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Author : Rudi-on-Tour

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157. Roque de la Bonanza Dezember 2025

17.12.2025

Es geht weiter. Wir wollen die Küste Richtung Faro de Orchilla weiter erkunden.
Bevor es losgeht wird noch ent- und versorgt. Dabei bemerken wir vorne am Kuhfänger kleine, verdächtige Fußspuren. Als wir die Motorhaube öffnen tauchen auf dem verstaubten Motor noch weitere Tapsen auf. Auch das Dämmmaterial scheint angegriffen. Angeknabberte Kabel können wir nicht entdecken. Um welchen Besucher es sich hier wohl gehandelt hat? Laut google gibt es keine Marder auf El Hierro. Vlt. Eidechsen? Der Marderwarner ist intakt. Es bleibt abzuwarten, ob weiterhin unerwarteter Besuch eintrifft😬.
Nach einem grösseren Einkauf in der Cooperative ist unser Stopp der Charco Azul. Auch dies ein imposanter Naturpool mit einem Badebereich in einem Lavatunnel. Aber auch hier wetterbedingt kein Baden möglich. Egal, das Panorama und die Atmosphäre zwischen diesen Lavafelsen, die rauschenden Wellen, unbeschreiblich. Genauso wie der anschliessende Aufstieg. Oben gibt es Kaffee und Quesadillas. Eine Spezialtät auf El Hierro, bestehend aus kleinen Kuchen mit einer Art Frischkäse, Anis, Zimt und Zitrone. Weiter geht es zum Pozo de la Salud, einer Heilquelle, der schon seit dem 19. Jahrhundert gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt werden.
Da der Wind zunimmt, die Sonne Mangelware ist fahren wir kurz entschlossen auf die andere Seite der Insel, Richtung Hafen. Von diesem führt eine Stichstrasse an der Küste entlang. Kurz vor dem Ende passieren wir einen einspurigen Tunnel und landen am Playa de las Almorranas beim Roque de la Bonanza.

18.12.2025

Eine sehr windige und böige Nacht liegt hinter uns. Spät am Abend haben zwei weitere Camper den Parkplatz verlassen.
Heute Morgen Sonnenschein und ruhiges Gewässer. Die Bedingungen werden sofort für unser altes Solarpaneel genutzt, welches auf der Windschutzscheibe platziert bis zum Nachmittag die Aufbaubatterien sowie die ecoflow mit Energie versorgen konnte.
Nebenbei wurde ein Zwiebelbrot angesetzt und ein Gulasch vorbereitet. Den gibt es heute Abend mit Bohnen, Nudeln bzw. Kartoffeln.
Zwei weitere Fähren wurden ebenfalls gebucht. Am 03.01.2026 geht es von Los Cristianos (Tenerife) nach (San Sebastian (La Gomera) und am 11.01.2026 von San Sebastian nach Santa Cruz (La Palma). Wie lange wir auf La Palma bleiben, machen wir von den Gegebenheiten vor Ort abhängig.
Den Tag verbringen wir direkt an dem Charco unter uns. Dieser ist mit Toiletten, Grillplätzen, Picknicktischen, Wasseranschluß und einem Spielplatz ausgestattet. Ins Meer führt ein Steinweg mit Leiter. Der Strand ist mit schwarzem Lavasand und grossen Kieseln versehen. Bei nachlassendem Wind und einsetzender Ebbe wagen wir eine kleine Abkühlung. Anschliessend holt Dirk den kurzen Wasserschlauch, um ihn an der Wasserstelle anzuschließen. Jetzt ist sogar abduschen möglich😁.
Bis zum Nachmittag sind wir die einzigen Besucher hier, sieht man von den wilden Katzen und den Raben ab. Ab und zu fährt ein Auto auf dieser schmalen Stichstraße vorbei oder der Minibus von und nach Valverde. Ansonsten ist dies hier Lummerland pur. Vor uns das Meer und die Küste, hinter uns die mächtig emporsteigenden Vulkanfelsen auf deren Kante etliche Kiefern in einer Reihe stehen und an eine Wandergruppe auf Tour erinnern.

156. La Frontera Dezember 2025

14.12.2025

Wir werden heute praktisch mit Sonnenschein und 21 Grad geweckt. Das Wetter hat sich beruhigt, der Wind Geschichte und das Meer mit sanften Wellen. Daher beschließen in Richtung La Frontera weiter zu fahren, um uns die einzige Ver- und Entsorgungsstation dieser Insel anzuschauen. Zu Beginn geht es die 11 km wieder zurück nach El Pinar, dem Sitz einer weiteren Verwaltungseinheit dieser Insel. Hier angekommen erreichen wir bereits 800 Höhenmeter. Hinter dem Ort biegen wir links ab, da wir erneut auf dem kommunalen CP Hoy Mocillo vorbei schauen wollen. Als wir diesen erreichen sind wir bei 1200 Höhenmetern angelangt und 11 Grad Außentemperatur. Der CP ist weiterhin abgesperrt. Wir treffen aber einen Ranger der uns mitteilt, dass der Platz aufgrund einer Wetterwarnung weiterhin geschlossen ist. Die Spuren des rauhen Wetters der letzten zwei Tage sind hier deutlich zu sehen. Überall sind abgeknickte Kiefernzweige, große Pfützen und Kiefernnadelverwehungen auszumachen. Wann der Platz wieder geöffnet wird ist von der aktuellen Wetterentwicklung abhängig. Für eine Nutzung müssen wir uns tatsächlich im Cabildo von Valverde oder El Pinar anmelden.
Weiter geht es nach La Frontera. Hierzu nehmen wir eine Route die uns noch höher hinaufführt und uns plötzlich im Nebel weiter fahren lässt. Nebelschwaden wabern zusätzlich über die Fahrbahn. Wir durchqueren eine Hochebene und anschliessend geht es langsam bergab. Vorbei am Mirador de la Peña, von dem man einen grandiosen Blick auf die Ebene bei La Frontera und die Westküste hat. Weiter geht es auf der HI-5 und durch einen fast 3 km langen Tunnel, der uns praktisch im Tal wieder ausspuckt. Zurück bleibt eine imposante Gebirgswand, die diese Ebene umgibt. Wenig später erreichen wir unser Ziel für heute La Maceta, ein Küstenabschnitt zum Baden, Wandern und Picknicken. Etwas umständlich entdecken wir die Ver- und Entsorgungsstation incl. Stellplatzmöglichkeit. Spontan entschliessen wir uns dazu hier einige Tage stehen zu bleiben.

15.12.2025

Für heute haben wir uns fest vorgenommen ein wenig spazieren zu gehen. Direkt vor unserer Nase beginnt ein überschaubarer Küstenwanderweg nach Las Puntas. Das liegt praktisch unterhalb der Tunnelein- und ausfahrt durch den Risco de Tibataje.
Das Tal von La Frontera, welches diesen Küstenabschnitt umgibt, ist durch einen gewaltigen Vulkanbergrutsch, der zur Hälfte ins Wasser abrutschte entstanden und hat so ein weitläufiges Tal gebildete. Diese Fläche wird landwirtschaftlich genutzt. Da El Hierro im Vergleich zu den anderen kanarischen Inseln mit ca. 2 – 3 Mio. Jahren ziemlich jung ist, haben sich nur im Nordosten einige tiefer eingekerbte Barrancos (Schluchten) gebildet. Bei unserem Spaziergang an der Küste sind wir immer wieder fasziniert von der Größe des Vulkanberges. Die über 1200 m hohen Felswände ragen vor uns empor, das Ende in Wolken gehüllt.
Der Weg führt durch eine irre Lavalandschaft, in der sich das grün der Pflanzen knallig vom schwarz der Lavastränge abhebt. Auf unserem Weg begegnen uns die Kanaren-Ampfer, die oleanderblättrige Klinie und etwas das aussieht wie Wermutskraut. Neben der Vegetation die in dieser kargen Landschaft gedeiht, sind die Klippen und Lavaformationen die ins Meer laufen einfach umwerfend zu bestaunen. Zwischendurch laden Holzterassen mit Sitzmöglichkeiten zum Verweilen ein und so kommen wir nur gemächlich weiter. In Las Puntas angekommen schauen wir uns noch das bis vor einigen Jahren kleinste Hotel der Welt, das Punta Grande, an. Es verfügt nur über 4 Zimmer und liegt auf einer kleinen vom Meer umspülten Landzunge. Hunger und Durst treiben uns weiter die Siedlung hinauf, bis ins Restaurante Lays. Hier geniessen wir frische Tintenfischringe mit Krautsalat und Pommes Frites, Gambas in Aioli und Brot mit einer selbstgemachten Butter. Nach fast fünf Stunden kehren wir fröhlich erschöpft zum Stellplatz zurück.

16.12.2025

Nach etwas Arbeit sehen wir uns gegen Mittag die andere Seite der Küste genauer an. Dabei landen wir am Charco de los Sargos. Bis wir an die natürlichen Meerwasserpools gelangen ist ein beachtlicher Weg nach unten zurückzulegen. Schade, dass das Wetter nicht mitspielt. Es ist zu windig, das Meer aufgewühlt und die rote Fahne verbietet den Aufenthalt im Wasser. Eine Erfrischung in so einer Kulisse wäre einfach spektakulär und würde den Aufstieg verzögern. Oben angekommen streifen wir im Anschluss durch das Gelände. Vorbei an einem Flughafen für Rettungshubschrauber, an Plantagen mit Ananas und Bananen sowie einer Pflanze mit grossen herzförmigen Blättern die wir nicht zuordnen können und Feldern mit Napiergras. Und dann entdecken wir etwas, was wir schon im Hafen von La Restinga gesehen haben, viele bunte Cayocos – Flüchtlingsboote und leere Benzinkanister. Beim Näherkommen stellen wir fest, dass wir uns auf einem Reststoffhof befinden und bereits von einem Mitarbeiter beobachtet werden. Am Ende der Zufahrt stellen wir fest, das der Zugang verboten ist. Wir winken freundlich und gehen zügig weiter bis zur Calle el Mattoral. Hier kommen wir an der Cooperativa Unide mit Supermarkt vorbei, in dem wir schnell noch Kleinigkeiten mitnehmen.
Zurück im Van gibt es ein schnelles Abendessen.
Während Dirk Neuigkeiten der Travel-Youtuber entdeckt, verfange ich mich in einem neuen E-Book: Ohne ein letztes Wort von Reese Witherspoon und Harlan Coben. Ein Buch, welches mich nicht loslässt und daher schon fast gelesen.

155. La Restinga (El Hierro) Dezember 2025

12.12.2025

Kurz nach 08:00 h brechen wir im Regen auf nach San Cristianos im Süden der Insel. Zum Einchecken auf die Fähre nach El Hierro müssen wir um 11:30 h im Hafen sein. Wettersituation und Berufsverkehr im Blick, haben wir ein gutes Zeitpolster und sind bereits nach 10:00 h am Fähranleger. Von der Schlechtwetterfront ist nichts zu spüren. Es ist sonnig bei 22 Grad. Die Fähre der Armas Linie können wir später vorwärts befahren, bleiben aber auch hier an der Rampe mit dem Fahrradträger hängen und schleifen etwas hinauf. Wir entscheiden uns für einen Fensterplatz in Fahrtrichtung rechts und sind gespannt auf die Überfahrt. Und die hat es in sich. Den Hafen haben wir kaum verlassen, beginnt der schwankende Ritt auf den Wellen. Was für ein Seegang. Schaut man links aus den Fenstern, blickt man auf Wasser in Schräglage. Parallelen zum Film „Der Sturm“ mit George Clooney flitzen durch den Kopf. Richtet man sein Augenmerk auf die rechte Fensterseite hebt sich das Schiff, um kurz danach wuchtig in ein Wellental zu krachen. Die ersten Würgegeräusche anderer Reisende sind zu vernehmen, das Personal reicht Tüten und fächelt bei besonders Gebeutelten Luft zu. Ich rutsche ganz tief in meinen Sitz, den Blick nach vorne gerichtet. Dirk schaut angeregt nach draussen und scheint Gefallen an der Fahrt zu finden. Da er keine Lust auf ein Spielchen zur Ablenkung hat, beginne ich kurzer Hand zu singen. Mit „Rudoplh the red nosed rendeer“ und „In der Weihnachtsbäckerei“ halte ich mich bis La Gomera über Wasser. Die Insel nimmt die Wellen, für kurze Zeit verstummen die Würgelaute. Einige Betroffene haben die Tüten nicht optimal getroffen. Jetzt ist die Gelegenheit den Wischmopp zu schwingen. Kaum haben wir die schützende Insel verlassen, geht die Achterbahnfahrt erneut los. Wir knabbern tapfer an einer Nussmischung und ich spoiler Dirk dabei das Ende des Hörbuches „Geheimnisvolle Garrique“. Die letzte Stunde zieht sich wie Gummi. Plötzlich wird die Fahrt ruhiger, die Wellen kommen jetzt von hinten. Und auf einmal ist sie da, Lummerland alias El Hierro, erhebt sich mächtig aus dem Atlantik. Was für ein schöner Anblick. 7. Insel – Check!
Nach dem Anlegen nehmen wir Kurs auf La Restinga im Süden der Insel.

Angekommen. Wir stehen in La Restinga direkt an der Hafenpromenade. Genau hier haben wir 2013 und 2015 bereits unsere Urlaube verbracht und diese kleinste kanarische Insel kennen gelernt.
Zufällig stehen wir genau gegenüber einem Waschsalon, den wir gut gebrauchen können. Nach der Waschaktion gibt es ein Resteessen zum Abendbrot und dann ist Pause angesagt, der Tag war ereignisreich genug.

13.12.2025
Von der Unwetterfront sind wir hier unten wirklich verschont geblieben. Zwischendurch hat zwar die ein und andere Böe am Rudi gezerrt, aber sonst verlief alles ruhig. Am Vormittag gehen wir eine Runde durch den Ort. Hier hat sich in den vergangenen 10 Jahren eine Menge getan und La Restinga hat sich gemausert. Auf keinen Fall in touristischer Sicht, sondern Infrastruktur für die Bevölkerung. Unterhalb der Hafenmauer ist der Lavastrand mit Holzstegen versehen worden, an deren Enden der Zugang zum Meer mit Leitern ermöglicht wird. Am Ende, unterhalb der Calle Maritima, sind Holzterassen zum Sonnenbaden installiert. Gefolgt von einem Strandabschnitt mit feinen, schwarzem Lavasand. Am oberen Ende des Strandes sind überdachte Picknicktische und mehrere Grillmöglichkeiten vorhanden. Der Hafen selbst wird gerade modernisiert, Bootsstege erneuert und erweitert. Der Strandabschnitt im Hafen ist ebenfalls mittels Rundweg aus Holz und Stein erneuert worden.
Auf ihm gelangt man zur Fischhalle, in der täglich fangfrischer Fisch gekauft werden kann. Die ehemals einfache Halle mit Holzständen, hat jetzt einen Verkaufsraum mit Kühltheken.
Am Ende der Kaimauer fallen sofort die vielen Wohncontainer auf. Sie haben einen aktuellen ernsten Hintergrund. Das Rote Kreuz hat hier eine Erstversorgungsstation für Bootsflüchtlinge aus Westafrika geschaffen. Laut proasyl ist die Zahl der Flüchtlinge, die die gefährliche West-Atlantik-Route zur Flucht nehmen seit 2020 stark gestiegen. 2023 wurden 40.000 Geflüchtete gezählt, 2024 sogar 46.000. Zum Vergleich: El Hierro selbst hat ca. 11.000 Einwohner. Für 2025 rechnet man mit insgesamt 15.000 geflüchteten Menschen, die mit sog. Cayocos die lebensgefährliche Fluchtroute über den Atlantik als letzte Chance sehen.

154. Punta del Hidalgo (Tenerife) Dezember 2025

10.12.2025

Für die Überfahrt mit einer Fähre von Fred Olsen nach Tenerife benötigen wir nur 1:20 h. Da wir schon sehr früh im Hafen waren, können wir dieses Mal sogar vorwärts in die Fähre einfahren. Die sechste Insel unserer Reise bleibt lange im Dunst versteckt. Zwischendurch fängt es an zu nieseln. Den Teide mit seinen 3715 m können wir heute nicht ausmachen. Im Hafen von Sant Cruz ist das riesige Kreuzfahrtschiff „Cosma“ von Aida leider nicht zu übersehen. In 2728 Kabinen können hier 6880 Passagiere transportiert werden, 1500 Besatzungsmitglieder kommen hinzu. Der Antrieb erfolgt mit Flüssig-Erdgas.
Wir legen neben einer Fähre von Armas an und wie immer geht es nach dem Anlegen sehr schnell, alle raus und irgendwie auf Spur. Bevor wir zum CP nach Punta del Hidalgo fahren, stehen erst noch zwei Versorgungsstopps an. Der Gastank muss aufgefüllt werden, da auf El Hierro laut app keine entsprechende Station vorhanden ist und wir benötigen noch einige Grundnahrungsmittel. Gegen 14:00 Uhr sind in Santa Cruz die Straßen voll, es geht hektisch zu, die Kreisverkehre reine Geschosse, dazu spielt das Navy verrückt. Den Einkauf verschieben wir, an Parken mit Rudi ist hier nicht zu denken. Aber Gas tanken ist kein Problem und jetzt raus aus dem Gewusel. Hinter Tegueste wird es ruhiger. Es geht durch grüne Hügel auf und ab, vorbei an bunten Häusern, die sich an die Hänge schmiegen.
Tenerife selbst werden wir Ende Januar/Anfang Februar genauer unter die Lupe nehmen. Bis dahin ermöglicht uns diese Insel den Transfer nach El Hierro, La Palma und La Gomera.

Das Einchecken auf dem CP Punta del Hidalgo verläuft problemlos, da wir bereits online reserviert haben. Nun stehen wir auf Platz 53 mit Strom in erster Reihe. Vor uns der tosende Atlantik mit wirklich gewaltigen Wellen. Die Küstenpromenade unter uns ist abgesperrt, trotzdem gehen Leute dort spazieren.
Wir wollen hier in erster Linie alles aufladen, was Strom benötigt und Rudi so gut es geht von Staub befreien. Lanzarote und Fuerteventura haben hier deutliche Spuren hinterlassen. Nach getaner Arbeit werden dann die Duschen getestet und im Anschluss geht es auf einen Spaziergang in den Küstenort.

11.12.2025
Ein Stellplatz mit Strom muss ausgenutzt werden. Es wird wirklich alles ans Netz gelegt und geladen, was Strom benötigt, incl. Updates und Datensicherung. Dirk befasst sich mit unserem Solarpaneel, trennt die Kabeltasche auf und stellt fest, dass die Anschlusskabel getrennt sind. Er kann es wieder richten. Wir befestigen die Kabel mit Kabelbinder und Gaffaband, die Tasche nähe ich anschließend wieder zusammen. Erster Test verläuft positiv, das Paneel arbeitet wieder. Weiter geht es mit intensiver Innenreinigung. Es ist schon der Wahnsinn wieviel Staub wir hier herauswischen und aufsaugen. Nach 6 Stunden werden die Duschen getestet und gesnackt.
Parallel beobachten wir die Wetterwarnungen für Freitag und Samstag. Aemet.es gibt für die kanarischen Inseln die Warnstufe gelb raus. Wir sind gespannt auf die morgige Überfahrt nach El Hierro.
Am Nachmittag vertreten wir uns am Meer entlang bis zur Cofradia de Pescadores die Beine und beobachten mit einem gekühlten Getränk unzählige Wellenreiter. Die Wellen heute übrigens nicht so gewaltig wie gestern, aber dennoch überaus kraftvoll.

153. Agaete Dezember 2025

09.12.2025

Kein Strom ist keine Option und so wurde heute in Telde ein neues flexibles Solarpaneel bei Leroy und Merlin gekauft. Zuvor hatten wir das kleine Paneel von Niklas ausführlich getestet, alle erdenklichen Verbindungen durchgemessen, aber leider ist es wirklich an den Solarelementen defekt und liefert so keine Energie.
Das neue 300 kW Paneel wurde gleich auf dem Baumarktparkplatz getestet und so konnte direkt mit satten 12 A die Einspeisung der Aufbaubatterie gestartet werden. Jetzt fahren wir drei Paneels spazieren.


Anschließend wurde das Tagesziel – Agaete – angesteuert.
Ein Parkplatz in Hafennähe ist schnell gefunden. Übernachtung 5 €. Mit uns scherte noch ein Ehepaar aus Cuxhaven hier ein. Wie sich herausstellte mit ähnlichen Strom-Versorgungsproblemen. Das Solarpaneel vom Dach speist keine Energie in die Aufbaubatterie.
Am frühen Nachmittag gehen wir zum Hafen, checken bei Fred Olsen ein und suchen uns im Anschluß ein gemütliches Fischrestaurant. Beim Cofradia de Pescadores werden wir fündig und essen hier genüsslich eine Paella. Der Ort am Hafen verfügt über zwei geschützte Badebuchten, eine Kirche und kleinere Geschäfte. Am Playa las Salinas lassen wir es uns beim Sonnenuntergang gut gehen.
Wieder zurück im Van falle ich um kurz nach sieben ins Koma und schlafe satte 12 Stunden

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