29.01.2025
Die Reise geht weiter Richtung Olhao und erneut ins Naturschutzgebiet Ria Formosa. Auf dem Campingplatz Mais etwas außerhalb der Stadt, haben wir einen schönen Stellplatz für unter 16 € die Nacht gefunden. Der CP ist überwiegend mit Touris belegt, die hier überwintern und sich auf ihrem Platz umfänglich häuslich eingerichtet haben. Supermarkt, Bar und Restaurant haben geöffnet. Es herrscht eine angenehme Atmosphäre. Nachmittags unternehmen wir einen Spaziergang in den Ort. Dieser führt uns durch Wohngebiete und ein großes Industriegebiet mit Fischprodukten an die Küstenpromenade und die kleine Innenstadt, mit verwinkelten Gassen und ganz vielen Geschäften. Wieder im Rudi verfolgen wir mit der Tagesschau das aktuelle Geschehen über die Abstimmung zum Zustrombegrenzungsgesetz im Bundestag und sind fassungslos, was dort geschehen ist. Am Morgen erinnert der Deutsche Bundestag an die Opfer des Nationalsozialismus aus Anlass der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau am 27.01.1945 und am Nachmittag stimmen die Abgeordneten dieses Bundestages mit Unterstützung der AfD einem Unionsantrag zur Verschärfung der Migrationspolitik zu. Wir beide verspüren augenblicklich den Wunsch spätestens am 23.02.2025 wieder zurück in Hilden zu sein, um wählen zu gehen.
Was sonst noch passiert ist: Deutschland ist raus bei der Handball-WM. In einem regelrechten Krimi hat Deutschland gegen Portugal 31 zu 30 nach Verlängerung verloren.
Der häusliche Schimmelbefall hat jetzt auch das Schlafzimmer erreicht. Eine Leckage des Heizungsrohres wird im oberen Bereich des Hauses vermutet und in der nächsten Woche geprüft und wenn möglich repariert. Anschliessend kommen auf jeden Fall Trocknungsgeräte zum Einsatz, die physisch begleitet werden müssen.
30.01.2025








Für den heutigen Tag haben wir uns eine Fahrradtour ins nur 14 km entfernte Faro vorgenommen. Die Route haben wir über Komoot zusammengestellt und zumindest auf der App wurde sie als sehr schön und entlang der Wasserlinie angepriesen. Tatsächlich führte der Weg auch anfänglich über einen EU-geförderten Radweg, der Atlantic-Coast-Route, aber kurz hinter Olhao hörte sie im Irgendwo auf und wir mussten auf Umwegen über die zwei-spurige Bundesstraße in die größte Stadt an der Algarve fahren. Aus den 14 km sind dann mal schnell 20 km geworden und in Faro angekommen, waren wir dann doch vom ständigen Hin- und Her ziemlich genervt. Außerdem machte sich bei uns ein stärkeres Kaloriendefizit bemerkbar, dem wir an der Hafenpromenade mit einem Mittagessen begegnet sind. Von hier aus wollten wir eigentlich auf die vorgelagerte besiedelte Sandbank und den Praio de Faro, welches hinter dem Flughafen zu erreichen ist, aber das hätte uns weitere 9 km gekostet und incl. Rückweg hätten dies unsere Akkus nicht ausgehalten. So haben wir uns auf der Rückfahrt die Salinas do Grelha noch etwas genauer angeschaut, die Flamingos bewundert und eine große Ansammlung von Stelzenläufern.
Für den morgigen Tag haben wir uns am Abend eine geführte Boots-Tour durch die Ria Formosa bei Olhao vorgenommen.
31.01.2025
Um 14:30 Uhr startet die geführte Tour ins vorgelagerte Naturschutzgebiet. Treffpunkt ist der Fähranleger im Hafen. Wir sind zu früh und können noch einen Snack an den Markthallen geniessen. Wir versuchen Hermann anzurufen und zum Geburtstag zu gratulieren, leider ohne Erfolg. Die Tour führt uns zunächst auf die Ilha da Cultura und hier zu einer Fischersiedlung. Es sollen ca. 1000 Personen mit ihren Familien ansässig sein. Eine komplette Infrastruktur ist vorhanden. Wir haben das Gefühl auf Lummerland zu sein. Aber Lummerland finden wir wirklich beim 2. Stopp vor. Am äußeren Zipfel fahren wir weiter zum Cabo Santa Maria Lighthouse. Hier leben ganzjährig 53 Menschen und in den Sommermonaten bis zu 5000. Keine Strassen, keine Autos, nur Sand und mit Betonplatten ausgelegte, schmale Wege. Einige Bars und Restaurants, kleine, bunte Häuschen kreuz und quer und eben der Leuchtturm. Was für ein Fleckchen Erde, einfach irre.












