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060. Le Lavandou November 2024

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060. Le Lavandou November 2024

12.11.2024

Cote d‘Azur erreicht – genauer gesagt Cavaleire, ein Vorort von Le Lavandou. Hier stehen wir auf einem Stellplatz der Camping Car Park Gruppe. Uns trennt ein Parkplatz und eine Strasse vom Mittelmeer. Aber die Küste ist Programm und die Stellplatzgebühren ziehen an. Trotzdem werden wir hier gut eine Woche verbringen. Das Wetter ist hier einfach zu gut um weiter zufahren.
Nachdem wir uns eingerichtet haben, zieht es uns an den Strand.
Es ist ein kleiner, aber feiner Strand, mit einigen Strandbars und Restaurants am Rand, die sich aber schon alle im Winterschlaf befinden. So wie der Ort. Die Hotels haben durchweg zu. Hier und da werden Reparaturarbeiten innen wie aussen vorgenommen. Über eine sumpfige Grünfläche gelangen wir in eine Ferienhausanlage, an deren Ende ein Minisupermarkt auftaucht. Wir erstehen etwas für unser Abendessen und kehren anschliessend zum Stellplatz zurück.
Mal sehen, ob Nina und/ oder Niklas Zeit für einen kleinen Plausch haben.

13.11.2024

Es ist Mittwoch und nach dem Frühstück starten wir eine Radtour nach Le Lavandou. Direkt hinter dem Stellplatz verläuft eine Route Vert, die uns fast durchgängig auf einem Radweg in das 7 km entfernte Städtchen bringen wird.
Sobald wir jedoch Wege zum Wasser sehen, müssen diese bevorzugt genommen werden.
So kommen wir an kleinen Stränden vorbei, an denen die Wellen Fahrt aufnehmen und sich die Sonne glänzend auf der Wasseroberfläche spiegelt. Einfach nur schön. So geht es vorbei am Plage Jean Bell, Plage A‘guibelle und am Plage Saint Claire. In Le Lavandou angekommen fahren wir soweit wie möglich am Hafen und einzelnen Strandabschnitten vorbei. Viele kleine Bars, Restaurants, Einzelhandelsgeschäfte säumen den Boulevard am Strand. Die Bauten wirklich niedrig gehalten, eine schöne Atmosphäre. Es herrscht wenig Verkehr.
Wir entschliessen uns, das Städtchen später zu erkunden und noch weiter zu radeln.
Hier haben wir uns das Cap Bonnat als Ziel ausgesucht. Es geht weiter an einer Küstenstrasse entlang, bis uns der Weg durch eine Wohngegend den Berg hinauf zum Cap führt. Leider kommen wir nur bis zum Ende eines langgezogenen Campingplatzes, bis uns eine Schranke und ein freundlicher Mitarbeiter vom Weiterfahren abhält. Cap Bonnat ist in Privatbesitz und wir dürfen da nicht hin.
Schade. Es geht zurück ins Städtchen und dort machen wir halt in einer Bar. Es ist Mittagszeit und es herrscht grosser Andrang. Wir geniessen einen Kaffee und ein Bier/Wein. Schauen dem Treiben um uns herum zu und sind einfach dankbar, dass Ganze hier geniessen zu dürfen.
Auf dem Rückweg entdecken wir einen weiteren ganz kleinen Strand, Plage de la Fossette. So schnuckelig und sogar besucht.
Am Abend gibt es die berüchtigten Sundowner-Pfannkuchen, mit Käse/Salami oder Apfelmus.
Erneut lesen wir von weiteren Unwetter in Spanien, Evakuierungen von Campingplätzen
bei Alicante, Starkregen bei Valencia sowie Autobahnsperrungen an der Küste. Deshalb entscheiden wir uns, zunächst so lange wie möglich in Südfrankreich zu bleiben und die Wetterentwicklung abzuwarten. Evtl. nehmen wir Kurs geradewegs durch das spanische Landesinnere nach Portugal.

14.11.2024

Heute Vormittag ging es schnurstracks mit dem Rad nach Le Lavandou. Es ist Donnerstag und Markttag und da müssen wir hin. Es ist sehr windig, aber mit der Sonne durchsetzt ein tolles Feeling.
Der Markt befindet sich am Parking Place de Marche. Ein überschaubares Sortiment an Gemüse-, Fleisch-, Käse- und Vorspeisenständen empfängt uns. Zwischendrin kleinteilige Elektronikware, Socken, warme Hausschuhe sowie ein Stand mit Schlafanzügen der wirklich gut angenommen wurde. Es gab einen grossen Stand mit unterschiedlichen Pilzsorten im Angebot, wobei der Champignon eher eine Nebenrolle spielte. Pieds de Mouton (Steinfußpilz), Sanguins, Trompetes de Morts und Chanterelles (Pfifferlinge) appetitlich dargeboten. Am besten hat mir jedoch der Mini-Kürbis gefallen, wirklich nur so gross wie ein Tennisball. Zwischendrin kleine Stände mit warmen und kalten Getrönken, Menschen die sich auf einen Plausch zusammenfinden. Wir bleiben auf einer Bank am Rand sitzen und geniessen die Sonne. Der Fast-Ruhestand-Modus hat uns fest im Griff.
Anschliessend erkunden wir zu Fuss die kleine Innenstadt, mit ihren verwinkelten Gassen. Die Räder stehen am Bistro Le Marius am Quai de Gabriel, hinter einem Bouleplatz. Uns erwarten kleine Gassen, versteckte Treppchen, eine Vielzahl an kleinen Geschäften und Restaurants. Zurück am Meer, fällt unser Blick sofort auf die Wellenreiter und wir bleiben im La Calypso hängen, um beim Zuschauen einen Kaffee zu geniessen.
Auf dem Rückweg nach Cavaliere kaufen wir ein und am Rudi angekommen wird zuerst ver- und entsorgt. Anschliessend gesnackt. Abends werden Burger und Salat zubereitet.
Für Morgen ist Sonne satt angesagt und das bedeutet: Strandtag🌞.

15.11.2024

Wie angekündigt war heute Strandtag. Dirk war sogar im Wasser. Und den Strand hatten wir für uns alleine. Etwas entfernt hat ein Bootsverleih das schöne Wetter ausgenutzt und die Mietobjekte gewartet. Ein rotes Fischerboot hat in Sichtweite geankert und den ganzen Tag was auch immer gemacht. Dazwischen cruiste ein Tauchschlauchboot und wir konnten einen Taucher mit Harpune ausmachen.
Ansonsten nur Sonne, Strand und Meer und die Teilzeitrentner mit Windschutz und Kaffee mitten drin.
Da es soooo schön war, folgt morgen eine Wiederholung.

16.11.2024

Das Wetter lässt auch heute nur einen Strandtag zu. Bis ca. 15:00 Uhr kann man es mit Windschutz sehr gut am Wasser aushalten.
Anschliessend wurde gekocht. Beim letzten Einkauf haben wir einen tollen Blumenkohl erworben. Mit Kartoffeln und Spiegeleiern einfach lecker.

17.11.2024

Der Sonntag entpuppte sich als Arbeitstag, aber mit Sonnenschein und ca. 16 Grad. Da der Wind aufgefrischt hatte, wurde ein weiterer Strandtag verworfen und wir wuselten uns so durch den Tag. Duschen, ver-und entsorgen, aufräumen, bisschen arbeiten, Videos schneiden und neue Ziele eruieren und einen Riesenpott Linsensuppe kochen. Zwischendurch haben wir ausführlich mit Opa Hermann, Nina und Anne, Arne, Niklas und Cora telefoniert.
Morgen steht nach dem Frühstück ein Spaziergang durch die nähere Umgebung auf dem Plan.
Anschliessend wird alles für die Weiterfahrt am Dienstag vorbereitet. Die nächste Etappe ist die Halbinsel Giens bei Hyeres. Hier haben wir uns für drei Tage auf dem Campingplatz International eingebucht. Von da aus geht es weiter nach Martigues und Saintes Maries de la mer, bevor wir Richtung Meze und Sete aufbrechen.

18.11.2024

Unser letzter Tag in Le Lavandou beginnt mit einer kleinen Wanderung durch die nähere Umgebung. Der Weg führt uns zunächst durch den Ort und anschliessend direkt in ein Waldgebiet, mit Silberakazien und Kiefern. Der Boden bedeckt mit Kräutern – Thymian, Rosmarin, Salbei. Ausserdem ein Gewächs, welches wir noch nie gesehen haben: westliche Erdbeerbäume. Rote, kirschgrosse, haarige Früchtchen.
Es geht stetig bergauf und der Untergrund ist ein zerfurchter, steiniger Lehmboden, an einigen Stellen mit grösseren Steinplatten versetzt.
Eigentlich die ideale Piste für Rudi. Wobei die Steigung hier schon kanarische Verhältnisse annimmt. Plötzlich tauchen links, versteckt hinter hohen Hecken, typische provenzalische Häuser auf und wir fragen uns, wie die Bewohner diese Strecke meistern.
Am Ende des Waldweges wird die Bebauung dichter und die Strassen geteert. Es geht in Serpentinen Richtung Meer, bis wir an der Strasse schmale Abzweigungen entdecken, die mit Stufen versehen abwärts führen. So gelangen wir an die Hauptstrasse, der wir ein kleines Stück folgen, bis wir bei einer Parkbucht wieder auf einen kleinen Weg stossen, der anscheinend direkt ans Meer führt. Diesem folgen wir und geraten auf einem Trampelpfad zu einem felsigen Küstenzipfel. Die Aussicht von hier oben ist einfach umwerfend und muss ausgiebig genossen werden. Während dieser Pause, beschliessen wir Weihnachten in Portugal zu verbringen und buchen praktisch auf der Pausenklippe einen Stellplatz in Sagres, also so richtig weit weg. Keine Ahnung wie wir es bis zum 23.12.2024 darunter schaffen sollen, denn bislang geht es bei uns eher „schneckig“ voran.
Erster Stress macht sich bemerkbar, wir brechen auf und erwerben in der Boulangerie nicht nur Baguette rustic, sondern auch ein Blätterteiggebäck mit knusprigen Mandelblättchen und Schokifüllung.
Nach ca. vier Stunden kehren wir zum Stellplatz zurück und vertilgen einen weiteren Teil der gestrigen Linsensuppe.
Anschliessend wird soweit wie möglich alles wieder zusammengepackt und für die morgige Weiterfahrt vorbereitet.
Mit einem Gläschen Rose und einigen aktuellen Videos von verschiedenen Vanlife-Aktivisten beschliessen wir den Tag, bekommen jedoch noch einen Fuchs zu sehen, der über den Stellplatz läuft.
Morgen geht es nach Giens.

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