05.07.2026
Ein Zeitfenster ohne Regen nutzen wir für einen Spaziergang entlang der Uferpromenade und durch das überschaubare Zentrum des Ortes. Hier ist der Uferbereich schön gestaltet worden mit Schaukelbänken, Strandspielplatz, Sportfeldern, Badestegen, einer kleinen Sitztribühne, die unter den Bäumen des angrenzenden Parkes Schatten garantiert. Kiosk, Gastro, Duschen und Umkleidekabinen alles vorhanden und kostenlos. Der Weg in den Ort führt an modernen Schulgebäuden vorbei, dazwischen die typischen Holzhäuser, mal mehr und mal weniger in Schuss gehalten. Dazu passt überhaupt nicht der große Platz im Zentrum an der Katharinii Kirik. Hier sind große stählerne Masten mit Leuchtkreisen installiert und überdimensionale Bänke mit enormen Stahlfelgen an den Seiten, wahrscheinlich zum individuellen platzieren auf dem Platz. Zwischendrin große Stahlräder ähnlich wie Kutschenräder zur Abgrenzung. Etwas zu wuchtig oder es kommt einem nur so vor, weil nichts los ist. Vlt. tobt hier sonst das Leben bei kulturellen Aktionen. Wir verlassen den Platz Richtung Katharinaallee, benannt nach Katharina II. Gründerin von Võru, und schlendern mitten durch die von Ulmen gesäumte Allee. Eine summende Geräuschkulisse lässt uns aufblicken: die blühenden Ulmen sind voll mit Hummeln die hier wahrscheinlich später ins Nektarkoma fallen werden.
Weiter geht es wenig später Richtung Lettland. Hier befindet sich Kornati, unser nächstes Ziel kurz hinter der Grenze. Etwa drei Kilometer vor dem Grenzübergang weicht die Asphaltstraße einer Schotterpiste, die an einigen Stellen durch den Regen schon sehr schlüpfrig daherkommt. Der Grenzübergang selbst völlig unspektakulär, einzig ein Landesschild weist auf den geografisch mittleren baltischen Staat hin. Der Stellplatz an einem Naherholungsgebiet mit der Möglichkeit zu entsorgen, Wasser über einen Behälter abzufüllen und Strom zu zapfen ist gegen 15€/24h möglich und über die Seite www.veclaicene.lv buchbar.
Wir haben hier auf jeden Fall eine ruhige Nacht verbracht und am nächsten Vormittag den naheliegenden Aussichtsturm mit seiner Höhe von 27 m besichtigt und einen grünen Rundumblick genossen. Mit einsetzendem Regen geht es weiter nach Aluksnes oder Marienburg. Hier haben wir aufgrund des Wetters nur einen Rundgang um die in Renovierung befindliche evangelische Kirche und das angrenzende Bibelmuseum gemacht sowie einen kurzen Blick auf den See mit der Marienburg gemacht.
Und wie das auf WoMo-Touren so ist, fahren wir anschliessend nicht wie gedacht nach Jekabpils sondern direkt nach Cêsis in den Gauja-Nationalpark.
