06.07.2025
Und schon geht es weiter. Nächster Halt: Kastraki mit den Meteoraklöstern. Die Temperaturen klettern wieder recht schnell über die 30 Grad-Marke und die vor uns liegende rund 250 km lange Route führt uns über Amfissa, Lamia, Trikala und Kalambaka auf den CP Vrachos in Kastraki. Ein seit den 1960er Jahren bestehender großer Platz mit Pool, Minimarket und Taverne. Die Sanitäranlagen sind in die Jahre gekommen, egal, wir suchen uns einen Platz ganz für uns im hinteren Bereich.
Für morgen Nachmittag haben wir eine geführte Tour über „Get your guide“ ab 16:00 Uhr gebucht: „Meteora – geführte Tour bei Sonnenuntergang mit Besichtigung von Klöstern und Höhlen“, 30€ p.P.
Die Meteoraklöster zählen mit der Akropolis in Athen und dem Kanal von Korinth so ziemlich zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten in Griechenland. Dabei kann man sich bei unmittelbarer Ansicht gar nicht erklären, wie diese mächtigen Felsen aus Sandstein mit einer Höhe von 500 Metern plötzlich aus dem Gelände hervorragen. Auf diesen Gipfeln wurden einst 24 Klöster errichtet. In sechs von ihnen leben heute noch Mönche und Nonnen. Mittlerweile zählen die Klöster zum Weltkulturerbe der UNESCO und werden aufgrund ihrer imposanten Erscheinung sowie verklärten Ansicht im Nebel oder bei tief stehenden Wolken auch als „schwebende Klöster“ bezeichnet.
Wir sind sehr gespannt, was uns morgen erwartet.
07.07.2025
Am Vormittag wird etwas geräumt und eingekauft. Dirk verbringt Zeit am Pool, ich versuche mich möglichst wenig zu bewegen. Via E-mail werden wir vom Tourguide auf die strenge Kleiderordnung bei Besichtigung der Klöster hingewiesen: Männer lange Hosen, Frauen lange Röcke und die Schultern bedeckt. Daran konnte ich mich noch erinnern, als ich 1976 das erste Mal auf einer Rundreise durch Griechenland die Klöster das erste Mal besucht habe. Als wir am Nachmittag vor dem CP abgeholt werden und in den Minibus steigen, sind wir die Einzigen, die sich an die Kleiderordnung gehalten haben und schwitzen, während die anderen Teilnehmer in Shirt und kurzen Hosen im Bus sitzen. Was soll man dazu sagen?


Die Tour führt uns zu allen sechs Klöstern, wobei wir direkt zu Beginn eines der kleineren Klöster besichtigen können. Es handelt sich um das Kloster St. Nikolaos Anapafsos. Heute lebt nur noch ein „monk“, der Archimandrite (Vorsteher) Polykorpos Venetislier hier. Der Eintritt beträgt 5 € und enthalten ist hier die gewünschte Leihkleidung.
Das kleine Kloster beinhaltet einige der wichtigsten Fresken von Theophanes Stelitsas aus dem Jahr 1527. Wir werden im 1. Stock in die winzige Kapelle von St. Anthony geleitet, in der es neben den benannten Fresken auch eine Krypta gibt. Hier werden Relikte und Manuskripte aufbewahrt. Im 3. Stock befindet sich eine Art Empfangssaal, ein Beinhaus für die Aufbewahrung von Knochen und die renovierte Kapelle des Heiligen Johannes des Täufers. Ganz oben ist eine Art Dachterrasse von der aus man einen beeindruckenden Ausblick auf die Umgebund hat.
Weiter geht es auf engen Straßen in die Altstadt von Kalambaka und in die byzantinische Kirche Mariä Himmelfahrt. Die kleine Kirche sollte man sich unbedingt ansehen. Neben der Ausstattung, Aufteilung sowie der Geschichte, sind besonders die Wandmalereien sehr interessant.
Im Anschluss besuchen wir eine Einsiedelei, eine in den Sandstein eingelassene kleine Anlage, in der heute noch ein „monk“ von 84 Jahren lebt.
Nach einer Erfrischungspause in einer kleinen Taverne in Kastraki besuchen wir noch das größte Kloster „Megalo Meteora“ sowie die Klöster Varlaam, Agios Varvaras, Agia Trirada und Agios Stephanos.
Zum Abschluss genießen wir ganz oben inmitten der felsigen Anlage/Umgebung den Sonnenuntergang mit mitgebrachtem Wein und Frikadellen.





















