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Category : Rudi on Tour Teil5

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237. Linnuse Juni 2026

30.06.2026

Ursprünglich wollten wir den sonnigen Tag zum Baden nutzen, aber der Wind frischte so auf, dass wir den Tag auf den Rädern verbrachten und die kleinen Nachbarinsel Muhu erkundet haben. Eine wirklich irre Fahrt über einen Deich, an Windmühlen vorbei, zu einer historischen Festung die aus einem Stein bestand, über einen Honigstand, durch einen total matschigen Waldabschnitt zu einem Landsitz der über Christies zum Verkauf angeboten wird. Irgendwie eine Gegend, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint: Felder, Wiesen, Steinmauern, Holzhäuser mit Ufergras gedeckt, einsame Waldwege und Schotterpisten und plötzlich Menschen, die Walderdbeeren in kleinen Eimern sammeln. Auf dem Rückweg machen wir in Liiva Halt und geniessen am Foodstand Island Burger zwei super leckere Burger mit aussergewöhnlichen Pommes Frites.

236. Orissaare auf Saaremaa Juni 2026

29.06.2026

Wir brechen auf und verlassen diesen wunderschönen Platz am Meer auf der Insel Hiiumaa. Bevor wir am Nachmittag die Insel mit einer kleinen Fähre von Soru aus in Richtung Saaremaa verlassen, drehen wir noch eine kleine Runde, klettern auf den Toleturn von Köpu, entdecken in Lehtma nicht nur unzählige kleine Zufahrten zu einsamen Stränden, sondern auch eine ehemalige Grenzstation mit altem Hafen, pausieren im Hafen von Kärdla und sind nachmittags pünktlich am Fähranleger in Soru. Die Fähre bringt uns in einer guten Stunde nach Triigi auf der Insel Saaremaa. Über die Seite www.praamid.ee haben wir online die Überfahrt gebucht, ein E-Ticket erhalten und 23,70€ bezahlt. Als Stellplatz haben wir uns Saare makond bei Orissaare herausgesucht. Ein etwas alternativer und total schöner Platz, viel Wiese und Wasser, eine Strandbar, Sauna und Zugang zum Meer. Überall entdeckt man Kunstobjekte aus Materialien, die ihre besten Zeiten hinter sich haben, ein großes Aufenthaltsiglu, eine Bühne und etliche Rundzelte. Kurz nach der Ankunft suchen wir die Strandbar auf, genießen Fish&Ships und Tankerbier.

30.06.2026

Ursprünglich wollten wir den sonnigen Tag zum Baden nutzen, aber der Wind frischte so auf, dass wir den Tag auf den Rädern verbrachten und die kleinen Nachbarinsel Muhu erkundet haben. Eine wirklich irre Fahrt über einen Deich, an Windmühlen vorbei, zu einer historischen Festung die aus einem Stein bestand, über einen Honigstand, durch einen total matschigen Waldabschnitt zu einem Landsitz der über Christies zum Verkauf angeboten wird. Irgendwie eine Gegend, in der die Zeit stehen geblieben zu sein scheint: Felder, Wiesen, Steinmauern, Holzhäuser mit Ufergras gedeckt, einsame Waldwege und Schotterpisten und plötzlich Menschen, die Walderdbeeren in kleinen Eimern sammeln. Auf dem Rückweg machen wir in Liiva Halt und geniessen am Foodstand Island Burger zwei super leckere Burger mit aussergewöhnlichen Pommes Frites.

235. Kalesta Küla auf Hiiumaa Juni 2026

25.06.2026

Unser erster Stopp führt uns nach Paldiski an die Steilküste von Pakri. Von einem Wanderparkplatz aus spazieren wir ganz nah an der Steilküste mit ihren verschiedenen Kalksteinschichten entlang.
Überall trifft man auf einheimische Wildpflanzen wie den Gewöhnlichen Natternkopf in leuchtend blau, Scharfer Mauerpfeffer, ein sukkulenter Bodendecker mit leuchtend gelben Blüten, der zwar historisch als Heilpflanze genutzt wurde, dessen Verzehr bei falscher Dosierung giftig sein kann, dazu ein wilder Stachelbeerstrauch, Wiesen-Margeriten, das Orientalische Zackenschötchen, eine robuste Pflanze mit gelben Blüten die Höhen von 30 bis 120 cm erreichen kann – hier sind die jungen Blätter essbar, eine Hundsrose, die häufigtste Wildrosenart in Mitteleuropa mit ihren rosa bis weiß gefärbten Blüten und die Färber-Hundskamille mit leuchtend gelben Blüten, die oft von Juni bis September blühen.
Bevor wir Richtung Haapsulu aufbrechen statten wir dem höchsten Leuchtturm Estlands, dem Pakri Lighthouse, noch einen Besuch ab. Er ist 52,3 m hoch und nach 275 Stufen wäre man oben. Die Grundmauern des alten Leuchtturms stehen rechts der Straße. Er wurde jedoch abgerissen, da er zu nah an den Klippen stand. Das Leuchtturmgelände beherbergt ebenfalls einen WoMo-Stellplatz. Bei der Weiterfahrt durch Paldiski fallen uns die trostlos wirkenden Plattenbauten sowie streng abgesperrte Gebiete auf. Die anschließende Recherche bringt Aufklärung. Vor 1994 war der Ort eine der wichtigsten Militärbasen der Sowjetunion. Hier waren Atomraketen und U-Boote untergebracht und das größte sowjetische Atom-U-Boot-Trainingszentrum stationiert. Nachdem das Militär die Stadt verlassen hatte, wurde sie praktisch sich selbst überlassen und verfällt immer mehr.

Nachdem wir Einkauf, Tanken von Diesel, AddBlue und LPG erledigt haben, beschließen wir bereits heute noch auf die Insel Hiiumaa überzusetzen. Ein Ticket für 27,70 Euro ist schnell über die Website Praamid.ee gebucht. Eigentlich wollten wir uns vorher noch Haapsulu genauer anschauen, aber nachdem wir hier einen kurzen Stopp an einer Paketstation eingelegt haben (Dirk hat Ersatzteile für seine Fahrradbremse und Schuhe bestellt) reizt der Ort uns nicht wirklich und wir nehmen Kurs auf den Fährhafen in Rohuküla. Die Fähre nach Heltermaa auf Hiiumaa geht um 19:00 Uhr, die Überfahrt dauert 75 Minuten.

Auf der Insel angekommen nehmen wir Kurs auf in Richtung Westen. Wir haben uns einen
kostenlosen Stellplatz der estnischen Forstverwaltung herausgesucht. In der dazugehörigen App RMK Loodusega koos lassen sich tolle, wilde und kostenlose Campingplätze mit Wanderwegen und Picknickplätzen in Estland finden. Wir stehen hier auf einem total schönen und ruhigen Stellplatz mit direktem Zugang zum Meer. Holz für die Grillstellen, Trockentoiletten und Abfallcontainer werden bereitgestellt.

27.06.2026

Wie schön ist das denn bitte hier? Den Tag verbringen wir am Strand und abends wird im Pinienwald gegrillt.

28.06.2026

Ein Spaziergang am Vormittag führt uns auf einem Lehrpfad durch den angrenzenden Wald. Der Pfad wird immer schmaler, der Bewuchs immer höher. Immer wieder stoßen wir dabei auf Wildschweinspuren, große Netze mit Kreuzspinnen und Bäumen aus deren Harz Fackeln getränkt wurden. Ein Wald wie im Märchen. Der Nachmittag gehört dem Gewitterregen und einem Apfelkuchen.

234. Saue Juni 2026

22.06.2026

Auf dem Weg zum CP Saunapunkt etwa 20 km von Tallinn entfernt, passieren wir etliche Tankstellen. Dabei staunen wir nicht schlecht über die Preise für Diesel: 1,549€/l. Auch der nachfolgende Einkauf nimmt den Schrecken bei Lebensmitteln wie in Norwegen und Finnland.
Der CP ist klein aber fein und so richten wir uns erst einmal ein. Morgen geht es mit den Rädern nach Tallinn.

23.06.2026

Eine schöne Radtour bringt uns nach 18 km in die Hauptstadt Tallinns. Unser erstes Ziel die große Markthalle. Hier gibt es auf div. Ebenen fast Alles – Frisches, Vintage, Food To Go, Supermarkt, Apotheke, Plätze zum Verweilen. So etwas hat uns schon die ganze Zeit gefehlt und entsprechend lange kosten wir den Rundgang aus. Knabbern vor der Halle an Varianten von getrocknetem Fisch aus der verlockenden Fischabteilung. Gestärkt lassen wir uns durch die Altstadt treiben, stellen die Räder am Fotografiemuseum ab und laufen auf den Rathausplatz. Überall Menschen, Kopfsteinpflaster, gefüllte Lokale, teils mittelalterlich getrimmt, Sonne und überall gibt es etwas, woran sich das Auge festhält. Eine Hausfassade, ein Wachtturm, eine Kirchturmspitze, ein Schaufenster oder lokale Stadtführer mit Schildchen. In dem Restaurant Tule am Rathausplatz probieren wir ein estnischen Saku-Bier und schlendern nach einer Pause weiter. Auf der Plattform der Olaikirche verschaffen wir uns nach 258 Stufen einen Rundumblick über das alte und neue Tallinn, entdecken im Hafen ein riesiges Mein Schiff-Kreuzfahrtschiff und den Domberg. In die Kirche selbst werfen wir auch einen Blick und entdecken Steintafeln mit Inschriften deutscher Bürgermeister von Tallinn aus dem 17. Jhd., was auf die Auswanderung von Deutschen im Mittelalter im Zuge der Ausweitung der Hansestädte hinweist. Im Anschluß besichtigen wir noch einen restaurierten Wehrgang in der Nähe des Bremen Towers und genießen einen Kaffee unmittelbar beim Museum of tortue bevor es zurück zum CP geht.

24.06.2026

Der angekündigte Regen verzieht sich gegen Mittag und für uns geht es erneut mit den Rädern nach Tallinn. Den oberen Teil der Altstadt mit dem Domhügel haben wir noch nicht gesehen. Bei der Auffahrt zum Domhügel radeln wir an unzähligen Reisebussen vorbei, die Unmengen weiterer Touristen in die Stadt spülen. Der Rundgang mit Besichtigung der Aleksander Nevski Kathedrale, des Parlamentgebäudes mit dem Langen Hermann einem Wehrtum, den Aussichtsplattformen Piiskopi und Patkuli, der Domkirche sowie die in eine Häuserwand eingelassene Bronzeskulptur des estnischen Schauspielers Voldemar Panso gilt es daher im Zick-Zack-Kurs zu bewältigen. Davon haben wir bald genug und gehen kurz über den Pikk Jalg hinunter in die untere Altstadt. Hier geht es am Hansemuseum und dem ältesten Kaffeehaus Tallinns, dem Cafe Maiasmokk sowie dem Museum für Sakralkunst vorbei in eine schmale Gasse durch eine Dompforte erneut hinauf zu den Rädern. Anschliessend drehen wir noch eine Runde auf der Kalaranna Promenade am Hafen entlang. Passieren neue Wohngebiete, Saunaiglus und ein Marinemuseum.

233. Āigrumāe (EST) Juni 2026

21.06.2026

Ein kurzer Stepp in Helsinki am Terminal der Eckerö-Linie. Der Check-in verläuft problemlos. Um 20:00 h geht die Fähre nach Tallinn bzw. zum Terminal nach Muuga los – Ankunft 22:45 h.

Wir kommen pünktlich im Hafen von Muga an. Nur ein kurzer Fahrzeugscan beim Verlassen des Hafengeländes und los geht die Stellplatzsuche ist Estland. Unsere erste Wahl ein sehr kleiner Parkplatz direkt an einem winzigen Badestrand in der Bucht von Muuga in einem Wohngebiet, da sind wir weiter. Nächste Wahl ein großer Parkplatz am Rande eines Wohn- und Gewerbegebietes, das weiter erschlossen wird. Hier ist mehr Platz. Es gibt noch vorbereitete Pfannkuchensuppe und dann nichts wie ins Bett.

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