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Category : Rudi on Tour Teil2

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094. Prag Mai 2025

05.05.2025

Ausgeruht, frühstücken mit Ei & Co., Status fahrbereit, ver- und entsorgt und los gehts – ca. 134 km Richtung Prag. Ein Stellplatz ist schon gefunden, oberhalb der Innenstadt, im Stadtteil Troja. Die Fahrt dorthin führt durch große Waldgebiete und kleinere Ortschaften. In Prag selbst spielt unser Navi etwas verrückt, wir drehen einige Runden bis wir schließlich auf dem kleinen, grünen Stellplatz Dana Troja landen und vom Besitzer herzlich empfangen werden. Nach dem Check-in schmieden wir Pläne für morgen, geniessen Kaffee samt Gebäck, wärmen uns in den Vans und bereiten das Abendessen vor.

06.05.2025

Heute lassen wir uns den ganzen Tag Zeit für die Erkundung der tschechischen Hauptstadt. Prag selbst ist das Zuhause von rund 1,34 Millionen Einwohnern, liegt an der Moldau und wird auch die „Stadt der hundert Türme“ genannt. Sie ist bekannt für ihre bunten Barockgebäude, gotischen Kirchen und der mittelalterlichen astronomischen Uhr (der wir leider keinen Besuch abgestattet haben). Die 1402 fertiggestellte Karlsbrücke, mit Statuen katholischer Heiliger, ist ein weiterer Anziehungspunkt. Da wir oberhalb von Prag im Stadtteil Troja unseren Stellplatz haben, ist unser erstes Ziel die Prager Burg. Die Tour führt uns über die Moldau vorbei am Stadteil Bubnyzum Letna-Park, einem großen Stadtpark in der Nähe des Zentrums. Ein wirklich abwechslungsreicher Naherholungspunkt mitten in der Großstadt. Auf der Marianske Hradby gelangen wir am Royal Garden vorbei zur Prager Burg.

Durch die Besuchermassen schieben wir unsere Räder über die Pulverbrücke, an der gerade eine Wachablösung vorbereitet wird, hinein in den ersten Innenhof der Burg. Es gibt hier soviel zu entdecken! Da ich die Einzige bin, die Lust auf die Aussichtsplattform der St. Veits-Kathedrale und den Königspalast hat, wird mit Geduld das entsprechende Ticket an der T-Information besorgt, während die Jungs durch die Innenhöfe der Prager Burg schlendern.

Die Kathedrale selbst wird gerade in Teilen renoviert, dementsprechend voll sind die Wege innerhalb. Der südliche Turm der Kathedrale ist mit 287 Stufen zur Begehung freigegeben. Es geht vorbei an Etagen mit div. Glocken und einem Raum, der vermutlich für die Glockenspieler vorgesehen ist, bis ganz hinauf auf die Aussichtsplattform. Oben angekommen, wird man mit einem grandiosen Blick rund um die Hauptstadt belohnt. Nächstes Ziel: der Königspalast, mit seinem gewaltigen Empfangssaal, dem Vladislavsaal im Souterrain und seiner beeindruckenden gotischen Gewölbedecke. Der berühmteste Raum aber ist wohl der Stadthaltersaal, dem Schauplatz des Zweiten Prager Fenstersturzes am 23.05.1618. Dieses Ereignis war der Auftakt des Böhmischen Ständeaufstandes und gilt als Auslöser des Dreißigjährigen Krieges. Im Anschluss geht es noch kurz in die St. George`s Basilika und über das Goldene Gässchen zurück in den ersten Innenhof und zum verabredeten Treffpunkt, dem Prague Castle Restaurant. Nach einem Snack geht es weiter zum Aussichtspunkt der Prager Burg hinter dem Matthias Gate. Hier werden wir mit einem beeindruckenden Ausblick auf die Stadt belohnt. Es geht wieder hinab an das Ufer der Moldau zur Karlsbrücke. Auf der Brücke Duplikate div. Heiliger, Stände mit Touristenschnickschnack sowie mehrerer Potraitzeichner und unter uns der Schiffsverkehr auf der Moldau, zwischendrin eine gewaltige Nutria auf einem Holzgestell bei der Körperpflege. Auf der anderen Seite empfängt uns die Altstadt mit ihren engen Gassen und nicht enden wollenden Souvenirgeschäften, Eisdielen und Kneipen. Es zieht uns zurück an den Fluss und in ein kleines Lokal direkt am Wasser. Bei Bier mit div. Snacks genießen wir die Sonne und beobachten das Geschehen am und im Wasser. Anschließend geht es weiter an der Uferpromenade entlang, vorbei an einer Wildwasseranlage, kleinen Parks und Ausruhzonen, bis wir die Moldau wieder kreuzen und uns auf den Rückweg zum Stellplatz machen. Hier bereiten wir schon alles für die morgige Weiterfahrt vor. Es geht über Budweis nach Cezky Krumlov, deren historische Altstadt als Kulturdenkmal auf der Liste des Unesco-Welterbes geführt wird.

093. Pilsen (CZ) Mai 2025

03.05.2025

Nach einer ruhigen Nacht brechen wir nach einem kurzen Kaffee auf Richtung Tschechien. Hier sollen wir laut Windy App von der Schlechtwetterfront verschont bleiben. Mit der Idee, eine Weile gemeinsam zu reisen, hatten wir zu Beginn genau dieses Reiseziel ins Auge gefasst. Die erste Etappe führt uns nach Pilsen. Da wir mit über 3,5 t und Anhänger in Tschechien auf Autobahnen und Bundesstraßen generell nur 80 km/h fahren dürfen, entschließen wir uns mautfrei zu reisen und den umständlichen Vorgang mit Mautbox und Registrierung zu vermeiden. Es geht zunächst bis zur Grenze weiter über die A 3 und die A 6. Anschließend reisen wir über den Grenzübergang Waidhaus/Rozvadov in Tschechien ein.

Weiter gehts Richtung Pilsen (Plzen). Pilsen ist die viertgrößte Stadt Tschechien, liegt im Westen von Böhmen und ist der Verwaltungssitz der Pilsner Region. In Pilsen leben rund 180.000 Einwohner. Bekannt ist Pilsen vor allem wegen des Pilsener Bieres  und der Skoda Werke.

Hier haben wir uns das Autokamp Ostende als Stellplatz herausgesucht. Der Plan geht auf, wir finden zwei Stellplätze in unmittelbarer Nähe zum See und gelangen in eine Veranstaltung anlässlich des 80. Jahrestages zur Befreiung von den nationalsozialistischen Besatzern.

Im Mai 1945 wurde die Stadt Pilsen von den US-Truppen unter dem Kommando von General Patton befreit. Die Truppen blieben in der Stadt bis zur letzten feierlichen Parade auf dem Platz der Republik (Náměstí Republiky) am 20. November 1945, bei der sich die Bevölkerung von den amerikanischen Soldaten verabschiedete. Der Platz wimmelt nur so von Menschen in amerikanischer Uniform nebst Waffen, diversen Jeeps und militärischem Equipment.

Nachdem wir uns eingerichtet haben, kommt die selbstgemachte Maultaschensuppe auf den Tisch 🍲. Sie dient als Grundlage für einen Absacker in Form von Pils in dem rustikalen Restaurant des Campingplatzes. Anlässlich des hiesigen Events gibts auch etwas musikalisches auf die Ohren: amerikanisch angehauchte Songs nach tschechischer Mundorgelart interpretiert.

04.05.2025

Heute geht es mit den Rädern auf eine Tour rund um Pilsen, incl. einer Besichtigung der Brauerei Pilsener Urquell und der Innenstadt. Es hat sich deutlich abgekühlt und zwischendurch bereue ich es schon keine dickere Jacke angezogen zu haben. Das Thermometer ist bis auf 12 Grad zurückgegangen 😬. Die Radtour hat von Wald, Feldern, Abschnitten durch wuselige Stadtteile sowie Wegen an Seen vorbei, alles was die Peripherie zu bieten hat. Im letzten Viertel gelangen wir an den Fluß Radbuza, der durch Pilsen fließt. Nach einem kleinen Snack, radeln wir noch ein kleines Stück an diesem Fluß entlang, bis wir zum West Bohemian Museum in Pilsen gelangen. Von hier aus ist es nur ein kleines Stück zur historischen Brauerei, bei der wir gerade noch rechtzeitig an einer gut zweistündigen Führung teilnehmen können. Diese ist sehr kurzweilig und abwechslungsreich, gibt grundsätzliche Einblicke in die hier begründete Braukunst, das Abfüllverfahren, das Sudhaus sowie den historischen Gär- und Eiskellern. Im Anschluß gibt es ein frischgezapftes Pils incl. scharfer Wurst vor dem Besucherzentrum. Jetzt noch ein kleiner Rundgang durch das Zentrum und einigermaßen geschafft kriegen wir gerade noch ein Abendessen am Stellplatz hin, bevor wir einzeln in die Vans fallen.

092. Solingen Mai 2025

01.05.2025

Es geht wieder los, der Rudi rollt, Tour 2 mit Ziel Griechenland startet. Bei KM 59.327, 25 Grad und 11:15 h wird zunächst Opa Hermann angesteuert. Nach einem kurzem Tschüs-Sagen geht es weiter zum ersten Stopp nach Solingen auf den Eipaß. Ein Treffen der Eipaßgang steht an. So treffen sich Johann, Gabi, Michelle, Maurice, Denise, Sven, Ida, Bjarne, die 4-beinigen Goldies, Heike, Thomas, Jeannine, Philipp, Björn, Herbert, Marianne, Stefan, Tanja, Jochen, Nadine, Milo, Dieter, Brigitte, Christina, Sophie, Dirk, Nina und Babs im alten Garten. Man ist sofort wieder im Thema und beieinander, obwohl viele nicht mehr hier wohnen und Zusammenkünfte selten sind. Herrlich🥰. Übernachtet haben wir in unmittelbarer Nähe zur Korkenziehertrasse.

02.05.2025

Geweckt wurden wir mit Sonnenschein, nach einer wirklich ruhigen Nacht. Bereits am Tag 2 muss ich eine Schadensmeldung raushauen: der Einsatz des Omnia Backofens führte zum Auslösen des Rauchlösers und der Zerstörung des kleinen Hitze-Sombreros, da der Topfofen ziemlich schnell auf über 200 Grad aufheizte. Na ja, erneutes eingrooven ins Van-Life ist angesagt.

Ein ausgiebiges Frühstück darf nicht fehlen und so sind wir erst gegen 12:15 h ausgehfertig und startklar. Zunächst gehen wir zu Fuß parallel der Korkenziehertrasse die Oberhaanerstraße entlang, um zu schauen, ob wir die Brücke zur Wuppertalerstraße passieren können.
Mit einer Durchfahrtshöhe von 3,50m dürfte dies kein Problem sein.
Wir haben Lust auf ein Eis und setzen so den Weg zum Gräfrather Marktplatz fort, wo wir im Eiscafe Guilia selbiges geniessen. Nach dieser Pause geht es zurück zum Eipaß. Von hier aus fahren wir mit Thomas und Philippe nach Dormagen zur Roadsurferstation und holen den Ford Nugget ab. Zu viert wird das WoMo inspiziert, Funktionen getestet, die Gasflasche und das Nummernschild für den Fahrradträger gesucht, die Rückbank ausgezogen sowie das Dachzelt hochgefahren und das Bedienpaneel erkundet. Nach der Abnahme nur noch eine Unterschrift und dann nix wie wieder zurück nach Solingen, schließlich muss der Nugget noch beladen und die Räder auf den Träger montiert werden. Gegen 18:00 h sind wir abfahrbereit und unser erster Stopp soll ein Parkplatz in Niedernhausen bei Frankfurt sein.
Dieser stellt sich leider als zu klein heraus, da es sich um einen PKW Parkplatz mit kurzen und schmalen Parkflächen handelt. Plan B muss her. Wir haben Glück, denn auf der kurzen Anfahrt durch den Ort zum Stellplatz sind wir an einer langen Mauer mit ausreichender Parkfläche vorbeigekommen. Die lange Mauer gehört zum Friedhof Oberjosbach, an dem wir unsere nächste Nacht verbringen werden.
Nach dem Abendessen wird erst einmal ausgiebig der Regenradar studiert, um das Ziel für die nächsten Tage zu bestimmen. Slowenien wird leider gestrichen, hier soll es das ganze WE und die kommende Woche nur regnen. Zunächst entscheiden wir uns für das Altmühltal, dann für Heidelberg und Sinsheim, bis uns die Regenradar-Recherche zu einem Ziel führt, welches wir ganz zu Beginn bereits ins Auge gefasst haben.

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