093. Pilsen (CZ) Mai 2025

03.05.2025

Nach einer ruhigen Nacht brechen wir nach einem kurzen Kaffee auf Richtung Tschechien. Hier sollen wir laut Windy App von der Schlechtwetterfront verschont bleiben. Mit der Idee, eine Weile gemeinsam zu reisen, hatten wir zu Beginn genau dieses Reiseziel ins Auge gefasst. Die erste Etappe führt uns nach Pilsen. Da wir mit über 3,5 t und Anhänger in Tschechien auf Autobahnen und Bundesstraßen generell nur 80 km/h fahren dürfen, entschließen wir uns mautfrei zu reisen und den umständlichen Vorgang mit Mautbox und Registrierung zu vermeiden. Es geht zunächst bis zur Grenze weiter über die A 3 und die A 6. Anschließend reisen wir über den Grenzübergang Waidhaus/Rozvadov in Tschechien ein.

Weiter gehts Richtung Pilsen (Plzen). Pilsen ist die viertgrößte Stadt Tschechien, liegt im Westen von Böhmen und ist der Verwaltungssitz der Pilsner Region. In Pilsen leben rund 180.000 Einwohner. Bekannt ist Pilsen vor allem wegen des Pilsener Bieres  und der Skoda Werke.

Hier haben wir uns das Autokamp Ostende als Stellplatz herausgesucht. Der Plan geht auf, wir finden zwei Stellplätze in unmittelbarer Nähe zum See und gelangen in eine Veranstaltung anlässlich des 80. Jahrestages zur Befreiung von den nationalsozialistischen Besatzern.

Im Mai 1945 wurde die Stadt Pilsen von den US-Truppen unter dem Kommando von General Patton befreit. Die Truppen blieben in der Stadt bis zur letzten feierlichen Parade auf dem Platz der Republik (Náměstí Republiky) am 20. November 1945, bei der sich die Bevölkerung von den amerikanischen Soldaten verabschiedete. Der Platz wimmelt nur so von Menschen in amerikanischer Uniform nebst Waffen, diversen Jeeps und militärischem Equipment.

Nachdem wir uns eingerichtet haben, kommt die selbstgemachte Maultaschensuppe auf den Tisch 🍲. Sie dient als Grundlage für einen Absacker in Form von Pils in dem rustikalen Restaurant des Campingplatzes. Anlässlich des hiesigen Events gibts auch etwas musikalisches auf die Ohren: amerikanisch angehauchte Songs nach tschechischer Mundorgelart interpretiert.

04.05.2025

Heute geht es mit den Rädern auf eine Tour rund um Pilsen, incl. einer Besichtigung der Brauerei Pilsener Urquell und der Innenstadt. Es hat sich deutlich abgekühlt und zwischendurch bereue ich es schon keine dickere Jacke angezogen zu haben. Das Thermometer ist bis auf 12 Grad zurückgegangen 😬. Die Radtour hat von Wald, Feldern, Abschnitten durch wuselige Stadtteile sowie Wegen an Seen vorbei, alles was die Peripherie zu bieten hat. Im letzten Viertel gelangen wir an den Fluß Radbuza, der durch Pilsen fließt. Nach einem kleinen Snack, radeln wir noch ein kleines Stück an diesem Fluß entlang, bis wir zum West Bohemian Museum in Pilsen gelangen. Von hier aus ist es nur ein kleines Stück zur historischen Brauerei, bei der wir gerade noch rechtzeitig an einer gut zweistündigen Führung teilnehmen können. Diese ist sehr kurzweilig und abwechslungsreich, gibt grundsätzliche Einblicke in die hier begründete Braukunst, das Abfüllverfahren, das Sudhaus sowie den historischen Gär- und Eiskellern. Im Anschluß gibt es ein frischgezapftes Pils incl. scharfer Wurst vor dem Besucherzentrum. Jetzt noch ein kleiner Rundgang durch das Zentrum und einigermaßen geschafft kriegen wir gerade noch ein Abendessen am Stellplatz hin, bevor wir einzeln in die Vans fallen.

092. Solingen Mai 2025

01.05.2025

Es geht wieder los, der Rudi rollt, Tour 2 mit Ziel Griechenland startet. Bei KM 59.327, 25 Grad und 11:15 h wird zunächst Opa Hermann angesteuert. Nach einem kurzem Tschüs-Sagen geht es weiter zum ersten Stopp nach Solingen auf den Eipaß. Ein Treffen der Eipaßgang steht an. So treffen sich Johann, Gabi, Michelle, Maurice, Denise, Sven, Ida, Bjarne, die 4-beinigen Goldies, Heike, Thomas, Jeannine, Philipp, Björn, Herbert, Marianne, Stefan, Tanja, Jochen, Nadine, Milo, Dieter, Brigitte, Christina, Sophie, Dirk, Nina und Babs im alten Garten. Man ist sofort wieder im Thema und beieinander, obwohl viele nicht mehr hier wohnen und Zusammenkünfte selten sind. Herrlich🥰. Übernachtet haben wir in unmittelbarer Nähe zur Korkenziehertrasse.

02.05.2025

Geweckt wurden wir mit Sonnenschein, nach einer wirklich ruhigen Nacht. Bereits am Tag 2 muss ich eine Schadensmeldung raushauen: der Einsatz des Omnia Backofens führte zum Auslösen des Rauchlösers und der Zerstörung des kleinen Hitze-Sombreros, da der Topfofen ziemlich schnell auf über 200 Grad aufheizte. Na ja, erneutes eingrooven ins Van-Life ist angesagt.

Ein ausgiebiges Frühstück darf nicht fehlen und so sind wir erst gegen 12:15 h ausgehfertig und startklar. Zunächst gehen wir zu Fuß parallel der Korkenziehertrasse die Oberhaanerstraße entlang, um zu schauen, ob wir die Brücke zur Wuppertalerstraße passieren können.
Mit einer Durchfahrtshöhe von 3,50m dürfte dies kein Problem sein.
Wir haben Lust auf ein Eis und setzen so den Weg zum Gräfrather Marktplatz fort, wo wir im Eiscafe Guilia selbiges geniessen. Nach dieser Pause geht es zurück zum Eipaß. Von hier aus fahren wir mit Thomas und Philippe nach Dormagen zur Roadsurferstation und holen den Ford Nugget ab. Zu viert wird das WoMo inspiziert, Funktionen getestet, die Gasflasche und das Nummernschild für den Fahrradträger gesucht, die Rückbank ausgezogen sowie das Dachzelt hochgefahren und das Bedienpaneel erkundet. Nach der Abnahme nur noch eine Unterschrift und dann nix wie wieder zurück nach Solingen, schließlich muss der Nugget noch beladen und die Räder auf den Träger montiert werden. Gegen 18:00 h sind wir abfahrbereit und unser erster Stopp soll ein Parkplatz in Niedernhausen bei Frankfurt sein.
Dieser stellt sich leider als zu klein heraus, da es sich um einen PKW Parkplatz mit kurzen und schmalen Parkflächen handelt. Plan B muss her. Wir haben Glück, denn auf der kurzen Anfahrt durch den Ort zum Stellplatz sind wir an einer langen Mauer mit ausreichender Parkfläche vorbeigekommen. Die lange Mauer gehört zum Friedhof Oberjosbach, an dem wir unsere nächste Nacht verbringen werden.
Nach dem Abendessen wird erst einmal ausgiebig der Regenradar studiert, um das Ziel für die nächsten Tage zu bestimmen. Slowenien wird leider gestrichen, hier soll es das ganze WE und die kommende Woche nur regnen. Zunächst entscheiden wir uns für das Altmühltal, dann für Heidelberg und Sinsheim, bis uns die Regenradar-Recherche zu einem Ziel führt, welches wir ganz zu Beginn bereits ins Auge gefasst haben.

091. Hilden März 2025

21.03.2025

Nach gut 163 Tagen sind wir quasi für einen weiteren Boxenstop nach Hause zurückgekehrt.
Die vorgezogenen Bundestagswahlen haben uns bereits im Februar in die Heimat geführt.
Im Anschluß folgte natürlich ein Wiedersehen mit Familie und Freunden, Vorbereitungen für den Tauchurlaub von Dirk in Ägypten sowie für unsere bevorstehende Route 2, die uns nach Griechenland führen wird. Wir wollen erst einmal in die Wärme und werden Skandinavien für 2026 ins Visier nehmen. Los geht es am 01.05.2025. Erster Halt: Solingen und einem Eipaßstrassenfest mit Familie und alten Nachbarn.

090. Hannover März 2025

20.03.2025

Heute geht es weiter nach Hannover. Hier erhält Rudi sozusagen eine weitere Hüfte sprich Federung. Vorher noch schnell eine ausgiebige Wäsche und dann auf zur FA. Henning, in den den Norden von Hannover, in der Nähe vom Mittelland-Kanal. Die FA. hält extra Stellplätze für Womos bereit und so können wir nach der Ankunft die Umgebung entspannt mit den Rädern erkunden und später im „Treibhaus“ noch ein leckeres Bier geniessen.
Am nächsten Morgen geht es für Rudi auf die Bühne und für uns erneut auf die Räder zu einer Tour durch den Grüngürtel von Hannover. Diese hat uns gut gefallen und wir waren sehr angetan von der niedersächsischen Landeshauptstadt. Es lohnt sich auf jeden Fall, hier noch einmal mehr Zeit zum Entdecken einzubringen.

089. Bremen März 2025

19.03.2025

Unsere Woche in Bremen verstrich wie im Flug. Für unseren Aufenthalt wählten wir dieses Mal den Stellplatz zum Kuhhirten, mitten auf einer Insel zwischen Weser und Werdersee. Den werden wir auch für kommende Aufenthalte ins Auge fassen, weil er einfach schöner gelegen ist und sich viel näher am Zuhause der Kinder befindet.
In der gemeinsamen Zeit wurden Unmengen von Nudeln mit Pesto verzehrt, das Schwimmbad in Horn getestet, ein Nachmittag auf der Kinder- und Jugendfarm in Huchting verbracht, geradelt, gefroren, die Kiddies aus der Kita abgeholt, Bremen erkundet und ausgiebig im Rudi gespielt. Rundum ein tolles Wiedersehen.