21.05.2026 am
Pünktlich um 08:00 h starten wir in Richtung Sundvall. Wir nehmen die Autobahn, genauer die E4, die uns über Söderhamn, Hudiksvall und Njurunda nach Sundsvall bringt. Die heutige Fahrt ist landschaftlich abwechslungsreicher als die gestrige, weil kleinere und größere Seen die weiten Wälder unterbrechen. Bei Njurunda wollten wir eigentlich einen Stopp im bekannten American Diner Myre 101, vormals Pink Ladies, einlegen, aber leider haben wir die Ausfahrt verpasst und sind durchgerauscht bis Sundsvall. Sundsvall wurde insgesamt viermal von großen Bränden heimgesucht. Zuletzt am 25. Juni 1888 durch den Funken eines Dampfschiffes während eines sehr trockenen Sommers. Dieser Brand entwickelte sich zum bis dahin größten in der schwedischen Geschichte. Dabei brannte die bis dato vor allem aus Holzhäusern erbaute Stadt fast komplett nieder. Der Brand vernichtete 400 Höfe und 9.000 der 11.000 Einwohner wurden obdachlos. Im Zentrum durften daraufhin nur noch Steinhäuser gebaut werden. Sundsvall wird daher auch häufig Stenstaden, die Steinstadt genannt.
Wir stehen im Yachthafen am Wasser auf dem Stellpläts Huisbil. Die Bezahlung verlief etwas holprig, da Kreditkarten nicht akzeptiert wurden. Am Nachmittag jedoch war dies dann möglich. Stellplätze in Yachthäfen sind einfach prima, da sie über eine umfängliche Infrastruktur mit Sanitäranlagen, Küchen und Waschmaschinen/Trockner verfügen. Diese wurden am Nachmittag eifrig von uns genutzt. Neben Lesen, Radfahren und Ausruhen haben wir heute auch nicht viel gemacht. Falls wir den Platz für morgen noch einmal reservieren können, schauen wir uns das Städtchen und das hiesige Freilichtmuseum an. Mittlerweile geht die Sonne hier erst um 22:00 h unter und um 03:30 h wieder auf.
22.05.2026
Am Vormittag erkunden wir mit den Rädern das Freilichtmuseum der historischen Provinz Medelpad Norra Berget (nördlicher Berg). Das Museum und das Freizeitgelände befinden sich auf einem 115 Meter hohen Berg nördlich von Sundsvall und wurden ab 1906 errichtet. Das Freilichtmuseum umfasst 40 aus Holz und Fachwerk errichtete Gebäude aus verschiedenen Epochen. Das älteste ist die Holzkirche aus der Gemeinde Haverö, die bis 1645 zu Norwegen gehörte. Die Bauernhöfe stammen meist aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Der dazugehörige Aussichtsturm bietet eine tolle Aussicht auf Sundsvall. Für eine Mittagspause geht es zurück zum Stellplatz. Anschließend brechen wir erneut zu einer Radtour die uns über Stockvik nach Svartvik zu einem Industriemuseum mit Dampflok und Schienenrad sowie div. historischen Gebäuden führt zu denen auch eine Krugmacherei gehört. Die Route führt weiter über Nolby mit seinen Grabhügeln und einer alten Kirche. Für den Rückweg finden wir eine alternative näher am Wasser und etwas abseits der Bundesstraße. Nach 37 km erreichen wir den Stellplatz. Nach dem Abendessen planen wir die nächsten Tage. Morgen geht es an die Höga Kusta zum Besucherzentrum dieses Naturreservates. Am Sonntag fahren wir weiter zu den Storforsen und planen einige Tage frei zu stehen. Einen Platz mit Feuerstelle, Sauna und Picknicktisch haben wir bereits im Blick.
