103. Ioánnina (GR) Mai 2025

19.05.2025

Es kommt natürlich anders als geplant. Das Wetter scheint unbeständiger zu werden und eigentlich zieht es uns sowieso nach Griechenland, also entscheiden wir mittendrin einfach weiter zu fahren. Und so geht es schnurstracks durch Albanien und dem Grenzübertritt bei Kakavije nach Griechenland. Hier zunächst nach Ioánnina der Hauptstadt der Provinz Epirus. Auf dem CP Limnopoula stehen wir direkt am Ufer des Lake Pamvotida. Mit dabei ein Kanu- und Segelzentrum, welches den See zum Trainieren nutzt.

 20.05.2025

Irgendwie war das eine unruhige Nacht. Keine Ahnung warum, aber ich habe total schlecht geschlafen, um 3 Uhr war erst einmal die Nacht vorbei, es wurde gelesen und irgendwann gegen 5 Uhr erneut eingeschlafen. Zum Frühstück gab es Overnight-Oats. Nach Abspülen und Solarpaneel aufbauen ging es mit den Rädern in die Stadt. Natürlich soweit wie möglich an den Ufern des Sees entlang. Zunächst in die Altstadt, die nur die Bewohner mit ihren Autos befahren dürfen. Über holprige Pflaster gelangen wir an einem türkischen Bad vorbei zur 1618 erbauten Aslan-Moschee, einer türkischen Bibliothek sowie einem Silberschmiedemuseum. Wir entdecken ein kleines Cafe am Osttor des Viertels, ansonsten sucht man Geschäfte, Lokale oder Pensionen hier vergebens. Im Anschluss cruisen wir am Seeufer weiter Richtung Anatoli. Hier sind wir auf der Suche nach einem Restaurant für einen Mittagssnack. Dabei sind wir anscheinend zu früh dran für einen Imbiss, überall wird nur getrunken. Also dann in den nächsten Supermarkt, um etwas Frisches für auf den Teller zu besorgen.

Es gibt gemischten Salat mit Feta und Oliven sowie selbstgemachten Tsaziki. Der Nachmittag wird am Stellplatz am See mit Ausruhen und Reisetagebuch schreiben verbracht. Wo es morgen hingehen soll, wissen wir beide noch nicht so genau. Das Wetter im Blick soll es Stand heute auf dem Peleponnes am beständigsten sein. 

 

102. Ulcinj Mai 2025

17.05.2025

Von Kotor aus begeben wir uns Richtung Küste. Aber erst einmal gilt es eine ca. 20 km lange Baustelle abzufahren. Anschließend geht es vorbei an Budva, Bar nach Ulcinj und hier an einen ca. 11 km langen Strandabschnitt, an dessen Ende Albanien beginnt.Am CP Safari Beach machen wir Halt, direkt am Strand.

 18.05.2025

Trotz Gewitter- und Regenansage ist es fast trocken geblieben. Wir nutzen den Tag zunächst zum Aufräumen und später für eine Radtour so gut es geht am Strand entlang und landen später an einer Strandbude Restaurant Pesha, wo wir eine Kleinigkeit essen und trinken, zudem einen serbischen Familienvater kennenlernen, der mit seiner Familie einige freie Tage hier an der Küste verbringt.

Am Abend haben wir bereits alles abreisefertig gemacht. Morgen geht es nach Albanien. Geplant ist hier ein Stopp bei Gjirokastër bevor unsere Tour nach Griechenland fortgesetzt wird. Ausserdem haben wir überlegt auf der Rückreise die Fähre von Igoumenitsa nach Ancona zu nehmen. Gesagt, getan und gebucht: am 18.08.2025 um 21:30 h geht es auf eine Fähre der Grimaldi Linie.

101. Kotor (MNE) Mai 2025

16.05.2025

Für heute steht die Einreise nach Montenegro auf dem Programm. Dazu müssen wir aber erst aus Kroatien ausreisen, nach Bosnien-Herzegowina einreisen und wieder ausreisen, um dann in Montenegro einreisen zu können. Die Kontrollen an den Grenzen ist man gar nicht mehr gewohnt. Ob wir aussteigen und die Gefährten öffnen müssen? Es geht ohne, die Ausweise und KFZ-Papiere werden eingescannt und dann geht’s weiter. 

Erstes Ziel in Montenegro ist Kotor.

Wir haben Glück und erhaschen noch einen Stellplatz auf einem Parkplatz in der Nähe der historischen Altstadt. Für 20 € ohne Service können wir hier für 24 h stehen.

Nach den Aufbauarbeiten im Van wollen wir uns direkt die älteste Stadt Montenegros anschauen. Sie liegt in der Bucht von Kotor, einer von vier Buchten des Golfs von Kotor, an der Adriaküste Montenegros. 1979 ist Kotor mit ihren bedeutenden kulturhistorischen Bauwerken in das UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe aufgenommen worden. Wir verschaffen uns zunächst mit einem Rundgang über die Stadtmauer vom Hafen aus einen Überblick, entdecken viele verwinkelte, schmale Gassen, unzählige Katzen, Kirchen und das Wahrzeichen von Kotor – der Uhrturm. Der Gang durch diese Gassen und vorbei an wirklich vielen Souveniergeschäften hat so gar nichts mehr vom ursprünglichen Charme dieser Stadt. Überall drängen sich Menschenmassen vorbei und so zieht es uns nach einem kühlen Getränk wieder aus den Stadtmauern heraus. Wir verbringen den Abend im Van und beschließen uns den Markt am Hafen vor der morgigen Weiterfahrt genauer anzuschauen.

17.05.2025

Bevor es weitergeht noch schnell auf den Markt. Dieser liegt gegenüber dem kleinen Hafen, ist teilweise überdacht und vormittags geöffnet. Schon auf dem Weg dorthin können wir zwischen den Häusern ein riesiges Kreuzfahrtschiff der Viking Linie ausmachen. Als wir im Hafen ankommen wird praktisch die ganze Altstadt mit 19 Gruppen dieses Schiffes geflutet (jede Gruppe führt ein Schild mit Viking Mars 1-19 mit sich). Wir biegen schnell in den Markt ab und gesellen uns unter die Einheimischen bei ihrem Einkauf wahrscheinlich für´sWochenende. Schade, dass unser Kühlschrank nicht größer ist – es sieht alles so frisch und lecker aus – Kirschen, Erdbeeren, Melonen, Aprikosen, Bohnen, Paprika, Auberginen, Zwiebeln, Kartoffeln, div. getrocknete Bohnensorten, Feigen zu Ketten aufgereiht, Kräuter, Honig und, und, und.

Dann nehmen wir uns noch die Zeit für einen Kaffee direkt am Markt und schauen den div. Marsgruppen bei ihrer Führung zu.

100. Zagvozd (KRO) Mai 2025

15.05.2025

Da wir Kroatien bereits aus vorherigen Aufenthalten kennengelernt haben, benutzen wir es auf dieser Tour nur als Transitland, um nach Monte Negro zu gelangen und legen bei Zagvozd einen Übernachtungsstop ein. Der CP Biocovo liegt in unmittelbarer Nähe zur A1/E65 und so können wir morgen ohne Umwege die Reise fortsetzen.

In Kroatien sind die Autobahnen mautpflichtig, können aber via Ticket und mit Karte bezahlt werden. Eine weitere Mautbox ist nicht nötig und wir können sogar 90 km/h fahren.

 

 

099. Ljubljana Mai 2025

13.05.2025

Der Stellplatz befindet sich auf einem P+R-Platz bei Stanezisče, kostet 10€ für 24h und beinhaltet Ver- und Entsorgung sowie Strom.

Über Komot planen wir eine Route Richtung Stadt und kommen bereits nach einem Kilometer wegen Baustelle ohne Umleitung nicht mehr weiter. Fußgänger und Radfahrer sind von einer Alternative zur Umgehung gar nicht beachtet worden und so fahren wir zunächst einfach den Bewohnern hinterher, bis auch diese scheitern und irgendwie versuchen, der Baustelle zu entfliehen. Wir werden von Bauarbeitern wirklich mitten durch die Baustelle geleitet, passen so gerade mit den Rädern durch die Baugerüste, kommen auf der anderen Seite einer kleinen Unterführung wieder auf die 4-spurige Stadtstraße. Hier entdecken wir ein Umleitungsschild, dass gerne angenommen wird. Weiter geht es über Parallelstraßen am äußeren Rand des Zentrums vorbei. Es ist laut, chaotisch und überhaupt nicht entspannt. Ich bin schon einigermaßen angenervt, weil hier wirklich jeder fährt wie er will, bis ich bzw. wir einfach genauso fahren, so geht’s. 

Der Brillenladen mitten in einem großen Shoppinggebiet kann natürlich keine Sonnenbrille mit Sehstärke zeitnah vorhalten, aber Dirk ersteht zwei Ausführungen zum Aufstecken auf seine Gleitsichtbrille und damit ist erst einmal alles gut.

Anschließend wagen wir dennoch einen kurzen Abstecher in die Innenstadt, können so etwas von der Altstadt am Ufer der Ljubljanica, dem Marktplatz und den drei Brücken mitnehmen.

 14.05.2025

Wir haben trotz P+R-Platz gut geschlafen und begeben uns nach dem Frühstück auf den Weg zur Stadterkundung. Nicht auf direktem Weg, sondern über den kleinen Ort Stanezisčeam Ufer der Sava entlang durch ruhige Gefilde in Richtung Zentrum. Dabei passieren wir ein Kajak-Sportzentrum mit Wettkampfanlage, kleinere Vororte sowie eine große Anlage für Baustoffe und ziemlich viel Werksverkehr. Irgendwann spült es uns über den Bahnhof ins Zentrum. Hier genießen wir hinter dem Park am Kongresshaus in der Bar Platane einen Cappucino bzw. Tee und überlegen, was wir uns zuerst anschauen sollen.

Es geht daher zuerst auf den Markt mit seinen unzähligen kleinen Restaurants in den dazugehörigen Arcaden. Hier genießen wir einen Snack zur Stärkung, denn weiter geht es zum höhergelegenen Ljubljana Castle, welches wir mit der Seilbahn ansteuern. Die Besichtigung der einzelnen Burgbestandteile ist uns zu teuer und wir nehmen oben angekommen, dass mit was keinen Eintritt kostet. Daher haben wir auf der Burggalerie einen schönen Ausblick auf die Stadt und die Umgebung.

Runter geht es zu Fuß, ziemlich steil und deshalb langsam und vorsichtig. Unten wieder am Fluss geht es zur Drachenbrücke und im Anschluss auf eine Touribootstour bis kurz außerhalb des Zentrums, aber nicht minder attraktiv. Vorbei an der Altstadt, vielen Verweilplätzen direkt links und rechts am Fluss mit oder ohne Gastronomie.

Auf dem Rückweg zum Stellplatz wird noch schnell eingekauft und Vorbereitungen für die morgige Weiterfahrt getroffen. Es geht über Kroatien nach Montenegro.