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106. Limni Keriou (Zakynthos) Mai/Juni/Juli 2025

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106. Limni Keriou (Zakynthos) Mai/Juni/Juli 2025

31.05.2025

Limni Keriou (Zakynthos)

Nach einer weiteren, für Dirk fiebrigen Nacht, verlassen wir gegen 11:00 Uhr den Campingplatz Melissa. Wir haben hier für 23 € incl. Strom pro Übernachtung bezahlt. Die Benutzung der Waschmaschine kostet 5 €/Waschladung, den erforderlichen Coin erwirbt man im Minimarket des CP.

Die Fahrt zum Fährhafen dauert ca. 10 Minuten, mit den Rädern haben wir diese Strecke in den vergangenen Tagen bereits mehrmals zurückgelegt. Bevor wir direkt zum Anleger fahren, machen wir kurz Halt vor dem Ticketschalter der Levante Ferrys, die übrigens die Inseln Zakynthos und Kefalonia im Fährbetrieb mehrmals täglich bedienen.

Die Sonne knallt auf die getönten Scheiben der Ticketschalter, so dass mach nicht sehen kann, ob sich jemand dahinter verbirgt. Aber eine dieser Scheiben spricht uns an und so fragen wir kurz nach, ob wir unsere E-Tickets für die Überfahrt hier vorzeigen müssen. Dies wird verneint, man möchte sie aber trotzdem ganz gerne sehen. Da die Tickets via E-Mail und dazu einzeln zugestellt worden sind, ist das Öffnen mühsam und dauert der sprechenden Scheibe eindeutig zu lange. Unsere Reservierungen werden am PC aufgerufen und bestätigt. Auf die Frage, wo die Fähre ablegt, wird auf eine Markierung auf dem Asphalt gedeutet. Wir folgen einfach einer Fahrspur durch ein riesiges Metalltor, welches den Parkplatz vom Hafenbereich trennt. Hier hat gerade eine Fähre angelegt und es strömen unzählige LKW`s aus dem Bauch des Schiffes. An Deck bemerken wir zwei LKW`s mit Gefahrgut und fragen uns, wie diese den Weg auf das obere Deck gefunden haben und ob wir rückwärts mit Hänger auf die Fähre geleitet werden.

Die Fragen müssen erst einmal hintenanstehen, uns interessiert zunächst viel mehr, ob dies bereits unsere Fähre nach Zanteist.

Da die sprechende Scheibe vom Ticketschalter keine weiteren Info`s diesbezüglich preisgegeben hat, steure ich zielstrebig ein Häuschen vor den Ankerplätzen an, evtl. ist ja ein Infoschalter. Weit gefehlt, es ist verlassen und die Aushänge an den schlierigen Fenstern sind verblichen. Egal, ich spreche einen Reisenden in unmittelbarer Nähe auf Englisch an und frage ihn, ob dies die Fähre nach Zakynthos ist. Er versteht mich nicht, antwortet etwas auf vlt. Indisch (jedenfalls hört es sich von der Sprachmelodie so an), so dass ich ihn nicht verstehen kann, zeigt mir sein Ticket und deutet gleichzeitig mit der Hand auf die ausladende Fähre. Nach dem ich mich bedankt habe, steuert er zielstrebig auf den Passagiereingang zu. 

Soweit, so gut, also nix wie weiter auf die Fahrspur und das Einfahren warten. Mich irritiert nur die Uhrzeit etwas. Unsere Fähre soll um 12:45 Uhr ablegen und jetzt haben wir 11:40 Uhr. Eine weitere Nachfrage bei einem ebenfalls wartenden Pärchen hat ergeben, dass die hier ankernde Fähre nach Kefalonia um 12:15 Uhr ablegen soll, aber so genau wüsstensie das auch nicht. Also keinen Schritt weiter, außer dass ich jetzt weiß, dass der „Inder“ auf dem Weg nach Kefalonia und nicht nach Zante ist.

Wir warten geduldig auf die Abfahrt der Fähre Richtung Kefalonia, bis uns der Hafenmeister mit Handzeichen andeutet, wir sollen weiter ein Stück geradeaus fahren. Wo genau wir uns für die Abfahrt anstellen sollen, erschließt sich uns nicht. Es gibt zwei weitere Anleger, wir machen am 1. Halt und es ist eigentlich klar, dass die Fähre am 2. Anleger festmacht. Vor Einfahrt werden die E-Tickets kontrolliert und da wir sie nicht ausgedruckt haben, da E-Ticket, muss jede Buchung einzeln geöffnet werden, was ziemlich umständlich ist. Das nächste Mal werden die Tickets ausgedruckt oder direkt am Fährhafen geholt oder als Foto gesichert und im Wallet abgelegt. Egal, es folgt der spannendste Teil: die Platzierung im dicken Bauch der Fähre. Es geht geradeaus hinein, in der Mitte sollen wir wenden und danach rückwärts in eine der drei Spuren rückwärts einparken. In welche Spur genau, wird nicht deutlich und es folgt eine laute Kommandoansage durch einen der Lotsen: Come on – lowlow low – other side – low – hey guy, other side – no, no – low – usw.

Dirk immer noch fiebrig, bleibt ganz ruhig. Wenn wir gewusst hätten, welche Spur genau für uns vorgesehen ist, hätten wir Rangierei als eingespieltes Team sofort erledigt.

Irgendwann standen wir richtig und ein Platz an Deck kann für die 1,5 Std. dauernde Überfahrt gefunden werden. Die Suche verlief positiv: toller Platz, tolles Wetter und eine Mülltonne immer im Blick (zu Fieber und Kopfschmerz gesellte sich bei Dirk noch Übelkeit).

Die Insel kam ziemlich schnell in Sicht und kaum konnten wir Zante-Stadt ausmachen, ging es auch schon in den Hafen und raus aus der Fähre.

Auf dem Weg nach Limni Keriou wurde noch noch kurz zum Einkaufen Halt gemacht und anschließend ging es geradewegs nach Limni und der Tauchbasis Nero Sport. In Limni selbst hat sich nach unserem letzten Aufenthalt in 2021 nicht wirklich etwas verändert. Ein ruhiger Ort, mit kleinem Hafen, Apartments, einigen Restaurants, Mini-Supermarket und Bootsverleihern. Was uns aber aufgefallen ist, dass viele Bauprojekte beendet wurden und nicht mehr so viel Sperrmüll sowie Gerödel herumliegt. Es wirkt alles viel aufgeräumter.

Wir melden uns nur kurz in der Tauchbasis an und werden zur Unterkunft begleitet, den Dolphin Studios. Hier kann sich Dirk endlich hinlegen und ausruhen. Ich besorge noch einige Dinge aus dem Rudi und mache mich schon für das Barbecue in der Tauchbasis auf den Weg.

Hier bin ich mit Freunden verabredet, die bereits seit einer Woche auf der Insel sind. Eigentlich auch zum gemeinsamen Tauchen, aber daraus wird erst einmal nichts. Morgen wird erst einmal ein Corona-Test gemacht. Diesen habe ich beim Barbecue in der Tauchbasis erhalten. Der Abend und das gemeinsame Wiedersehen waren sehr schön. Bei Sekt und Zitronenwasser sowie einem leckeren Grillbuffet wurden ganz viele Neuigkeiten ausgetauscht.


01.06.2025

Es ist Sonntag, die Temperaturen steigen und der Deckenventilator läuft. Dirk verbringt die meiste Zeit schlafend. Irgendwann im Laufe des Tages, verspüren wir beide Lust auf Hühnersuppe. Gedacht, eingekauft, gekocht und Dirk konnte das 1. Mal seit vier Tagen wieder eine Kleinigkeit essen. Wir brechen sogar auf für eine kleine Runde um den Keri Lake, mit unzähligen Mücken als Begleitung. Da es hier im Frühjahr sehr viel geregnet hat, erleben wir den See dieses Mal mit Wasser.


02.06.2025

Von den Vermietern werden wir mit frischen Eiern aus eigener Haltung versorgt. Versorgung und Pflege der Tiere liegt in der Verantwortung des Mannes der Vermieterin. Am Vormittag treffen wir unsere Freunde am Strand und brechen spontan auf für einen Kaffee in Keri, am kleinen Dorfplatz. Nach dem Kaffee zieht es uns nach Kalamaki an den Strand. Ich möchte unbedingt sehen, ob die Schildkröten schon unterwegs sind und wie viele Gelege bereits vorhanden sind. Es ist bereits viel los und wir können im vorderen Abschnitt des langen Strandes zwischen Kalamaki und Laganas zwei Gelege in den Dünen anhand der Schutzgitter ausmachen.

Abends gehen wir gemeinsam in der Keri Taverne im Ort Essen. Es gibt Pizza, Sardellen, Tzatziki, Salat und Auberginengemüse mit Knofibrot. Für einen Absacker geht es anschließend ins Rock Cafe an der Promenade.

03.06.2025

Auch den heutigen Dienstag lassen wir ruhig angehen. Nach dem Frühstück an den kleinen Strand, mittags ausruhen und abends treffen wir uns erneut mit unseren Freunden auf ein kühles Getränk im Rock-Cafe. Für morgen planen wir ein letztes gemeinsames Abendessen im Landesinneren. Es soll zum „Priounaki“ nach Lagkadakia gehen.

04.06.2025

Bevor es am Abend ins Pirounaki geht, besuchen wir die anderen beiden Urlauber noch kurz in ihrer Unterkunft. Diese liegt auf der gegenüberliegenden Seite des Keri Lake, oberhalb des Restaurants „Remezzo“. Eine neuere Anlage mit ansprechender Einrichtung.

Anschließend geht es nach Lagkadakia. Das familiengeführte Restaurant bietet für 25 € pro Person div. Vorspeisen, Hauptgerichte, Dessert und Getränke an. Man sitzt auf einer großen, schattigen Terasse, umgeben von Weinreben, Granatapfel- und Orangenbäumen.

05.06.2025

Während unsere Freund die Rückreise antreten, legen wir einen weiteren Strandtag ein.

 06.06.2025

The same procedure as last day.

 07.06.2025

Dito – bis auf das abendliche Barbecue in der Tauchbasis.

 08.06.2025

Auch am heutigen Sonntag folgt ein weiterer Strandtag.

 09.06.2025

Neue Woche, neues Glück. Dirk fühlt sich wieder fit und startet in seine Doppeltank-Tauchwoche. Morgens um 09:00 Uhr geht es los, 2 Tauchgänge an verschiedenen Spots und am frühen Nachmittag zurück. Ich arbeite etwas und gehe anschließend an den Strand. Den Nachmittag verbringen wir gemeinsam am Meer, bleiben bis in den Abend. Wirklich anstrengend, an diesem Tag ist die anschließende Überlegung anlässlich des Abendessens.

Für die Kinder hier beginnen die Sommerferien am Ende der Woche. Sie tummeln sich hier am frühen Abend im Meer vor ihrer Haustür, mit Tauchmasken, Bällen uns Wasserpistolen holen sie sich die erfrischende Abkühlung. Am angrenzenden Wasserlauf, der an beiden Seiten des Keri Lake ins Meer fließt, werden zwischen den Felsen, Schildkröten, Fische und Krebse in Augenschein genommen und in Sandeimer verfrachtet, die zuvor eilig mit Wasser gefüllt worden sind. Eine kleine Schildkröte die zuvor hin- und hergereicht wurde, konnte Dirk aus einer Tauchermaske in einem unbeobachteten Moment „retten“. Auf dem Weg zum Apartment wurde sie im besagten Wasserlauf frei gelassen. Die Wasserläufe beherbergen nicht nur Schildkröten, sondern auch eine Unmenge an Fröschen. Diese sieht man zwar nicht, aber ihr Gequake ist wirklich unberechenbar laut.

 10.06.2025

Frühstücken – Tauchen – Arbeiten – Strand.

In der Kita von Anna und Arne sind die beiden Postkarten angekommen, die wir in Parga aufgegeben hatten. Anna hat sich sehr gefreut. Hoffentlich hat die Karte an die Eichhörnchengruppe von Arne auch ihren Weg nach Bremen in die Kita gefunden.

Cora, Niklas und die Kids waren in der vergangenen Woche in Dresden. U.a. haben sie dort auch Ausflüge ins Elbsandsteingebirge gemacht und viele Fotos im Chat eingestellt. Eine wirklich tolle Gegend, die uns sofort ans Müllerthal in Luxemburg erinnert hat.

 11.06.2025

Die Karte hat die Eichhörnchengruppe erreicht und wurde im Morgenkreis vorgelesen. Die Kiddies haben sich sehr gefreut.

Heute passiert nichts weiter Aufregendes.

Tauchen – Arbeiten – Strand und die Herausforderung der abendlichen Essensplanung.

12.06.2025

Die Planung für´s heutige Abendessen wird uns abgenommen. Wir haben uns für das Fischfuffet in der Tauchbasis angemeldet. Hier sitzen wir mit Dirk´s Tauchbuddy Hugo an einem Tisch. Die beiden haben drei Tauchtage miteinander verbracht, was ihnen sehr gefallen hat. Ein schöner Abend mit gegrillter Dorade, Bruschetta, Reissalat, grünem Salat und Kartoffelbrei mit Knofo – Skordalia.

Da wir morgen den Leihwagen abholen, kann Dirk die letzten Tauchgänge von Hugo leider nicht begleiten. Aber wir verabreden uns für Freitagabend zu einem gemeinsam Abschiedsessen in Limni.

13.06.2025

Am Vormittag holen wir den Leihwagen von Autocandia am Flughafen ab. Es ist ein kleiner Suzuki Swift, den wir für die kommenden drei Wochen gemietet haben. Wir ziehen morgen auf den vor Limni liegenden Campingplatz Tartaruga und werden dort die nächsten Wochen verbringen. Um trotzdem flexibel zu sein, gönnen wir uns den Luxus eines Mietwagens. Fahrradfahren ist bei den hiesigen Straßenverhältnissen und steigenden Temperaturen keine gute Idee. Abends geht es mit Hugo in die Taverne neben dem Cafe Aelia, direkt am Strand. Dieses Restaurant wollten wir schon während der vorherigen Aufenthalte ausprobieren.

14.06.2025

Der heutige Tag ist mit dem Umzug auf den CP ausgefüllt. Nach dem Frühstück packen wir die „Kleinigkeiten“ wieder in den Rudi, schließen den Kühlschrank an und koppeln den Hänger an. Gegen halb elf sind wir bereits startklar und los geht’s. Auf Zante gibt es drei Campingplätze, wobei zwei hinter der Stadt Zakynthos liegen und für eine Anfahrt zur Tauchbasis einfach zu weit entfernt sind. Also hoffen wir, auf dem CP Tartaruga einen Platz zu bekommen. Bereits ab März haben wir immer wieder versucht mit dem Platz Kontakt aufzunehmen und eine Reservierung zu starten. Leider immer ohne Erfolg. Erst ein weiterer Kontakt über die Tauchbasis führte telefonisch zum Erfolg. Eine Reservierung sei wegen der Vorsaison nicht erforderlich. Mal sehen, ob es klappt.

Es hat geklappt und nach einer unkomplizierten Anmeldung bei Veit im Restaurant, wurde schnell ein geeignetes Plätzchen für Rudi, den Hänger und den Swift gefunden. Der CP befindet sich eigentlich in einer Art Dornröschenschlaf oder besser gesagt Olivenbäumchenschlaf. Es wirkt alles ein wenig improvisiert, liebevoll vernachlässigt, vlt. könnte man Vintage sagen. Die Stellplätze befinden sich inmitten von alten Olivenbäumen und erstrecken sich terrassenförmig und steil abfallend bis hinunter zum Meer. Hier gibt es einen Kieselstrand mit Steg und eine Holzplattform im Meer, nur für die Gäste des CP`s. Total idyllisch, wenn da nicht der steile Rückweg nach oben wäre. Im unteren Bereich stehen überwiegend kleine, niedrige Campervan`s und Zelte. Mit Rudi ist ein Plätzchen im unteren Bereich aber keine Option. Wir stehen in unmittelbarer Nähe zu einem Waschhäuschen, Spülplatz und dem Restaurant. Das Gequake haben wir in Limni gelassen, aber was uns hier hat Zikadengetöse erwartet, damit hätten wir nicht gerechnet.

Am Abend genießen wir auf der Terrasse des Restaurants mit Blick auf das Meer ein leckeres Abendessen. Die Bestellung nimmt der Besitzer an jedem Tisch selbst auf, in dem er die Speisen des Tages vorliest und die Bestellungen entsprechend abhakt. So sind von der Pasta noch 4 Mahlzeiten zu genießen, von dem Ruccolasalat mit Pamesan noch 2 und die Vorspeisen mit Sardellen ist noch 7mal zu haben.

Wir bestellen einen Rote-Beete-Salat, die marinierten Sardellen, Tzatziki und Stifado. Sehr, sehr lecker.

15.06.2025

Da wir einen Stellplatz auf dem genannten CP beziehen konnten und die nächsten drei Wochen hier verbringen werden, bevor es nach Chalkidiki weitergeht, können wir nun die Buchung der Fähre für die Rückfahrt auf die Peleponnes vornehmen. Hier entscheiden wir uns heute direkt zum Fähranleger zu fahren und die Fahrt für den 04.07.2025 zu buchen. Ich hatte es bereits online probiert, aber die Buchung des Trailers war nicht möglich und ich wollte nicht schon wieder mit der Reederei Kontakt aufnehmen. Außerdem hätten wir so die Tickets in Papierform.

Der Ticketschalter befindet sich direkt im Fährhafen und ist sogar sonntags geöffnet. Der Erwerb war kein Problem und anschließend ging es für einen kleinen Rundgang in die sonntägliche Innenstadt.

Den Nachmittag und Abend verbrachten wir am Strand mit Lesen und Baden. Es ging im Gaia-Zick-Zack durch die Olivenhaine oberhalb von Laganas an den Strand von Kalamaki. Dieses Mal haben wir direkt gegenüber des Flughafens die Abzweigung genommen und gelangten so an den Strandabschnitt bei der Kalamaki Beach Taverna. Schildkröten konnten wir leider nicht ausmachen. Ich bin noch ein ganzes Stück Richtung Laganas am Wasser entlang gelaufen, ohne Sichtungserfolg. Gegen Abend meinten wir beide einen Schildkrötenkopf im Wasser auszumachen. Wahrscheinlich haben wir zu lange unter der Sonne auf die Wasseroberfläche geschaut😵‍💫.

16.06.2025

So langsam werden mir die Temperaturen zu viel. Knatschstimmung ist angesagt. Es ist einfach viel zu warm, jammer, jammer, jammer. Daher geht es an den Strand und ins Wasser, je kühler desto besser. Das kann ja was werden, zumal es im Juli und August nicht kälter wird. Zuhause sind die Temperaturen gerade sogar noch höher. Ein kurzer Zwischenstopp zuhause via Flug wäre also auch keine Alternative.

17.06.2025

Gegen die Wärme hilft nur Badekleidung und ständige Druckbetankung mittels Wasser sowie ausufernder Strandbesuch. An weitere Aktivitäten ist nur nachts zu denken.

Morgen steht für Dirk ein Wracktauchgang auf dem Plan. Die Fahrt mit dem Tauchboot geht fast bis an die Küste von Kyllini. Hier ist in den 90ziger Jahren die Fähre Zakynthos während eines aufkommenden Sturmes auf der Fahrt nach Zante gesunken. Zu Schaden gekommen ist dabei nur eine Person, die versucht hat sich durch einen Sprung ins Wasser in Sicherheit zu bringen und dabei ums Leben gekommen ist. Alle anderen Personen konnten gerettet werden. Der ganze Laderaum der gesunkenen Fähre befindet sich voller PKW`sund LKW`s und kann an einigen Stellen betaucht werden. Nach dem Strandtag werden daher Vorbereitungen für die morgige Ausfahrt getroffen.

18.06.2025

Nachdem ich Dirk an der Tauchbasis abgesetzt habe, mache ich mich nach einer kleinen Aufräumaktion im Rudi auf den Weg nach Zante. Hier möchte ich ein wenig durch das Städtchen bummeln und mir evtl. weiteres Badezeug besorgen. Gegen halb elf erreiche ich die Innenstadt und finde schon keinen nahegelegenen Parkplatz mehr. Erst weit außerhalb kann ich einen an der Küstenstraße ergattern. Und dann schleiche ich wärmebedingt quasi wie ein Faultier durch die Vorstadt bis ins Zentrum. Hier habe ich eigentlich schon gar keine Lust mehr auf Klamotten gucken, will einfach wieder zurück und in irgendeinen kühlen Keller kriechen. Okay, wenigstens einen Versuch, das Geschäft hat Klima. Der Versuch ist von Erfolg gekrönt und jetzt wie nix zurück zum CP. Hier reiße ich alle Fenster auf, versuche mit dem Max-Venrichtig viel Luftzirkulation zu erzeugen und kann hier so den weiteren Tag verbringen. Am Nachmittag kehrt Dirk von der Wracktour zurück und ich sammle ihn an der Basis ein, wo wir noch gemeinsam einen Frappé genießen und anschließend zum Campingplatz zurückfahren.

19.06.2025

BADETAG da sehr warm!!!!

Beim letzten Badegang am Abend, haben wir tatsächlich eine Caretta Caretta neben uns auftauchen gesehen. Sind ist ganz kurz zum Luftholen an die Wasseroberfläche gekommen und dann gemächlich Richtung Hafenbecken weiter getaucht. Herrlich!!!

20.06.2025

Da es nicht kälter wird, steht heute ein Tagesausflug mit dem Tauchboot an. Während Dirk auf der kleinen Nordtour zwei Tauchgänge durchführen kann, werde ich schnorcheln. Nach dem ersten Tauchgang wird in der Oberflächenpause gegrillt und gemeinsam gegessen. Danach geht es zu einem Tauchspot der sich Grottenmolch Drei nennt und man bei einer Tiefe bis ca. 15 m eine Grotte nach der anderen an der Felswand gelegen betauchen kann. Auf der Rückfahrt fahren wir weitere Grotten an, genießen die unterschiedlichen Blautöne des Wassers, die Klippen und den Wind. So lässt es sich aushalten. In der Basis gibt es noch einen Frappé und zum Abendessen Tomatenbrote.

Evtl. ist für die nächste Woche eine Osttour geplant. Hier wird Dirk auf jeden Fall teilnehmen.

21.06.2025

Der Wecker ist auf halb sieben gestellt. Nach einem schnellen Kaffee fahren wir ganz früh nach Zante auf den Markt und dann in ein bekanntes Kafenio an der Promenade. Der Markt am Hafen ist sehr übersichtlich und wir können uns nicht wirklich entschließen etwas zu erwerben. Dafür ist der Besuch im Kafenio umso schöner. Bei Cappuccino und Kaffee Americano sowie einem süßen Blätterteiggebäck kann der Tag beginnen. Im Anschluss haben wir beide die Idee einen Frisör für Dirk aufzusuchen. So begeben wir uns in eine Seitenstraße, in der nur wenig Touris zu finden sind und mitten ins samstägliche Geschehen der hiesigen Bewohner. Die ersten drei Frisörgeschäfte haben geschlossen, der 4. hat Zeit aber erst in einer Stunde, solange will Dirk nicht warten. Also schlendern wir langsam zurück zum Auto, kommen an weiteren Frisören vorbei, die zu sind oder keine Termine mehr frei haben. Anschließend wollen wir dem Bohali Castle oberhalb von Zante-Stand einen Besuch abstatten, aber das Navi führt uns immer wieder in das Wirr-Warr von kleinen Straßen  und richtig steil den Berg hinauf. Da mich das sehr an eine Autofahrt auf La Palma erinnert, kehre ich um und versuche auf Hauptstraßen die Burg zu erreichen. Leider ohne Erfolg, das Navi spült uns immer wieder mitten in Zante aus. Wir treten den Rückweg an und kommen quasi eine Stunde später zufällig wieder am Frisör vorbei. Hier kommt Dirk dann in den Genuss eines neuen Sommerhaarschnittes. Auf dem Rückweg wird noch eingekauft, die Tauchbasis aufgesucht um einen liegengelassenen Badeponcho und Tauchequipment einzusammeln sowie die Badeschuhe im Kerishop umgetauscht. Den Nachmittag verbringen wir am Stellplatz mit individuellem, chilligem Ausruhen.

22.06.2025

Den Sonntag starten wir sehr früh Richtung Keri Lighthouse. Ein schöner Aussichtspunkt am westlichen Inselzipfel. Wir sind so früh dran, dass hier noch alles geschlossen hat. Die Fahrt wird Richtung Agalas fortgesetzt. Am Sunset Agalas geniessen wir als einzige Gäste nicht nur die tolle Aussicht auf das Meer sondern auch einen Cappucino und einen Cafe Americano. Weiter geht es entlang der Westküste, zunächst nach Kampi, zum Viewpoint Cliffs of Kampi. Von hier oben hat man einen tollen Ausblick auf das türkisblaue Meer und die schroff abfallenden Klippen. Bereits 2021 waren wir schon einmal hier und haben in der angrenzenden Taverne Sunset Michalis zu Mittag gegessen. Heute jedoch zieht es uns nach einem kleinen Stopp weiter.

Wir tuckeln bis zum Porta Steniti. Diesen wirklich kleinen Hafen erreichen wir über eine Nebenstraße, welche teilweise sehr steil nach unten führt. Ein wirklich schöner, enger Buchtabschnitt empfängt uns. Der hintere Abschnitt verjüngt sich fast bis auf ca. 3 m und endet in einem flachen, sandigen Bereich. Links und rechts ragen die Felsen in die Höhe. Hier müssen wir natürlich sofort hinein. Als wir wieder zurück zum felsigen Einstieg schwimmen, ankern gerade 2 Ausflugsboote und um uns herum beginnt ein Riesengeplatsche. Diese kleine Abkühlung wird ausreichend genossen, bevor der Ausflug weiter geht.

Im Anschluss versuchen wir am frühen Nachmittag eigentlich das Unmögliche, der Besuch des Schiffswracks in der Schmugglerbucht bei Navagio. Heftige Winterstürme haben hier Anfang 2024 das Schiffswrack des Küstenmotorschiffes „Panagiotis“, welches 1980 vor der Insel auf Grund gelaufen ist, in zwei Teile zerfetzt. Der Aussichtspunkt auf den Klippen ist erneuert worden, aber es sind bereits jetzt so viele Touris (wie wir) mit Auto´s, Rollern, Squads und Minibussen hier, das 1. Die Aussichtsplattform total überfüllt – und 2. An- + Abreisende die ganze kleine Straße blockieren.

Nichts wie weg hier. Dann statten wir dem Hafenörtchen Agios Nikolaos noch einen Besuch ab.

Im beschaulichen Hafen liegen zahlreiche Segelboote, Mietboote und Ausflugsschiffe vor Anker. Ein kleiner Snack an der Promenade darf nicht fehlen und dabei schauen wir den Seglern zu, die mit kleinen Booten vom – oder zum Strand paddeln.

Eigentlich hatten wir anschließend noch eine Besichtigung des Weingutes Callinico auf dem Plan, aber leider hat dies am Sonntag geschlossen. Vlt. klappt es ja an einem anderen Tag während des Aufenthaltes auf Zante. Zurück geht es durch das Landesinnere, bis wir die Hauptstraße nach Keri in Höhe des „Delta-Schildes“ erreichen.

23.06.2025

Irgend etwas stimmt mit unserem Kühlschrank nicht. Er kühlt nicht mehr richtig und egal, was wir bei der Fehlersuche unternehmen, die Kühlfunktion ist eigentlich nicht mehr vorhanden. Die Recherche via Gebrauchsanleitung bzw. über das www bringt uns nicht weiter. Wir versuchen mit Dometic-Händlern in NRW Kontakt aufzunehmen, leider erfolglos. Da hilft nur die Kontaktaufnahme mit unserem WoMo-Händler in Kürten. Hier müssen wir eh zu einem Inspektionstermin hin. Diesen hatten wir bereits vor Abreis vereinbart. Wie sich bei einem anschließenden Telefonat herausstellt, hat man jedoch vergessen diesen im Kalender zu vermerken. Egal, Rudi geht vom 15.09.2025 – 19.09.2025 in den Service: Gasprüfung, Dichtigkeitsprüfung, 3. Lithiumbatterie und Kühlschrankreparatur oder gar Erneuerung.

Später sind wir im Tauchcenter zu einem Mezze-Abend verabredet, welches wirklich an Auswahl und Geschmacksvarianten schwer zu übertreffen ist.

24.06.2025 + 25.06.2025

Beides Strandtage, die wir unten in Limni am Dramabeach verbringen. Drama deswegen, weil hier deutsche Eltern mit ihren Kindern bis nachmittags anordnen, reglementieren, diskutieren und ab den frühen Abendstunden griechische Eltern (überwiegend Mütter) sich lautstark mit ihren Kindern auseinandersetzen – über einen Ball der weggenommen wurde oder das Schlauchboot, welches ungewollt Besitzer bzw. Besitzerin wechselt.

26.06.2025

Heute begibt sich Dirk auf einen Tauchausflug an die Ostküste der Insel. Die Tour führt zunächst an das unbewohnte Inselchen Pelouzo, anschließend an eine Kreidewand in der Nähe von Dafni Beach.

Bei Pelouzo kann man alte Keramiken sowie Maschinen er- und betauchen. Der Tauchgang in der Nähe von Dafni Beach war ein ganz normaler TG ohne weitere Besonderheiten unter Wasser. Anschließend wurden auf der „CatCat“ Burger gegrillt und verspeist.

27.06.2025

Auch der heutige Tag wird am Strand in Limni verbracht. Mittlerweile ist die Strandpromenade durchgängig gepflaster, Laternen sind aufgestellt und es gibt jetzt sogar zwei Duschen, leider bis heute das Wasser noch abgestellt. 

28.06.2025

Bevor wir einen Ausflug zum Dafni Beach machen, geht´s noch kurz vor Zante-Stadt in den Lidl. Hier erstehen wir einen Standventilator in der Hoffnung, dass die Hitze im Van durch die Luftzirkulation besser zu ertragen ist. Eigentlich lässt es sich nur noch die Badeklamotten und Trinkwasserflaschengürtel aushalten.

Dafni Beach selbst hätten wir so gar nicht wiedererkannt. Tauchschule, Apartments, Tavernen, der Strand belegt mit Sonnenliegen und Sonnenschirmen, vor uns die geschützte Schildkrötenzone. 

Viel zu voll, Essen und Getränke in der Gastro teuer. Nachdem wir Anatoli in der Tauchbasis einen kurzen Besuch abgestattet haben, geht es wieder zurück. Auch dieses Mal über Laganas und durch die Olivenhaine zum CP. Tatsächlich schon wieder auf einem anderen Weg.

29.06.2025

Wir haben Lust an die langegezogene Bucht von Laganas zu fahren und von dieser Seite aus, den Strand nach Kalamaki abzulaufen, um evtl. doch noch die begehrten CarettaCaretta-Schildkröten zu sehen. 

Leider auch dieses Mal ohne Erfolg. Schade, aber es sollte einfach in diesem Jahr nicht sein.

Anschließend legen wir einen Zwischenstopp für einen Snack in der Tauchbasis ein.

30.06.2025

Am Vormittag hat Dirk seinen letzten Doppeltauchgang auf Zante. Wir begleichen unsere Rechnung in der Taverne der Tauchbasis bei einer leckeren, selbstgemachten Zitronenlimo. Anschließend nehmen wir die Tauchkiste mit auf den CP. Schließlich geht es am WE wieder auf´s Festland und man kann bereits ans Packen denken.

Es hilft nichts, wir brauchen eine neue Kühlalternative, der Dometic arbeitet gar nicht mehr. Deshalb geht es am frühen Abend auf Shoppingtour nach Zante-Stadt. Im „Expert“, etwas außerhalb der Stadt, werden wir fündig und erstehen eine klassische Kühlbox, wie damals zum Zelten.

Für die Weiterfahrt werden Venti und Kühlbox auf der Sitzbank wie Mitreisende angeschnallt.

01.07.2025

Unsere gemeinsamen Bemühungen mehr auf die Nahrungsaufnahme zu achten sowie weitere Gewichtszunahmen zu verhindern, sind leider nur semi erfolgreich. Deshalb versuchen wir es ab heute erneut mit der Yazio-App. Ab jetzt heißt es wiegen und tracken.

02.07.2025

Wir räumen so langsam wieder zusammen, Tanken und waschen Rudi, gehen noch einmal frische Lebensmittel einkaufen (das Volumen der Kühlbox ist beschränkt).

Am Abend geniessen wir ein leckeres Essen in der Taverne am CP an einem Tisch mit direkter Aussicht auf die Bucht und Marathonisi.

03.07.2025

Es geht ganz früh mit Sack und Pack nach Limni an den Strand. Wir wollen hier die letzte Nacht freistehen, den Tag am Strand genießen und abends zum Fisch-Mezze in die Tauchbasis gehen. Ein letzter schöner Abend auf Zante.

04.07.2025

Nach einer ruhigen Nacht stehen wir sehr früh auf, um die Morgenstimmung am Strand zu genießen. Dirk startet auf der Promenade die Drohne, dabei wird Kaffee getrunken.

Und was hier bereits alles los ist. Der Büdchenbesitzer rasiert sich bei Rockmusik, eine Familie begibt sich zum Frühschwimmen ins Meer, einige joggen oder walken, ein älteres Paar klappt die Strandstühle zwischen den Tamarinden aus und genießt ebenfalls die morgendliche Atmosphäre.

Gegen kurz vor 11:00 Uhr fahre ich mit dem Mietwagen vor um zu Tanken. Dirk startet 10 Minuten später. Wir treffen uns an der Autovermietung Autocandia am Flughafen. Die Rückgabe verläuft reibungslos und ab geht es zum Fähranleger der Levante Ferries im Hafen. Unsere Fähre läuft erst um 15:15 Uhr aus und wir haben noch über drei Stunden Zeit. In der Mittagshitze nicht so prickelnd. Am Kai legt gerade die Fähre aus Kyllini kommend an, welche um 13:15 Uhr retour ablegen soll. Kurz entschlossen fragen wir den Kapitän, welcher das Ein- und Ausladen mit strengem Blick begleitet, ob wir bereits diese frühere Fähre nehmen können. Er bejaht dies mit knappen und schroffen Worten und so kommen wir 2 Stunden früher los, sind demnach auch 2 Stunden früher auf dem reservierten Platz in Delphi. Die Überfahrt verbringen wir in der klimatisierten Cafeteria.

Von Kyllini aus geht es dazu bei Patras erneut über die gigantische Brücke auf´s Festland und anschließend die kurvige Küstenstraße entlang bis nach Delphi. Immer wieder tauchen Fisch- und Muschelfarmen auf. Eine spätere Recherche ergibt, dass Griechenland der größte europäische Exporteur für Zuchtfische wie z.B. Doraden und Muscheln ist. 

Wir sind sehr verwundert, wie leer die Straße ist. Auf dem ganzen Weg kommt uns auch nur ein WoMo entgegen. Die Felsküste wird immer wieder durch kleine Orte mit noch kleineren Buchten unterbrochen. So passieren wir Nafpaktos, Marathias, Agiosi, Spyrodonas, Agios Nikolaos, Eratini, Galaxidi und Itea, bevor wir kurz vor Delphi die Küstenstraße verlassen und in Serpentinen Höhenmeter gewinnen.

Wenig später erreichen wir den CP Delphi und sind einfach nur begeistert. Es ist ein kleiner, familiengeführter Platz, mit Pool, Minimarkt und Taverne. Die Familie produziert zudem seit mehreren Generationen Olivenöl : Mer de olivier de Delphi sowie damit zusammenhängende Produkte, die man z.B. beim Abendessen testen kann. Und das Meer der Olivenbäume kann als Aussicht direkt vom Stellplatz aus genossen werden. Man hat freien Blick auf Itea und die davorliegende Bucht.

Für den morgigen Tag buchen wir für 09:30 Uhreinen Shuttleservice zur archäologischen Stätte von Delphi.

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