14.01.2026
Am Morgen schnell alles noch einmal frisch gemacht, sprich am Platz ent- und versorgt und dann ab den Hang hoch, zurück auf Hauptstraße LP-1. Erstes Ziel, ein Mercadona, zweites Ziel: eine Rumdestillerie beim Charco Azul. Hier geht es im wahrsten Sinne des Wortes durch einen Bananenurwald, in nicht so steilen Schlaufen hinab zum Meer. Es erwartet uns eine schöne Meerwasserpoolanlage, die Destillerie Aldea und der alte Bananenhafen Playa de la Espindola nebst Strandanlage und urigem Restaurant, dem Meson de la mar. Hier kann man in der ersten Etage ganz wunderbar auf kleinen Balkonen Aussicht und Essen genießen.
Die Destillerie Aldea hält nicht nur Rum sondern auch Whiskey vor, der umgehend probiert werden muss. Hier machen wir auch einen besonders edlen Ron-Miel ausfindig, der seinen Weg in den Rudi findet.
Das Zuckerrohr hat gegen Ende des 15. Jahrhunderts seinen Weg auf die Kanarischen Inseln gefunden. So wie auch Don Manuel Quevedo Alemán, der im Jahr 1888 sehr jung zunächst über Santo Domingo nach Kuba emigriert. Er arbeitet dort sowie auf den Antillen, Gran Canaria und Madeira in verschiedenen Zuckerfabriken. Dabei lernt er sehr viel über den Zuckerrohranbau und über die damit verbundene Spirituosenherstellung. 1936 gründet er auf Gran Canaria seine eigene Brennerei „Ron Aldea“. Das Besondere seiner Destillerie ist das Herstellungsverfahren. Der Aldea Rum aus San Andrés wird nicht wie üblich aus Melasse, dem Abfall der Zuckerrohrproduktion gewonnen, sondern aus dem Saft „guarapo“ des frisch geernteten und gepressten Rohrs.
Dadurch bleiben Geschmack und Aroma des reinen Zuckerrohrs erhalten.
Mitte der 1950er Jahre wechselt der Familienbetrieb auf die Kanareninsel La Palma über.
Die neue „Destilerías Aldea“ entsteht in Puerto Espíndola, dicht bei San Andrés, der einstigen Hochburg der Zuckerbarone. Ein Besuch lohnt sich und bei etwas Glück, wird gerade eine Führung angeboten. Mich würde nämlich interessieren, ob das Zuckerrohr zur Herstellung des Rum aus La Palma stammt und wo man den frischgepressten Zuckerrohrsaft probieren kann.
15.01.2026
Während des Frühstücks entdeckt Dirk ganz weit draußen auf dem Meer weiße Fontänen. Da das Meer ruhig ist und keine Schaumkronen zu sehen sind, handelt es sich um mehrere Wale die wahrscheinlich jagen. Ein Tele wäre in solch einer Situation nicht schlecht.
Während des Vormittages schauen wir uns die beiden Leuchttürme oberhalb des Strandes etwas genauer an. Der neue, rot-weiß gestrichene Turm ist aktiv in Betrieb. Der alte Turm ist quasi als Denkmal aktiv und dient heute als Besuchszentrum des Meeresreservats La Palma.
Neben den Leuchttürmen befinden sich die Salinen de Fuencaliente. Auf einem markierten Pfad mit vielen Schautafeln, kann man hier der Gewinnung von Meersalz nachgehen. Die Salinen sind in Betrieb. Die Salzernte findet im Frühjahr und Sommer statt. Während des Winterhalbjahres verbringen unterschiedliche Vogelarten hier die kalte Jahreszeit. Während des Winterhalbjahres verbringen unterschiedliche Vogelarten hier die kalte Jahreszeit. Watvögel wie z.B. der Regenpfeifer und Strandvögel wie z.B. Zwerg-und Sichelstrandläufer legen hier gerne eine Rast ein und manchmal auch Flamingos. Sie sieht man recht häufig an den Rändern der schachbrettartigen Salzfeldern. Ihre Nahrung besteht u.a. aus Kleinstlebewesen, die sie in den Salinenfeldern aufspüren.
Den Nachmittag verbringen wir am Strand und trauen uns sogar ins kalte Wasser.
