02.07.2026
Nach den Klippen von Panga geht es weiter in Richtung Muhu zum Fährhafen Kuivisto. Von hier aus nehmen wir die Fähre der Parameed-Linie und setzen zum Festland über. Hier ist der Zielhafen Virtsu. Die Überfahrt haben wir online über parameed.ee gebucht 23,70€ bezahlt, ein E-Ticket erhalten und nach 30 Minuten das Festland erreicht. Eigentlich wäre der nächste Stopp Pärnu gewesen, ein Küstenort in der Rigaer Bucht, doch wir haben keine Lust auf Stadt, es zieht uns in den Naturpark Soomaa. Die Stadt nutzen wir in einem Aussenbezirk an einer Alexela-Tankstelle nur zum Entsorgen und tanken, dann geht es hinein in den Nationalpark. Auf dem Parkplatz des Infozentrum Soomaa-NP stehen wir kostenlos mit anderen WoMos und einer tschechischen Gruppe, die auf dem Gelände zeltet.
Der nächste Tag beginnt regnerisch und so können wir ausgezeichnet trödeln. Bevor es nach Tartu weitergeht, wollen wir unbedingt über den angrenzenden Biberpfad wandern. Nach dem Regen geht es los. Der Pfad führt durch Wald- und Sumpfgebiet, teilweise über Stege durch eine tolle Umgebung, in der die Natur die Oberhand hat. So auch die Mücken, vor denen wir uns irgendwie zu schützen versuchen.
Der Pfad führt durch einen schattigen Fichtenwald, einen farnreichen Wald und einen feuchten Bruchwald.
Unterwegs können wir von Bibern gefällte Bäume entdecken. Entlang des Weges informieren Tafeln über die Lebensweise der Biber und die Besonderheiten der umliegenden Natur. Eine warnt sogar vor durch Biber gefällte Bäume auf einem bestimmten Wegabschnitt.
Während des Frühjahrshochwassers kann ein Teil des Holzstegs überflutet sein. Dadurch bietet sich die seltene Gelegenheit, die Überschwemmungen in Soomaa zu erleben, die zu den bekanntesten Naturphänomenen des Nationalparks gehören.
So eine Wanderung macht hungrig und gestärkt geht es weiter in Richtung Tartu.
