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Author : Rudi-on-Tour

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253. Baltic Sea Juli 2026

25.07.2026

In der Nacht haben wir beide semi gut geschlafen, obwohl es eine ruhige Fahrt war. Wir bedienen uns umfänglich am Frühstücksbüffet und genießen dies an einem Fensterplatz im Gästeraum. Den weiteren Tag verbringen wir mit Lesen, Serie streamen, Hörbuch hören und Wellen-gucken. Pünktlich gegen 17:30 Uhr fahren wir in die schmale Hafeneinfahrt von Travemünde ein, was schon sehr spektakulär ist. Überall Segel- und Motorboote, kleine Fähren, die Kai‘s voller Menschen, die Strände voll. Nach dem Anlegen geht alles ganz schnell und tief unten im Bauch der Fähre wird der Weg zum Fahrzeug durch die schmalen Gänge der LKW-Schluchten zu einem kleinen Abenteuer.
Nach einem kleinen Einkaufsabstecher fahren wir Richtung Flensburg. Hier legen wir einen Übernachtungsstopp ein bevor es am Sonntag erneut nach Dänemark geht. Dieses Mal an den Vejers-Strand.

252. Klaipeda Juli 2026

24.07.2026

Heute geht es mit der „Marco Polo“ der schwedischen TT-Line von Klaipeda nach Travemünde. Für die gut 24 Stunden dauernde Überfahrt haben wir uns eine Kabine gebucht. Nach dem Einchecken warten wir im Hafen auf Spur 2 auf die Einfahrt in die Fähre und staunen immer wieder darüber wie viele LKW‘s in den Bauch des Schiffes verladen werden. Für uns geht es dieses Mal rückwärts hinein, es wird ganz schön eng, da rechts neben uns die gewaltigen LKW‘s platziert sind. Zwischen den Fahrzeugen ist wenig Platz, nur ein schmaler Pfad bleibt für den Durchgang zum Aufgang ins Passagierdeck. Hier herrscht kein Kreuzfahrerschiff-Ambiente, sondern kühle Zweckmäßigkeit. Im Zick-Zack geht es auf und durch Deck 7 zur Rezeption, die gleichzeitig Restaurant und Bordshop ist, alles ganz fensterlos. Unsere Kabine befindet sich gleich gegenüber. Einen Gang weiter befindet sich ein langgezogener Aufenthaltsbereich mit breiter Fensterfront und Blick auf die See, daneben ein Abteil mit Pullmannsitzen, das war‘s. Wir gehen auf das Aussichts-Deck und genießen die Hafenausfahrt mit den geschäftigen Hafenbereichen rechts und der Kurischen Nehrung links. Bis wir auf der offenen Ostsee sind, vergeht eine Stunde. Anschliessend gibt es Kaffee und ein selbst gemachtes Abendbrot im Aufenthaltsraum.

251. Karklė Juli 2026

21.07.2026

Bevor wir einen neuen Stellplatz anfahren suchen wir in Kretinga eine Wäscherei auf. Leider vergebens, die mangelhafte Parksituation lässt uns weiterfahren. Wir steuern Richtung Meer und hier nach Karklė auf den gleichnamigen CP.

22.07.2026

Der nächste Tag beginnt erneut mit Regen, den es auszusitzen gilt. Mittags geht es dann mit den Rädern nach Klaipėda, drittgrößte Stadt Littauens, Universitätsstandort und Tor zur Ostsee. Die ersten 10 km geht es auf dem Radweg Nr. 10 nur durch den Wald. Als wir den Stadtrand erreichen wird es wieder laut und wuselig, eine Baustelle jagt die nächste und Umleitungen sind weder für Fußgänger noch Radfahrer zu finden. Unser erstes Ziel ist der Fährterminal der TT-Line. Wir wollen hier für die Überfahrt am Freitag nach Travemünde schon einchecken. Die Strecke zieht sich endlos am Rand einer vierspurigen Straße entlang, gefühlt ist jede Ampel rot, der Radweg wird erneuert, es dauert ewig. Endlich am Terminal angekommen, ist ein Einchecken für Freitag erst am Abreisetag möglich. Jetzt nur nicht die gleiche Strecke zurück. Eine alternative Route ist schnell gefunden und diese führt uns durch Wohnsiedlungen mit dazugehörigen ausgedehnten Parkanlagen bis fast in die Altstadt. Kurz vorher jedoch weitere Baustellen und Fuß- wie Randwegerneuerungen ohne Umleitung. An der Uferpromenade des Danė gönnen wir uns eine Pause bevor es zurück zum Stellplatz geht.

23.07.2026

Regen, Regen, Regen. Immer wenn wir denken, los jetzt, es hat aufgehört, fängt es erneut an zu regnen. Irgendwann erwischen wir ein Regenloch und los geht es zum Meer. Von der Hauptstraße weg führen kleine Erdpisten durch Kiefernwald ans Wasser. Diese sind schon so aufgeweicht und matschig, dass es nur im Zick-Zack voran geht. Zwischendurch ganz versteckt immer wieder Wohn- oder Ferienhäuser, Gastronomie und am Zugang zum Strand Karklės paplüdimys sogar einen Friedhof. Über eine Holztreppe geht es hinunter an den Naturstrand, mit Kiesel, Sand und angespültem Geäst. Toll und viel ruhiger als in Palanga. Immer wieder gibt es Holztreppen die zurück in den Wald führen. An der Mündung der kleinen Cypa versuchen Kinder einen Staudamm mit Ästen und Steinen anzulegen, andere Urlauber gehen baden oder haben es sich im Sand gemütlich gemacht. Wir gehen rechts weiter bis zum letzten Strand-Aufgang und suchen uns einen Weg durch den Wald zurück. Kurz vor dem CP gibt es ein winziges Lebensmittelgeschäft „Karklės zuvis“ mit einer schönen Räucherfischauswahl: Forelle kalt und warm geräuchert, Wolfsbarsch, Barsch und Aal werden angeboten. Wir nehmen eine Forelle und ein Stück Wolfsbarsch mit. Dazu die leckeren Schwarzbrotchips, etwas das aussieht wie „Kalter Hund“ und schaffen es trocken in den Bus zurück.

250. Palanga Juli 2026

19.07.2026

Bevor es weitergeht machen wir noch einen Spaziergang zum gegenüberliegenden Strand und der dazugehörigen endlosen Kaianlage die in die Ostsee ragt. Die erste Hälfte ist an der Meer zugewandten Seite mit gewaltigen Wellenbrechern versehen und gut begehbar. Die andere Hälfte muss ohne Wellenbrecher auskommen. Die Oberfläche total zerklüftet und schwer begehbar. Bevor man die Boje am Ende erreichen kann ist Schluß, die Anlage weist ein großes Loch auf und umkehren ist angesagt. Nach dem kleinen Spaziergang fahren wir ein kleines Stückchen weiter in Richtung Palanga. Am Parkplatz von Samogitian Sanctuary planen wir für die nächste Nacht ein. Ein Plätzchen hinter den Dünen an einer heidnischen Kultstätte. Leider abgesperrt, also geht es weiter. In einem Vorort von Palanga, Kunigiskiai, finden wir einen Wiesenparkplatz mit Parkuhr. Sie lässt sich nur mit Münzen füttern, 10€ für 24h. Wir sind hier völlig allein und nach einer kurzen Pause geht es durch den Kiefernwald direkt an den weitläufigen Strand, der uns sehr gut gefällt.
Am Abend setzt dann Regen ein. Auch der nachfolgende Tag ist regnerisch und beschert uns ein längeres Trödelfenster.

21.07.2026

Palanga ist Litauens beliebtestes Strandresort. Bei einem Spaziergang durch den Botanischen Garten, der früher ein Schlosspark war und zur 470 m langen Seebrücke, Wahrzeichen des Bade- und Kurortes, bekommen wir dies hautnah zu spüren. Spürbar auch der starke Wind, der uns ordentlich ins Gesicht weht und die Ostsee so richtig aufpeitscht. Auch die Möwen versuchen die Balance zu halten und stellen sich immer wieder mit dem Wind neu auf. Auf der Seebrücke wird es dann richtig voll. Anschliessend tapern wir über eine schnurgerade, lange Vergnügungspromenade mit Riesenrad, Fahrgeschäften, Souvenir- und Klamottenläden, Ständen mit Bernsteinschmuck, Kneipen, Restaurants, Fressbuden in den Ort. Es lockt keine Altstadt, sondern weitere Läden und wir gehen zurück zum Van.

249. Liepaja Juli 2026

18.07.2026

Die heutige Stellplatzsuche gestaltet sich etwas aufwendig, da der Platz nahe der Stadt entweder nicht eindeutig als Parkplatz ausgewiesen ist oder 20 € Gebühr für eine gemähte Rasenfläche ohne Dienstleitung entrichtet werden soll. Also steuern wir Liepāja weiter südlich an. Der große Parkplatz hinter einem Surfstrand an der Atmodas Bulvaris wird zum Übernachtungsplatz.

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