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Category : Rudi on Tour Teil2

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099. Ljubljana Mai 2025

13.05.2025

Der Stellplatz befindet sich auf einem P+R-Platz bei Stanezisče, kostet 10€ für 24h und beinhaltet Ver- und Entsorgung sowie Strom.

Über Komot planen wir eine Route Richtung Stadt und kommen bereits nach einem Kilometer wegen Baustelle ohne Umleitung nicht mehr weiter. Fußgänger und Radfahrer sind von einer Alternative zur Umgehung gar nicht beachtet worden und so fahren wir zunächst einfach den Bewohnern hinterher, bis auch diese scheitern und irgendwie versuchen, der Baustelle zu entfliehen. Wir werden von Bauarbeitern wirklich mitten durch die Baustelle geleitet, passen so gerade mit den Rädern durch die Baugerüste, kommen auf der anderen Seite einer kleinen Unterführung wieder auf die 4-spurige Stadtstraße. Hier entdecken wir ein Umleitungsschild, dass gerne angenommen wird. Weiter geht es über Parallelstraßen am äußeren Rand des Zentrums vorbei. Es ist laut, chaotisch und überhaupt nicht entspannt. Ich bin schon einigermaßen angenervt, weil hier wirklich jeder fährt wie er will, bis ich bzw. wir einfach genauso fahren, so geht’s. 

Der Brillenladen mitten in einem großen Shoppinggebiet kann natürlich keine Sonnenbrille mit Sehstärke zeitnah vorhalten, aber Dirk ersteht zwei Ausführungen zum Aufstecken auf seine Gleitsichtbrille und damit ist erst einmal alles gut.

Anschließend wagen wir dennoch einen kurzen Abstecher in die Innenstadt, können so etwas von der Altstadt am Ufer der Ljubljanica, dem Marktplatz und den drei Brücken mitnehmen.

 14.05.2025

Wir haben trotz P+R-Platz gut geschlafen und begeben uns nach dem Frühstück auf den Weg zur Stadterkundung. Nicht auf direktem Weg, sondern über den kleinen Ort Stanezisčeam Ufer der Sava entlang durch ruhige Gefilde in Richtung Zentrum. Dabei passieren wir ein Kajak-Sportzentrum mit Wettkampfanlage, kleinere Vororte sowie eine große Anlage für Baustoffe und ziemlich viel Werksverkehr. Irgendwann spült es uns über den Bahnhof ins Zentrum. Hier genießen wir hinter dem Park am Kongresshaus in der Bar Platane einen Cappucino bzw. Tee und überlegen, was wir uns zuerst anschauen sollen.

Es geht daher zuerst auf den Markt mit seinen unzähligen kleinen Restaurants in den dazugehörigen Arcaden. Hier genießen wir einen Snack zur Stärkung, denn weiter geht es zum höhergelegenen Ljubljana Castle, welches wir mit der Seilbahn ansteuern. Die Besichtigung der einzelnen Burgbestandteile ist uns zu teuer und wir nehmen oben angekommen, dass mit was keinen Eintritt kostet. Daher haben wir auf der Burggalerie einen schönen Ausblick auf die Stadt und die Umgebung.

Runter geht es zu Fuß, ziemlich steil und deshalb langsam und vorsichtig. Unten wieder am Fluss geht es zur Drachenbrücke und im Anschluss auf eine Touribootstour bis kurz außerhalb des Zentrums, aber nicht minder attraktiv. Vorbei an der Altstadt, vielen Verweilplätzen direkt links und rechts am Fluss mit oder ohne Gastronomie.

Auf dem Rückweg zum Stellplatz wird noch schnell eingekauft und Vorbereitungen für die morgige Weiterfahrt getroffen. Es geht über Kroatien nach Montenegro.

 

098. Bovec (SLO) Mai 2025

10.05.2025

Eine kalte Nacht mit Temperaturen um den Gefrierpunkt liegt hinter uns. Bevor es in Richtung Slowenien geht, wird kurz im Ort eingekauft und dann geht es los zunächst nach Klagenfurt. Wir benutzen Autobahnen, auch um die Mautbox für dieses Land zu testen. Sie funktioniert und die Steiermark kann durchfahren werden. Hinter Klagenfurt, genauer bei Sankt Jakob im Rosental beginnt die Einfahrt in den 8 km langen Karawankentunnel (Gebühr 8,90 €). Der Tunnel verbindet Österreich mit Slowenien und verläuft durch die namensgebenden Karawanken, einem Gebirgsstock in den südlichen Kalkalpen. Da wir in Slowenien auch auf Autobahnen nur 80 km/h fahren dürfen, entschließen wir uns gegen eine kostenpflichtige Mautbox. Es geht auf kleinen Straßen über Kranjska Gora ein Stück durch Slowenien, bis wir bei Rateče die Grenze zu Italien queren, hinter Tarvis nehmen wir den Predil Pass, bis wir auf der Via Nevea am Lago del Predil vorbei endgültig erneut in Slowenien einreisen. Auf der 203 geht es direkt nach Bovec (Flitsch) und dort auf den CP Polovnik. Ein kleines Camp mit allem Drum und Dran sowie einer Gostilna und einem kleinen Pfad der direkt nach Bovec führt. Bovec ist der größte Ort im oberen Tal der Soča, liegt in 483 m Höhe und ist von über 2000 Meter hogen Berggipfeln des Triglav Nationalparks umgeben. Wir wollen bis Dienstag bleiben und nach dem Aufbau incl. Snack geht es auf dem kleinen Pfad hinter dem CP ins Örtchen. Wir stellen direkt fest, dass hier Menschen mit Vorliebe zu Wildwasseraktivitäten, Gleitschirmfliegen und Bergwandern zuhause sind. Der Ort selbst macht einen gemütlichen Eindruck, mit kleinen Restaurants und Kneipen an der Hauptstraße. Supermärkte sind auch vorhanden. An einem wird Dirk von TN eines Junggesellenabschieds angesprochen, um auf den Bräutigam anzustoßen, was gerne angenommen wird.

11.05.2025

Es ist Sonntag und wir wollen uns heute bei einer Wanderung durch das Soča Tal die Umgebung etwas näher anschauen. Direkt hinter dem CP geht nach ca. 100 m auf der linken Seite ein kleiner Wanderweg ab: der Pot Alpe-Adria E 12. Diesem folgen wir bis zum Kajak Camp Toni, weiter über das Camp Liza zum Fluss Koritnica, der unterhalb des Kajakcamps in die Soča übergeht. Der Gebirgsfluss wird regelmäßig durch Holzhängebrücken gequert. Diese zu Überqueren ist schon eine wackelige Angelegenheit, aber die türkise Farbe des Wassers, das Licht und die Natur herum lassen die Angst schnell vergessen. Zwischendurch entdecken wir kleine Badebuchten, Stromschnellen und können einen Blick auf Kajaks und Rafting Boote werfen. Der Weg zurück geht im vorletzten Abschnitt ziemlich steil hinauf und wir spekulieren zum Abschluss auf ein isotonisches Getränk in der Gostilna am CP.


12.05.2025

Um 05:15 h ist die Nacht vorbei: Ameisenalarm. Die kleinen Kriecher sind über das Kabel der Starlink-Antenne in den Van gelangt und hier wirklich überall. Wir räumen alles aus, laden x-mal den Akkusauger und schmeißen zwei Maschinen Wäsche an, da sich die Ameisen auch in der Bettwäsche befinden. Nach 6 Stunden ist vorerst Schicht und wir begeben uns auf die Suche nach einem Geschäft welches Ameisenabwehrmittel führt. Hinter Bovec werden wir fündig: biologisches Ameisenmittel mit Köderboxen und Insektenspray. Weiter geht es zum Boka-Wasserfall (dem eigentlichen Ziel des heutigen Tages). Dieser ist der zweithöchste Wasserfall Sloweniens und liegt hinter Bovec in Richtung Kobarid. Zu erreichen über einen markierten Fußweg hinter der Brücke bei der Pension Boka. In ca. 20 Minuten erreicht man den unteren Teil des Wasserfalls mit Aussichtsplattform. Der freie Fall des herabstürzenden Schmelzwassers des Kanin beträgt ca. 106 Meter und lässt sich am besten im Spätfrühling beobachten. Gerade als wir die Aussichtsplattform erreichen, setzt Regen ein. Nicht so unser Tag heute. Egal es geht zurück zum CPund hier setzen wir die Ameisenbekämpfung weiter fort. Über die biologischen Köderbox rümpfen die Kriecher nur ihr Riechorgan, scheinen fast schon beleidigt. Also weiter den Akkusauger immer geladen parat halten. Der Einsatz des Giftsprays im hinteren Lüftungsschacht löst den Gasalarm aus. Fazit: Mittagsschlaf muss vorzeitig beendet werden, aber der Einsatz zeigt Wirkung.

 

13.05.2025

Es geht heute weiter in die Hauptstadt Sloweniens: Ljubljana. Hier haben wir uns einen Stellplatz ca. 10 km vom Zentrum entfernt ausgeguckt und wollen noch heute Nachmittag in die Stadt zu einem Optiker. Dirk hat irgendwo zwischen Budweis und Čezsky Krumlov seine Sonnenbrille verlegt, sie ist einfach nirgends zu finden, auch nicht bei Thomas und Philipp nicht.

 

097. Lunz am See (A) Mai 2025

09.05.2025

Eigentlich wollten wir nach der Abfahrt von Philipp und Thomas den Tag mit aufräumen und evtl. einem weiteren Besuch von Krumlov verbringen. Aber als wir gegen halb elf fast alle Arbeiten abgeschlossen hatten, zog es uns weiter in Richtung Slowenien. So machten wir uns kurzerhand auf und überquerten gegen Mittag bei Wullowitz die Grenze nach Österreich. Bei Lunz am See in Oberösterreich erreichten wir unser heutiges Ziel und einen Stellplatz auf dem ÖtscherlandCampingplatz, direkt am Ufer der Ybbs. In der Nacht fiel dann die Temperatur auf den Gefrierpunkt, während in der Heimat der Frühsommer Einzug hielt.

096. Cezky Krumlov Mai 2025

08.05.2025

Bevor es morgen für Thomas und Phillip wieder nach Solingen geht, wollen wir uns heute gemeinsam das Städtchen Český Krumlov anschauen. Dies liegt ca. 3 km vom Stellplatz entfernt. Mit den Rädern erreichen wir auf einer kleinen Nebenstraße schnell unser Ziel.

Český Krumlov ist eine malerische Stadt in der südböhmischen Region der Tschechischen Republik. Sie ist bekannt für ihre gut erhaltene mittelalterliche Architektur und ihren beeindruckenden Schlosskomplex und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Und so passieren wir vor dem Eingang in die mittelalterliche Stadt ein Konvolut an Reisebussen. Die Erkundung verspricht in Gesellschaft zu erfolgen. Es ist ein imposantes Bauwerk welches vor uns liegt und hoch über uns thront. 

Ist das hier noch eine Burg oder schon ein Schloss? Da die ursprüngliche Grundrissdisposition in ihrer Entwicklung vom 14. bis zum 19. Jahrhundert erhalten geblieben ist, kann manheute sowohl eine mittelalterliche Burg als auch eine prunkvolle Residenz im Renaissance-Stil bewundern.

Die ursprünglich gotische Burg wurde vor dem Jahre 1250 gegründet von den Herren von Krumnau, einem der Zweige des mächtigen Hauses der Witigonen mit dem Wappen der fünfblättrigen Rose. Nachdem die Herren von Krumau im Jahre 1302 ausgestorben waren, erbten die Rosenberger die Burg. Das Haus Rosenberg hatte seinen Sitz hier bis zum Jahre 1602. Mit ihrem Namen und drei Jahrhunderten ihrer Regierung ist die Zeit der größten Blüte der Burg und der Stadt verbunden. 

Im Jahre 1602 ging die Burg an Kaiser Rudolf II. von Habsburg.  Kaiser Ferdinand II. von Habsburg Kaiser  widmete dann den königlichen Besitz dem Fürsten Johann Ulrich von Eggenberg, dem Vertreter eines österreichischen Fürstengeschlechts. Mit Johann Christian I. von Eggenberg wurde anschließend das wirtschaftliche und künstlerische Leben sowie die Bautätigkeit intensiviert. Die Anlage verwandelte sich nach und nach in einen repräsentativen Barocksitz.

Mit dem Aussterben des Fürstengeschlechts der Eggenberger im Jahre 1719, hielt das Fürstenhaus von Schwarzenberg Einzug und machte sich im Anschluss um den großzügigen Umbau verdient. Mitte des 19. Jahrhunderts verlor dann die Anlage für das besagte Fürstenhaus immer mehr an Bedeutung. Im Jahre 1947 ging der Schwarzenberger Besitz, einschließlich der Stadt, in das tschechische Landesvermögen über.

Wir machen uns zunächst bei einem Rundgang durch den historischen Ortskern selbst ein Bild der alten Stadt, werden Zeugen von Dreharbeiten, nehmen in einem Felsenrestaurant ein typisches tschechisches Mittagessen mit Karlsbader Knödel und Gulasch ein, klettern auf den Kirchturm und besichtigen im Anschluss das Schlossmuseum und entdecken im Schlossgraben zwei Braunbären.

Nach soviel Kultur breche ich am Stellplatz für ein Mittagsschläfchen zusammen, während der Rest räumt und die Drohnen in die Lüfte jagt. Mit dem Abendessen wird gemeinsam die letzte Flasche Wein vertilgt sowie der Bus von Thomas und Phillip für die morgige Abreise vorbereitet.

095. Budweis Mai 2025

07.05.2025

Bereits vor 10:00 Uhr verlassen wir den Stellplatz Dana Camp in Prag und begeben uns auf die Fahrt in Richtung Budweis. Wir meiden Autobahnen und mautpflichtige Straßen, sind auf kleinen Straßen unterwegs, quer durch große, waldreiche Landschaftsabschnitte. Durch Zufall fahren wir in Budweis an der gleichnamigen Brauerei vorbei und finden einen Parkplatz am Rande des Zentrums. Wir queren die Moldau und erreichen den überschaubaren Stadtkern, mit seinem Premsyl-Otakar-II-Platz und dem Rathaus. Der Platz ist gesäumt von kleinen Geschäften und Hotels, deren Eingänge mit einer Galerie aus überdachten Torbögen versehen sind. Zum Abschluss legen wir noch eine Pause in einem kleinen Cafe im Stadtpark ein. Die Planungen für das Abendessen nehmen hier Fahrt auf. Es soll Reibekuchen geben und die erforderlichen Zutaten werden im naheliegenden Supermarkt erstanden. Weiter geht es zum nächsten Stopp des Tages, nach CezkyKrumlov.

Hier finden wir etwas außerhalb einen einfachen Stellplatz auf dem Campingplatz Fox, ca. 4 km vom besagten Örtchen entfernt. An diesem Abend werden gefühlt hundert Reibeplätzchen auf dem Aussenkocher gebraten und im Rudi mit Senf, Apfelmus sowie Lachs vertilgt. Ein kleiner Rest bleibt und kann kalt vertilgt werden.

 

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