16.01.2026
Heute geht es an der Westküste weiter. Wir bleiben auf der LP-207 und passieren weitere Strände, z.B. Playa de Echentive, Playa de Puntalarga und die ausschweifende Hotelanlage La Palma Princess, inmitten von Bananenplantagen gelegen. Im Anschluß schraubt sich die Straße steil nach oben, um bei Los Canarios in die Lp-2 zu münden. An den Hängen sind hier viele Parzellen mit Weinreben und die dazugehörigen Bodegas auszumachen. Uns interessiert zunächst das Besucherzentrum am Volcan San Antonio, der 1677 ausgebrochen ist. Der Vulkankrater hat einen Durchmesser von 300 m, im Inneren hat die kanarische Kiefer Fuß gefasst und um fast die Hälfte des Kraterrandes führt ein kleiner Pfad entlang bis zum Aussichtspunkt. Von diesem hat man einen imposanten Ausblick auf das Tal mit seinen Hängen voller Weinreben und Bananenplantagen, den beiden Leuchttürmen, das Meer und auf La Gomera und El Hierro in der Ferne. Natürlich auch in den Vulkankrater selbst, der steil abfällt. Auf dem Rückweg geht es für Info‘s rund um Vulkanismus auf den kanarischen Inseln ins Besucherzentrum und auf dem Weg zum Van in die lokale Bodega Carbollo. Hier erstehen wir regionalen Vino Blanco.
Auf der Suche nach einem Pausenplätzchen geht es weiter und wir landen schließlich in Tazakorte. Im Hafen ist reichlich Platz. Es ist zwar nur ein Tagesparkplatz, aber um sich nach dem Essen den Hafen und den Ort anzuschauen perfekt.
Der Weg hierhin führte auch durch die vom letzten Vulkanausbruch 2021/2022 betroffene Gegend. Vom Hafen aus lassen sich die erkalteten, dunklen Lavaströme gut erkennen, die bei Puerto Naos ins Meer gefloßen sind.
Der Hafen hier in Tazakorte ist mit gewaltigen Betonmauern versehen und außerhalb des Sporthafens sind mehrere Anlagen für Aquakulturen angelegt. Auf der Kaimauer schlendernd verlassen wir den Hafenbereich und bummeln weiter in den beschaulichen Küstenort, mit seinen Stränden aus schwarzem Lavasand. Am Kiosko Teneguia gibt es erst einmal einen Kaffee.
Wir verlassen Tazakorte weiter der Küste in nördlicher Richtung folgend, um einen Stellplatz für die Nacht anzufahren. Dabei geht es hinter dem Ort wieder steil hinauf und nach einigen Kilometern ist die Straße durchweg mit Baustellen versehen, die ein Anhalten nicht ermöglichen. So geht es weiter bis nach Puntagorda. Hier wird zuerst getankt und dann weiter durch den Ort gefahren, bis wir zum Mirador Astronomico Roberto Rodriguez gelangen. Hier stehen wir auf einer Kuppe, mit Blick auf den Ort und den Naturgewalten, sprich ordentlichem Wind und Fieselregen, ausgesetzt.
