102. Ulcinj Mai 2025

17.05.2025

Von Kotor aus begeben wir uns Richtung Küste. Aber erst einmal gilt es eine ca. 20 km lange Baustelle abzufahren. Anschließend geht es vorbei an Budva, Bar nach Ulcinj und hier an einen ca. 11 km langen Strandabschnitt, an dessen Ende Albanien beginnt.Am CP Safari Beach machen wir Halt, direkt am Strand.

 18.05.2025

Trotz Gewitter- und Regenansage ist es fast trocken geblieben. Wir nutzen den Tag zunächst zum Aufräumen und später für eine Radtour so gut es geht am Strand entlang und landen später an einer Strandbude Restaurant Pesha, wo wir eine Kleinigkeit essen und trinken, zudem einen serbischen Familienvater kennenlernen, der mit seiner Familie einige freie Tage hier an der Küste verbringt.

Am Abend haben wir bereits alles abreisefertig gemacht. Morgen geht es nach Albanien. Geplant ist hier ein Stopp bei Gjirokastër bevor unsere Tour nach Griechenland fortgesetzt wird. Ausserdem haben wir überlegt auf der Rückreise die Fähre von Igoumenitsa nach Ancona zu nehmen. Gesagt, getan und gebucht: am 18.08.2025 um 21:30 h geht es auf eine Fähre der Grimaldi Linie.

101. Kotor (MNE) Mai 2025

16.05.2025

Für heute steht die Einreise nach Montenegro auf dem Programm. Dazu müssen wir aber erst aus Kroatien ausreisen, nach Bosnien-Herzegowina einreisen und wieder ausreisen, um dann in Montenegro einreisen zu können. Die Kontrollen an den Grenzen ist man gar nicht mehr gewohnt. Ob wir aussteigen und die Gefährten öffnen müssen? Es geht ohne, die Ausweise und KFZ-Papiere werden eingescannt und dann geht’s weiter. 

Erstes Ziel in Montenegro ist Kotor.

Wir haben Glück und erhaschen noch einen Stellplatz auf einem Parkplatz in der Nähe der historischen Altstadt. Für 20 € ohne Service können wir hier für 24 h stehen.

Nach den Aufbauarbeiten im Van wollen wir uns direkt die älteste Stadt Montenegros anschauen. Sie liegt in der Bucht von Kotor, einer von vier Buchten des Golfs von Kotor, an der Adriaküste Montenegros. 1979 ist Kotor mit ihren bedeutenden kulturhistorischen Bauwerken in das UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe aufgenommen worden. Wir verschaffen uns zunächst mit einem Rundgang über die Stadtmauer vom Hafen aus einen Überblick, entdecken viele verwinkelte, schmale Gassen, unzählige Katzen, Kirchen und das Wahrzeichen von Kotor – der Uhrturm. Der Gang durch diese Gassen und vorbei an wirklich vielen Souveniergeschäften hat so gar nichts mehr vom ursprünglichen Charme dieser Stadt. Überall drängen sich Menschenmassen vorbei und so zieht es uns nach einem kühlen Getränk wieder aus den Stadtmauern heraus. Wir verbringen den Abend im Van und beschließen uns den Markt am Hafen vor der morgigen Weiterfahrt genauer anzuschauen.

17.05.2025

Bevor es weitergeht noch schnell auf den Markt. Dieser liegt gegenüber dem kleinen Hafen, ist teilweise überdacht und vormittags geöffnet. Schon auf dem Weg dorthin können wir zwischen den Häusern ein riesiges Kreuzfahrtschiff der Viking Linie ausmachen. Als wir im Hafen ankommen wird praktisch die ganze Altstadt mit 19 Gruppen dieses Schiffes geflutet (jede Gruppe führt ein Schild mit Viking Mars 1-19 mit sich). Wir biegen schnell in den Markt ab und gesellen uns unter die Einheimischen bei ihrem Einkauf wahrscheinlich für´sWochenende. Schade, dass unser Kühlschrank nicht größer ist – es sieht alles so frisch und lecker aus – Kirschen, Erdbeeren, Melonen, Aprikosen, Bohnen, Paprika, Auberginen, Zwiebeln, Kartoffeln, div. getrocknete Bohnensorten, Feigen zu Ketten aufgereiht, Kräuter, Honig und, und, und.

Dann nehmen wir uns noch die Zeit für einen Kaffee direkt am Markt und schauen den div. Marsgruppen bei ihrer Führung zu.

100. Zagvozd (KRO) Mai 2025

15.05.2025

Da wir Kroatien bereits aus vorherigen Aufenthalten kennengelernt haben, benutzen wir es auf dieser Tour nur als Transitland, um nach Monte Negro zu gelangen und legen bei Zagvozd einen Übernachtungsstop ein. Der CP Biocovo liegt in unmittelbarer Nähe zur A1/E65 und so können wir morgen ohne Umwege die Reise fortsetzen.

In Kroatien sind die Autobahnen mautpflichtig, können aber via Ticket und mit Karte bezahlt werden. Eine weitere Mautbox ist nicht nötig und wir können sogar 90 km/h fahren.

 

 

099. Ljubljana Mai 2025

13.05.2025

Der Stellplatz befindet sich auf einem P+R-Platz bei Stanezisče, kostet 10€ für 24h und beinhaltet Ver- und Entsorgung sowie Strom.

Über Komot planen wir eine Route Richtung Stadt und kommen bereits nach einem Kilometer wegen Baustelle ohne Umleitung nicht mehr weiter. Fußgänger und Radfahrer sind von einer Alternative zur Umgehung gar nicht beachtet worden und so fahren wir zunächst einfach den Bewohnern hinterher, bis auch diese scheitern und irgendwie versuchen, der Baustelle zu entfliehen. Wir werden von Bauarbeitern wirklich mitten durch die Baustelle geleitet, passen so gerade mit den Rädern durch die Baugerüste, kommen auf der anderen Seite einer kleinen Unterführung wieder auf die 4-spurige Stadtstraße. Hier entdecken wir ein Umleitungsschild, dass gerne angenommen wird. Weiter geht es über Parallelstraßen am äußeren Rand des Zentrums vorbei. Es ist laut, chaotisch und überhaupt nicht entspannt. Ich bin schon einigermaßen angenervt, weil hier wirklich jeder fährt wie er will, bis ich bzw. wir einfach genauso fahren, so geht’s. 

Der Brillenladen mitten in einem großen Shoppinggebiet kann natürlich keine Sonnenbrille mit Sehstärke zeitnah vorhalten, aber Dirk ersteht zwei Ausführungen zum Aufstecken auf seine Gleitsichtbrille und damit ist erst einmal alles gut.

Anschließend wagen wir dennoch einen kurzen Abstecher in die Innenstadt, können so etwas von der Altstadt am Ufer der Ljubljanica, dem Marktplatz und den drei Brücken mitnehmen.

 14.05.2025

Wir haben trotz P+R-Platz gut geschlafen und begeben uns nach dem Frühstück auf den Weg zur Stadterkundung. Nicht auf direktem Weg, sondern über den kleinen Ort Stanezisčeam Ufer der Sava entlang durch ruhige Gefilde in Richtung Zentrum. Dabei passieren wir ein Kajak-Sportzentrum mit Wettkampfanlage, kleinere Vororte sowie eine große Anlage für Baustoffe und ziemlich viel Werksverkehr. Irgendwann spült es uns über den Bahnhof ins Zentrum. Hier genießen wir hinter dem Park am Kongresshaus in der Bar Platane einen Cappucino bzw. Tee und überlegen, was wir uns zuerst anschauen sollen.

Es geht daher zuerst auf den Markt mit seinen unzähligen kleinen Restaurants in den dazugehörigen Arcaden. Hier genießen wir einen Snack zur Stärkung, denn weiter geht es zum höhergelegenen Ljubljana Castle, welches wir mit der Seilbahn ansteuern. Die Besichtigung der einzelnen Burgbestandteile ist uns zu teuer und wir nehmen oben angekommen, dass mit was keinen Eintritt kostet. Daher haben wir auf der Burggalerie einen schönen Ausblick auf die Stadt und die Umgebung.

Runter geht es zu Fuß, ziemlich steil und deshalb langsam und vorsichtig. Unten wieder am Fluss geht es zur Drachenbrücke und im Anschluss auf eine Touribootstour bis kurz außerhalb des Zentrums, aber nicht minder attraktiv. Vorbei an der Altstadt, vielen Verweilplätzen direkt links und rechts am Fluss mit oder ohne Gastronomie.

Auf dem Rückweg zum Stellplatz wird noch schnell eingekauft und Vorbereitungen für die morgige Weiterfahrt getroffen. Es geht über Kroatien nach Montenegro.

 

098. Bovec (SLO) Mai 2025

10.05.2025

Eine kalte Nacht mit Temperaturen um den Gefrierpunkt liegt hinter uns. Bevor es in Richtung Slowenien geht, wird kurz im Ort eingekauft und dann geht es los zunächst nach Klagenfurt. Wir benutzen Autobahnen, auch um die Mautbox für dieses Land zu testen. Sie funktioniert und die Steiermark kann durchfahren werden. Hinter Klagenfurt, genauer bei Sankt Jakob im Rosental beginnt die Einfahrt in den 8 km langen Karawankentunnel (Gebühr 8,90 €). Der Tunnel verbindet Österreich mit Slowenien und verläuft durch die namensgebenden Karawanken, einem Gebirgsstock in den südlichen Kalkalpen. Da wir in Slowenien auch auf Autobahnen nur 80 km/h fahren dürfen, entschließen wir uns gegen eine kostenpflichtige Mautbox. Es geht auf kleinen Straßen über Kranjska Gora ein Stück durch Slowenien, bis wir bei Rateče die Grenze zu Italien queren, hinter Tarvis nehmen wir den Predil Pass, bis wir auf der Via Nevea am Lago del Predil vorbei endgültig erneut in Slowenien einreisen. Auf der 203 geht es direkt nach Bovec (Flitsch) und dort auf den CP Polovnik. Ein kleines Camp mit allem Drum und Dran sowie einer Gostilna und einem kleinen Pfad der direkt nach Bovec führt. Bovec ist der größte Ort im oberen Tal der Soča, liegt in 483 m Höhe und ist von über 2000 Meter hogen Berggipfeln des Triglav Nationalparks umgeben. Wir wollen bis Dienstag bleiben und nach dem Aufbau incl. Snack geht es auf dem kleinen Pfad hinter dem CP ins Örtchen. Wir stellen direkt fest, dass hier Menschen mit Vorliebe zu Wildwasseraktivitäten, Gleitschirmfliegen und Bergwandern zuhause sind. Der Ort selbst macht einen gemütlichen Eindruck, mit kleinen Restaurants und Kneipen an der Hauptstraße. Supermärkte sind auch vorhanden. An einem wird Dirk von TN eines Junggesellenabschieds angesprochen, um auf den Bräutigam anzustoßen, was gerne angenommen wird.

11.05.2025

Es ist Sonntag und wir wollen uns heute bei einer Wanderung durch das Soča Tal die Umgebung etwas näher anschauen. Direkt hinter dem CP geht nach ca. 100 m auf der linken Seite ein kleiner Wanderweg ab: der Pot Alpe-Adria E 12. Diesem folgen wir bis zum Kajak Camp Toni, weiter über das Camp Liza zum Fluss Koritnica, der unterhalb des Kajakcamps in die Soča übergeht. Der Gebirgsfluss wird regelmäßig durch Holzhängebrücken gequert. Diese zu Überqueren ist schon eine wackelige Angelegenheit, aber die türkise Farbe des Wassers, das Licht und die Natur herum lassen die Angst schnell vergessen. Zwischendurch entdecken wir kleine Badebuchten, Stromschnellen und können einen Blick auf Kajaks und Rafting Boote werfen. Der Weg zurück geht im vorletzten Abschnitt ziemlich steil hinauf und wir spekulieren zum Abschluss auf ein isotonisches Getränk in der Gostilna am CP.


12.05.2025

Um 05:15 h ist die Nacht vorbei: Ameisenalarm. Die kleinen Kriecher sind über das Kabel der Starlink-Antenne in den Van gelangt und hier wirklich überall. Wir räumen alles aus, laden x-mal den Akkusauger und schmeißen zwei Maschinen Wäsche an, da sich die Ameisen auch in der Bettwäsche befinden. Nach 6 Stunden ist vorerst Schicht und wir begeben uns auf die Suche nach einem Geschäft welches Ameisenabwehrmittel führt. Hinter Bovec werden wir fündig: biologisches Ameisenmittel mit Köderboxen und Insektenspray. Weiter geht es zum Boka-Wasserfall (dem eigentlichen Ziel des heutigen Tages). Dieser ist der zweithöchste Wasserfall Sloweniens und liegt hinter Bovec in Richtung Kobarid. Zu erreichen über einen markierten Fußweg hinter der Brücke bei der Pension Boka. In ca. 20 Minuten erreicht man den unteren Teil des Wasserfalls mit Aussichtsplattform. Der freie Fall des herabstürzenden Schmelzwassers des Kanin beträgt ca. 106 Meter und lässt sich am besten im Spätfrühling beobachten. Gerade als wir die Aussichtsplattform erreichen, setzt Regen ein. Nicht so unser Tag heute. Egal es geht zurück zum CPund hier setzen wir die Ameisenbekämpfung weiter fort. Über die biologischen Köderbox rümpfen die Kriecher nur ihr Riechorgan, scheinen fast schon beleidigt. Also weiter den Akkusauger immer geladen parat halten. Der Einsatz des Giftsprays im hinteren Lüftungsschacht löst den Gasalarm aus. Fazit: Mittagsschlaf muss vorzeitig beendet werden, aber der Einsatz zeigt Wirkung.

 

13.05.2025

Es geht heute weiter in die Hauptstadt Sloweniens: Ljubljana. Hier haben wir uns einen Stellplatz ca. 10 km vom Zentrum entfernt ausgeguckt und wollen noch heute Nachmittag in die Stadt zu einem Optiker. Dirk hat irgendwo zwischen Budweis und Čezsky Krumlov seine Sonnenbrille verlegt, sie ist einfach nirgends zu finden, auch nicht bei Thomas und Philipp nicht.