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Category : Rudi on Tour Teil1

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081. Nazare Februar 2025

09.02.2025

Und schon wieder geht es weiter. Auf unserem Weg nach Nazare machen wir Halt in Obidos, einer hübschen Stadt mit strahlend weissen Häusern, kleinen Gassen und einer maurischen Burg mit begehbarer Stadtmauer. Sie ist zudem bekannt für ihre schokoladigen Köstlichkeiten und trägt seit 2015 den Titel „Stadt der Literatur“. Dies zieht natürlich auch viele Reisebusse mit interessierten Besuchern an. Selbst an diesem Sonntag im Februar ist das kleine Städtchen voll. Die Igreja de Sao Tiago ist keine Kirche mehr im eigentlichem Sinn, sondern ein Buchladen, der viele unterschiedliche Themen literarisch bedient. Auf der Empore stellt die Künstlerin Ruta nicht nur ihre geklöppelten Spitzen, sondern auch Armbänder mit ihren Gedichten auf besonderen Geschenkkarten aus. Spontan trägt sie eins ihrer Gedichte vor. Uns fallen die vielen kleinen Geschäfte auf, die
Ginjinha oder einfach Ginja zum Verkauf anbieten. Dies ist ein portugiesischer Likör, der durch Einlegen von Ginja-Beeren (Sauerkirsche) in Alkohol (Aguardente) und Hinzufügen von Zucker sowie anderen Zutaten hergestellt wird, wobei Nelken und/oder Zimtstangen am häufigsten sind. Oft wird er als kleiner Shot im Schokobecher zum Kosten angeboten. Nach einem Kaffee und Mixed Toastas neben der Praca da Santa Maria, geht es weiter nach Nazare. Hier bleiben wir bis Mittwoch auf einem weiteren CP von Orbitur.
Den Nachmittag nutzen wir zum Wäsche waschen, Reisetagebuch schreiben, Kartenmaterial updaten und kochen.
Nazare ist ein weltbekannter Surfer-Hotspot mit Monsterwellen bis zu 20 Metern. Mal sehen, wie es in den nächsten Tagen aussieht. Bislang sehen die Prognosen nicht so gut aus.

10.02.2025

Heute zieht es uns natürlich direkt in den Ort und an den Strand, aber nicht bevor wir mit Arne und Familie telefoniert haben. Arne feiert nämlich heute seinen 3. Geburtstag 🥰. Danach landen wir mit den Rädern am Praia Nazare. Eine schöne Promenade, die von vielen Geschäften sowie Restaurants gesäumt wird und auf der einen Seiten vom Hafen, auf der anderen Seite von der sich erhebenden Felsküste, auf deren Spitze der Farol do Nazare trotzig in den Atlantik schaut, begrenzt wird. Wir nehmen zuerst Kurs auf den Hafen, bleiben aber wenig später wieder stehen: auf Holzrahmen sind diverse Fische und Tintenfische zum Trocknen angebracht. Dabei fallen die glitzernden Sardinen und die Tintenfische sofort ins Auge. An den Seiten sitzen Fischer, die ihre Netze reparieren oder den Trockenfisch verkaufen. Dirk ersteht 4 Sardinen für 2€, die wir natürlich sofort probieren müssen. Lecker, es fehlt nur noch ein kaltes Sagres. Wir folgen dem Radweg zum Hafen und schon sind wir auf dem Hafengelände, passieren einige Kais mit kleineren und grösseren Booten, den Jetski’s, die die Surfer am Praia do Norte in die Wellen ziehen und Boote die aufgebockt zur Reinigung oder Überholung an Land stehen. Etwas weiter stossen wir auf einige Fisch verarbeitende Firmen und einer Auffahrt die zum Praia do Sol führt. Dieser Strand muss auch begutachtet werden. So viel Sightseeing macht hungrig und wieder zurück auf der Promenade, machen wir Pause an der Strandbude am Thallasobad.
Anschliessend geht es bis zum anderen Ende des Praia do Nazare und hier zum Lift, der die Unterstadt mit der Oberstadt verbindet. Leider fährt er heute nicht und der Weg zum Farol do Nazare wird mit dem Rad fortgesetzt. Der Anstieg und die Anfahrt haben es wirklich in sich. Die Oberstadt ist sehr touristisch ausgelegt, selbst ein Riesenrad ist dabei. Unser Ziel ist der Leuchtturm, in dem ein Surfermuseum aufwartet, denn direkt auf der anderen Seite befindet sich der bekannte Surfer-Hot-Spot mit den Monsterwellen, der Praia do Norte. Von Monsterwellen ist aber heute keine Spur und Surfer sind auch nicht wirklich viele im Wasser. Nach sechs Stunden Ortsbesichtigung geht es zurück zum CP.

11.02.2025

Es ist Dienstag, es regnet und es ist kalt. Ergo bleiben wir im Rudi. Den Tag verbringen wir mit lesen, Reise-Apps testen, essen und fernsehen. Herrlich😉.

Beim gestrigen Besuch im Surfmuseum, oberhalb des Praia do Norte, wurde natürlich auch auf das Entstehen der Monsterwellen in Nazare eingegangen.
Genau vor der Küste befindet sich der Nazaré Canyon. Diese Meeresschlucht ist über 230 Kilometer lang und misst eine Tiefe von bis zu 5000 Metern. Das Ende dieses Unterwasser-Canyons liegt unmittelbar vor der Küste von Nazaré und dadurch ergeben sich auf engem Raum große Unterschiede in der Wassertiefe. Des Weiteren wird bei entsprechenden Bedingungen eine Wasserströmung entlang des Strandes an dem Felsvorsprung in das Meer gelenkt, so dass sich eine weitere Vergrößerung der Welle ergibt. Wenn dann zusätzlich entsprechende Dünung gegeben ist, können die Wellen dann mit mehr als 20 m Höhe brechen.

080. Peniche Februar 2025

06.02.2025

Ziemlich zeitig brechen wir zu unserem nächsten Ziel-Peniche auf. Aber nicht ohne noch einmal beim Drehen der Vordersitze mit dem Pferdeschwanz den Alarmknopf von Mercedes auszulösen. Kurz darauf meldete sich die schwedische Stimme in einer nicht endenwollenden Fontäne von Fragen und Erläuterungen, die ich nicht mehr zu stoppen wusste. Ich war kurz davor, wie in der aktuellen Werbung für ein bekanntes schwedisches Knäckebrot, Wasa zu rufen, bis sie mich reden liess und ich antworten konnte, das dies only a mistake and not a case of emergency sei. Dies schien die Stimme zu beruhigen und wir wünschten uns gegenseitig einen guten Tag.
Dieser führte uns zuerst nach Guadalupe und der Ebora Megalithica. Wie sich herausstellte, hat hier der Guide für geführte Touren zu den Megalithen sein Büro, die Megalithen selbst befinden sich ca. 8 km wieder zurück in Richtung Evora. In Nossa Senhora de Guadelupe gelangen wir dann über eine Sandpiste, die es in sich hat zum Cromleque dos Almendres, einem drei phasigen Steinkreis, älter als der in Stonehenge und anschliessend zum Menhir dos Alemdres, einem 3,50 m hohen Menhir. Allein der kleine Trampelpfad zu diesem Riesenstein ist wunderschön.
Weiter geht es nach Arreiulos, etwas oberhalb von Evira. Dieses Örtchen, an einem Hügel gelegen, soll sehr bekannt für seine handgewebten Teppiche sein. Diese können wir leider nicht bestaunen, da wir keinen Zugang in den Ort mit Rudi und Hänger finden.
Dann eben über Land nach Peniche, unserem nächsten Halt an der Küste, oberhalb von Lisboa. Hier finden wir einen Platz auf dem Stellplatz ASA-Peniche für 9,50€ die Nacht, ohne Strom. Die Batterien und die ecoflow sind gefüllt, dies müsste reichen. Duschen, Toiletten und sogar die Fönbenutzung sind extra zu bezahlen.
Schnell eine Pizza im Omnia und gemischten Salat gezaubert und dann ist mal gut für heute.

07.02.2025

Das Wetter ist wechselhaft und so machen wir nur eine kleine Runde zu Fuß ans Meer, zu einem Felsen, der sich Papoa schimpft. Kaum dort angelangt, fängt der Regen an. Also alles wieder zurück und in die Rudi-Chill-Area.
Gegen Nachmittag hört der Regen auf und wir schnappen uns die Räder für eine Erkundungstour. Diese führt uns zum Hafen und der dazugehörigen Promenade mit unzähligen Fischrestaurants, vorbei am Fortaleza, dem wir morgen einen Besuch abstatten werden und weiter auf dem Fischer-Wanderpfad, direkt an den Klippen entlang, bis wir wieder auf die Strasse zum Stellplatz stoßen. Peniche ist eine Stadt, die durch Fischfang und dessen Verarbeitung geprägt ist. Es liegt wie ein großer Zipfel im Atlantik und von Stränden umgeben, zieht es Surfer vermehrt an. An einigen Stellen weist ein gelbes Holzschild in Fischform auf besondere Aussichtspunkte in den Klippen hin.
Abends gibt es die Pizzareste mit Tomatensalat.

08.02.2025

Direkt nach dem Frühstück geht es zum Mercado. Hier ist schon jede Menge los. Im Erdgeschoss werden Obst, Gemüse, Gebäck und Fleischwaren angeboten, in der ersten Etage Fisch. Hier entdecken wir auch Tritonschnecken. An den Aussenseiten im Erdgeschoss sind wirklich sehr kleine Bars eingelassen, die auch von draussen zu begehen sind. Das grösste was ins Auge fällt, sind die massigen Espressomaschinen hinter den Theken. Platz findet man an 2 Tischen und der Bar. Und hier geht kurz vor elf Uhr nicht nur der Pico, sondern auch Portwein bzw. Bier. Wir decken uns mit Laranjas, Birnen, Mandarinen und Gebäck ein, bevor es ins Centro weitergeht. Das Centro ist schnell durchquert und bevor es zum Fortaleza weitergeht, gibts noch einen Kaffee. Peniche ist auch das größte Zentrum für Spitzenklöppelei in Portugal, eine jahrhundertealte Kunst, deren Ursprünge unklar sind. Diese filigrane Kunst ist auf internationalen Veranstaltungen vertreten und stellt ein künstlerisches Erbe dar, das es zu bewahren gilt. Die Gemeinde hat ein Museum eröffnet, das der Klöppelspitze gewidmet ist.
Das Fortaleza de Peniche wurde 1557 erbaut und diente in der Zeit von 1930 bis 1974 als Gefängnis für politische Gefangene während der Diktatur. Ein sehr eindrucksvolles Gemäuer, dass zum Museum umgewandelt wurde. 1960 war es Schauplatz eines dramatischen Gefangenenausbruchs, als eine Gruppe politischer Gefangener, unter ihnen der Kommunistenführer Álvaro Cunhal, aus der Festung ausbrach.
Weiter geht es durch das Centro auf die andere Seite der Halbinsel. Auch hier laden viele Aussichtspunkte an der Küstenlinie zum Verweilen ein. Schließlich gelangen wir zur Ilheu da Papoa und die gilt es zu Fuss zu entdecken. Den Nachmittag lassen wir in einer kleinen portugiesischen Bar unweit der Ilheu da Papoa mit Bier und Wein ausklingen.
Als Abendessen steht heute gebackener Stockfisch mit Reis und Salat auf dem Speiseplan. Den Stockfisch haben wir auf dem Markt in Loule erworben. Damit er zubereitet werden kann, muss man ihn mindestens zwei Tage vorher in Wasser einlegen und dieses morgens sowie abends erneuern. Anschliessend wird er trocken gelegt, gewürzt, in Mehl gewälzt und gebraten. Bom apetite!

079. Evora Februar 2025

04.02.2025

Heute geht es weiter nach Evora. Evora ist die Hauptstadt der südlich-zentralen Region Alentejo in Portugal. Der Weg führt durch grossflächige Korkeichenplantagen, die an den Rändern von Eukalyptusbäumen gesäumt werden. Im historischen Zentrum der Stadt steht der altertümliche römische Tempel von Évora (auch Tempel der Diana genannt). Ganz in der Nähe umgeben weiß getünchte Häuser die Kathedrale von Évora, ein massives gotisches Bauwerk, dessen Errichtung im 12. Jahrhundert begann. Die Igreja de São Francisco sowie die mit Skeletten verzierte Knochenkapelle bilden ein weiteres Highlight der Stadt. Wir stehen erneut etwas ausserhalb auf einem CP von Orbitur. Am Abend bereiten wir einen Teil des Stockfisches zu, den wir in Loule erstanden haben.

Ansonsten hat die heutige Leckageprüfung in unserer Wohnung ergeben, dass das Heizungsrohr im oberen Bereich unseres Badezimmers und im unteren Bereich des Badezimmers der Obermieterin leck ist. Die Wand wurde entsprechend aufgebrochen und repariert. Jetzt kann die Trocknung beginnen.

05.02.2025

Das schöne Wetter hat uns bereits um 10:00 Uhr auf die Räder geführt. Ziel, die Innenstadt von Evora mit Mercado, Kathedrale, Knochenkapelle und Aquadukten. Wir landen zuerst am Chafariz da Praco do Giraldo, an einem Brunnen mitten im Zentrum. Im Anschluss schlendern wir durch den neu gestalteten Mercado und statten der Igreja de Sao Francisco sowie der anliegenden Chapel of bones und dem dazugehörigem Museum einen Besuch ab. Beim Museum für sakrale Kunst nehmen wir ein Snack in Form von Eintopf Alentejo und Salat ein. Danach zieht es uns noch einmal durch schmale Gassen ins Zentrum und hier geradewegs in eine Eisdiele. Das selbstgemachte Eis geniessen wir am Platz mit dem Brunnen, bevor es zurück zu den Rädern geht. Wir möchten uns die Aquadukte anschauen, die wir am Tempel der Diana erspäht haben und die sich in der Altstadt mit den Häusern verbinden.

Mittlerweile haben wir bereits 16:00 Uhr und wir treten den Rückweg an, nicht ohne noch etwas einzukaufen.

Morgen geht es Richtung Peniche und damit wieder an die Küste. Zuvor möchten wir noch der Ebora Megalithica sowie dem Ort Arraiolos einen Besuch abstatten.

078. Vila Nova de Milfontes Februar 2025

01.02.2024

Heute heisst es Rückfahrt, aber langsam. Der 23.02.2025 ist für die Ankunft in Hilden gesetzt und für heute geht es zunächst auf nach Loule und von da aus nach Vila Nova da Milfontes, an die Westküste Portugals. Wir sind bereits um 08:00 Uhr abfahrbereit und um kurz vor 09:00 Uhr in Loule, finden schnell einen guten Parkplatz und sind nach ca. 10 Minuten am Mercado. Hier treffen wir Dagmar und Martin für einen Besuch des Marktes mit Snack und kleinem Rundgang durch die Stadt. Sehr zu empfehlen. Anschliessend geht es über Landstrassen nach Milfontes, wir verlassen die Algarve und gelangen in die Region Alentejo. Das Ziel ist ca. 155 km von Loule entfernt und wir treffen nachmittags dem CP von Orbitur ein. Ein riesengrosses Gelände mit Pinienwald und nur 2 weitere WoMos.

02.02.2025

In der Nacht war es auf einmal sehr leise. Kein Kühlschrank der rumorte und auch keine Heizung, die sich bemerkbar machte. Und tatsächlich wieder die Fehlermeldung wegen dem Lüfter. Das Wetter sehr regnerisch und windig, verhinderte eine sofortige Fehleranalyse. Rasch Elektrizität dazu gebucht und den Elektro-Ofen in Betrieb genommen. Der restliche Tag verlief wie ein typisch fauler Sonntag.

03.02.2025

Heute ein wieder komplett sonniger Tag, der sich hervorragend für eine Heizungsreparatur eignet. Also alles von hinten nach vorne, die Kisten im „Keller“ nach draussen, Rudi vom Netz und dann ran an die Alde 3020, natürlich nur unter Einsatz der bewährten Stirnlampe. Sicherung o.k., Lüfter dreht, aber Bauteil (?) mit Verbindung zur Gasleitung locker😬. Alles zurecht gerückt und festgeschraubt, Rudi ans Netz genommen, Bedienpaneel eingeschaltet, Heizun aktiviert und ….sie läuft wieder. It‘s magic, Dirk hat es wieder hingekriegt.
Am frühen Nachmittag zunächst mit den Rädern an den Praia Malhao und dann überwiegend über Schotterpisten in das 6 km entfernte Milfontes. Zu dieser Jahreszeit ein verschlafener, aber total sympathischer Ort. In der Hauptsaison ist er ein beliebter Badeort an der Westküste. Direkt in Milfontes mündet der Rio Mira in den Atlantik und zwar mit einem enorm breiten Mündungsarm. Während die Wellen des Atlantiks sich vor der Mündung noch gewaltig aufbäumen, fliesst der Rio Mara gemütlich ins offene Meer. Süss- und Meerwasser verbinden sich und zu beiden Seite erkennen wir Strände, Strandbuden, Wassertaxis, Fischerhütten und Wassersportangebote.
Durch den Ort geht es nach einem Einkaufs-Stopp zurück zum CP.

077. Olhao Januar 2025

29.01.2025

Die Reise geht weiter Richtung Olhao und erneut ins Naturschutzgebiet Ria Formosa. Auf dem Campingplatz Mais etwas außerhalb der Stadt, haben wir einen schönen Stellplatz für unter 16 € die Nacht gefunden. Der CP ist überwiegend mit Touris belegt, die hier überwintern und sich auf ihrem Platz umfänglich häuslich eingerichtet haben. Supermarkt, Bar und Restaurant haben geöffnet. Es herrscht eine angenehme Atmosphäre. Nachmittags unternehmen wir einen Spaziergang in den Ort. Dieser führt uns durch Wohngebiete und ein großes Industriegebiet mit Fischprodukten an die Küstenpromenade und die kleine Innenstadt, mit verwinkelten Gassen und ganz vielen Geschäften. Wieder im Rudi verfolgen wir mit der Tagesschau das aktuelle Geschehen über die Abstimmung zum Zustrombegrenzungsgesetz im Bundestag und sind fassungslos, was dort geschehen ist. Am Morgen erinnert der Deutsche Bundestag an die Opfer des Nationalsozialismus aus Anlass der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau am 27.01.1945 und am Nachmittag stimmen die Abgeordneten dieses Bundestages mit Unterstützung der AfD einem Unionsantrag zur Verschärfung der Migrationspolitik zu.  Wir beide verspüren augenblicklich den Wunsch spätestens am 23.02.2025 wieder zurück in Hilden zu sein, um wählen zu gehen. 

Was sonst noch passiert ist: Deutschland ist raus bei der Handball-WM. In einem regelrechten Krimi hat Deutschland gegen Portugal 31 zu 30 nach Verlängerung verloren.

Der häusliche Schimmelbefall hat jetzt auch das Schlafzimmer erreicht. Eine Leckage des Heizungsrohres wird im oberen Bereich des Hauses vermutet und in der nächsten Woche geprüft und wenn möglich repariert. Anschliessend kommen auf jeden Fall Trocknungsgeräte zum Einsatz, die physisch begleitet werden müssen.

30.01.2025

Für den heutigen Tag haben wir uns eine Fahrradtour ins nur 14 km entfernte Faro vorgenommen. Die Route haben wir über Komoot zusammengestellt und zumindest auf der App wurde sie als sehr schön und entlang der Wasserlinie angepriesen. Tatsächlich führte der Weg auch anfänglich über einen EU-geförderten Radweg, der Atlantic-Coast-Route, aber kurz hinter Olhao hörte sie im Irgendwo auf und wir mussten auf Umwegen über die zwei-spurige Bundesstraße in die größte Stadt an der Algarve fahren. Aus den 14 km sind dann mal schnell 20 km geworden und in Faro angekommen, waren wir dann doch vom ständigen Hin- und Her ziemlich genervt. Außerdem machte sich bei uns ein stärkeres Kaloriendefizit bemerkbar, dem wir an der Hafenpromenade mit einem Mittagessen begegnet sind. Von hier aus wollten wir eigentlich auf die vorgelagerte besiedelte Sandbank und den Praio de Faro, welches hinter dem Flughafen zu erreichen ist, aber das hätte uns weitere 9 km gekostet und incl. Rückweg hätten dies unsere Akkus nicht ausgehalten. So haben wir uns auf der Rückfahrt die Salinas do Grelha noch etwas genauer angeschaut, die Flamingos bewundert und eine große Ansammlung von Stelzenläufern.

Für den morgigen Tag haben wir uns am Abend eine geführte Boots-Tour durch die Ria Formosa bei Olhao vorgenommen.

31.01.2025

Um 14:30 Uhr startet die geführte Tour ins vorgelagerte Naturschutzgebiet. Treffpunkt ist der Fähranleger im Hafen. Wir sind zu früh und können noch einen Snack an den Markthallen geniessen. Wir versuchen Hermann anzurufen und zum Geburtstag zu gratulieren, leider ohne Erfolg. Die Tour führt uns zunächst auf die Ilha da Cultura und hier zu einer Fischersiedlung. Es sollen ca. 1000 Personen mit ihren Familien ansässig sein. Eine komplette Infrastruktur ist vorhanden. Wir haben das Gefühl auf Lummerland zu sein. Aber Lummerland finden wir wirklich beim 2. Stopp vor. Am äußeren Zipfel fahren wir weiter zum Cabo Santa Maria Lighthouse. Hier leben ganzjährig 53 Menschen und in den Sommermonaten bis zu 5000. Keine Strassen, keine Autos, nur Sand und mit Betonplatten ausgelegte, schmale Wege. Einige Bars und Restaurants, kleine, bunte Häuschen kreuz und quer und eben der Leuchtturm. Was für ein Fleckchen Erde, einfach irre.

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