur Badekleidung und ständige Druckbetankung mittels Wasser sowie ausufernder Strandbesuch. An weitere Aktivitäten ist nur nachts zu denken.
Morgen steht für Dirk ein Wracktauchgang auf dem Plan. Die Fahrt mit dem Tauchboot geht fast bis an die Küste von Kyllini. Hier ist in den 90ziger Jahren die Fähre Zakynthos während eines aufkommenden Sturmes auf der Fahrt nach Zante gesunken. Zu Schaden gekommen ist dabei nur eine Person, die versucht hat sich durch einen Sprung ins Wasser in Sicherheit zu bringen und dabei ums Leben gekommen ist. Alle anderen Personen konnten gerettet werden. Der ganze Laderaum der gesunkenen Fähre befindet sich voller PKW`sund LKW`s und kann an einigen Stellen betaucht werden. Nach dem Strandtag werden daher Vorbereitungen für die morgige Ausfahrt getroffen.
18.06.2025
Nachdem ich Dirk an der Tauchbasis abgesetzt habe, mache ich mich nach einer kleinen Aufräumaktion im Rudi auf den Weg nach Zante. Hier möchte ich ein wenig durch das Städtchen bummeln und mir evtl. weiteres Badezeug besorgen. Gegen halb elf erreiche ich die Innenstadt und finde schon keinen nahegelegenen Parkplatz mehr. Erst weit außerhalb kann ich einen an der Küstenstraße ergattern. Und dann schleiche ich wärmebedingt quasi wie ein Faultier durch die Vorstadt bis ins Zentrum. Hier habe ich eigentlich schon gar keine Lust mehr auf Klamotten gucken, will einfach wieder zurück und in irgendeinen kühlen Keller kriechen. Okay, wenigstens einen Versuch, das Geschäft hat Klima. Der Versuch ist von Erfolg gekrönt und jetzt wie nix zurück zum CP. Hier reiße ich alle Fenster auf, versuche mit dem Max-Venrichtig viel Luftzirkulation zu erzeugen und kann hier so den weiteren Tag verbringen. Am Nachmittag kehrt Dirk von der Wracktour zurück und ich sammle ihn an der Basis ein, wo wir noch gemeinsam einen Frappé genießen und anschließend zum Campingplatz zurückfahren.
19.06.2025
BADETAG da sehr warm!!!!
Beim letzten Badegang am Abend, haben wir tatsächlich eine Caretta Caretta neben uns auftauchen gesehen. Sind ist ganz kurz zum Luftholen an die Wasseroberfläche gekommen und dann gemächlich Richtung Hafenbecken weiter getaucht. Herrlich!!!
20.06.2025
Da es nicht kälter wird, steht heute ein Tagesausflug mit dem Tauchboot an. Während Dirk auf der kleinen Nordtour zwei Tauchgänge durchführen kann, werde ich schnorcheln. Nach dem ersten Tauchgang wird in der Oberflächenpause gegrillt und gemeinsam gegessen. Danach geht es zu einem Tauchspot der sich Grottenmolch Drei nennt und man bei einer Tiefe bis ca. 15 m eine Grotte nach der anderen an der Felswand gelegen betauchen kann. Auf der Rückfahrt fahren wir weitere Grotten an, genießen die unterschiedlichen Blautöne des Wassers, die Klippen und den Wind. So lässt es sich aushalten. In der Basis gibt es noch einen Frappé und zum Abendessen Tomatenbrote.
Evtl. ist für die nächste Woche eine Osttour geplant. Hier wird Dirk auf jeden Fall teilnehmen.
21.06.2025
Der Wecker ist auf halb sieben gestellt. Nach einem schnellen Kaffee fahren wir ganz früh nach Zante auf den Markt und dann in ein bekanntes Kafenio an der Promenade. Der Markt am Hafen ist sehr übersichtlich und wir können uns nicht wirklich entschließen etwas zu erwerben. Dafür ist der Besuch im Kafenio umso schöner. Bei Cappuccino und Kaffee Americano sowie einem süßen Blätterteiggebäck kann der Tag beginnen. Im Anschluss haben wir beide die Idee einen Frisör für Dirk aufzusuchen. So begeben wir uns in eine Seitenstraße, in der nur wenig Touris zu finden sind und mitten ins samstägliche Geschehen der hiesigen Bewohner. Die ersten drei Frisörgeschäfte haben geschlossen, der 4. hat Zeit aber erst in einer Stunde, solange will Dirk nicht warten. Also schlendern wir langsam zurück zum Auto, kommen an weiteren Frisören vorbei, die zu sind oder keine Termine mehr frei haben. Anschließend wollen wir dem Bohali Castle oberhalb von Zante-Stand einen Besuch abstatten, aber das Navi führt uns immer wieder in das Wirr-Warr von kleinen Straßen und richtig steil den Berg hinauf. Da mich das sehr an eine Autofahrt auf La Palma erinnert, kehre ich um und versuche auf Hauptstraßen die Burg zu erreichen. Leider ohne Erfolg, das Navi spült uns immer wieder mitten in Zante aus. Wir treten den Rückweg an und kommen quasi eine Stunde später zufällig wieder am Frisör vorbei. Hier kommt Dirk dann in den Genuss eines neuen Sommerhaarschnittes. Auf dem Rückweg wird noch eingekauft, die Tauchbasis aufgesucht um einen liegengelassenen Badeponcho und Tauchequipment einzusammeln sowie die Badeschuhe im Kerishop umgetauscht. Den Nachmittag verbringen wir am Stellplatz mit individuellem, chilligem Ausruhen.
22.06.2025
Den Sonntag starten wir sehr früh Richtung Keri Lighthouse. Ein schöner Aussichtspunkt am westlichen Inselzipfel. Wir sind so früh dran, dass hier noch alles geschlossen hat. Die Fahrt wird Richtung Agalas fortgesetzt. Am Sunset Agalas geniessen wir als einzige Gäste nicht nur die tolle Aussicht auf das Meer sondern auch einen Cappucino und einen Cafe Americano. Weiter geht es entlang der Westküste, zunächst nach Kampi, zum Viewpoint Cliffs of Kampi. Von hier oben hat man einen tollen Ausblick auf das türkisblaue Meer und die schroff abfallenden Klippen. Bereits 2021 waren wir schon einmal hier und haben in der angrenzenden Taverne Sunset Michalis zu Mittag gegessen. Heute jedoch zieht es uns nach einem kleinen Stopp weiter.
Wir tuckeln bis zum Porta Steniti. Diesen wirklich kleinen Hafen erreichen wir über eine Nebenstraße, welche teilweise sehr steil nach unten führt. Ein wirklich schöner, enger Buchtabschnitt empfängt uns. Der hintere Abschnitt verjüngt sich fast bis auf ca. 3 m und endet in einem flachen, sandigen Bereich. Links und rechts ragen die Felsen in die Höhe. Hier müssen wir natürlich sofort hinein. Als wir wieder zurück zum felsigen Einstieg schwimmen, ankern gerade 2 Ausflugsboote und um uns herum beginnt ein Riesengeplatsche. Diese kleine Abkühlung wird ausreichend genossen, bevor der Ausflug weiter geht.
Im Anschluss versuchen wir am frühen Nachmittag eigentlich das Unmögliche, der Besuch des Schiffswracks in der Schmugglerbucht bei Navagio. Heftige Winterstürme haben hier Anfang 2024 das Schiffswrack des Küstenmotorschiffes „Panagiotis“, welches 1980 vor der Insel auf Grund gelaufen ist, in zwei Teile zerfetzt. Der Aussichtspunkt auf den Klippen ist erneuert worden, aber es sind bereits jetzt so viele Touris (wie wir) mit Auto´s, Rollern, Squads und Minibussen hier, das 1. Die Aussichtsplattform total überfüllt – und 2. An- + Abreisende die ganze kleine Straße blockieren.
Nichts wie weg hier. Dann statten wir dem Hafenörtchen Agios Nikolaos noch einen Besuch ab.
Im beschaulichen Hafen liegen zahlreiche Segelboote, Mietboote und Ausflugsschiffe vor Anker. Ein kleiner Snack an der Promenade darf nicht fehlen und dabei schauen wir den Seglern zu, die mit kleinen Booten vom – oder zum Strand paddeln.
Eigentlich hatten wir anschließend noch eine Besichtigung des Weingutes Callinico auf dem Plan, aber leider hat dies am Sonntag geschlossen. Vlt. klappt es ja an einem anderen Tag während des Aufenthaltes auf Zante. Zurück geht es durch das Landesinnere, bis wir die Hauptstraße nach Keri in Höhe des „Delta-Schildes“ erreichen.
23.06.2025
Irgend etwas stimmt mit unserem Kühlschrank nicht. Er kühlt nicht mehr richtig und egal, was wir bei der Fehlersuche unternehmen, die Kühlfunktion ist eigentlich nicht mehr vorhanden. Die Recherche via Gebrauchsanleitung bzw. über das www bringt uns nicht weiter. Wir versuchen mit Dometic-Händlern in NRW Kontakt aufzunehmen, leider erfolglos. Da hilft nur die Kontaktaufnahme mit unserem WoMo-Händler in Kürten. Hier müssen wir eh zu einem Inspektionstermin hin. Diesen hatten wir bereits vor Abreis vereinbart. Wie sich bei einem anschließenden Telefonat herausstellt, hat man jedoch vergessen diesen im Kalender zu vermerken. Egal, Rudi geht vom 15.09.2025 – 19.09.2025 in den Service: Gasprüfung, Dichtigkeitsprüfung, 3. Lithiumbatterie und Kühlschrankreparatur oder gar Erneuerung.
Später sind wir im Tauchcenter zu einem Mezze-Abend verabredet, welches wirklich an Auswahl und Geschmacksvarianten schwer zu übertreffen ist.
24.06.2025 + 25.06.2025
Beides Strandtage, die wir unten in Limni am Dramabeach verbringen. Drama deswegen, weil hier deutsche Eltern mit ihren Kindern bis nachmittags anordnen, reglementieren, diskutieren und ab den frühen Abendstunden griechische Eltern (überwiegend Mütter) sich lautstark mit ihren Kindern auseinandersetzen – über einen Ball der weggenommen wurde oder das Schlauchboot, welches ungewollt Besitzer bzw. Besitzerin wechselt.
26.06.2025
Heute begibt sich Dirk auf einen Tauchausflug an die Ostküste der Insel. Die Tour führt zunächst an das unbewohnte Inselchen Pelouzo, anschließend an eine Kreidewand in der Nähe von Dafni Beach.
Bei Pelouzo kann man alte Keramiken sowie Maschinen er- und betauchen. Der Tauchgang in der Nähe von Dafni Beach war ein ganz normaler TG ohne weitere Besonderheiten unter Wasser. Anschließend wurden auf der „CatCat“ Burger gegrillt und verspeist.
27.06.2025
Auch der heutige Tag wird am Strand in Limni verbracht. Mittlerweile ist die Strandpromenade durchgängig gepflaster, Laternen sind aufgestellt und es gibt jetzt sogar zwei Duschen, leider bis heute das Wasser noch abgestellt.
28.06.2025
Bevor wir einen Ausflug zum Dafni Beach machen, geht´s noch kurz vor Zante-Stadt in den Lidl. Hier erstehen wir einen Standventilator in der Hoffnung, dass die Hitze im Van durch die Luftzirkulation besser zu ertragen ist. Eigentlich lässt es sich nur noch die Badeklamotten und Trinkwasserflaschengürtel aushalten.
Dafni Beach selbst hätten wir so gar nicht wiedererkannt. Tauchschule, Apartments, Tavernen, der Strand belegt mit Sonnenliegen und Sonnenschirmen, vor uns die geschützte Schildkrötenzone.
Viel zu voll, Essen und Getränke in der Gastro teuer. Nachdem wir Anatoli in der Tauchbasis einen kurzen Besuch abgestattet haben, geht es wieder zurück. Auch dieses Mal über Laganas und durch die Olivenhaine zum CP. Tatsächlich schon wieder auf einem anderen Weg.
29.06.2025
Wir haben Lust an die langegezogene Bucht von Laganas zu fahren und von dieser Seite aus, den Strand nach Kalamaki abzulaufen, um evtl. doch noch die begehrten CarettaCaretta-Schildkröten zu sehen.
Leider auch dieses Mal ohne Erfolg. Schade, aber es sollte einfach in diesem Jahr nicht sein.
Anschließend legen wir einen Zwischenstopp für einen Snack in der Tauchbasis ein.
30.06.2025
Am Vormittag hat Dirk seinen letzten Doppeltauchgang auf Zante. Wir begleichen unsere Rechnung in der Taverne der Tauchbasis bei einer leckeren, selbstgemachten Zitronenlimo. Anschließend nehmen wir die Tauchkiste mit auf den CP. Schließlich geht es am WE wieder auf´s Festland und man kann bereits ans Packen denken.
Es hilft nichts, wir brauchen eine neue Kühlalternative, der Dometic arbeitet gar nicht mehr. Deshalb geht es am frühen Abend auf Shoppingtour nach Zante-Stadt. Im „Expert“, etwas außerhalb der Stadt, werden wir fündig und erstehen eine klassische Kühlbox, wie damals zum Zelten.
Für die Weiterfahrt werden Venti und Kühlbox auf der Sitzbank wie Mitreisende angeschnallt.
01.07.2025
Unsere gemeinsamen Bemühungen mehr auf die Nahrungsaufnahme zu achten sowie weitere Gewichtszunahmen zu verhindern, sind leider nur semi erfolgreich. Deshalb versuchen wir es ab heute erneut mit der Yazio-App. Ab jetzt heißt es wiegen und tracken.
02.07.2025
Wir räumen so langsam wieder zusammen, Tanken und waschen Rudi, gehen noch einmal frische Lebensmittel einkaufen (das Volumen der Kühlbox ist beschränkt).
Am Abend geniessen wir ein leckeres Essen in der Taverne am CP an einem Tisch mit direkter Aussicht auf die Bucht und Marathonisi.
03.07.2025
Es geht ganz früh mit Sack und Pack nach Limni an den Strand. Wir wollen hier die letzte Nacht freistehen, den Tag am Strand genießen und abends zum Fisch-Mezze in die Tauchbasis gehen. Ein letzter schöner Abend auf Zante.
04.07.2025
Nach einer ruhigen Nacht stehen wir sehr früh auf, um die Morgenstimmung am Strand zu genießen. Dirk startet auf der Promenade die Drohne, dabei wird Kaffee getrunken.
Und was hier bereits alles los ist. Der Büdchenbesitzer rasiert sich bei Rockmusik, eine Familie begibt sich zum Frühschwimmen ins Meer, einige joggen oder walken, ein älteres Paar klappt die Strandstühle zwischen den Tamarinden aus und genießt ebenfalls die morgendliche Atmosphäre.
Gegen kurz vor 11:00 Uhr fahre ich mit dem Mietwagen vor um zu Tanken. Dirk startet 10 Minuten später. Wir treffen uns an der Autovermietung Autocandia am Flughafen. Die Rückgabe verläuft reibungslos und ab geht es zum Fähranleger der Levante Ferries im Hafen. Unsere Fähre läuft erst um 15:15 Uhr aus und wir haben noch über drei Stunden Zeit. In der Mittagshitze nicht so prickelnd. Am Kai legt gerade die Fähre aus Kyllini kommend an, welche um 13:15 Uhr retour ablegen soll. Kurz entschlossen fragen wir den Kapitän, welcher das Ein- und Ausladen mit strengem Blick begleitet, ob wir bereits diese frühere Fähre nehmen können. Er bejaht dies mit knappen und schroffen Worten und so kommen wir 2 Stunden früher los, sind demnach auch 2 Stunden früher auf dem reservierten Platz in Delphi. Die Überfahrt verbringen wir in der klimatisierten Cafeteria.
Von Kyllini aus geht es dazu bei Patras erneut über die gigantische Brücke auf´s Festland und anschließend die kurvige Küstenstraße entlang bis nach Delphi. Immer wieder tauchen Fisch- und Muschelfarmen auf. Eine spätere Recherche ergibt, dass Griechenland der größte europäische Exporteur für Zuchtfische wie z.B. Doraden und Muscheln ist.
Wir sind sehr verwundert, wie leer die Straße ist. Auf dem ganzen Weg kommt uns auch nur ein WoMo entgegen. Die Felsküste wird immer wieder durch kleine Orte mit noch kleineren Buchten unterbrochen. So passieren wir Nafpaktos, Marathias, Agiosi, Spyrodonas, Agios Nikolaos, Eratini, Galaxidi und Itea, bevor wir kurz vor Delphi die Küstenstraße verlassen und in Serpentinen Höhenmeter gewinnen.
Wenig später erreichen wir den CP Delphi und sind einfach nur begeistert. Es ist ein kleiner, familiengeführter Platz, mit Pool, Minimarkt und Taverne. Die Familie produziert zudem seit mehreren Generationen Olivenöl : Mer de olivier de Delphi sowie damit zusammenhängende Produkte, die man z.B. beim Abendessen testen kann. Und das Meer der Olivenbäume kann als Aussicht direkt vom Stellplatz aus genossen werden. Man hat freien Blick auf Itea und die davorliegende Bucht.
Für den morgigen Tag buchen wir für 09:30 Uhreinen Shuttleservice zur archäologischen Stätte von Delphi.
Am Sonntag Morgen verlassen wir Parga in Richtung Peleponnes. Der CP Valtos hat für 1 ÜN ohne Strom rund 23€ berechnet. Strom kann optional fpr 5€/Tag dazu gebucht werden. Davon haben wir einmal Gebrauch gemacht.
Die Fahrt führte uns über die Meerenge von Rio-Andirrio, die den Eingang zum Golfvon Korinth bildet und seiner Charilaos Trikoupis Brücke. Diese Stahlseilbrücke wurde 2004 eröffnet. Für Aufsehen sorgte sie, weil es lange Zeit für unmöglich gehalten wurde, eine Brücke in einem Erdbebengebiet über eine 2,5 km breite und 65 m tiefe Meerenge ohne stabilen Boden zu bauen. Das Bauwerk wurde 2004 mit Beginn der Olympischen Spiele eingeweiht. Otto Rehnagel, damaliger Trainer der griechischen Fußballnationalmannschaft gehörte u. a. zu den Fackelläufern, die das olympische Feuer zur Eröffnung über diese Brücke trugen.
Die Fahrt führt uns über Kyllini, einem kleinen Hafenort. Hier werden wir kommenden Samstag die Fähre der Reederei Levante nach Zakynthos nehmen. Weiter geht es an Kastro vorbei nach Kalamia, einem Strandabschnitt am Ionischem Meer und hier zum CP Melissa. Hier ist Ende Mai alles noch sehr ruhig. Restaurant, Minimarkt und Bar sind geöffnet, Sanitäranlagen ok sowie der Preis mit 23€/ÜN incl. Strom.
26.05.2025
Die Räder sind startbereit für eine Tour ins benachbarte Kastro mit ihrer Burg Chlemoutsi, einer hochmittelalterlichen Kreuufahrerburg, die zu den größten und am besten erhaltenen Burgen Griechenland zählt. Sie wurde zwischen 1220 und 1230 von Gottfried I. von Villehardouin zur Verteidigung des benachbarten Hafens von Glarentza erbaut. Wir zahlen den Eintritt von je 5 € und nehmen uns Zeit für die Erkundung. Neben der in Restauration befindlichen Anlage, sind auch Exponate aus den unterschiedliche Epochen ausgestellt: Säulenfragmente, Waffen, Rüstungsverschlüsse, Glasfläschchen.
Im Anschluss statten wir Kyllini noch einen kleinen Besuch ab.
27.05.2025
Am folgenden Tag zieht es uns erneut in den Hafen nach Kyllini. Mit den Rädern geht es durch den Ort und weiter ein kleines Stück am Strand entlang. Später essen wir im Hafenrestaurant Seaside Calamari, griechischen Salat und frittierte Auberginentaler. Auf teils holprigen Wegen geht es zurück zum CP. Diesmal vorbei an großen Melonenfeldern. Hier verstecken sich die erfrischenden Gewächse in einem grünen Pflanzenmeer. Am Abend drehen wir eine Runde am Strand entlang und danach stellen sich bei Dirk Beinschmerzen ein.
28.05.2025
Niklas hat heute Geburtstag. Bereits gestern haben wir ihn mit einer kleinen kulinarischen Lieferung überrascht. Heute Morgen konnten wir ihm dann via Signal-Video gratulieren.
Der weitere Tag verlief unspektakulär. Während des Abendessens in der Taverne am Platz, stellte sich bei Dirk Unwohlsein, Gliederschmerzen und leichter Schüttelfrost ein. In der Nacht gesellte sich Fieber dazu. Dies sollte sich auch so leicht nicht ändern
29.05.2025
Dirk hat es richtig erwischt. Er liegt komplett flach. Wir haben bereits alles wieder verpackt und für die Abreise vorbereitet. Mal schauen wie sich die Weiterreise am Samstag gestalten wird.
30.05.2025
Fieber, Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Übelkeit – auch heute keine Änderung. Auf Zante wird ein Coronatest besorgt. An Tauchen ab nächster Woche ist nicht zu denken.
Es geht weiter Richtung Parga. Nebenbei tanken wir Diesel und Gas. Gegen Mittag erreichen wir Parga ein kleines Touriörtchen unterhalb von Igoumenitsa, Provinz Epirus. Am Nachbarstrand, dem Valtosbeach ergattern wir einen schönen Platz unter schattenspendenden Bäumen. Nach dem Einrichten in und um Rudi geht es raus auf einen kleinen Spaziergang. Am Strand entlang, rauf zum Castle von Parga, durch schmale Gassen hinab in den Ort. Unser erster Frappé wird fällig, incl. Promenade beobachten.
22.05.2025
Den Vormittag haben wir bei bedecktem Wetter an den Rechnern verbracht. Danach ging es an den Strand, der leider durchgängig mit Liegen und Sonnenschirmen zugepflastert ist. Na gut, wir beschliessen auch welche zu mieten und verbringen den ganzen Nachmittag am Strand. Ins Wasser ging es auch🛟.
23.05.2025
Bedecktes und leicht regnerisches Wetter laden zum Abhängen, lesen und arbeiten ein. Ausserdem verbrauchen wir unsere Lebensmittelreste, nimmt die Thermoskanne Schaden und werden Mücken gejagt.
24.05.2025
Nach dem Frühstück geht es noch einmal hinauf zur Burg, werden schöne Leinentücher für die Sitze erstanden, Kleinigkeiten eingekauft und auf dem Rückweg bei Sakis oberhalb des Ortes zu Mittag gegessen. Es ist ziemlich warm und der Rückweg zum CP ist wirklich anstrengend😅. Daher ist anschliessend erst einmal Pause angesagt.
Es kommt natürlich anders als geplant. Das Wetter scheint unbeständiger zu werden und eigentlich zieht es uns sowieso nach Griechenland, also entscheiden wir mittendrin einfach weiter zu fahren. Und so geht es schnurstracks durch Albanien und dem Grenzübertritt bei Kakavije nach Griechenland. Hier zunächst nach Ioánnina der Hauptstadt der Provinz Epirus. Auf dem CP Limnopoula stehen wir direkt am Ufer des Lake Pamvotida. Mit dabei ein Kanu- und Segelzentrum, welches den See zum Trainieren nutzt.
20.05.2025
Irgendwie war das eine unruhige Nacht. Keine Ahnung warum, aber ich habe total schlecht geschlafen, um 3 Uhr war erst einmal die Nacht vorbei, es wurde gelesen und irgendwann gegen 5 Uhr erneut eingeschlafen. Zum Frühstück gab es Overnight-Oats. Nach Abspülen und Solarpaneel aufbauen ging es mit den Rädern in die Stadt. Natürlich soweit wie möglich an den Ufern des Sees entlang. Zunächst in die Altstadt, die nur die Bewohner mit ihren Autos befahren dürfen. Über holprige Pflaster gelangen wir an einem türkischen Bad vorbei zur 1618 erbauten Aslan-Moschee, einer türkischen Bibliothek sowie einem Silberschmiedemuseum. Wir entdecken ein kleines Cafe am Osttor des Viertels, ansonsten sucht man Geschäfte, Lokale oder Pensionen hier vergebens. Im Anschluss cruisen wir am Seeufer weiter Richtung Anatoli. Hier sind wir auf der Suche nach einem Restaurant für einen Mittagssnack. Dabei sind wir anscheinend zu früh dran für einen Imbiss, überall wird nur getrunken. Also dann in den nächsten Supermarkt, um etwas Frisches für auf den Teller zu besorgen.
Es gibt gemischten Salat mit Feta und Oliven sowie selbstgemachten Tsaziki. Der Nachmittag wird am Stellplatz am See mit Ausruhen und Reisetagebuch schreiben verbracht. Wo es morgen hingehen soll, wissen wir beide noch nicht so genau. Das Wetter im Blick soll es Stand heute auf dem Peleponnes am beständigsten sein.
Von Kotor aus begeben wir uns Richtung Küste. Aber erst einmal gilt es eine ca. 20 km lange Baustelle abzufahren. Anschließend geht es vorbei an Budva, Bar nach Ulcinj und hier an einen ca. 11 km langen Strandabschnitt, an dessen Ende Albanien beginnt.Am CP Safari Beach machen wir Halt, direkt am Strand.
18.05.2025
Trotz Gewitter- und Regenansage ist es fast trocken geblieben. Wir nutzen den Tag zunächst zum Aufräumen und später für eine Radtour so gut es geht am Strand entlang und landen später an einer Strandbude Restaurant Pesha, wo wir eine Kleinigkeit essen und trinken, zudem einen serbischen Familienvater kennenlernen, der mit seiner Familie einige freie Tage hier an der Küste verbringt.
Am Abend haben wir bereits alles abreisefertig gemacht. Morgen geht es nach Albanien. Geplant ist hier ein Stopp bei Gjirokastër bevor unsere Tour nach Griechenland fortgesetzt wird. Ausserdem haben wir überlegt auf der Rückreise die Fähre von Igoumenitsa nach Ancona zu nehmen. Gesagt, getan und gebucht: am 18.08.2025 um 21:30 h geht es auf eine Fähre der Grimaldi Linie.
Für heute steht die Einreise nach Montenegro auf dem Programm. Dazu müssen wir aber erst aus Kroatien ausreisen, nach Bosnien-Herzegowina einreisen und wieder ausreisen, um dann in Montenegro einreisen zu können. Die Kontrollen an den Grenzen ist man gar nicht mehr gewohnt. Ob wir aussteigen und die Gefährten öffnen müssen? Es geht ohne, die Ausweise und KFZ-Papiere werden eingescannt und dann geht’s weiter.
Erstes Ziel in Montenegro ist Kotor.
Wir haben Glück und erhaschen noch einen Stellplatz auf einem Parkplatz in der Nähe der historischen Altstadt. Für 20 € ohne Service können wir hier für 24 h stehen.
Nach den Aufbauarbeiten im Van wollen wir uns direkt die älteste Stadt Montenegros anschauen. Sie liegt in der Bucht von Kotor, einer von vier Buchten des Golfs von Kotor, an der Adriaküste Montenegros. 1979 ist Kotor mit ihren bedeutenden kulturhistorischen Bauwerken in das UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe aufgenommen worden. Wir verschaffen uns zunächst mit einem Rundgang über die Stadtmauer vom Hafen aus einen Überblick, entdecken viele verwinkelte, schmale Gassen, unzählige Katzen, Kirchen und das Wahrzeichen von Kotor – der Uhrturm. Der Gang durch diese Gassen und vorbei an wirklich vielen Souveniergeschäften hat so gar nichts mehr vom ursprünglichen Charme dieser Stadt. Überall drängen sich Menschenmassen vorbei und so zieht es uns nach einem kühlen Getränk wieder aus den Stadtmauern heraus. Wir verbringen den Abend im Van und beschließen uns den Markt am Hafen vor der morgigen Weiterfahrt genauer anzuschauen.
17.05.2025
Bevor es weitergeht noch schnell auf den Markt. Dieser liegt gegenüber dem kleinen Hafen, ist teilweise überdacht und vormittags geöffnet. Schon auf dem Weg dorthin können wir zwischen den Häusern ein riesiges Kreuzfahrtschiff der Viking Linie ausmachen. Als wir im Hafen ankommen wird praktisch die ganze Altstadt mit 19 Gruppen dieses Schiffes geflutet (jede Gruppe führt ein Schild mit Viking Mars 1-19 mit sich). Wir biegen schnell in den Markt ab und gesellen uns unter die Einheimischen bei ihrem Einkauf wahrscheinlich für´sWochenende. Schade, dass unser Kühlschrank nicht größer ist – es sieht alles so frisch und lecker aus – Kirschen, Erdbeeren, Melonen, Aprikosen, Bohnen, Paprika, Auberginen, Zwiebeln, Kartoffeln, div. getrocknete Bohnensorten, Feigen zu Ketten aufgereiht, Kräuter, Honig und, und, und.
Dann nehmen wir uns noch die Zeit für einen Kaffee direkt am Markt und schauen den div. Marsgruppen bei ihrer Führung zu.
Da wir Kroatien bereits aus vorherigen Aufenthalten kennengelernt haben, benutzen wir es auf dieser Tour nur als Transitland, um nach Monte Negro zu gelangen und legen bei Zagvozd einen Übernachtungsstop ein. Der CP Biocovo liegt in unmittelbarer Nähe zur A1/E65 und so können wir morgen ohne Umwege die Reise fortsetzen.
In Kroatien sind die Autobahnen mautpflichtig, können aber via Ticket und mit Karte bezahlt werden. Eine weitere Mautbox ist nicht nötig und wir können sogar 90 km/h fahren.