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048. Berdorf, Müllerthal Oktober 2024

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048. Berdorf, Müllerthal Oktober 2024

16.10.2024

Wir verlassen Deutschland in Richtung Berdorf, ein kleiner Ort in Luxemburg, westlich von Echternach und im Müllerthal gelegen. Dieses Tal hat es in sich und ist zum Wandern und Biken ideal geeignet. Das Besondere hier sind die Wälder, welche von kleinen Wasserläufen durchzogen sind, aus denen hohe Sandsteinformationen hervorragen. Es finden sich enge Felspassagen, geheimnisvolle Höhlen und Schluchten. Dieser Hotspot wird nicht ohne Grund „Kleine Luxemburger Schweiz“ genannt.

Im Vorfeld konnten wir einen Stellplatz auf dem „Camping Belle-Vue“ direkt in Berdorf reservieren. Unser Platz war ausreichend bemessen und in unmittelbarer Nähe befindet sich ein Zugang zum Müllertal-Trail B2. Den haben wir uns ausgesucht. Mit rund 6 km Strecke jetzt nicht die Mammutwanderung, aber wir wollen es lieber langsam angehen lassen.

Am Nachmittag drehen wir eine kleine Runde durch das Dorf, vorbei an Rathaus, Kirche und der Tourist Information, sogar eine kleine Epicerie (Lebensmittelladen) entdecken wir.

An der Tourist Information ist eine Bar und ein kleines Restaurant angeschlossen. Die zuvor erworbene Wanderkarte wird bei einem Glas frisch gezapftem Battin ausführlich studiert.

Auf dem Rückweg zum Campingplatz entdecken wir eine als „Büchertauschbörse“ umfunktionierte alte Telefonzelle. Beim Stöbern fiel mir dann das Buch „Die schwarze Sonne“ von James Twining, aus dem Jahr 2008, auf. Hier geht es um den Diebstahl der Engima-Codemaschine aus dem Zweiten Weltkrieg. Diese wurde von einer Bande aus dem NSA-Museum in Washington entwendet. Das muss mit. Mal sehen, was ich zum Tausch hier ablegen kann.

Ich weiß, klingt vlt. nicht so prickelnd, aber ich lese zurzeit ein E-Book von Alan Parks: Blutiger Januar, erschienen 2018. Hier tritt Detective Harry McCoy auf den Plan, er arbeitet bei der Police in Glasgow in den frühen 70ziger Jahren und hat innerhalb von einer Woche 6 Morde aufzuklären. Die haben es in sich und sind der Grund für eine partielle Schlaflosigkeit meinerseits. Auf das Buch bin ich übrigens aufgrund einer Empfehlung von WDR 2 aufmerksam gemacht worden (die leiden vlt. auch unter Fachkräftemangel).


17.10.2024

Diesen Tag würde ich gerne als Tag der „Wanderstöcke“ in unsere Tourgeschichte eingehen lassen.

Bei der Planung unserer Reisen sind wir diverse Formen der Fortbewegung durchgegangen. Als das Thema auf „Wandern“ gekommen ist, vielen uns unsere Wandererlebnisse auf La Palma zu Beginn 2024 ein. Hier sind wir zwar mit gutem Schuhwerk ausgestattet enthusiastisch drauf los gewandert, aber schon ziemlich bald an unsere Grenzen gekommen, da es wirklich unaufhörlich über Stock, Stein, Bäche und sonst noch was, ach so und bergauf/bergab ging. Wie haben wir uns in dieser Situation Wanderstöcke herbeigesehnt.

Irgendwann war es dann soweit, dass fehlende Equipment wurde gelistet und dann durch Zufall in einem Discounter mit „A“ gefunden. Die Dinger landeten dann in unserem Hänger und wurden am 17.10.2024 das 1. Mal in einen einsatzfähigen Zustand versetzt.

Erste Anwendungsversuche fanden zunächst unter ängstlichen Seitenblicken unsererseits statt. Wir dachten nur, jetzt ist es soweit, das Alter hat uns, wir laufen altersgerecht durch das Gelände. Erst sah es so aus, als würden wir Langlauf simulieren, zwischendurch lockerte sich die höhenverstellbare Befestigung und man knickte so richtig zur Seite weg oder die Dinger versanken im matschigen Terrain. Man muss nur stur genug bleiben, irgendwann hat Mann und Frau es.

Die Tour B2 startete anschließend so richtig an der Tourist Information am Maartbesch (über das e kommen eigentlich noch zwei Pünktchen, kann ich hier aber leider nicht darstellen). Es geht über die Passerelle und den Ruetbeschleff(das e mit zwei Pünktchen) zur Raiberhiel. Weiter zum Adlerhorst in Richtung Wanterbaach und Sievenwschleff(wieder e mit 2 Pünktchen) und über Kasselt zurück zum Einstiegsort: am Maartbesch.

Was soll ich sagen, dieser Ausflug hat sich total gelohnt. Es war so eindrucksvoll durch diese hohen Sandsteinformationen zu wandern, über Hängebrücken zu laufen, an manchen Stellen auf ausgewaschene Steinstufen zu einem Plateau hinaufzukraxeln, kleinen Pfaden zu folgen und einfach diesen herbstlichen Wald zu genießen. Zwischendurch einen kleinen Snack zu genießen und die Atmosphäre aufnehmen zu können. Absolut empfehlenswert und mit Wanderstöcken einfach unschlagbar!

Abends hat Dirk einen Nudelteig vorbereitet (400 g Mehl, 4 Eßl. Olivenöl, 2 Eier und 4 Eßl. Wasser). Dieser wurde nach Ruhezeit mit Nudelholz und entsprechender Unterlage so richtig platt gemacht. Anschließend in dünne, mundgerechte Streifen geschnitten und gekocht. Dazu gab es Pesto und die verbotene Zutat: geriebener Parmesan.

Parallel haben wurde die erste Waschmaschine angeschmissen und der Trockner getestet.

18.10.2024

Der Tag beginnt wieder regnerisch und wir beschließen erst einmal im Rudi zu bleiben und etwas an den Fotos und Videos zu arbeiten.

Am frühen Nachmittag wollen wir uns dann den Aquatower hier in Berdorf anschauen. Die Besichtigungstermine beginnen täglich um 14:00 Uhr und das passt genau in einenTrocken-Slot, ab halb vier ist weiterer Regen angesagt.

Der 55 Meter hohe Aquaturm gibt mit seinen wechselnden, interaktiven Ausstellungen  im 10. Stock sowie einer Aussichtsetage im 15. Stock einen interessanten Eindruck in die Welt des Trinkwassers, global wie regional.

Nimmt man auf dem Rückweg von der Ausstellungsetage das Treppenhaus, begegnet man vielen Gestaltungsobjekten großer und weniger großen Künstlern und Künstlerinnen.

Unter dem Link: www.aquatower-berdorf.lu können weitere Informationen aufgerufen werden.

Der restliche Tag wird gechillt, es regnet und regnet und regnet.

19.10.2024

Es regnet immer noch und wir beschließen weiter zu fahren. Im Nieselregen werden die restlichen Sachen verstaut: Star-Link, Stromkabel, Fußmatte, Schuhe sowie innen alles fahrsicher zurück in die Schränke, Sitze drehen, Route vorbereiten.

„Wasserdieb“ im Einsatz (Zubehör für alle möglichen und unmöglichen Wasseranschlüsse).

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