Refresh loader

076. Sagres ab 15.01.2025

Home > Reisen > 076. Sagres ab 15.01.2025

076. Sagres ab 15.01.2025

Da ab Sonntag das Wetter umfänglich regnerisch werden soll, starten wir nach dem Frühstück mit einem kleinen Rudi-Zauber. Auch der Hänger ist fällig, es wird alles quasi abfahrbereit gemacht. Anschliessend schliessen wir unsere Reservierung bis zum 29.01.2025 in der Rezeption ab und machen uns auf zu einer weiteren Stranderkundungstour. Der Weg führt uns an Vila do Bispo vorbei bis nach Raposeira. Hier biegen wir rechts ab und gelangen über eine unbefestigte, ca. 6 km lange Strasse an den Praia do Barranco. Die Strecke bietet fast alles, was ein 4×4 zu schätzen weiss. Der letzte Abschnitt besteht aus einem eher nachlässig gepflasterten Untergrund, bei dem die Steine beim Überfahren ordentlich aneinanderklackern. An anderen Stellen fehlen etliche Steine und es gilt ordentliche Löcher zu befahren. Der Strand entpuppt sich als Peace-Place, mit Camper-Fahrzeugen aus ganz Europa, die den Eindruck erwecken, als ob sie bereits etliche Monde hier verweilt haben. Wir werden von einer im Stuhlkreis sitzenden Gruppe begrüsst, die uns den Weg weist. Ein Plätzchen ganz vorne zum Strandaufgang ist gefunden und wir schauen uns diesen Aussteigerstrand an. Auf einem Hang, der aus der Bucht herausführt, sind grosse Peacezeichen aus Steinen gelegt worden, einige Wellenreiter warten auf die perfekte Welle und selbst ein Zelt ist an einem etwas entfernten Hang auszumachen. Als wir uns zu einem weiteren Strand aufmachen, fallen uns erneut Familien mit Kindern auf, die wir schon als schulpflichtig einstufen würden. Es geht komplett zurück nach Raposeira und an der Abzweigung vor der Hauptstrasse biegen wir rechts ab. Die Strasse, diesmal durchgängig befestigt, führt uns zunächst an den Praia Ingrina und dann an den Praia do Zavial. Hier wird erst einmal gekocht. Wir verwerten die Chu-Chu, die Batate Dolce, Möhren, Paprika, Zwiebeln und Putenbruststreifen zu einem köstlichen Eintopf, der gleich gekostet wird. Und eh wir uns versehen, ist es wieder halb sechs und wir treten die Rückfahrt an. Seit gestern läuft die Handball WM und heute Abend spielt Deutschland gegen Polen, zumindest eine wird sich darauf freuen.

16.01.2025

Geplant war nach Burgau zu fahren und von dort über den Fischerpfad nach Luz zu laufen. In Burgau konnte jedoch kein Parkplatz gefunden werden. Daher ging es weiter in Strandnähe auf einem Camino da Agricola bis zum Praia das Cabanhas Velhas. Eine kleiner Strandabschnitt mit einer Strandbude, die aber geschlossen war. Mit Komoot wurde eine Wanderung wieder zurück Richtung Burgau geplant, genauer zur Veranda de Burgau. Obwohl wir uns vorgenommen haben, die vorgeschlagene Route nicht zu verlassen, landeten wir direkt zu Beginn mitten in den Felsen, da Dirk unbedingt zu einem Fischer wollte, der auf einer entfernteren Stelle auf einem Felsvorsprung seine Angeln ausgeworfen hatte. Diese Felsvorsprünge waren zum Teil mit Betonflächen und Stahlverankerungen sowie Stahlträgern versehen. Keine Ahnung, was hier einmal gestanden hat. Den Weg zurück auf den eigentlichen Trail wurde nach einer Stunde herumkraxeln in den Felsen wieder aufgenommen. Nach Burgau ging es dann auf kleinen Pfaden, auf und ab, immer an der Küstenlinie entlang.
Burgau selbst hat uns total überrascht. Ein kleiner Ort, alles am Hang gebaut, verwinkelte Gässchen, versteckte Cafes und Läden incl. einem schmalen Strandabschnitt. Keine Parkmöglichkeiten für grössere Autos. Von hier aus sind wir dann zu Fuss über den Camino da Agricola zurück zum Ausgangspunkt gelaufen.
Auf dem Rückweg zum CP haben wir am Praia da Boca Rio und den Ruinas romanas da Boca do Rio und in Salema am Praia de Salema em Vila do Bispo halt gemacht.

17.01.2025

Heute Vormittag haben wir zuerst einen neuen Stellplatz auf dem CP eingenommen, um für das angekündigte schlechte Wetter etwas trockener zu stehen.
Anschliessend ging es mit dem Rad durch die nähere Umgebung und für den Nachmittag stand unser Treffen mit Dagmar und Martin an. Die beiden sind jetzt auch für einen mehrwöchigen Aufenthalt in Sagres angekommen. Das Wiedersehen wurde mit Sagres und Burger im Dromedario gefeiert.

18.01.2025

Aufgrund der angekündigten Schlechtwetterfront, hat Dirk bereits seine Tauchklamotten von der Basis abgeholt. Für die ganze kommende Woche ist Sturm und Regen angesagt. Anschliessend sind wir zum Strand von Martinhal gefahren und haben dort den Nachmittag verbracht.

19.01.2025

Am heutigen Sonntag wurde das schöne Wetter noch ausgenutzt und ein Ausflug nach Luz angesetzt. Der Ort liegt in der Nähe von Lagos. Grösser und weitläufiger wie Burgau. Nach einem Spaziergang am Strand, haben wir uns in einer kleinen Snackbar am Wasser gestärkt, anschliessend im Sparmarkt noch etwas eingekauft und dann wieder zurückgefahren.

Gestern hat uns Nina mitgeteilt, dass sich Schimmelflecken im Badezimmer und Flur befinden. Da wir die Wohnung konstant auf mindestens 16 Grad beheizen, wundert uns das schon sehr. Evtl. ist ein Heizungsrohr undicht.

20.01.2025

Ein Tag im Rudi mit arbeiten, lesen und chillen. Draussen Regen, Sturm und ein wenig Gewitter.

21.01.2025

Noch ein Tag im Rudi aufgrund des Wetters. Abends haben wir mit Dagmar und Martin das Restaurant Retiro do Pescador ausprobiert. Sehr lecker, typisch portugiesisch und ein köstlicher Vinho Verde.

22.01.2025

Also, wenn wir nicht langsam wieder auf Tour gehen, werden wir definitiv zu Langschläfern und Tagtrödlern. Ok, es hat immer mal wieder geregnet, so das wir erst gegen Mittag los gekommen sind, aber in puncto früher starten, ist noch Luft nach oben. Und treibt es zuerst an den Strand. Der Atlantik ist in Wallung und die Wellen müssen begutachtet werden. Erster Stopp ist nicht weit vom Fort Fortaleza entfernt. Den zweiten Stopp legen wir am Cabo do Vincente ein und anschliessend fahren wir zum Praia Cordoama. Hier geniessen wir die Atmosphäre am Strand, die Geräuschkulisse und die schon imposanten Wellen.

23.01.2025

Zwischen Lagos und Portimao liegt das beschauliche Fischerdorf Alvor, dem wir heute einen Besuch abgestattet haben. Alvor ist bekannt für seine langen Sandstrände und dem Naturreservat Ria de Alvor. Hier führt ein System von erhöhten Holzstegen durch die geschützte Dünenlandschaft im Mündungsbereich des Ria de Alvor. Die Gegend haben wir natürlich auch außerhalb der Holzstege erkundet, weil wir gerade im Mündungsdelta, in der Nähe des kleinen Hafens, etliche Muschelsammler gesehen haben. Die wollten wir uns natürlich näher anschauen. Bei niedrigem Wasserstand lagen etliche Sandbänke frei, aber unbewohnt waren sie auf keinen Fall. Der Untergrund war mit unzähligen Löchern verschiedener Größen durchzogen. Zunächst tippten wir auf Muscheln, die sich hier bei Ebbe zurückgezogen haben, aber tatsächlich halten sich hier überall diverse Krebse auf. Wenn sich das Auge erst einmal an den Untergrund gewöhnt und man sich ganz langsam bewegt, gerät der ganze Boden in Bewegung: die Krebse unterbrechen ihr Sonnenbad an der Oberfläche und flüchten in ihre unterirdische Behausung – das große Krabbeln nimmt seinen Lauf. Wir auch, denn ohne Gummistiefel ist die Fortbewegung ohne nasse Füße zu bekommen, nicht möglich. Zurück auf den Holzstegen geht es in den Hafen, vorbei an kleinen Fischerhütten und Fischerbooten. In einer Bar direkt am Wasser genießen wir einen Kaffee, bevor es zurück nach Sagres geht.

24.01.2025

Lost in Fuseta – die Romanreihe von Gil Ribeiros umfasst bisher sechs Bände. Im Mittelpunkt steht der Hamburger Kriminalkommissar Leander Lost, der aufgrund eines Austauschprogramms von Europol ein Jahr zur PoliciaJudiciaria an die Algarve versetzt wird. Sehr schnell wundern sich die neuen Kollegen über das ungewöhnliche Verhalten des Austauschkommissars, das seinem Asperger-Syndrom geschuldet ist. Lost in Fuseta wurde bereits als Zweiteiler von der ARD verfilmt.

Und genau hier führte uns der heutige Ausflug mit Dagmar und Martin hin. Ursprünglich wollten wir in Faro auf das Naturschutzgebiet Ria Formosa stoßen, doch leider haben wir hier mit Rudi nicht den erforderlichen Zugang gefunden. Daraufhin sind wir geradewegs nach Fuseta gefahren und haben gehofft, mit einem Taxiboot auf die vorgelagerten Sandbänke des Naturschutzgebietes gelangen zu können. Doch leider waren alle Ticketshop`s und die dazugehörigen Taxiboote geschlossen bzw. nicht im Einsatz, so dass wir uns kurzerhand für eine Wanderung durch das hiesige Küstengebiet entschlossen haben. Diese Wanderung brachte uns dann nach 13,44 km und 19.515 Schritten wieder an den Ausgangspunkt zurück. Das Reizvolle daran waren erneut die unzähligen Krebse auf den leergelaufenen Wasserflächen und ihr sofortiger Rückzug in ihre Unterweltbehausungen. Der Rückweg führte ein wenig durch das Landesinnere. Dabei wurden viele blühende Pflanzen entdeckt, u.a. Mandelbäume, die erste Blüten zeigten. In Fuseta haben wir uns anschließend einen kleinen Snack genehmigt, bevor wir durch diesen beschaulichen Ort über den Hafen zurück zum Parkplatz gelaufen sind.

27.01.2025

Das Wetter ist richtig turbulent, viel Wind, Regen und großartige Wellen. Während ich arbeite, machen sich Dagmar, Martin und Dirk auf Wellenerkundungstour. Dabei geht es an diverse Küstenabschnitte im Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina.

Haben übrigens Ameisen im Rudi. Diese finden den Weg über das Starlinkkabel ins Innere unserer Behausung.

28.01.2025

Letzter Tag in Sagres mit Aufräumen und Zusammenpacken. Abends ein gemeinsames Essen mit Dagmar und Martin beim Inder.

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner