19.11.2024
In Bremen ist der erste Schnee gefallen und wir sind bei 19 Grad und Sonnenschein nach Hyeres aufgebrochen. Auf der Halbinsel Giens unterhalb von Hyeres, haben wir uns für drei Nächte auf dem Campingplatz International eingebucht. Die Fahrt hierhin war schon sehr abwechslungsreich, weil die Route uns praktisch parallel zur Küste durch das Gebirge geführt hat.
Die Halbinsel ist ein Hotspot für Surfer und Kiter. Eine kleine Kostprobe davon konnten wir am Plage de l‘Almanarre bei einer ersten Radtour aufschnappen. Giens selbst ist ein winziges, charmantes Örtchen. Dies werden wir uns morgen genauer anschauen. Vorerst reichte der Besuch in einem Spar-Laden, um einige Lebensmittel zu erwerben.








20.11.2024
Mit viel Wind machen wir uns mit den Rädern auf nach Hyeres. Vorbei am Strand von l‘Almanarre folgen wir der Route de Sel. Ein schmaler Streif, der den Etang des Pesquiers vom Golf de Giens trennt. Während sich im Etang des Pesquiers unzählige Flamingos tummlen bzw. kopfunter den Grund nach Wasserschnecken, Salinenkrebsen und anderen Kleinlebewesen absuchen, trifft der Wind vom Golf de Giens mit voller Wucht auf den niedrigen Deich. An einigen Stellen hat die Wucht der Wellen den Deich zerstört und grosse, nasse Flächen hinterlassen, die mit Algen vermischt sind. Dick eingemümmelte Spaziergänger begegnen uns und einige Radfahrer. Sonst nur Wind, Wasser und Flamingos.
Der langezogene Damm mündet auf dem Festland in die Route de l‘Almanarre, der wir bis ins Zentrum folgen. Die Strassen im Zentrum werden von hohen Palmen gesäumt. Mit den weihnachtlichen Dekorationen in den Geschäften und Strassen, den Temperaturen entsteht eine ganz eigene Atmosphäre. Uns gefällt diese Stadt auf Anhieb. Und einen kleinen Moment später verlieren wir uns in den kleinen Gassen, mit Cafes, Restaurants, Geschäften, urigen Häuserfassaden.
In einem Cafe weiter oberhalb gibt es erst einmal eine kleine Erfrischung in der Mittagssonne.
Anschliessend lassen wir die Räder stehen und schlendern zu Fuss weiter. Durch winzige Gassen geraten wir immer weiter durch den alten Stadtkern nach oben und gelangen an der Rue de Paradis vorbei an die Eglise St. Paul und das Chateau St. Claire (hatte leider geschlossen).
Wir folgen dem Weg weiter und kommen auf Trampelpfaden an ein zerfallenes Haus, welches anscheinend nicht nur von Sprayern genutzt wird. Ein fast schon zugewachsener Weg führt uns der Weg wieder hinunter. Zurück an der Eglise St. Paul geniessen wir den Ausblick über die Stadt und die gesamte Bucht.
Unter der Kirche ist eine alte Brunnenanlage, auf deren Boden, alte Fotografien aus dem 19. Jahrhundert von Hyeres installiert sind. Mir gefallen diese Schwarz-Weiß-Aufnahmen sehr.
Es geht gaaanz langsam zurück ins Zentrum. Es ist halb drei und einige Ladenbesitzer bereiten sich auf die Nachmittagsöffnung vor. Wir radeln zurück nach Giens, mit einem kleinen Einkaufsabstecher und einem Stopp in dem Badeort La Clapte auf der Halbinsel. Im Sommer ist hier bestimmt die Hölle los. Jetzt sind nur einige Lokale und Geschäfte geöffnet, am Strand und auf der kleinen Anlage hinter dem Zentrum wird Boule gespielt. Der Wind hat nicht nachgelassen und im Turbomodus rauschen wir zurück zum Campingplatz.
Hyeres werden wir bestimmt noch einmal besuchen.


























































21.11.2024
Heute war wieder ein Arbeitstag. Das Wetter sehr wechselhaft. Selbst die Kiter und Surfer auf dem Platz, blieben zumindest am Vormittag am Stellplatz. Gegen Nachmittag frischte der Wind dann zunehmend auf, bevor er nachts so richtig zeigte was er drauf hat. Rudi wurde richtig durchgeschüttelt und gegen 6 Uhr früh war der Spuk dann vorbei. Wir haben uns am Morgen ziemlich schnell abfahrbereit gemacht und sind Richtung Martingues gestartet.
