Refresh loader

226. Grandvik Juni 2026

Home > Reisen > 226. Grandvik Juni 2026

226. Grandvik Juni 2026

12.06.2026

Wir kommen erst gehen 12:00 h in die Gänge. Zu Fuß geht es zunächst zum Steilneset Denkmal unweit des Stellplatzes. Von 1600 bis 1692 wurden in der Finnmark 91 Menschen wegen Hexerei zum Tode verurteilt. Die meisten von ihnen lebten in Vardø, Vadsø oder nahegelegenen Orten. Zu den Opfern gehörten sowohl Norweger als auch Samen. Die Gedenkhalle Steilneset erinnert an die Hingerichteten. Das Bauwerk wirkt wie ein schwebender Kokon aus Stoff. Das Material ist mit Teflon überzogenes Fiberglasgewebe. Die Konstruktion erinnert an Gestelle der Fischer der Sami, auf welchen sie Fische trocknen. Die Gedenkhalle wurde vom Architekten Peter Zumthor entworfen. In der gläsernen Konstruktion befindet sich eine Installation der Künstlerin Louise Bourgeois. Ein beklemmendes Mahnmal an die Machenschaften der damalig herrschenden Kirche und Justiz. Die Gedenkhalle wurde vom Architekten Peter Zumthor entworfen. In der gläsernen Konstruktion befindet sich eine Installation der Künstlerin Louise Bourgeois.

Im Anschluß geht es weiter durch Vardø. Die nördlichste Stadt Norwegens gehört ganz eindeutig den Möwen. Sie brüten zur Zeit wirklich überall, überwiegend an verlassenen Häusern von denen es hier eine Menge gibt. An einigen Fassaden sind Street Art Kunstwerke abgebildet. Entstanden sind sie aufgrund des Komafestivals von 2012. Es wurde vom norwegischen Künstler Pøbel ins Leben gerufen. Ziel des Festivals ist es, verlassene und ungenutzte Gebäude in der Region durch Street-Art und kreative Interventionen in Kulturdenkmäler zu verwandeln. Unter anderem sind Werke von EB Itso, Ken Sortais, Pøbel, Steve Powers, Husk mit navn, Atle Østrem, Roa, Remed und Vhils zu entdecken. Bei unserem Spaziergang entdecken wir mehrere Werke.

Über die Kirkgatan, hier gestalten gerade Schüler die Steinmauern zum Hafenbecken neu, geht es weiter auf die andere Seite von Vardø nach Vesterhågen. Es gibt einige Geschäfte, kleine Restaurants, einige Cafes, aber nirgends ein Fischgeschäft, in welchem fangfischer Fisch aus den vielen Fischerbooten zum Verkauf angeboten wird. Bei der Strandgatan nehmen wir kurz die kostenlose VE-Station in Augenschein, bevor wir die Hauptstrasse bis zum Inselende weiterlaufen, wo wir von einem Rastplatz einen Blick auf die Vogelinseln Reinøya und Hornøya werfen können. Über die Aussichtsplattform Klondyke und die Vardo Kirche geht es über die Festung Vardo zurück zum Stellplatz. Während einer Pause kündigt ein Schiffshorn die Ankunft eines Hurtigruten Schiffes an. Für und geht es im Anschluß auf zur letzten Etappe der Varangerroute, nach Hamningberg. Dieser Abschnitt hat es in sich, denn die Straße wird immer schmaler und die Landschaft schroffer. Hamingberg ist ein ehemaliges Fischerdorf am Ende der Welt, wo heute zahlreiche Sommerhäuschen stehen. Im Winter ist die Straße gesperrt. Die Fahrt ist spektakulär und auf der Rückfahrt entdecken wir auf dem Eismeer Wale.

Da es einfach nicht dunkel wird fahren wir weiter, verlassen die Varanger Halbinsel und machen uns auf in Richtung Grense Jakobselv, ein Ort an der norwegisch-russischen Grenze.

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner