Wir sind nach ungefähr 270 km in der Provence angekommen. Genauer gesagt in dem kleinen Ort Cabasse in der Nähe von Brignoles und 45 km von der Cote d‘Azur entfernt. Die Anfahrt zum Stellplatz führte uns geradewegs durch das Örtchen und war schon recht abenteuerlich, weil das Strässchen immer enger wurde, geradezu einspurig und die Häuserwände sich fast schon an Rudi anzuschmiegen versuchten.
Der Stellplatz selbst liegt ein klein wenig außerhalb, an der Route de Carces. Es sind 12 eher kleine Stellplätze vorhanden und Anhänger eigentlich nicht erlaubt. Wie aber auf dem Foto zu erkennen hat alles geklappt.
Und wieder geht es nach einer kleinen Pause in den Ort. Wir haben bereits Nachmittag, es fängt leicht an zu nieseln und wir legen einen kurzen Abschnitt direkt auf dieser kleinen Strasse zurück.
Am Ortseingang passieren wir ein grosses, altes Gebäude, das anscheinend früher zu einem Weingut gehörte, biegen links in eine kleine Straße ein. Hier folgen wir dem Hinweis zu einem thailändischem Restaurant, das aber leider geschlossen hat. Vorbei am hiesigen Sportplatz geraten wir auch schon in die kleinen Gassen des Ortes. Es zieht uns nach links zu einer Brücke über die L‘Issole. Am Ufer des Flüsschens schmiegt sich unter bombastischen alten Platanen ein Bouleplatz. Wir sind neugierig und folgen nicht der Strasse weiter in den Ort, sondern bewegen uns schnurstracks auf einen Weg hinter dem Bouleplatz weiter. Anscheinend war dies früher mal ein kleiner Mini-Campingplatz, da noch Toiletten- und Waschhäuschen zu erkennen sind. Am Ende des Platzes folgen wir einem kleinen Trampelpfad. Links das Ufer des Flüsschens und rechts die Zäune angrenzender Gärten. Irgendwie landen wir anschließend in einem kleinen Park, direkt am Ortsausgang. Von hier aus geht es in den Ort hinein. Es ist auch hier wieder sehr ruhig und wenn so viele parkende Autos zu verzeichnen wären, könnte man fast glauben, der Ort ist ausgestorben.
Beim ansässigen Bäcker werden zwei Baguettes für insgesamt 2€ erworben. Es gibt tatsächlich zwei kleine Tante-Emma-Läden, einen Friseur und zwei Kneipen, eine Post, ein Hotel und eine Kirche. Dies entdecken wir beim Schlendern durch kleine und verwinkelte Gassen. Erneut vorbei an Spiel- und Sportplatz, treten wir den Rückweg an.
Am Stellplatz wird noch schnell die Markise gesichert und ein Gläschen Wein draussen genossen. Dabei beschliessen wir am Dienstag weiter Richtung Küste zu fahren und dort in Le Lavandou Halt zu machen.
Indoor werden dann die Zutaten für eine französische Erbsensuppe geschnippelt und das Wochenende eingeläutet.














09.11.2024
Hoch die Hände Wochenende.
Der Samstag startet mit Regen und Eicheln, die zwischendurch auf das Dach plumpsen. Laut Regenradar hält sich das Regengebiet hier noch bis zum Mittag. Deshalb wird erst einmal so richtig gefaulenzt. Den ersten Kaffee gibt es, zumindest bei mir, im Bett.
Ich bin auf der Suche nach einem Krimi der in der Provence, genauer gesagt an unserem nächsten Etappenziel in Le Lavandou angesiedelt ist, fündig geworden. Es gibt eine Krimireihe um den Rechtsmediziner Leon Ritter von Remy Eyssen. Bei dem Trödelwetter ist auf jeden Fall eine entsprechende Leseprobe drin.
Zur Zeit lesen wir beide eine deutsche Krimireihe um Kommissar Hübner, einem Kleinstadtpolizisten kurz vor der Pensionierung, von Svarlen Edhor, einem norddeutschen Autorenduo. Die Reihe besteht aus 13 Bänden und der erste Band mit dem Titel: Was für ein Scheisstag, ist Programm.
10.11.2024
Heute ging es nach dem Frühstück mit den Rädern nach Carces. Eine Strecke von ca. 13 km. Zunächst entlang der angrenzenden D13 und im weiteren Verlauf auf der Route de Carces direkt am Lac de Sainte-Suzanne vorbei. Ein See in der französischen Region Provence-Alpes-Côte d’Azur im Departement Var, der aus dem Zusammenfluss der Flüsse Caramy und Issole und des Flusses Argens entstanden ist.
Eine sehr schöne Strecke, mit ein wenig Verkehr und sehr viel Natur. Der See ist ein beliebtes Anglerrrevier und an einzelnen Parkbuchten, sind Pavillions mit div. Angleequipment aufgebaut. Wir gelangen an Weingütern vorbei in den kleinen Ort Carces. Nach einer Rundtour durch den Ort legen wir im Zentrum, gegenüber der Eglise Sainte Margerite eine Pause ein.
Es herrscht reges Treiben: Brot und Kuchen wird gekauft, die Epicerie im Ort hat den ganzen Sonntag geöffnet, weitere Gäste suchen die kleine Bar auf und geniessen einen Petit Cafe,
einen Pastis oder ein Glas Rose, unterhalten sich.
Neben uns öffnet das Restaurant „Ulrich und Co“. Es dauert nicht lange und auf der Terasse sind alle Tische besetzt.
Für den Rückweg schlagen wir eine andere Route ein, die uns nicht am See vorbei, sondern quer über ein Waldgebiet und einen besseren Feldweg, zurück an das Flüsschen Issole und dort an einen Mini-Wasserfall bringt. Es wimmelt hier nur so von Rosmarin- und Thymiangewächsen. Der Duft ist einfach unschlagbar, wenn man sie zwischen den Handflächen zerreibt. Einige Rosmarinhalme kommen mit.
Zurück am Stellplatz kommt die Handkaffeemühle zum Einsatz. Es gibt einen leckeren Kaffee mit der Frenchpress.
Später wird das Abendessen vorbereitet: Berge von Rosenkohl und Hähnchenschenkel aus dem Omnia.











11.11.2024
Zuhause wird der Hoppeditz geweckt und hier verbringen wir den 11.11.2024 bei 20 Grad und strahlendem Sonnenschein eigentlich nur gemütlich auf dem Stellplatz. Haare und Videos wurden geschnitten, gelesen und viel Kaffee getrunken. Und schwups haben wir vier Uhr nachmittags.
Morgen ist für die Gegend hier eine Starkregenwarnung ab heute Nacht rausgegeben worden. Da wir eh ans Meer fahren wollen, haben wir nach dem Essen alles abreisefertig gemacht. Hänger dran, noch mal Grauwasser abgelassen und Frischwasser getankt. Das ganze Gefährt abfahrbereit geparkt und loses Schuhwerk eben vor dem Beifahrersitz verstaut.
Plötzlich Vollalarm in der oberen Bedienkonsole, rotes Blinklicht, eine Stimme….
Die Stimme spricht auf schwedisch und ich versteh nur Polizei😬.
Wenig später eine weitere schwedische sprechende weibliche Person. Ich erzähle auf englisch, dass bei uns alles in Ordnung ist. Die schwedische Stimme bedankt sich und wünscht uns eine gute Fahrt.
Ich schwör, ich habe den Alarmknopf nicht gedrückt, als ich die Schuhe vorne hingestellt habe. Evtl. könnte es aber sein, dass ich vlt. ein wenig mit meinem Minipferdeschwanz in der Gegend des roten Knopfes über mir gewesen bin🤣 und den Mercedes Alarm ausgelöst habe.
