168. Los Cristianos (Tenerife) Januar 2026

02.01.2026

Letzter Vormittag auf El Hierro. Um 14:00h geht die Fähre nach Los Cristianos mit Fred Olsen. Das Wetter, also Wind und Regen, gefallen mir gar nicht😬.

Puh, mit einer so gut gefüllten Fähre haben wir nicht gerechnet. Daher bin zumindest ich beruhigt, dass sich die Wettersituation stabilisiert hat. Die Überfahrt verläuft ruhig und gegen halb fünf erreichen wir den Fährhafen von Los Cristianos. Wow, was für ein Gegensatz zu El Hierro, von null auf 100 und wieder mitten im Trubel. Für heute Nacht suchen wir uns einen Stellplatz in Hafennähe. Schon morgen geht es auf die nächste Insel: La Gomera wartet.

167. Las Playas Januar 2026

01.01.2026

Sturmtief Francis zeigt sich gegen 09:00h und bringt starken Regen mit. Der Wind hält sich in Grenzen. Heute geht es nach dem Frühstück noch einmal in den Westen der Insel nach La Maceta. Bevor es morgen weitergeht, müssen wir unbedingt den Grau- und Schwarzwassertank entsorgen sowie den Wassertank füllen. Danach fahren wir schon zum Fährhafen und verbringen dort die letzte Nacht auf El Hierro.
Die Fahrerei ist ziemlich anstrengend, da der Regen nicht nachlässt, sich Wind dazu gesellt und der Nebel ebenso an Bord ist. Kaum sind wir jedoch in La Maceta angelangt, ändert sich das Wetter schlagartig, der Regen legt eine Pause ein und die Sicht klart auf. Auch Richtung Fährhafen beruhigt sich das Wetter, jedoch gefällt uns der Parkplatz hier nicht. Deshalb fahren wir auf der Straße zu den Las Playas und stehen erneut am
Playa de las Almorranas beim Roque de la Bonanza, bevor es morgen zunächst nach Tenerife weitergeht.

166. La Restinga Dezember 2025

30.12.2025

Auf den gestrigen Ausflugstag folgte ein sehr entspannter Badetag in La Restinga. Am Vormittag haben wir uns nur einmal kurz umgestellt, um etwas gerader zu stehen und beide Solarpaneele an den Start gebracht. Anschließend ging es an die Arbeit und an den Strand im Hafen. Hier gibt es außer schwarzem Sand etliche Liege- und Sitzmöglichkeiten auch eine Dusche. Das Wasser hat am Anfang nicht wirklich eine angenehme Temperatur, aber zur Erfrischung ganz o.k. .
Da soviel Baden hungrig und durstig macht ziehen wir in die Bar von gestern. Hier ist schon eine Menge los und bei Calamares mit Bierbegleitung geniessen wir den Nachmittag.
Anschliessend geht es noch kurz in den Hiperdino und dann statten wir dem Waschsalon einen Besuch ab. Im Prinzip schon eine Vorbereitung für die nächste Insel.

31.12.2025

Wie Weihnachten verläuft der Silvestertag hier völlig unaufgeregt. Die beiden, kleinen Supermärkte haben bis 20:00 h geöffnet, im Hafen laufen einige Fischerboote aus, der Strand ist besucht und in den wenigen geöffneten Bars wird die Sonne bei Kaffee, Eis und/oder Kaltgetränk genossen.
Wir frühstücken lange, vertilgen Reste, trinken viel Kaffee. Dabei telefonieren wir mit Nina zu ihrem Geburtstag, später auch mit den Bremern (Cora und Niklas haben am Silvesterlauf teilgenommen) sowie Hermännchen. Anschließend erledigen wir den Einkauf. Da wir noch Klöße, Rotkohl und Soße im Gepäck haben ( war eigentlich für Weihnachten gedacht) , fehlt nur noch ein Braten. Aber wir haben Glück, ein schönes Stück Rindfleisch landet eingeschweißt im Warenkorb. Das Stück entpuppt sich beim Kochen als Rouladenfleisch, auch lecker, die entsprechenden Zutaten vorhanden. Während des Garens beobachten wir div. Wetterberichte, denn Tief Francis rollt über den Atlantik und soll insbesondere Tenerife und La Palma am ersten Januar treffen. Auf El Hierro soll der Wind stärker werden, begleitet von Regen und Gewitter.
Am Nachmittag räumen wir die Solarpaneele ein und machen bereits fast alles abreisefertig. Das Essen ist soweit vorbereitet und wir starten einen Rundgang.
Den Abend verbringen wir mit dem leckeren Essen und WDR Fernsehen, bevor es kurz vor Mitternacht an die Promenade geht. Hier ist so gut wie nichts los. Es wird wenn überhaupt drinnen gefeiert oder im Hotel am Hafen und im Casa Juan auf der schmalen Straße in der Ortsmitte. Weit nach Mitternacht wird auf dem Ausleger zum Yachthafen ein kleines Feuerwerk gestartet und so rutschen wir ganz gemütlich ins Jahr 2026🥂.

165. Ausflug in den Westen Dezember 2025

28.12.2025

Heute fahren wir an das Ende der Welt, statten der Schutzpatronin der Insel einen Besuch ab und wollen hoch hinaus.
Zunächst geht die Fahrt erneut Richtung Westen und Pozo de la Salud sowie den Arenas Blancas. Anschließend cruisen wir weiter durch aufregende Vulkanlandschaften auf einer kleinen Straße zum Faro de Orchilla. Kurz hinter der Abzweigung zum Playa de Verodal windet sich die schmale Straße 5 km in engen Kurven und ohne Leitplanken ganz hoch zum Weideland der Dehasa. Hier nehmen wir die Abzweigung hinunter zum Leuchtturm, auf der uns gleich zu Beginn die Müllabfuhr entgegenkommt. Da heisst es erst einmal die schmale Straße rückwärts hoch fahren und einen breiteren Punkt zum vorbeifahren finden. Anschliessend weiter und hinunter zum Faro, der in einer schwarzen Einöde aus Lavagestein und Vulkankratern liegt. Dieser Punkt galt in der Antike als das Ende der Welt. Später verlief hier für mehr als 200 Jahre der Nullmeridian. Eine entsprechende steinerne Markierung findet man am besten zu Fuß, wenn man einem Abzweig weiter oben auf dieser Stichstraße folgt. Heute markiert der Leuchtturm den südwestlichsten Punkt Europas und ist ein Leuchtfeuer 2. Grades. Der Begriff verweist auf die Bedeutung der Kennung für ein unterbrochenes Feuer in 2er-Gruppen und die technische Stärke für die Navigation.
Es geht weiter, zunächst zu einer geschützten Badestelle ca. 1,5 km vom Leuchtturm entfernt. Dieser Platz ist mit Picknicktischen und Toiletten ausgestattet, ein langer steiniger Ausleger ragt ins Meer und an der Seite gibt es eine Leiter die zum Baden ins Wasser führt. Früher landeten hier auch Schiffe an, um Material zu löschen und Auswanderer mit an Bord zu nehmen. Der Badeplatz ist gut besucht, überwiegend mit Dauercampern.
Unser nächstes Ziel ist die Ermita de la Virgen, die wir nach 3 km der Hauptstraße folgend erreichen. Die Madonnenfigur der Virgen de los Reyes ist seit 1546 die Schutzpatronin der Insel und die kleine Kirche der Ausgangspunkt der großen Bajada, die alle fünf Jahre stattfindet. Etwas außerhalb entdecken wir mehrere Felsenbehausungen und kleine Flächen mit Schutzgattern. Diese wurden und werden von Hirten genutzt. Es gibt Wasser und eine Feuerstelle. Die Höhlen sind mit Kiefernnadeln ausgelegt und auf den Steinmauern im Innern befinden sich Pappkartons zur Isolierung. In früheren Zeiten wurde in einer kleineren Höhle die Schutzpatronin hier aufbewahrt.
Wir verlassen die Ermita auf der Hauptstraße in Richtung Osten und folgen dieser ca. 6 km, bevor wir links abbiegen und einer kurvigen Piste hoch Richtung Malpaso, dem höchsten Berg der Insel folgen. Die Piste liegt 1200 m über dem Meeresspiegel und führt durch Kiefernwälder und lässt sich vorsichtig gut befahren. Leider liegt fast alles im Nebel, so dass wir die Küste und die Lavafelder nicht erkennen können. Nach 8 km erreichen wir dann den Gipfel auf 1502 Metern, leider total in Nebel gehüllt. Egal ein Kaffee geht immer, bevor wir uns auf den Rückweg machen.
Es geht vorbei am Cruz de los Reyes, einem grossen Platz mit Steinaltar und Holzkreuz, dem Nebelwald und dem CP Hoya de Morcillo. Wir wollen weiter zum Mirador de las Playas, von dem man einen schönen Ausblick auf die Küste der Ostseite hat. Leider hat sich hier eine breite Nebelwald davor geschoben, die dies verhindert. Ansonsten wäre dies hier ein toller Übernachtungsplatz. Dann eben weiter nach La Restinga, hier wollten wir über Silvester eh hin.
Da auf der Promenadenstraße kein Platz mehr frei ist, stehen wir hinter der großen Arpartmentanlage auf geschotterter Fläche und gehen anschließend in der Bar Mar de las Calmas Essen.

164. Mit dem Rad nach Sabinosa Dezember 2025

27.12.2025

Erstmals seit dem Ausflug auf die Insel Lobos auf Fuerteventura kommen heute die Fahrräder wieder zum Einsatz. Zunächst fahren wir hoch nach La Frontera, der größten Stadt hier im Tal El Golfo. Vorbei an einer Fabrica de Quesadillas, dem Busbahnhof und einem kleinen Zentrum mit Cafes, Geschäften, Restaurants und einer Post. Hier herrscht für hierronische Verhältnisse schon viel Verkehr, die Straßen mit Menschen ebenso gut gefüllt. Die Szenerie lassen wir an uns vorbeiziehen und fahren weiter durch den Ort. Rechts das Tal und der Atlantik, links die steilen Berghänge, ganz oben der Mirador la Llania, an dem wir gestern waren. Weiter geht es nach Sabinosa, einem kleinen Dorf im Westen der Insel. Es zählt nur ca. 300 Einwohner und liegt auf gut 300 Metern Höhe. Von der Küste aus gesehen schmiegen sich die weißen Häuser an den grünen Steilhang und erscheinen schwer erreichbar.
Die abgelegene Ortschaft gehört zur Gemeinde La Frontera und ist mit ihren hübschen alten Häusern und schön angelegten Gärten wohl die malerischste auf der ganzen Insel.
Seinen Namen verdankt Sabinosa dem mit dem Wacholder verwandten Sadebaum, der hier Sabina heißt und an den Steilhängen der Gegend wächst. Diese Baumart ist uns bereits auf der Hinfahrt an den Steilhängen aufgefallen.
Sabinosa ist umgeben von terrassenförmig angelegten Wein- und Obstgärten. Auf den fruchtbaren Lavahängen soll der beste Wein der Insel wachsen, der Vino de Pata. Bereits am Freitag haben wir in der Coooerativa Wein erstanden, mal schauen, welchen wir da erwischt haben.
Das Dorf selbst versprüht einen ganz eigenen Charme mit seinen teils kunstvoll gestalteten Häuserwänden. Überall sehen wir Aufnahmen von der traditionellen Bajada, bei der die Schutzpatronin der Insel von ihrer Kapelle in der Nähe von El Sabinar nach Valverde getragen wird. Ein kleines Cafe fast am Ortsende ist gut besucht, gegenüber im Schutz alter Bäume eine Krippe aufwendig gestaltet.
Weiter geht es in langgestreckten Serpentinen zurück an die Küste. Hier passieren wir Pozo la Salud, die Stelle mit dem Heilbad, fahren weiter zu den Arenas Blancas, den weißen Stränden. Es ist Ebbe und wir können ein ganzes Stück in den trockengelaufenen Strand hineinlaufen, der jetzt den Blick auf steinige Minipools freigibt. Da uns der Hunger packt und wir mal wieder ohne Snack losgefahren sind, kehren wir auf dem Rückweg in Pozo de la Salud in dem kleinen und einzigen Restaurant ein. Hier gibt es fangfrischen Fisch mit Runzelkartoffeln und Tomatensalat. Sehr lecker und mit viel Zeit zum Geniessen, bevor es auf die Rückfahrt geht.
Eine schöne Tour mit 32 km Strecke und 300 m Höhenunterschied. Im Rudi gibt es dann Kaffee mit frischen Quesadillas und Pause.

28.12.2025

Bedeckter Himmel, Nieselregen, hartnäckige Wolken sind die besten Voraussetzungen für einen Gammel-Rudi-Sonntag. Da wir das morgendliche Trödeln perfektioniert haben, ist der angedachte Marktbesuch obsolet und wir lassen diesen Sonntag einfach so, wie er ist.