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Category : Reisen

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188. Bremen Februar 2026

Arne wird 4 und wir sind in diesem Jahr zum Gratulieren in Bremen. Der Winter hat den Norden Deutschlands noch fest im Griff und wir rollen bei 3 Grad auf den WoMo-Stellplatz beim ArtHotel, Schosterboorn 7.

Von hier aus sind es nur 1,4 km zum Quintschlag. Auf dem Weg dorthin, über den Alten Postweg, laufen wir ohne es zu wissen an Anna‘s zukünftiger Grundschule vorbei.

176. Puntagorda Januar 2026

16.01.2026

Heute geht es an der Westküste weiter. Wir bleiben auf der LP-207 und passieren weitere Strände, z.B. Playa de Echentive, Playa de Puntalarga und die ausschweifende Hotelanlage La Palma Princess, inmitten von Bananenplantagen gelegen. Im Anschluß schraubt sich die Straße steil nach oben, um bei Los Canarios in die Lp-2 zu münden. An den Hängen sind hier viele Parzellen mit Weinreben und die dazugehörigen Bodegas auszumachen. Uns interessiert zunächst das Besucherzentrum am Volcan San Antonio, der 1677 ausgebrochen ist. Der Vulkankrater hat einen Durchmesser von 300 m, im Inneren hat die kanarische Kiefer Fuß gefasst und um fast die Hälfte des Kraterrandes führt ein kleiner Pfad entlang bis zum Aussichtspunkt. Von diesem hat man einen imposanten Ausblick auf das Tal mit seinen Hängen voller Weinreben und Bananenplantagen, den beiden Leuchttürmen, das Meer und auf La Gomera und El Hierro in der Ferne. Natürlich auch in den Vulkankrater selbst, der steil abfällt. Auf dem Rückweg geht es für Info‘s rund um Vulkanismus auf den kanarischen Inseln ins Besucherzentrum und auf dem Weg zum Van in die lokale Bodega Carbollo. Hier erstehen wir regionalen Vino Blanco.

Auf der Suche nach einem Pausenplätzchen geht es weiter und wir landen schließlich in Tazakorte. Im Hafen ist reichlich Platz. Es ist zwar nur ein Tagesparkplatz, aber um sich nach dem Essen den Hafen und den Ort anzuschauen perfekt.
Der Weg hierhin führte auch durch die vom letzten Vulkanausbruch 2021/2022 betroffene Gegend. Vom Hafen aus lassen sich die erkalteten, dunklen Lavaströme gut erkennen, die bei Puerto Naos ins Meer gefloßen sind.
Der Hafen hier in Tazakorte ist mit gewaltigen Betonmauern versehen und außerhalb des Sporthafens sind mehrere Anlagen für Aquakulturen angelegt. Auf der Kaimauer schlendernd verlassen wir den Hafenbereich und bummeln weiter in den beschaulichen Küstenort, mit seinen Stränden aus schwarzem Lavasand. Am Kiosko Teneguia gibt es erst einmal einen Kaffee.

Wir verlassen Tazakorte weiter der Küste in nördlicher Richtung folgend, um einen Stellplatz für die Nacht anzufahren. Dabei geht es hinter dem Ort wieder steil hinauf und nach einigen Kilometern ist die Straße durchweg mit Baustellen versehen, die ein Anhalten nicht ermöglichen. So geht es weiter bis nach Puntagorda. Hier wird zuerst getankt und dann weiter durch den Ort gefahren, bis wir zum Mirador Astronomico Roberto Rodriguez gelangen. Hier stehen wir auf einer Kuppe, mit Blick auf den Ort und den Naturgewalten, sprich ordentlichem Wind und Fieselregen, ausgesetzt.

165. Ausflug in den Westen Dezember 2025

28.12.2025

Heute fahren wir an das Ende der Welt, statten der Schutzpatronin der Insel einen Besuch ab und wollen hoch hinaus.
Zunächst geht die Fahrt erneut Richtung Westen und Pozo de la Salud sowie den Arenas Blancas. Anschließend cruisen wir weiter durch aufregende Vulkanlandschaften auf einer kleinen Straße zum Faro de Orchilla. Kurz hinter der Abzweigung zum Playa de Verodal windet sich die schmale Straße 5 km in engen Kurven und ohne Leitplanken ganz hoch zum Weideland der Dehasa. Hier nehmen wir die Abzweigung hinunter zum Leuchtturm, auf der uns gleich zu Beginn die Müllabfuhr entgegenkommt. Da heisst es erst einmal die schmale Straße rückwärts hoch fahren und einen breiteren Punkt zum vorbeifahren finden. Anschliessend weiter und hinunter zum Faro, der in einer schwarzen Einöde aus Lavagestein und Vulkankratern liegt. Dieser Punkt galt in der Antike als das Ende der Welt. Später verlief hier für mehr als 200 Jahre der Nullmeridian. Eine entsprechende steinerne Markierung findet man am besten zu Fuß, wenn man einem Abzweig weiter oben auf dieser Stichstraße folgt. Heute markiert der Leuchtturm den südwestlichsten Punkt Europas und ist ein Leuchtfeuer 2. Grades. Der Begriff verweist auf die Bedeutung der Kennung für ein unterbrochenes Feuer in 2er-Gruppen und die technische Stärke für die Navigation.
Es geht weiter, zunächst zu einer geschützten Badestelle ca. 1,5 km vom Leuchtturm entfernt. Dieser Platz ist mit Picknicktischen und Toiletten ausgestattet, ein langer steiniger Ausleger ragt ins Meer und an der Seite gibt es eine Leiter die zum Baden ins Wasser führt. Früher landeten hier auch Schiffe an, um Material zu löschen und Auswanderer mit an Bord zu nehmen. Der Badeplatz ist gut besucht, überwiegend mit Dauercampern.
Unser nächstes Ziel ist die Ermita de la Virgen, die wir nach 3 km der Hauptstraße folgend erreichen. Die Madonnenfigur der Virgen de los Reyes ist seit 1546 die Schutzpatronin der Insel und die kleine Kirche der Ausgangspunkt der großen Bajada, die alle fünf Jahre stattfindet. Etwas außerhalb entdecken wir mehrere Felsenbehausungen und kleine Flächen mit Schutzgattern. Diese wurden und werden von Hirten genutzt. Es gibt Wasser und eine Feuerstelle. Die Höhlen sind mit Kiefernnadeln ausgelegt und auf den Steinmauern im Innern befinden sich Pappkartons zur Isolierung. In früheren Zeiten wurde in einer kleineren Höhle die Schutzpatronin hier aufbewahrt.
Wir verlassen die Ermita auf der Hauptstraße in Richtung Osten und folgen dieser ca. 6 km, bevor wir links abbiegen und einer kurvigen Piste hoch Richtung Malpaso, dem höchsten Berg der Insel folgen. Die Piste liegt 1200 m über dem Meeresspiegel und führt durch Kiefernwälder und lässt sich vorsichtig gut befahren. Leider liegt fast alles im Nebel, so dass wir die Küste und die Lavafelder nicht erkennen können. Nach 8 km erreichen wir dann den Gipfel auf 1502 Metern, leider total in Nebel gehüllt. Egal ein Kaffee geht immer, bevor wir uns auf den Rückweg machen.
Es geht vorbei am Cruz de los Reyes, einem grossen Platz mit Steinaltar und Holzkreuz, dem Nebelwald und dem CP Hoya de Morcillo. Wir wollen weiter zum Mirador de las Playas, von dem man einen schönen Ausblick auf die Küste der Ostseite hat. Leider hat sich hier eine breite Nebelwald davor geschoben, die dies verhindert. Ansonsten wäre dies hier ein toller Übernachtungsplatz. Dann eben weiter nach La Restinga, hier wollten wir über Silvester eh hin.
Da auf der Promenadenstraße kein Platz mehr frei ist, stehen wir hinter der großen Arpartmentanlage auf geschotterter Fläche und gehen anschließend in der Bar Mar de las Calmas Essen.

088. Hilden März 2025

07.03.2025

Nach einer ausgiebigen Dusche und leckerem Frühstück begeben wir uns auf die Fahrt nach Hilden. Bevor es auf die Bahn geht, machen wir noch einen Abstecher zum WoMo-Stellplatz „Zum Kuhhirten“ am Werdersee. Da Anhänger hier nicht erlaubt sind, wollen wir uns einen Überblick zu geeigneten Abstellmöglichkeiten machen, bevor wir nächsten Donnerstag für eine Woche nach Bremen fahren.

Tja, das wird nix. Überall Halteverbot und der Parkplatz gehört zu einem Restaurant mit zeitlich begrenzter Parkdauer. Da werden wir ohne Hänger fahren müssen. Die Fahrt nach Hause verläuft ohne Stau und das auf der A1, unglaublich. Zur Belohnung gibt es ein dickes Eis aus der Eiskiste und einen Parkplatz für unser Gefährt direkt vor der Tür. Läuft! Heute Abend geht es nach Solingen zu einem Wiedersehen mit Heike und Thomas🥰.

13.03.2025

Kaum zu glauben, aber es ist schon wieder eine Woche rum. Hätten wir unseren eigentlichen Reisezeitraum eingehalten und wären nicht für die vorgezogene Bundestagswahl nach Hause gekommen, würden wir wahrscheinlich noch in Galizien oder Frankreich reisen. So ist zumindest seit gestern die Wohnung nach dem Wasserschaden fertig renoviert, eine Mini-Erkältung überstanden, sind Vorbereitungen für den Ägyptenurlaub und Route 2 getroffen worden, hat Dirk Rücken und Nina einen ziemlich schmerzhaften Erkältungsinfekt.
Zu Beginn der Route 2 wird uns Thomas für eine Woche begleiten. Nicht wie ursprünglich gedacht mit dem Motorrad, sondern mit einem Campervan, der bereits reserviert ist. Wo genau es dann hingeht, wissen wir noch nicht, das entscheidet das Wetter. Los geht es am 02.05.2025, direkt nach unserem gemeinsamen Eipaß-Treffen. Ein weiteres fixes Datum ist gesetzt: die Fähre nach Zakynthos ist für den 31.05.2025 gebucht.
Heute geht es erneut nach Bremen. Wir fahren wie erwähnt ohne Anhänger, da auf dem Stellplatz Zum Kuhhirten keine erlaubt sind.

087. Bremen März 2025

05.03.2025

Was passiert, wenn man eigentlich nach Oberhausen will und dann auf der A31 das Schild Richtung Bremen sieht: genau, man fährt Richtung Bremen zu Kindern und Enkelkindern. Ein spontaner Besuch, sozusagen zwischendurch, weil wir ab dem 13.03. für eine ganze Woche hier sein werden. Wir haben uns das letzte Mal Anfang Oktober gesehen und entsprechend gross ist die Freude beim gemeinsamen Wiedersehen. Wir wurden gleich mit Musik und Party empfangen, es gab leckere Pizza und zum Abschluss noch Bello, Bello dein Knochen ist weg.

06.03.2025

Es ist unglaublich, aber der Tag startet erneut mit Sonnenschein und eignet sich zunächst hervorragend zum Herumfrickeln. Also so was wie Sachen suchen, finden, neu verstecken, Reisetagebuch schreiben, Kleinigkeiten reparieren, draussen Kaffee trinken und Essen vorkochen. Am Nachmittag werden die Kiddies von der Kita abgeholt und mit Niklas geht es zum Campingplatz. Hier hat Dirk das Essen bereits vorbereitet und welche Überraschung, es gibt Nudeln in Tomatensosse an Würstchen. Vorher noch ne Runde Rudi erkunden und Fussball spielen. Anschliessend zieht es uns an den Stadtwaldsee, aber nicht bevor die Eistruhe an der Rezeption nach einem kleinen Nachtisch abgesucht wurde. Die ist leider noch so was von leer, aber Minimuffins warten für später im Rudi. Beim Spaziergang am See entdecken wir Schaum auf der Wasseroberfläche, viele Stöcker und Stämme, die zu „Alle Vöglein sind schon da“ von Arne in den See transportiert und mit guten Wünschen in selbigen befördert werden, entdeckt Anna auf kleinen Pfaden Hufspuren, tauchen Biberburgen auf und erstehen wir zum Schluss eine Caprisonne.
Bevor es aber nach Hause geht, wird im Rudi noch gespielt, wichtige Eintragungen im Kalender vorgenommen und ein Reitstall von oben gezeichnet. Im Abschluss bereiten Dirk und ich alles für die morgige Abfahrt vor und bei Tagesschau und Brennpunkt zum Thema Aufrüstung kommen wir erneut mächtig ins Grübeln.

086. Lauwersoog

27.02.2025

Was Karneval angeht, sind wir seit jeher flüchtig-so auch dieses Jahr. Spontan haben wir uns mit Freunden zu einem gemeinsamen WE in Nord-Holland verabredet. Uns hat es nach Lauwersoog ans Lauwersmeer verschlagen. Der WoMo-Stellplatz LauwersmeerPlezier bietet u.a. Plätze direkt am Wasser. Zudem befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite die Nordsee und die Insel Schiermannikoog, die es zu erkunden gilt. Auf dem Hinweg legten wir einen Stopp bei Obelink in Winterswijk ein, um nach einigen Accessoires Ausschau zu halten. Einen Platz am Wasser konnten wir im Verlauf des Nachmittags in Lauwersoog beziehen.

28.02.2025

Da wir noch etwas einkaufen müssen, geht es nach dem Frühstück auf die Räder nach Eanjum, ca. 7 km entfernt. Die Tour führt uns über den Fähranleger immer am Deich entlang in Richtung des nordfriesischen Örtchens. Es ist sooo kalt. Wir haben praktisch alle Schals, Mützen, Handschuhe, Skiunterwäsche am Leib, die Rudi hergibt. Was sind wir nur für Pussy‘s, einen Winter weg und schon der Kälte entwöhnt. Im Plusmarkt in Eanjum können wir uns beim Einkaufen aufwärmen und anschliessend geniessen wir draussen rozijnenbrodjes met kaas, bevor wir für einen Abstecher De Skans Oostmahron ansteuern, einer Ferienstadt am Lauwersmeer.

Am Nachmittag treffen unsere Freunde mit „ Kalle“ ein und nachdem sie sich direkt neben uns am Wasser eingerichtet haben, werden bei Kaffee, Sekt und Lasagne umfänglich Neuigkeiten ausgetauscht.

01.03.2025

Für den heutigen Tag ist eine Tour auf die Insel Schiermannikoog geplant und mit den Rädern geht es um 12:30 h auf die Fähre. Die Überfahrt dauert 45 Minuten. Zeit genug für einen Kaffee und etwas Gebäck in der Cafeteria unter Deck. Auf der Insel angekommen geht es auf dem Deich in Richtung „Dorp“, vorbei am Yachthafen Oude Veerdam, dem Westerstrand und dem Noordertooren, einem roten Leuchtturm, weiter ins Zentrum der Insel mit dem Zuidertoren Leuchtturm, der nicht mehr aktiv ist. Für den östlichen Teil der Insel reicht leider die Zeit bis zur gebuchten Rückfahrt um halb fünf nicht mehr. Aber für eine Portion Bitterballen in Begleitung kalter und warmer Getränke am Yachthafen auf jeden Fall.

Am Abend weiht Dirk das Feuernetz ein. Es ist wirklich das erste Mal seit Beginn unserer Tour, dass sie zum Einsatz kommt.

02.03.2025

Wie gut, daß wir einen Ersatzlüfter für die Heizung besorgt haben. Seit gestern die übliche Fehlermeldung auf dem Bedienpaneel und heizen mit Strom, incl. Sicherungsausfall wegen Überlastung. Bevor es auf eine gemeinsame Radtour geht, erst einmal Lüfteraustausch bei der Aldeheizung. Nach dem erfolgreichen Abschluss ging es auf die Räder und auf zu einer abwechslungsreichen Radtour durch die Naturlandschaft des Lauwersmeer. Abwechslungsreich deshalb, weil wir neben Radwegen auch Waldwege, eine Schnellstrasse und Wege durch ein Militärgebiet ausprobiert sowie Umwege angesteuert haben. Kaputt aber glücklich war es am Stellplatz Zeit für ein Aperölchen mit Snack direkt in der Frühlingssonne am Wasser. Ein gemeinsames Abendessen im Restaurant Waddenzicht am Fähranleger beendete diesen schönen Tag.

03.03.2025

Es ist Rosenmontag und nach einem gemeinsamen Frühstück, geht es für unsere Düsseldorf wieder zurück in die Heimat. Es war eine sehr schöne Zeit und vlt. finden wir Platz für eine Wiederholung. Der weitere Tag geht sehr ruhig weiter. Erst gegen Nachmittag zieht es uns zum Fischerwerb in den Hafen. Hier entdecken wir bei einem Rundgang eine Robbe im Hafenbecken. Für das Abendessen erstehen wir div. Fisch, der anschliessend, jedenfalls zum Teil, im Rudi verspeist wird.

04.03.2025

Veilchendienstag und erneut ein Tag mit Sonnenschein und einer Radtour nach Zoutkamp am Lauwersmeer vorbei. Dieses Mal nehmen wir nicht die Schnellstrasse, sondern die parallel laufende Seitenstrasse. Wir machen Halt an einem Sternenerkundungsturm und einer Vogelerkundungsanlage, beide Male mit schönen Aussichten über dieses riesige Naturschutzgebiet. Der Weg führt uns weiter über langgezogene Deiche in den kleinen Ort Zoutkamp. Ausserhalb der Saison ist auch hier nicht viel los, aber das kleine Cafe im Zentrum hat geöffnet und es ist Zeit für een kopje koffie met appelgebak.

085. Hilden Februar 2025

19.02.2025

Natürlich habe zumindest ich auf dem Gemeindeparkplatz schlecht geschlafen und praktisch jeden noch so kleinen Wurm krabbeln gehört. Dementsprechend früh wach und das Morgenprogramm abgespult. Dabei tauchte zunächst die Fehlermeldung der Heizung auf: Lüfterproblem und anschließend hatte ich den Klodeckel in der Hand😬. Glatter Durchbruch an der Befestigung zum Metallstift, der die Folienabwicklung in Gang setzt. Läuft! Für 06:30 h ein guter Schnitt in Sachen Reparaturaufträge. Nach einem Restart der Heizung hatte der Lüfter kein Problem mehr-Rudi kam anschliessend von 14 Grad auf 20 Grad Raumtemperatur. Aber Deckel und Brille der Clesana müssen getauscht werden und das bis Altweiber, da wollen wir weiter. Gerne nach Holland, evtl. Richtung Friesland, jedoch haben die meisten CP‘s noch geschlossen oder aber die Anfragen werden nicht beantwortet. Erst einmal die letzten 350 Kilometer bis Hilden abspulen und dann sehen wir weiter. Hier kommen wir gegen Mittag an, erledigen Einkäufe, aktivieren den Berlingo, um die ersten Sachen aus Rudi einzupacken und betreten gegen 16:00 Uhr unsere Wohnung. Wir beide haben dabei eher das Gefühl aus einem verlängerten WE zurückzukehren, als von einer 4-monatigen Reise🤣.

084. Assevillers Februar 2025

18.02.2025

Wir waren tatsächlich schon um 07:54 Uhr abreisefertig und haben den Stellplatz verlassen. Über Bordeaux, Poitiers, Tours, Orleans, ging es über Paris bis nach Assevillers. Hier haben wir über park4night einen Stellplatz der Gemeinde zur Übernachtung angefahren. Paris ist die Hölle. Der überwiegende Teil der Auto- oder Motorrad fahrenden Bevölkerung entgeht durch eine völlig unangepasste, wenn nicht gar schier verantwortungslose Fahrweise nur knapp schweren Unfällen. Von den LKW-Fahrer*innen ganz zu schweigen. Eine Riesenstadt, mit Riesenbauten und Riesenverkehr. Egal die Metropole liegt hinter uns, der Tank ist voll, die Maut bezahlt, der Bauch gefüllt und ich hoffe, es gibt auf diesem Gemeindeparkplatz eine ruhige Nacht. Morgen folgt die restliche Strecke.
Wir sind gespannt, wie unsere Wohnung aussieht. Laut unserer Vermieterin geht die Trocknung gut voran. Evtl. wird nächste Woche das Trocknungsgerät abgebaut und am 11.03.25 soll der Maler die Arbeit aufnehmen.

083. Labenne Februar 2025

14.02.2025

Ein reiner Fahrttag mit rund 700 km hat uns bis nach Labenne in Frankreich an die Atlantikküste geführt. Zwischendurch konnten wir immer wieder die Kokons der Pinien-Prozessionsspinner an den besagten Bäumen ausmachen.
Den Stellplatz konnten wir über die Camping Car Park App online reservieren. Er befindet sich im Stadtteil Labenne-Ocean, ca. 1,5 km vom Strand entfernt. Das Hörbuch „Puppenmord“ von Tom Sharpe hat uns die Fahrt über begleitet🤣.

15.02.2025

Am Vormittag wurden zunächst die Vorräte im hiesigen Intermarche aufgestockt. Danach führte der Weg zum Strand und in die Dünen. Hier folgte ein Minipicknick, Müllsammeln sowie ein Drohnenflug. In Portugal sind Drohnenflüge, auch in der Gewichtsklasse bis 250 g, nur nach vorheriger Anmeldung erlaubt. Das Prozedere
war uns zu aufwendig.
Das schöne Wetter lockte uns wieder auf die Räder und es ging weiter Richtung Capbreton.
Ein typisch französisches Küstenörtchen, mit einer kleinen Bummelstrasse, Cafes und Restaurants. Hier tourten wir durch den grossen Yachthafen und genossen an der Promenade des Plage Capbreton ein frisches Blonde vom Fass, bevor es zurück zum Stellplatz ging.
Für den morgigen Sonntag haben wir eine Radtour nach Bayonne ins Auge gefasst.

16.02.2025

Heute steht eine Tour nach Bayonne auf dem Programm. Die Radtour führt uns über Ondres und Tarnos am Adour entlang ins Zentrum. Vorbei an den Markthallen – Les Halles de Bayonnes, machen wir zunächst unter halb der Kathedrale eine Snackpause, bevor wir durch die Gassen an der Rue de Gouverneurs, auf besagte Kathedrale stossen.
Anschliessend radeln wir den Adour überquerend am Gare de Bayonne hinauf zur Citadelle und müssen leider feststellen, dass sie nicht für die Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Hier ist ein militärischer Stützpunkt untergebracht. Also geht es zurück nach Labenne-Ocean, wo eine super- leckere Linsensuppe auf uns wartet.

17.02.2025

Wir unternehmen eine Radtour ins Sumpfgebiet von D‘Orx. Eine Rundtour über 25 km. Das reicht für heute, haben wir gestern doch über 50 km zurückgelegt. Eine überschaubare, nette Runde, grösstenteils auf kleinen Strassen unterwegs. Anschliessend ein kurzer Stopp am Stellplatz, um Proviant und Kaffee einzuladen und dann ab zum Picknicken an den Strand. Die Sonne im Gepäck.

082. Santiago de Compostela Februar 2025

12.02.2025

Heute ging es von Nazare nach Santiago de Compostela in Galicien. Vorbei an Aveiro, Porto und Vigo. Hier überquerten wir die Puente de Rande oder Ponte de Rande, eine Schrägseilbrücke, die in der Nähe von Vigo in der spanischen Region Galicien die Orte Redondela und Moaña verbindet und so die Ría de Vigo überquert. In Ufernähe können wir viele Muschel-Pontons ausmachen. Schilder weisen auf die Inseln des Parque Nacional das Illas Atlanticas hin. Der Nationalpark Islas Atlánticas de Galicia ist ein spanischer Nationalpark, der die an der Atlantikküste im Nordwesten des Landes gelegenen galicischen Inselgruppen der Illas Cíes, Illas Ons, die Inseln Sálvora und Cortegada sowie diverse kleinere Eilande umfasst. Er beinhaltet 12 km² Land- und 72 km² Meeresfläche.
Die Strecke führt uns weiter über Redondela, Pontevedra und schließlich zum nächsten Ziel: Santiago de Compostela. Hier stehen wir auf einem Stellplatz des Camperparks Amencer, etwa 2 km vom Zentrum entfernt. Der Platz verfügt über 36 Plätze, Ver- und Entsorgung, Duschen (1 €/6 Minuten-Coin an der Rezeption erhältlich), Spülgelegenheit vorhanden. Der Hänger kann abgestellt werden. Die Übernachtung kostet 15 €, Strom direkt am Platz für 5 € zubuchbar.
Der Regen war heute unser anhänglicher Begleiter und zwischendurch wurde die Fahrerrei mit div. Hörbüchern untermalt. Dazu habe ich einfach mal bei BookBeat und Thalia kostenlose Probeabos abgeschlossen, um Auswahl und Handling zu testen. Leseproben haben wir von Ella Hansen-Nord&Mord: Zweifel (😴), Fourth-Wing-Flammengeküsst/Reihe 1 von Rebecca Yarros (semi) und Sonne über Gudhjem von Michael Kobr (Co-Autor der Kluftinger Romane) auf die Ohren bekommen. Nach dem Probemonat kostet das Abo über Thalia z.Zt. 7,95 € monatlich, wobei ein Hörbuch im Preis enthalten ist und jedes Weitere 7,95 € kostet. Die Hörbücher gehen ins Eigentum über. Die Plattform BookBeat bietet je nach Hörbuchverhalten drei verschiedene Abo-Optionen an, die sich an der Dauer der Inanspruchnahme nach Stunden orientiert. Hier kann man für 19,99 € max. 100 Std. für 14,99 € max. 40 Std. und für 9,99 € max. 20 Std. Hörbuchverhnügen abonnieren. Die abgeschlossenen Hörbücher gehen nicht ins Eigentum über und können nach Verbrauch der abonnierten Hörzeit nicht noch einmal gehört werden.

13.02.2025

Es regnet weiterhin, zwar nicht in Unmengen, doch eine Wolkenfamilie hält sich genau über Santiago auf und nieselt ab was das Zeug hält, sprich den ganzen Tag. So zieht es uns nicht nach draussen. Stattdessen schmieden wir neue Reisepläne und Routen, recherchieren Fährrouten, starten CP-Anfragen, lesen, schauen fern und trinken viel Kaffee. Seit heute Morgen geht mir der Song von den Höhnern: „Pass op pass op Prinzessin! Dat Krokodil well dich fresse!“ nicht mehr aus dem Kopf🤣.
Morgen geht es bereits Richtung Frankreich nach Labenne, einem kleinen Ort am Atlantik.

081. Nazare Februar 2025

09.02.2025

Und schon wieder geht es weiter. Auf unserem Weg nach Nazare machen wir Halt in Obidos, einer hübschen Stadt mit strahlend weissen Häusern, kleinen Gassen und einer maurischen Burg mit begehbarer Stadtmauer. Sie ist zudem bekannt für ihre schokoladigen Köstlichkeiten und trägt seit 2015 den Titel „Stadt der Literatur“. Dies zieht natürlich auch viele Reisebusse mit interessierten Besuchern an. Selbst an diesem Sonntag im Februar ist das kleine Städtchen voll. Die Igreja de Sao Tiago ist keine Kirche mehr im eigentlichem Sinn, sondern ein Buchladen, der viele unterschiedliche Themen literarisch bedient. Auf der Empore stellt die Künstlerin Ruta nicht nur ihre geklöppelten Spitzen, sondern auch Armbänder mit ihren Gedichten auf besonderen Geschenkkarten aus. Spontan trägt sie eins ihrer Gedichte vor. Uns fallen die vielen kleinen Geschäfte auf, die
Ginjinha oder einfach Ginja zum Verkauf anbieten. Dies ist ein portugiesischer Likör, der durch Einlegen von Ginja-Beeren (Sauerkirsche) in Alkohol (Aguardente) und Hinzufügen von Zucker sowie anderen Zutaten hergestellt wird, wobei Nelken und/oder Zimtstangen am häufigsten sind. Oft wird er als kleiner Shot im Schokobecher zum Kosten angeboten. Nach einem Kaffee und Mixed Toastas neben der Praca da Santa Maria, geht es weiter nach Nazare. Hier bleiben wir bis Mittwoch auf einem weiteren CP von Orbitur.
Den Nachmittag nutzen wir zum Wäsche waschen, Reisetagebuch schreiben, Kartenmaterial updaten und kochen.
Nazare ist ein weltbekannter Surfer-Hotspot mit Monsterwellen bis zu 20 Metern. Mal sehen, wie es in den nächsten Tagen aussieht. Bislang sehen die Prognosen nicht so gut aus.

10.02.2025

Heute zieht es uns natürlich direkt in den Ort und an den Strand, aber nicht bevor wir mit Arne und Familie telefoniert haben. Arne feiert nämlich heute seinen 3. Geburtstag 🥰. Danach landen wir mit den Rädern am Praia Nazare. Eine schöne Promenade, die von vielen Geschäften sowie Restaurants gesäumt wird und auf der einen Seiten vom Hafen, auf der anderen Seite von der sich erhebenden Felsküste, auf deren Spitze der Farol do Nazare trotzig in den Atlantik schaut, begrenzt wird. Wir nehmen zuerst Kurs auf den Hafen, bleiben aber wenig später wieder stehen: auf Holzrahmen sind diverse Fische und Tintenfische zum Trocknen angebracht. Dabei fallen die glitzernden Sardinen und die Tintenfische sofort ins Auge. An den Seiten sitzen Fischer, die ihre Netze reparieren oder den Trockenfisch verkaufen. Dirk ersteht 4 Sardinen für 2€, die wir natürlich sofort probieren müssen. Lecker, es fehlt nur noch ein kaltes Sagres. Wir folgen dem Radweg zum Hafen und schon sind wir auf dem Hafengelände, passieren einige Kais mit kleineren und grösseren Booten, den Jetski’s, die die Surfer am Praia do Norte in die Wellen ziehen und Boote die aufgebockt zur Reinigung oder Überholung an Land stehen. Etwas weiter stossen wir auf einige Fisch verarbeitende Firmen und einer Auffahrt die zum Praia do Sol führt. Dieser Strand muss auch begutachtet werden. So viel Sightseeing macht hungrig und wieder zurück auf der Promenade, machen wir Pause an der Strandbude am Thallasobad.
Anschliessend geht es bis zum anderen Ende des Praia do Nazare und hier zum Lift, der die Unterstadt mit der Oberstadt verbindet. Leider fährt er heute nicht und der Weg zum Farol do Nazare wird mit dem Rad fortgesetzt. Der Anstieg und die Anfahrt haben es wirklich in sich. Die Oberstadt ist sehr touristisch ausgelegt, selbst ein Riesenrad ist dabei. Unser Ziel ist der Leuchtturm, in dem ein Surfermuseum aufwartet, denn direkt auf der anderen Seite befindet sich der bekannte Surfer-Hot-Spot mit den Monsterwellen, der Praia do Norte. Von Monsterwellen ist aber heute keine Spur und Surfer sind auch nicht wirklich viele im Wasser. Nach sechs Stunden Ortsbesichtigung geht es zurück zum CP.

11.02.2025

Es ist Dienstag, es regnet und es ist kalt. Ergo bleiben wir im Rudi. Den Tag verbringen wir mit lesen, Reise-Apps testen, essen und fernsehen. Herrlich😉.

Beim gestrigen Besuch im Surfmuseum, oberhalb des Praia do Norte, wurde natürlich auch auf das Entstehen der Monsterwellen in Nazare eingegangen.
Genau vor der Küste befindet sich der Nazaré Canyon. Diese Meeresschlucht ist über 230 Kilometer lang und misst eine Tiefe von bis zu 5000 Metern. Das Ende dieses Unterwasser-Canyons liegt unmittelbar vor der Küste von Nazaré und dadurch ergeben sich auf engem Raum große Unterschiede in der Wassertiefe. Des Weiteren wird bei entsprechenden Bedingungen eine Wasserströmung entlang des Strandes an dem Felsvorsprung in das Meer gelenkt, so dass sich eine weitere Vergrößerung der Welle ergibt. Wenn dann zusätzlich entsprechende Dünung gegeben ist, können die Wellen dann mit mehr als 20 m Höhe brechen.

080. Peniche Februar 2025

06.02.2025

Ziemlich zeitig brechen wir zu unserem nächsten Ziel-Peniche auf. Aber nicht ohne noch einmal beim Drehen der Vordersitze mit dem Pferdeschwanz den Alarmknopf von Mercedes auszulösen. Kurz darauf meldete sich die schwedische Stimme in einer nicht endenwollenden Fontäne von Fragen und Erläuterungen, die ich nicht mehr zu stoppen wusste. Ich war kurz davor, wie in der aktuellen Werbung für ein bekanntes schwedisches Knäckebrot, Wasa zu rufen, bis sie mich reden liess und ich antworten konnte, das dies only a mistake and not a case of emergency sei. Dies schien die Stimme zu beruhigen und wir wünschten uns gegenseitig einen guten Tag.
Dieser führte uns zuerst nach Guadalupe und der Ebora Megalithica. Wie sich herausstellte, hat hier der Guide für geführte Touren zu den Megalithen sein Büro, die Megalithen selbst befinden sich ca. 8 km wieder zurück in Richtung Evora. In Nossa Senhora de Guadelupe gelangen wir dann über eine Sandpiste, die es in sich hat zum Cromleque dos Almendres, einem drei phasigen Steinkreis, älter als der in Stonehenge und anschliessend zum Menhir dos Alemdres, einem 3,50 m hohen Menhir. Allein der kleine Trampelpfad zu diesem Riesenstein ist wunderschön.
Weiter geht es nach Arreiulos, etwas oberhalb von Evira. Dieses Örtchen, an einem Hügel gelegen, soll sehr bekannt für seine handgewebten Teppiche sein. Diese können wir leider nicht bestaunen, da wir keinen Zugang in den Ort mit Rudi und Hänger finden.
Dann eben über Land nach Peniche, unserem nächsten Halt an der Küste, oberhalb von Lisboa. Hier finden wir einen Platz auf dem Stellplatz ASA-Peniche für 9,50€ die Nacht, ohne Strom. Die Batterien und die ecoflow sind gefüllt, dies müsste reichen. Duschen, Toiletten und sogar die Fönbenutzung sind extra zu bezahlen.
Schnell eine Pizza im Omnia und gemischten Salat gezaubert und dann ist mal gut für heute.

07.02.2025

Das Wetter ist wechselhaft und so machen wir nur eine kleine Runde zu Fuß ans Meer, zu einem Felsen, der sich Papoa schimpft. Kaum dort angelangt, fängt der Regen an. Also alles wieder zurück und in die Rudi-Chill-Area.
Gegen Nachmittag hört der Regen auf und wir schnappen uns die Räder für eine Erkundungstour. Diese führt uns zum Hafen und der dazugehörigen Promenade mit unzähligen Fischrestaurants, vorbei am Fortaleza, dem wir morgen einen Besuch abstatten werden und weiter auf dem Fischer-Wanderpfad, direkt an den Klippen entlang, bis wir wieder auf die Strasse zum Stellplatz stoßen. Peniche ist eine Stadt, die durch Fischfang und dessen Verarbeitung geprägt ist. Es liegt wie ein großer Zipfel im Atlantik und von Stränden umgeben, zieht es Surfer vermehrt an. An einigen Stellen weist ein gelbes Holzschild in Fischform auf besondere Aussichtspunkte in den Klippen hin.
Abends gibt es die Pizzareste mit Tomatensalat.

08.02.2025

Direkt nach dem Frühstück geht es zum Mercado. Hier ist schon jede Menge los. Im Erdgeschoss werden Obst, Gemüse, Gebäck und Fleischwaren angeboten, in der ersten Etage Fisch. Hier entdecken wir auch Tritonschnecken. An den Aussenseiten im Erdgeschoss sind wirklich sehr kleine Bars eingelassen, die auch von draussen zu begehen sind. Das grösste was ins Auge fällt, sind die massigen Espressomaschinen hinter den Theken. Platz findet man an 2 Tischen und der Bar. Und hier geht kurz vor elf Uhr nicht nur der Pico, sondern auch Portwein bzw. Bier. Wir decken uns mit Laranjas, Birnen, Mandarinen und Gebäck ein, bevor es ins Centro weitergeht. Das Centro ist schnell durchquert und bevor es zum Fortaleza weitergeht, gibts noch einen Kaffee. Peniche ist auch das größte Zentrum für Spitzenklöppelei in Portugal, eine jahrhundertealte Kunst, deren Ursprünge unklar sind. Diese filigrane Kunst ist auf internationalen Veranstaltungen vertreten und stellt ein künstlerisches Erbe dar, das es zu bewahren gilt. Die Gemeinde hat ein Museum eröffnet, das der Klöppelspitze gewidmet ist.
Das Fortaleza de Peniche wurde 1557 erbaut und diente in der Zeit von 1930 bis 1974 als Gefängnis für politische Gefangene während der Diktatur. Ein sehr eindrucksvolles Gemäuer, dass zum Museum umgewandelt wurde. 1960 war es Schauplatz eines dramatischen Gefangenenausbruchs, als eine Gruppe politischer Gefangener, unter ihnen der Kommunistenführer Álvaro Cunhal, aus der Festung ausbrach.
Weiter geht es durch das Centro auf die andere Seite der Halbinsel. Auch hier laden viele Aussichtspunkte an der Küstenlinie zum Verweilen ein. Schließlich gelangen wir zur Ilheu da Papoa und die gilt es zu Fuss zu entdecken. Den Nachmittag lassen wir in einer kleinen portugiesischen Bar unweit der Ilheu da Papoa mit Bier und Wein ausklingen.
Als Abendessen steht heute gebackener Stockfisch mit Reis und Salat auf dem Speiseplan. Den Stockfisch haben wir auf dem Markt in Loule erworben. Damit er zubereitet werden kann, muss man ihn mindestens zwei Tage vorher in Wasser einlegen und dieses morgens sowie abends erneuern. Anschliessend wird er trocken gelegt, gewürzt, in Mehl gewälzt und gebraten. Bom apetite!

079. Evora Februar 2025

04.02.2025

Heute geht es weiter nach Evora. Evora ist die Hauptstadt der südlich-zentralen Region Alentejo in Portugal. Der Weg führt durch grossflächige Korkeichenplantagen, die an den Rändern von Eukalyptusbäumen gesäumt werden. Im historischen Zentrum der Stadt steht der altertümliche römische Tempel von Évora (auch Tempel der Diana genannt). Ganz in der Nähe umgeben weiß getünchte Häuser die Kathedrale von Évora, ein massives gotisches Bauwerk, dessen Errichtung im 12. Jahrhundert begann. Die Igreja de São Francisco sowie die mit Skeletten verzierte Knochenkapelle bilden ein weiteres Highlight der Stadt. Wir stehen erneut etwas ausserhalb auf einem CP von Orbitur. Am Abend bereiten wir einen Teil des Stockfisches zu, den wir in Loule erstanden haben.

Ansonsten hat die heutige Leckageprüfung in unserer Wohnung ergeben, dass das Heizungsrohr im oberen Bereich unseres Badezimmers und im unteren Bereich des Badezimmers der Obermieterin leck ist. Die Wand wurde entsprechend aufgebrochen und repariert. Jetzt kann die Trocknung beginnen.

05.02.2025

Das schöne Wetter hat uns bereits um 10:00 Uhr auf die Räder geführt. Ziel, die Innenstadt von Evora mit Mercado, Kathedrale, Knochenkapelle und Aquadukten. Wir landen zuerst am Chafariz da Praco do Giraldo, an einem Brunnen mitten im Zentrum. Im Anschluss schlendern wir durch den neu gestalteten Mercado und statten der Igreja de Sao Francisco sowie der anliegenden Chapel of bones und dem dazugehörigem Museum einen Besuch ab. Beim Museum für sakrale Kunst nehmen wir ein Snack in Form von Eintopf Alentejo und Salat ein. Danach zieht es uns noch einmal durch schmale Gassen ins Zentrum und hier geradewegs in eine Eisdiele. Das selbstgemachte Eis geniessen wir am Platz mit dem Brunnen, bevor es zurück zu den Rädern geht. Wir möchten uns die Aquadukte anschauen, die wir am Tempel der Diana erspäht haben und die sich in der Altstadt mit den Häusern verbinden.

Mittlerweile haben wir bereits 16:00 Uhr und wir treten den Rückweg an, nicht ohne noch etwas einzukaufen.

Morgen geht es Richtung Peniche und damit wieder an die Küste. Zuvor möchten wir noch der Ebora Megalithica sowie dem Ort Arraiolos einen Besuch abstatten.

078. Vila Nova de Milfontes Februar 2025

01.02.2024

Heute heisst es Rückfahrt, aber langsam. Der 23.02.2025 ist für die Ankunft in Hilden gesetzt und für heute geht es zunächst auf nach Loule und von da aus nach Vila Nova da Milfontes, an die Westküste Portugals. Wir sind bereits um 08:00 Uhr abfahrbereit und um kurz vor 09:00 Uhr in Loule, finden schnell einen guten Parkplatz und sind nach ca. 10 Minuten am Mercado. Hier treffen wir Dagmar und Martin für einen Besuch des Marktes mit Snack und kleinem Rundgang durch die Stadt. Sehr zu empfehlen. Anschliessend geht es über Landstrassen nach Milfontes, wir verlassen die Algarve und gelangen in die Region Alentejo. Das Ziel ist ca. 155 km von Loule entfernt und wir treffen nachmittags dem CP von Orbitur ein. Ein riesengrosses Gelände mit Pinienwald und nur 2 weitere WoMos.

02.02.2025

In der Nacht war es auf einmal sehr leise. Kein Kühlschrank der rumorte und auch keine Heizung, die sich bemerkbar machte. Und tatsächlich wieder die Fehlermeldung wegen dem Lüfter. Das Wetter sehr regnerisch und windig, verhinderte eine sofortige Fehleranalyse. Rasch Elektrizität dazu gebucht und den Elektro-Ofen in Betrieb genommen. Der restliche Tag verlief wie ein typisch fauler Sonntag.

03.02.2025

Heute ein wieder komplett sonniger Tag, der sich hervorragend für eine Heizungsreparatur eignet. Also alles von hinten nach vorne, die Kisten im „Keller“ nach draussen, Rudi vom Netz und dann ran an die Alde 3020, natürlich nur unter Einsatz der bewährten Stirnlampe. Sicherung o.k., Lüfter dreht, aber Bauteil (?) mit Verbindung zur Gasleitung locker😬. Alles zurecht gerückt und festgeschraubt, Rudi ans Netz genommen, Bedienpaneel eingeschaltet, Heizun aktiviert und ….sie läuft wieder. It‘s magic, Dirk hat es wieder hingekriegt.
Am frühen Nachmittag zunächst mit den Rädern an den Praia Malhao und dann überwiegend über Schotterpisten in das 6 km entfernte Milfontes. Zu dieser Jahreszeit ein verschlafener, aber total sympathischer Ort. In der Hauptsaison ist er ein beliebter Badeort an der Westküste. Direkt in Milfontes mündet der Rio Mira in den Atlantik und zwar mit einem enorm breiten Mündungsarm. Während die Wellen des Atlantiks sich vor der Mündung noch gewaltig aufbäumen, fliesst der Rio Mara gemütlich ins offene Meer. Süss- und Meerwasser verbinden sich und zu beiden Seite erkennen wir Strände, Strandbuden, Wassertaxis, Fischerhütten und Wassersportangebote.
Durch den Ort geht es nach einem Einkaufs-Stopp zurück zum CP.

077. Olhao Januar 2025

29.01.2025

Die Reise geht weiter Richtung Olhao und erneut ins Naturschutzgebiet Ria Formosa. Auf dem Campingplatz Mais etwas außerhalb der Stadt, haben wir einen schönen Stellplatz für unter 16 € die Nacht gefunden. Der CP ist überwiegend mit Touris belegt, die hier überwintern und sich auf ihrem Platz umfänglich häuslich eingerichtet haben. Supermarkt, Bar und Restaurant haben geöffnet. Es herrscht eine angenehme Atmosphäre. Nachmittags unternehmen wir einen Spaziergang in den Ort. Dieser führt uns durch Wohngebiete und ein großes Industriegebiet mit Fischprodukten an die Küstenpromenade und die kleine Innenstadt, mit verwinkelten Gassen und ganz vielen Geschäften. Wieder im Rudi verfolgen wir mit der Tagesschau das aktuelle Geschehen über die Abstimmung zum Zustrombegrenzungsgesetz im Bundestag und sind fassungslos, was dort geschehen ist. Am Morgen erinnert der Deutsche Bundestag an die Opfer des Nationalsozialismus aus Anlass der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau am 27.01.1945 und am Nachmittag stimmen die Abgeordneten dieses Bundestages mit Unterstützung der AfD einem Unionsantrag zur Verschärfung der Migrationspolitik zu.  Wir beide verspüren augenblicklich den Wunsch spätestens am 23.02.2025 wieder zurück in Hilden zu sein, um wählen zu gehen. 

Was sonst noch passiert ist: Deutschland ist raus bei der Handball-WM. In einem regelrechten Krimi hat Deutschland gegen Portugal 31 zu 30 nach Verlängerung verloren.

Der häusliche Schimmelbefall hat jetzt auch das Schlafzimmer erreicht. Eine Leckage des Heizungsrohres wird im oberen Bereich des Hauses vermutet und in der nächsten Woche geprüft und wenn möglich repariert. Anschliessend kommen auf jeden Fall Trocknungsgeräte zum Einsatz, die physisch begleitet werden müssen.

30.01.2025

Für den heutigen Tag haben wir uns eine Fahrradtour ins nur 14 km entfernte Faro vorgenommen. Die Route haben wir über Komoot zusammengestellt und zumindest auf der App wurde sie als sehr schön und entlang der Wasserlinie angepriesen. Tatsächlich führte der Weg auch anfänglich über einen EU-geförderten Radweg, der Atlantic-Coast-Route, aber kurz hinter Olhao hörte sie im Irgendwo auf und wir mussten auf Umwegen über die zwei-spurige Bundesstraße in die größte Stadt an der Algarve fahren. Aus den 14 km sind dann mal schnell 20 km geworden und in Faro angekommen, waren wir dann doch vom ständigen Hin- und Her ziemlich genervt. Außerdem machte sich bei uns ein stärkeres Kaloriendefizit bemerkbar, dem wir an der Hafenpromenade mit einem Mittagessen begegnet sind. Von hier aus wollten wir eigentlich auf die vorgelagerte besiedelte Sandbank und den Praio de Faro, welches hinter dem Flughafen zu erreichen ist, aber das hätte uns weitere 9 km gekostet und incl. Rückweg hätten dies unsere Akkus nicht ausgehalten. So haben wir uns auf der Rückfahrt die Salinas do Grelha noch etwas genauer angeschaut, die Flamingos bewundert und eine große Ansammlung von Stelzenläufern.

Für den morgigen Tag haben wir uns am Abend eine geführte Boots-Tour durch die Ria Formosa bei Olhao vorgenommen.

31.01.2025

Um 14:30 Uhr startet die geführte Tour ins vorgelagerte Naturschutzgebiet. Treffpunkt ist der Fähranleger im Hafen. Wir sind zu früh und können noch einen Snack an den Markthallen geniessen. Wir versuchen Hermann anzurufen und zum Geburtstag zu gratulieren, leider ohne Erfolg. Die Tour führt uns zunächst auf die Ilha da Cultura und hier zu einer Fischersiedlung. Es sollen ca. 1000 Personen mit ihren Familien ansässig sein. Eine komplette Infrastruktur ist vorhanden. Wir haben das Gefühl auf Lummerland zu sein. Aber Lummerland finden wir wirklich beim 2. Stopp vor. Am äußeren Zipfel fahren wir weiter zum Cabo Santa Maria Lighthouse. Hier leben ganzjährig 53 Menschen und in den Sommermonaten bis zu 5000. Keine Strassen, keine Autos, nur Sand und mit Betonplatten ausgelegte, schmale Wege. Einige Bars und Restaurants, kleine, bunte Häuschen kreuz und quer und eben der Leuchtturm. Was für ein Fleckchen Erde, einfach irre.

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