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215. Bjurholm Mai 2026

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215. Bjurholm Mai 2026

23.05.2026

Der Pfingstsamstag startet früh. Wir wollen den nötigen Einkauf und das Ent- und Versorgen schnell hinter uns bringen, bevor wir unser nächstes Ziel die Höga Kusten (Hohe Küste) zwischen Härnösand und Örnsköldsvik ansteuern. Dabei überqueren wir die gigantische Högakustenbron Brücke, 1867 Meter lang und einer Stützweite von 1.210 Meter. Diese mächtige Brücke wurde 1997 eröffnet und ist das zweithöchste Gebäude in Schweden. Sie erinnert mit ihrer Bauweise an die Golden Gate Bridge in San Francisco. Bei Docksta verlassen wir die E4 und steuern das Naturum Höga Kusta an, ein Informationszentrum zum Nationalpark Skuleskogen und dem Skuleberget, dem Schädelberg. Von hier aus gibt es div. Wanderungen auf den Gipfel den Toppstugan. Während Thomas und Dirk die Seilbahn von der Westseite des Berges nehmen, entscheide ich mich für eine Wanderung über den Grottstigen und weiter hinauf zum Gipfelplateau. Die Wanderung hat es in sich. Es geht über Stock und riesigen Steinen, hölzernen Stufen und Leitern steil bergauf bis zu einer Grotte von der aus man den Ausblick auf das vorgelagerte Seengebiet genießen kann. Anschließend geht es noch steiler über hohe Felsstufen und Treppen Richtung Gipfel. Was für ein Weg. Oben angekommen gibt es wenig später ein alkoholfreies Bier, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Nach der Rast nimmt Dirk erneut die Seilbahn, während Thomas und ich den Södrabergstigen zum Parkplatz nehmen. Es geht hier zum Teil steil nach unten, durch Wald und freies, felsiges Gelände. An der Talstation angekommen wird gesnackt und im Anschluß geht es weiter zum nächsten Stellplatz nach Bjurholm. Es geht ins Landesinnere und kurz hinter Nordsjö sehen wir unser erstes Rentier, das plötzlich auf der Fahrbahn auftaucht. Wenig später geht es über eine Schotterpiste weiter, vorbei an vereinzelten Gebäuden, die links und rechts im Wald auftauchen. Noch ein kleines Stück weiter und wir erreichen den Lillängets Vildmarkscamping direkt am Lögdeälven. Ein preiswerter Stellplatz ohne Service, aber mit Grill- und Feuerstelle, Sauna und Picknicktischen sowie der Möglichkeit zu angeln.

24.05.2026
Morgens schaut der Ranger vorbei und nimmt die Stellplatzgebühr i.H.v. 100 SEK (10€) p.N. ein. Den Obolus kann man auch per Swish überweisen, das funktioniert aber nur mit einem schwedischem Konto. Den Tag verbringen wir mit Trödeln in der Natur und Thomas dreht eine Runde mit dem Rad. Der kleine Platz bietet eine Sauna, die man nach Anmeldung und Bezahlung über den Ranger buchen kann, eine überdachte Terrasse, ein Plumpsklo und ein kleines Museum über die Arbeit der Flößer. Angeln ist ebenfalls erlaubt, eine Berechtigung kann über einen Code online erworben werden. Für das Angeln im Fluß reicht das mitgebrachte Equipment nicht, ein See muß her. Vlt. beim nächsten Stopp.
Da die Glut in der überdachten Feuerstelle noch warm ist, grillen wir mittags, zaubern Tsaziki, Salat aus Sonnenweizen und gemischten Salat.
Abends kommt dann endlich nach 1 3/4 Jahren das Feuernetz zum Einsatz.
Ausser uns sind nur noch zwei weitere Menschen und ein Hund hier. Vater und Sohn nutzen die Sauna. Zur Abkühlung gehen sie in den Fluß.
Später wird die Feuerstelle noch einmal aktiviert. Dabei der Drago-Whisky von La Palma – Skål 🥃.

25.05.2026

Der Vormittag ist schon etwas älter als wir uns zu einem Spaziergang am Lögdeälven entlang aufmachen. Wir folgen überwiegend einem ausgewiesenem Pfad in Ufernähe entlang und entdecken neben einem gewaltigem Ameisenhügel, mehrere Stellen an denen Biber ihr Werk begonnen haben und machen sogar Elchkot sowie eine Schiessanlage aus.
Der Nachmittag wird mit einem ordentlichen Schläfchen ausgefüllt und abends werden Grill und Feuerstelle erneut aktiviert. Es gibt Glutkartoffeln, Tzazipap, gemischten Salat und gegrilltes Hühnchenfleisch. Anschliessend werden die Räucheraromen gründlich abgeduscht.
Morgen starten wir wieder früh in Richtung Umeå und anschliessend auf den CP

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