10.05.2025
Eine kalte Nacht mit Temperaturen um den Gefrierpunkt liegt hinter uns. Bevor es in Richtung Slowenien geht, wird kurz im Ort eingekauft und dann geht es los zunächst nach Klagenfurt. Wir benutzen Autobahnen, auch um die Mautbox für dieses Land zu testen. Sie funktioniert und die Steiermark kann durchfahren werden. Hinter Klagenfurt, genauer bei Sankt Jakob im Rosental beginnt die Einfahrt in den 8 km langen Karawankentunnel (Gebühr 8,90 €). Der Tunnel verbindet Österreich mit Slowenien und verläuft durch die namensgebenden Karawanken, einem Gebirgsstock in den südlichen Kalkalpen. Da wir in Slowenien auch auf Autobahnen nur 80 km/h fahren dürfen, entschließen wir uns gegen eine kostenpflichtige Mautbox. Es geht auf kleinen Straßen über Kranjska Gora ein Stück durch Slowenien, bis wir bei Rateče die Grenze zu Italien queren, hinter Tarvis nehmen wir den Predil Pass, bis wir auf der Via Nevea am Lago del Predil vorbei endgültig erneut in Slowenien einreisen. Auf der 203 geht es direkt nach Bovec (Flitsch) und dort auf den CP Polovnik. Ein kleines Camp mit allem Drum und Dran sowie einer Gostilna und einem kleinen Pfad der direkt nach Bovec führt. Bovec ist der größte Ort im oberen Tal der Soča, liegt in 483 m Höhe und ist von über 2000 Meter hogen Berggipfeln des Triglav Nationalparks umgeben. Wir wollen bis Dienstag bleiben und nach dem Aufbau incl. Snack geht es auf dem kleinen Pfad hinter dem CP ins Örtchen. Wir stellen direkt fest, dass hier Menschen mit Vorliebe zu Wildwasseraktivitäten, Gleitschirmfliegen und Bergwandern zuhause sind. Der Ort selbst macht einen gemütlichen Eindruck, mit kleinen Restaurants und Kneipen an der Hauptstraße. Supermärkte sind auch vorhanden. An einem wird Dirk von TN eines Junggesellenabschieds angesprochen, um auf den Bräutigam anzustoßen, was gerne angenommen wird.
11.05.2025
Es ist Sonntag und wir wollen uns heute bei einer Wanderung durch das Soča Tal die Umgebung etwas näher anschauen. Direkt hinter dem CP geht nach ca. 100 m auf der linken Seite ein kleiner Wanderweg ab: der Pot Alpe-Adria E 12. Diesem folgen wir bis zum Kajak Camp Toni, weiter über das Camp Liza zum Fluss Koritnica, der unterhalb des Kajakcamps in die Soča übergeht. Der Gebirgsfluss wird regelmäßig durch Holzhängebrücken gequert. Diese zu Überqueren ist schon eine wackelige Angelegenheit, aber die türkise Farbe des Wassers, das Licht und die Natur herum lassen die Angst schnell vergessen. Zwischendurch entdecken wir kleine Badebuchten, Stromschnellen und können einen Blick auf Kajaks und Rafting Boote werfen. Der Weg zurück geht im vorletzten Abschnitt ziemlich steil hinauf und wir spekulieren zum Abschluss auf ein isotonisches Getränk in der Gostilna am CP.
12.05.2025
Um 05:15 h ist die Nacht vorbei: Ameisenalarm. Die kleinen Kriecher sind über das Kabel der Starlink-Antenne in den Van gelangt und hier wirklich überall. Wir räumen alles aus, laden x-mal den Akkusauger und schmeißen zwei Maschinen Wäsche an, da sich die Ameisen auch in der Bettwäsche befinden. Nach 6 Stunden ist vorerst Schicht und wir begeben uns auf die Suche nach einem Geschäft welches Ameisenabwehrmittel führt. Hinter Bovec werden wir fündig: biologisches Ameisenmittel mit Köderboxen und Insektenspray. Weiter geht es zum Boka-Wasserfall (dem eigentlichen Ziel des heutigen Tages). Dieser ist der zweithöchste Wasserfall Sloweniens und liegt hinter Bovec in Richtung Kobarid. Zu erreichen über einen markierten Fußweg hinter der Brücke bei der Pension Boka. In ca. 20 Minuten erreicht man den unteren Teil des Wasserfalls mit Aussichtsplattform. Der freie Fall des herabstürzenden Schmelzwassers des Kanin beträgt ca. 106 Meter und lässt sich am besten im Spätfrühling beobachten. Gerade als wir die Aussichtsplattform erreichen, setzt Regen ein. Nicht so unser Tag heute. Egal es geht zurück zum CPund hier setzen wir die Ameisenbekämpfung weiter fort. Über die biologischen Köderbox rümpfen die Kriecher nur ihr Riechorgan, scheinen fast schon beleidigt. Also weiter den Akkusauger immer geladen parat halten. Der Einsatz des Giftsprays im hinteren Lüftungsschacht löst den Gasalarm aus. Fazit: Mittagsschlaf muss vorzeitig beendet werden, aber der Einsatz zeigt Wirkung.
13.05.2025
Es geht heute weiter in die Hauptstadt Sloweniens: Ljubljana. Hier haben wir uns einen Stellplatz ca. 10 km vom Zentrum entfernt ausgeguckt und wollen noch heute Nachmittag in die Stadt zu einem Optiker. Dirk hat irgendwo zwischen Budweis und Čezsky Krumlov seine Sonnenbrille verlegt, sie ist einfach nirgends zu finden, auch nicht bei Thomas und Philipp nicht.
