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Category : Rudi on Tour Teil3

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147. Mogán (Gran Canaria) November 2025

26.11.2025

Pünktlich um 08:30 h legen wir im Hafen von Las Palmas, Gran Canaria, an. Die fünfte Insel unserer Tour wartet darauf erkundet zu werden. Der Start ist dabei gar nicht so einfach, weil wir praktisch zur morgendlichen Rush-Hour in einer Großstadt landen und vom Hafen auf die GC-1, eine dreispurige Autobahn gespült werden.

Erstes Ziel die Merceria (Wollgeschäft) in Vecendario. Wolle kann man immer gebrauchen, ein passendes Projekt schnell gefunden. Weiter geht es die Küste entlang nach Maspalomas. Hier treffen wir Freunde aus Düsseldorf, Andrea und Jürgen, die ihren Urlaub hier verbringen und uns bei dieser Gelegenheit Ersatzteile für das Beifahrerrollo sowie die elektrische Trittstufe mitgebracht haben. Vorher suchen wir noch eine Entsorgungsstation auf und begeben uns im Anschluß auf Stellplatzsuche. Gar nicht so einfach. Es ist alles ziemlich voll, Hotels und Einkaufsmeilen reihen sich aneinander, freie Flächen bzw. Parkplötze Fehlanzeige.

Wir fahren weiter in Richtung Puerto Rico und finden hinter dem Restaurant Guantanamo einen Wohnmobilstellplatz. Der Name ist Programm und schön ist anders, aber er erfüllt seinen Zweck.

Wir werden hier 2 Nächte verbringen, uns sortieren und Pläne für die kommende Woche machen. Den Nachmittag verbringen wir schon gemeinsam mit Andrea und Jürgen. Natürlich schmieden wir bereits Pläne für Ausflüge suf dieser Insel. Und so steht für morgen das Aquarium in Las Palmas auf dem Programm, mit anschließendem Essen am Playa … (Namen muss ich noch ergänzen 😉).

27.11.2025

Nach Frühstück und kalter Dusche geht es um
10:00 h los nach Las Palmas ins Poema del Mar Aquarium. Tickets haben wir bereits gestern online erstanden.


Das Aquarium beherbergt über 550 verschiedene Tierarten und mehr als 2.000 Pflanzenarten. Die Vielfalt reicht von Süßwasserbewohnern bis hin zu Tiefseearten.
Faszinierend war dabei die Fütterung im Tiefseebereich, die wir in einem gläsernen Durchgang mitten durch das Becken erleben durften. Die Fütterung erfolgte durch zwei Taucher, die die Grossfische und Rochen per Hand gefüttert haben. Mit dabei Zackenbarsche, Carettaschildkröte (mit Gewicht auf dem Rücken, um sich trotz verletzter Hinterflossen, die zur Stabilisierung dienen, fortbewegen zu können), Bastardmakrele oder Zebraseebrasse.
Neben Seepferdchen konnten auch Drachenpferde und Sandaale bestaunt werden. Nicht zu vergessen die Muränenhöhle mit einer Vielzahl unterschiedlicher Exemplare, die wortwörtlich aus jeder Ritze in den Seiten steckten und aus der Decke kopfüber hingen. Skurril auch eine Pig-nosed-Turtle und div. Froscharten u.a. Ochsenfrosch und Pfeilgiftfrösche. Ein wirklich interessanter und spannender Besuch.
Im Anschluß ging es zu einem kleinen Abstecher ins Cabildo von Las Palmas, um uns für die Reservierung der kostenlosen Acampadas (Campingplätze) auf Gran Canaria zu registrieren. Dies haben wir bereits gestern online versucht, leider ohne Erfolg. Der ganze Vorgang verlief so reibungslos, dass wir bereits nach 10 Minuten wieder im Auto saßen und unser nächstes Ziel, das Restaurant La Marinera im Stadtteil La Puntanilla von Las Palmas ansteuern konnten.

Hier folgte ein leckeres Essen mit papas arrugadas, croquetas, Pimientos de Padrón, sopa de Mariscu und Filete de Pescado al Cilantro. Sehr lecker und ein schöner Tagesabschluss obendrauf.

146. Cofete und der letzte Stellplatz auf Fuerteventura November 2025

25.11.2025

Heute Vormittag ging es schnurstracks über Morre Jable („Sandhügel“) zu unserer letzten Tour auf Fuerteventura. Ziel: Cofete, ein Ort im Naturschutzgebiet von Jandia.
Vor dem Hafen biegt man rechts ab und begibt sich auf unausgebauten Straßen 19 km zum Zielort. Die letzten 8,3 km krabbelt man die einspurige Straße ohne Leitplanken und mit Gegenverkehr einen Pass hinauf. Von hier aus hat man einen tollen Blick über die Strände von Cofete und die Küste von Barlovento. Die Sandpiste führt hinunter nach Cofete, einer kleinen Ansammlung von Behausungen sowie der Villa Winter im Hintergrund.

Zu dieser Villa kursieren die unterschiedlichsten Geschichten. Einfach mal googeln, macht Spaß. Der Strand hier unten ist spektakulär und der Friedhof am Parkplatz erzählt seine ganz eigene Geschichte.


Es existiert auch eine Wanderroute über gut 5 Stunden von Morro Jable bis nach Cofete. Eine Tour würde man bestimmt schaffen und zurück könnte man den Bus nehmen, der tatsächlich hier verkehrt.
Wir hätten auf dem Rückweg gerne noch einen Abstecher nach El Puertito de la Cruz und dem Leuchtturm mit dem Museum für Meeressäugetiere eingelegt, aber der Nachmittag war schon fortgeschritten und wir wollten den Rückweg nicht mit einsetzender Dunkelheit antreten.


Unser Stellplatz für die Nacht befindet sich im kleinen Hafen von Morro Jable. Morgen heisst es um 04:30 h aufstehen. Die Fähre nach Gran Canaria legt um 06:30 h ab. Fünfte Insel – Check!

145. Playa Risco del Paso

24.11.2025

Nach einer ruhigen Nacht ging es heute zunächst nach La Pared, ein weiterer Ort an der Westküste. Vorbei an La Oliva, Antigua und Tiscamanita und weiter auf kleinen Straßen durch das Inland zur Küste. Der Calima als Begleiter, die Sicht getrübt und die Temperatur über 25 Grad. Durchquert wird eine karge Landschaft mit Ziegenfarmen und Anbauflächen unter Plastikplanen, deren Anbaupflanze nicht zu entdecken ist. La Pared wirkt beim Durchfahren schon sehr skurril, ein wenig demontiert, für Etwas mit hohen Erwartungen gebaut. Die Laternen am Eingang kaputt, die „Flaniermeile“ mit überdimensionierten Betonbänken in abbröckelnder Erdfarbe und kränkelnden Palmen, die Straße löchrig. Was hatte man denn hier vor? Der Spot soll täglich viele Liebhaber von Sonnenuntergängen anziehen. Wir fahren a den kleinen Strandabschnitt, der rechts vom Ort liegt, weil uns hier ein schmaler Felsabschnitt der ins Meer ragt reizt.

Dieser sieht nicht nur in seiner Struktur faszinierend aus, sondern punktet auch durch die landebahnartige Plattform die ins Meer ragt und schöne Ausblicke auf die Küste freigibt, trotz Sandwind.
Es geht weiter nach Morre Jable einem Touristen-Hotspot ganz im Süden. Dazu queren wir bei La Pared (die Mauer) den schmalsten, nur ca. 5 km breiten Teil der Insel von West nach Ost. Angeblich soll diese schmalste Stelle mit einer Steinmauer die Insel in früheren Zeiten getrennt bzw. Herrschaftsgebiete markiert haben. Archäologisch bewiesen ist dies wohl nicht. Vlt. wird dieses Detail auch nur betont, um die Gegend interessant zu machen. Schön ist sie auf jeden Fall. Die karge Vulkanlandschaft geht hier in Dünengebiet über. An der Ostküste angelangt geht es dann auf der Autobahn FV-2 in einem Rutsch runter nach Morre Jable. Von hier geht die Fähre am Mittwoch nach Gran Canaria. Eigentlich wollen wir hier die Nacht verbringen, aber dieser Ort ist so abschreckend touristisch und bietet zudem keinen Platz für Rudi, dass wir nach einem Stopp im Hafen, diese Stadt wieder verlassen. Wir versuchen etwas ausserhalb einen Platz am Strand zu bekommen, leider Fehlanzeige. Die Straßen schlaglöchrig und wenig Platz an den Strandabschnitten. Also zurück Richtung Playa Sotavento, hier haben wir ja bereits zuvor einige Tage verbracht.
Für morgen steht einen Tour nach Cofete an.

144. El Cotillo nach div. Stopps November 2025

23.11.2025

Es ist Sonntag und wir machen einen Ausflug, eigentlich mehrere. Nach dem Ent- und Versorgungsprozedere geht es an der Ostküste hoch nach Pozo Negro. Ein Atlantikörtchen im Dornröschenschlaf und so urig. Im Gegensatz zum Sandstrand der letzten Tage an der Costa Calma, hier der typisch kanarische Vulkanstrand. Einfach nur schön.

Die Bucht ist gesäumt mit kleinen Häusern, teils bewohnt, teils Ferienhäuschen, alles ganz einfach und zwei Bar‘s mit Essen. Sonst nichts. Hier könnten wir länger bleiben, ein gekühltes Getränk, auf den Atlantik schauen und zwischendurch schwimmen gehen.
Aber es geht weiter zu den Salinas del Carmen. Mittlerweile hat Calima die Temperatur bis auf über 30 Grad hinaufgejagt und uns steht hier nicht der Sinn nach einer umfangreichen Besichtigung. Also nur kurz bis zum Eingang zum Museo del sal und dann zum nächsten Ziel.

Zurück auf der FV-2 biegen wir unmittelbar an der Abzweigung zur FV-50 nach Antigua auf eine Sandpiste durch das Gebiet der Caldera Gaidira, queren trockene Barrancos, diverse Untergründe und verlassene Anbauflächen. In Tiscamanita stoßen wir auf befestigte Straßen. Diesen folgen wir bis Lajares. Dieses Stödtchen reizt uns nicht wirklich, zumal Womo-Parkplätze Mangelware sind. Also weiter zum Popcorn-Beach. Ein Strandbereich bestehend aus versteinerten Kalkalgen, die das Meer angespült hat und wie Popcorn aussieht.

Neben diesem Strandphänomen beeindrucken die Wellen und die Wellenreiter.
Wir bahnen uns den Weg weiter nach El Cotillo, wo wir nach dem Einkaufen den bekannten Stellplatz oberhalb des Strandes aufsuchen.

143. Playa Risco del Paso November 2025

20.11.2025

Entsorgung in Tarajalejo, Versorgung mit Frischwasser an der Disa-Tankstelle in Tuineje, Waschen und Trocknen von ca. 18 kg Wäsche im Speed-Queen-Waschsalon in Gran-Tajara sowie Einkauf für die kommenden Tage im dortigen Mercado. Zwischendurch Mittagessen bestehend aus selbstgemachten Hamburgern. Gut vier Stunden hat die Haushaltsbespaßung gedauert. Anschliessend wieder Richtung Costa Calma und zu einem neuen Stellplatz: Playa Risco del Paso. Vor uns eine kleine Lagune, rechts und links nur Sandstrand. Eine Wassersportschule befindet sich ebenfalls in unmittelbarer Nähe sowie eine öffentliche Toilette. Abends wurde noch ein Brot gebacken und später direkt getestet. Sehr lecker!

21.11.2025
Der Tag heute zunächst ein wenig sonnig und im Anschluss bewölkt und windig. Dabei einige kleine Probleme mit dem Aufladen der Eco-Flow über das Solarpaneel. Mit dem Messgerät konnte eingehender Strom vom Paneel nachgewiesen werden. Jedoch kommt mit der Verbindung zur Powerbank kein Strom an.
Nach einem Snack ging es an den weitläufigen Strand. Na ja, einen Versuch war es wert, aber Wind und Wolken sorgten schon schnell für eine baldige Umkehr.

22.11.2025

Es ist der dritte Tag an dem wir autark am Playa del Risco stehen. Eine Infrastruktur ist nicht vorhanden, auch keine Mülleimer. Also heisst es erst einmal sammeln, gut verschliessen und auf der Weiterfahrt eine Entsorgungsmöglichkeit finden. Vorräte stehen noch zur Verfügung, Brauch- und Trinkwasser ebenso. Den Strom beziehen wir durch die beiden Solarpaneele auf dem Dach und einem kleineren, flexiblen von Niklas. Als Dauerverbraucher zählt der Kühlschrank mit ca. 3 A/h. Starlink und Handys, Akkus, Uhr, PC werden nur bei Bedarf über die Eco-Flow geladen. Diese wiederum wird beim Fahren geladen oder an die Aufbaubatterien gehängt. Den Wasserverbrauch managen wir durch sparsamen Einsatz. D.h. zum Spülen benutzen wir 2 Sprühflaschen, eine mit einer Wasser-Spülimischung und eine mit klaremo Wasser. Nach dem Essen wird das benutzte Geschirr abgewischt, mit der Spülilösung eingesprüht, gesäubert und anschliessend mit klarem Wasser abgesprüht. Dies war am Anfang gewöhnungsbedürftig, ist nach über sechs Wochen Anwendung kein Thema mehr. Da unser Grauwassertank mit 70 l weniger Fassungsvermögen vorweist als der Frischwassertank mit 90 l, heisst es auch sonst Wasser sparen. Geduscht wird in der Regel nur wenn wir zum Ent- und Versorgen fahren. Dazwischen ist Wäsche im Waschbecken und dem guten alten Waschlappen angesagt. Das Baden im Atlantik ist auch erfrischend und wenn der Strand dann noch eine Dusche zu bieten hat, perfekt. Das ist aber alles kein Muß. Sollte uns der Sinn nach häufigerem Duschen stehen, fahren wir eben öfter Ent- und Versorgen. Dafür haben wir den Luxus überall zu verweilen, wo es uns gefällt und nicht verboten ist. Um die Toilettensituation haben wir uns vor über zwei Jahren gekümmert. Als Alternative zur Chemietoilette kam bei dem Platzangebot im Kabe eine Clesana in Frage. Für eine gewünschte Trocken-Trenntoilette fehlt im Schwenkbad der Platz. Mit Folienverschweißtechnologie werden die Hinterlassenschaften geruchsneutral und sicher verpackt und später über den Hausmüll entsorgt. Es ist kein Wasser zum Spülen erforderlich. Dadurch, dass wir flüssige Hinterlassenschaften separat auffangen und entsorgen, reduzieren wir den Folienverbrauch. Diesen berechnen wir vor jeder Tour so ungefähr und decken uns entsprechend mit Verbrauchsmaterial ein. Zur Zeit haben wir eine Folienpackung, mit der Möglichkeit ca. 25 grosse Tüten zu verschweißen, seit drei Wochen im Einsatz. Eine Verpackung besteht aus einem Folienschlauch, der nach Bedarf in XS, S, L oder XL-Tüten verschweisst werden kann. Da die Angabe immer für die grösste Tütenart gilt, kommen wir entsprechend lange mit einem Folienschlauch aus. Sollten wir einmal keinen Strom haben, kommen Ersatzbeutel zum Einsatz😉.

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