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063. Saintes-Maries-de-la-Mer November 2024

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063. Saintes-Maries-de-la-Mer November 2024

25.11.2024

116 km von Plage de la Saulce entfernt, sind wir gegen zwei Uhr in Saintes-Maries-de-la-Mer in der Camargue angekommen. Wir stehen auf einem städtischen Stellplatz, direkt am Ort. Laut Aushang für 15 € die Nacht, mit Ver- und Entsorgung, ohne Strom und mit einer max. Aufenthaltsdauer von 48 Std. . Wie man das hier kontrollieren will, ist uns ein Rätsel: einen Platzsheriff konnten wir noch nicht ausmachen. Warten wir mal ab.
Während der Hinfahrt mussten wir den Hänger in Martingues schon abkoppeln. Eine Umleitung machte die Weiterfahrt nur für Fahrzeuge mit einer Höhe bis 2,20 m möglich. Wir benötigen 3,20 m. In Fahrtrichtung versperrte aber eine Baustelle die Weiterfahrt. Rückwärts ging überhaupt nichts weiter, weil die historische Innenstadt für den Verkehr gesperrt ist. Also blieb uns nur noch das Abkoppeln des Hängers im lfd. Gegenverkehr und ein Wendemanöver mit Rudi mit anschließendem Ankoppeln des eckigen Gefährtes. Hat aber alles geklappt und nach einigem Hin- und Herfahren wegen der Baustelle, haben wir es irgendwann über die Brücke am Quai des General LecLerc geschafft, dann über die blaue Brücke und im Zick-Zack durch die kleineren Vororte in Richtung Fos-sur-Mer. Hier haben wir erst einmal unsere Vorräte aufgestockt.
Die Gegend dort ist geprägt durch riesige Raffinerien entlang der Küste. Und plötzlich veränderte sich auch generell die Landschaft: die schroffe Küstenstruktur weicht einer flachen, weitläufigen Kulturlandschaft mit Getreide-, Weide- und Wasserflächen.
Hinter Arles tauchen wir praktisch ein in den Naturpark Camargue. Können typische Camarguepferde ausmachen und entdecken kurz vor Saintes-Maries-de-la-Mer Flamingos.
Eine Mittagspause mit frischem Kaffee und Snack muss sein. Anschliessend geht es raus in den Ort. Es ist wirklich warm, aber der Wind hat es in sich. Wir drehen eine grosse Runde bis ans Wasser, zum kleinen Hafen und einigen Kitern, die diesen Wind und die Wellen nicht abschreckt. Dann schlendern wir zurück durch das Städtchen. Vorbei an der Stierarena. Und weiter ins Zentrum. Hier haben die meisten Geschäfte zu. Nur einige Boutiquen und Souvenirshops sowie Lebensmittelläden haben geöffnet. Unsere Postkarten aus Hyeres finden einen Briefkasten, der täglich um 09:00 Uhr geleert wird und wir schauen noch kurz in die Kirche Notre-Dame-de-la-Mer. Es ist eine kleine Kirche, die so viel Charme versprüht, nachdem wir durch die alte, hölzerne Eingangstür eingetreten sind und uns spontan an die Kirche in Gruissan erinnert. Eine Kirche die nicht für Kleriker gemacht ist, sondern für Menschen. Hört sich hölzern an, aber genauso wirkt es. Es handelt sich hier um den ersten Wallfahrtsort der Provence. Die Kirche ist den heiligen Frauen Marie-Salome und Marie-Jacobe gewidmet.
Im Intermarche erstehen wir noch etwas weihnachtliche Deko.
Wieder zurück an unserem Rudi geht es an die Vorbereitungen zum Abendessen. Zu den Resten von gestern, gesellt sich ein Kartoffel-Thunfisch-Avocadosalat und eine weitere Buchung: vom 02.12.24-09.12.24 geht es nach Cadaques in Spanien.

26.11.2024

Nach einer stürmischen und regnerischen Nacht, sieht es am Dienstag komplett anders aus. Es ist windstill und sonnig. Während des Frühstücks klopft es an die Schiebetür. Eine Mitarbeiterin des Ortes stellt sich vor und kassiert die 15 € Stellplatzgebühr.
Etwas später sind wir bereits startklar für eine kleine Radtour an den Baisse de Mouillot, mitten ins Naturschutzgebiet Camargue. Es geht zunächst durch den Ort, zur Promenade und von dort aus, das Meer rechts-schultrig auf den Digue a la Mer, einem schmalen Weg, genau zwischen Meer und Wasserlandschaft der Camargue. Immer wieder halten wir an und erkunden den Strand, beobachten auf der Etangseite die Flamingos und Schmuckreiher. Mit den Rädern können wir diesem Weg nur bis zum Pertuis de Rusty folgen. Der matschige Untergrund hindert uns an der Weiterfahrt.
Mittlerweile gesellen sich auch etliche Mücken zu uns und versuchen konsequent an ihre Nahrung zu kommen.
Es geht für eine kleine Pause zurück. Anschliessend radeln wir in die andere Richtung los. Leider hört hier der Radweg schon nach ca. 2 km Richtung D‘Aigues Mortes auf und es geht an der Strasse weiter. Dieser folgen wir nur bis zur Fähre über die Petit Rhone und kehren um. Die Suche nach einer Alternativroute bleibt ergebnislos bzw. endet im Matsch und so radeln wir auf der Route D‘Arles zurück nach Saintes Maries de la Mer. Hier gibt es in der Bar Bagdad, hinter der Kirche, eine kleine Erfrischung und nach dem Erwerb von zwei Baguettes zurück zum Rudi. Zwischendurch immer wieder hungrige Mücken. Auch im Auto haben sie Unterschlupf gefunden, was wiederum zu einer unruhigen Nacht führt.

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