22.06.2026
Auf dem Weg zum CP Saunapunkt etwa 20 km von Tallinn entfernt, passieren wir etliche Tankstellen. Dabei staunen wir nicht schlecht über die Preise für Diesel: 1,549€/l. Auch der nachfolgende Einkauf nimmt den Schrecken bei Lebensmitteln wie in Norwegen und Finnland.
Der CP ist klein aber fein und so richten wir uns erst einmal ein. Morgen geht es mit den Rädern nach Tallinn.
23.06.2026
Eine schöne Radtour bringt uns nach 18 km in die Hauptstadt Tallinns. Unser erstes Ziel die große Markthalle. Hier gibt es auf div. Ebenen fast Alles – Frisches, Vintage, Food To Go, Supermarkt, Apotheke, Plätze zum Verweilen. So etwas hat uns schon die ganze Zeit gefehlt und entsprechend lange kosten wir den Rundgang aus. Knabbern vor der Halle an Varianten von getrocknetem Fisch aus der verlockenden Fischabteilung. Gestärkt lassen wir uns durch die Altstadt treiben, stellen die Räder am Fotografiemuseum ab und laufen auf den Rathausplatz. Überall Menschen, Kopfsteinpflaster, gefüllte Lokale, teils mittelalterlich getrimmt, Sonne und überall gibt es etwas, woran sich das Auge festhält. Eine Hausfassade, ein Wachtturm, eine Kirchturmspitze, ein Schaufenster oder lokale Stadtführer mit Schildchen. In dem Restaurant Tule am Rathausplatz probieren wir ein estnischen Saku-Bier und schlendern nach einer Pause weiter. Auf der Plattform der Olaikirche verschaffen wir uns nach 258 Stufen einen Rundumblick über das alte und neue Tallinn, entdecken im Hafen ein riesiges Mein Schiff-Kreuzfahrtschiff und den Domberg. In die Kirche selbst werfen wir auch einen Blick und entdecken Steintafeln mit Inschriften deutscher Bürgermeister von Tallinn aus dem 17. Jhd., was auf die Auswanderung von Deutschen im Mittelalter im Zuge der Ausweitung der Hansestädte hinweist. Im Anschluß besichtigen wir noch einen restaurierten Wehrgang in der Nähe des Bremen Towers und genießen einen Kaffee unmittelbar beim Museum of tortue bevor es zurück zum CP geht.
24.06.2026
Der angekündigte Regen verzieht sich gegen Mittag und für uns geht es erneut mit den Rädern nach Tallinn. Den oberen Teil der Altstadt mit dem Domhügel haben wir noch nicht gesehen. Bei der Auffahrt zum Domhügel radeln wir an unzähligen Reisebussen vorbei, die Unmengen weiterer Touristen in die Stadt spülen. Der Rundgang mit Besichtigung der Aleksander Nevski Kathedrale, des Parlamentgebäudes mit dem Langen Hermann einem Wehrtum, den Aussichtsplattformen Piiskopi und Patkuli, der Domkirche sowie die in eine Häuserwand eingelassene Bronzeskulptur des estnischen Schauspielers Voldemar Panso gilt es daher im Zick-Zack-Kurs zu bewältigen. Davon haben wir bald genug und gehen kurz über den Pikk Jalg hinunter in die untere Altstadt. Hier geht es am Hansemuseum und dem ältesten Kaffeehaus Tallinns, dem Cafe Maiasmokk sowie dem Museum für Sakralkunst vorbei in eine schmale Gasse durch eine Dompforte erneut hinauf zu den Rädern. Anschliessend drehen wir noch eine Runde auf der Kalaranna Promenade am Hafen entlang. Passieren neue Wohngebiete, Saunaiglus und ein Marinemuseum.
