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071. Ronda Dezember 2024

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071. Ronda Dezember 2024

16.12.2024

Von Gorafe bis nach Ronda haben wir ca. 280 km zurückgelegt. Dabei hatten es die letzten 60 km auf Bundesstrassen aufgrund des starken Windes wirklich in sich. Nach einer kurzen Pause brechen wir zu einem Erkundungsgang durch die Stadt auf. Wir folgen der Avenida de Malaga geradewegs ins Zentrum, passieren die Einkaufsstrasse, schauen uns kurz ein wenig um und landen an der Sehenswürdigkeit von Ronda überhaupt, der Puente Nuevo. Dieses Brückenbauwerk in der Stadt Ronda überspannt den Río Guadalevín, der in der etwa 120 Meter tiefen Schlucht El Tajo die Altstadt, La Ciudad, von dem jüngeren Stadtteil El Mercadillo trennt.
Ein grandioses Bauwerk und ein ebenso grandioser Ausblick. Für die kommenden Tage nehmen wir bereits einen Weg hinab in die Schlucht in Augenschein.
Jetzt aber zunächst durch die weihnachtlich geschmückte Innenstadt zurück zum Stellplatz, der sich weiter oben in der neuen Stadt befindet. Ausserdem müssen wir noch etwas einkaufen und Hunger haben wir auch.
Zurück im Camper, stellen wir fest, dass sich das Dometicpaneel nur verzögert bedienen lässt. Wir tricksen also noch einige Zeit mit dem Hauptschalter herum, nehmen uns anschliessend vom Landstrom und wundern uns, warum jetzt alles wieder funktioniert: Elektriktrick eben.

17.12.2024

Heute lassen wir es langsam angehen und beschliessen, einen weiteren Tag in Ronda zu bleiben. Die Wetteraussichten für Mittwoch sind sehr verlockend: Sonne und 18 Grad, da heben wir uns die weitere Besichtigung für morgen auf.

Heute wird ein wenig geräumt, gewaschen, eine kaputte Sicherung ausfindig gemacht (die aber leider nicht für die Funktionalität der Wasserhähne zuständig ist), gelesen, geschrieben und Bildmaterial verarbeitet.

18.12.2024

Heute starten wir mit den Rädern durch zur Stadterkundung. Es geht über das angrenzende
Stadion de Futbol am Lidl vorbei und über die Avenida de Juan Pablo ll, fahren wir am östlichen Rand von Ronda hinunter zur Puente Viejo, der alten Brücke. Sie ist nicht so hoch wie die Puente Nuevo, aber nicht minder beeindruckend. Der kleinen Strasse weiter folgend kommen wir zu den arabischen Bädern, die wir natürlich besichtigen. Ich bekomme sofort Lust auf ein ausgiebiges Spa. Leider lässt sich dies in dieser Ausgrabungsstätte nicht realisieren und so geht es weiter. Direkt hinter dem Bädermuseum gibt es wirklich ein Hamamm mit Restaurant und ich bin kurz davor, den Plan für den heutigen Tag umzuschmeissen, aber Weihnachten steht vor der Tür und Portugal ruft, also keine Entspannung im dampfenden Bad. Dafür atemberaubend steil durch den alten Stadtteil von Ronda nach oben.
Hier oben ist gerade Snackzeit, die Restaurants und Tapas-Bars gut besucht. Wir entsagen tapfer, schliesslich wurden die Megabrötchen von Dirk belegt und eingepackt, so wir folgen unserem Ziel: den Weg am Rand der neuen Brücke vorbei ins Tal. Also hurtig am Mirador del Hoya del Tajo die Räder abgestellt und geradewegs nach unten, die Brücke linksschultrig. Erster Halt, der Desfiladero del Tajo. Ab hier geht es mit Haarnetz und Helm bis hinunter zum Wasserfall, für den der mag und dem die Frisur anschliessend egal ist. Wir sind seit Oktober Selbstschneider, so dass wir Drei-Wetter-Taft Probleme eigenständig meistern.
Was für Eindrücke hier unten auf einen warten, einfach nur toll.
Dirk möchte natürlich die Hinweise und Sperrungen weiter unten ignorieren, aber ich glaube, er hat nur keine Lust den ganzen Weg bergauf zurückzugehen.
Aber wir schaffen es. Doch die Aussichtsplattform vom Desfiladero eröffnet unten weitere spektakuläre Haltepunkte und so folgen wir dem steinigen Pfad weiter abwärts. Da man vom Gucken nicht umfänglich satt wird, beschliessen wir für eine Pause zu den Rädern zurückzukehren, die belegten Brötchen zu vertilgen und anschliessend mit den Rädern durch das Tal des Tajo zu fahren. Ein Weg wurde bereits vom ersten Aussichtspunkt ausfindig gemacht.
Die Pause oben im Park wird mit Gitarrenmusik begleitet. Ein Musiker spielt hier oben schon seit geraumer Zeit.
Gestärkt geht es dann wieder auf die Räder und hinab auf holprigen Wegen durch das Tal. Unterhalb der neuen Brücke wird die Drohne gestartet, bevor es auf dem Camino weitergeht. Hier unten treffen wir nur Menschen an, die auf den Olivenhainen arbeiten oder in den versprenkelten Hofschaften leben. Ein Womo fällt uns auf, das ein fast gerades Plätzchen gefunden hat. In einem grossen Bogen und etlichen Höhenmetern weiter, gelangen wir auf die A-374 und nähern uns Ronda von Westen. Am Mirador des los Pinos entdecken wir einen WoMo-Stopp mit grandiosem Blick auf das Tal und die Brücke.
Es geht weiter in die Stadt. Im Alamendo del Tajo legen wir eine kleine Pause ein, bevor es an der Stierkampfarena und der Fussgängerzone vorbei zurück zum Stellplatz geht.
Hier bereiten wir alles für die morgige Abfahrt vor, schauen noch schnell nach, ob die georderten Kokosmakronen für Hermännchen unterwegs sind und vertilgen Kohlrouladen zum Abendbrot.

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