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206. Ystad (S) Mai 2026

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206. Ystad (S) Mai 2026

07.05.2026

Wir haben Schweden erreicht, genauer gesagt Südschweden und stehen kurz vor Ystad, 129 Västerleden, direkt an der Ostsee.
Die heutige Fahrt führte uns von Kopenhagen mittels Tunnel und Øresundbrücke nach Malmö. Dafür waren umgerechnet satte 128 € fällig. Länge und Gewicht von Rudi schlugen hier zu Buche. In Limhans an der Strandgatan beim Yachthafen der erste Stopp zum LPG tanken bzw. Gasflaschenerwerb und Befüllen für Thomas. Da der Service erst um 13:00 h öffnete, schnappte ich mir mein Rädchen und strampelte 26,2 km vor nach Hölleviken zum Wikinger-Museum Fotevikens. Dies hatte leider geschlossen. Also snacken und weiter nach Trelleborg zum Einkaufen. Auf der Straße Nr. 9, die Ostsee rechtsschultrig, geht es weiter bis nach Ystad. Vorher machen wir Halt am südlichsten Punkt von Schweden: Smygehuk und wollten dann noch einen Abstecher nach Klagstorp in die Kleinstbrauerei Hönsinge Hantwerjsbryggeri einlegen. Es gilt ein Bier zum geräucherten Fisch zu erwerben. Leider hat die Brauerei nur sonntags geöffnet, also weiter.
Der Stellplatz hier ist ganz einfach gehalten, dafür in erster Reihe mit Blick auf die See.
Btw: meine Flip Flops, die ich nach dem Duschen auf den Kuhfänger gelegt habe, wurden bei der Einreise nach Schweden vom Zollbeamten entdeckt und gerettet. Meine Crogs, die ich bei der Pause am Wikinger-Museum angezogen habe, stehen leider immer noch da.

08.05.2026

Mit den Rädern ging es heute zunächst in das Zentrum von Ystad, der Stadt, in der die Romanfigur des Kommissar Kurt Wallander des Schriftstellers Henning Mankell seine Wirkungsstätte hat. Eine sehr schöne Kleinstadt mit vielen Backsteinbauten und bunten Holzhäusern, Kirchen, einem Kloster und einer abwechslungsreichen Fußgängerzone mit kleinen Geschäften. Im Anschluß fahren wir am Bahnhof und dem dahinterliegenden Fährterminal vorbei. Hier legen Fähren nach Bornholm und Swinemünde in Polen ab. Hinter einer großen Sportanlage geht es auf eine schmale Strandpromenade, die von kleinen Badehäuschen und einem Mischwald gesäumt wird. Zwischendurch immer wieder Zugänge zum Strand und Holzbrücken, die ins Meer gehen. Der Strand ist frei zugänglich und kostenlos. Weiter geht es auf Radwegen neben der Straße, bis wir auf eine weitere Zufahrt in Richtung Strand stoßen. Hier geht es auf einen Wanderweg durch militärisches Gebiet. Die Infotafel am Eingang weist auf Schießwarnungen hin. Ein wenig mulmig ist uns schon, aber der Weg über die hügelige Wiesenlandschaft bei diesem Wetter reizt einfach mehr. Ungefähr in Höhe von Hammar geht es nicht weiter, Wanderer können einen engen Durchgang als Ausgang benutzen, wir müssen die Räder über den Zaun heben und danach auf der Straße nach Kåsberga weiterfahren. Der Gegenwind trifft uns hier frontal. In Kåsberga wird eine Pause eingelegt, bevor es zu den „Ales Stenar“ geht, einer geschichtlich bedeutsamen Stätte auf einer ca. 37 Meter hohen Hügelkette direkt an der Ostseeküste. Mit einer Länge von 67 Metern und einer Breite von 19 Metern gilt sie als eine der größten Schiffssetzungen Skandinaviens. Die aus 59 Steinen bestehende Schiffssetzung diente wahrscheinlich als Begräbnisstätte. Völlig geklärt ist die Herkunft und das Alter dieses historischen Fundes jedoch nicht.
Bevor es wieder zurück zum Stellplatz geht, machen wir noch einen Abstecher in den kleinen Hafen von Kåsberga und seinen Fischräuchereien.
Nach 46 km auf dem Rad gibt es am Abend eine leckere Chinapfanne mit viel Gemüse.

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