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064. Meze November 2024

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064. Meze November 2024

27.11.2024

Und schon ist es Mittwoch, morgen sind wir bereits seit 7 Wochen unterwegs.
Während des Frühstücks wird wie gestern die Stellplatzgebühr persönlich kassiert. Da der Aufenthalt mit 48 h Stunden begrenzt ist, beschliessen wir ans andere Ende der Camargue zu fahren, nach La-Grand-du-Roi. Leider sind hier alle Plätze belegt. Daher geht es weiter nach Okzitanien und nach Meze, zwischen Montpellier und Sete gelegen.
Eine Fahrt mit unzähligen Kreisverkehren. Nach ca. 100 km ist das Ziel erreicht. Wir stehen auf einem Platz der Camping Park Card Gruppe, mit insgesamt 46 Stellplätzen. Hier sind Fahrzeuge über 9 m und Anhänger erlaubt. Ent-und Versorgung, Strom und Kurtaxe kosten hier 14,82 € für 24 h.
Da wir ziemlich kaputt sind, wird nach dem Aufbauen von Starkink, Abwassertank, Stromanschluss und Tisch und Stühlen, nur noch die Sonne genossen.
Morgen geht es nach Sete und bis jetzt spielt das Wetter auch mit.

28.11.2024

Auf nach Sete und zwar zeitnah. Wir wollen dort unbedingt in die Markthallen – Halles des Setes. Die sind nur bis mittags geöffnet und es sind 20 km bis zum Ziel. Wir schaffen es tatsächlich vor zehn auf den Rädern zu sitzen und starten durch. Der Weg führt uns auf der Fahrradroute Route-de-Sete am Etang de Thau entlang. Vorbei an Bouzigues und Balaruc les-Bains. Eine wirklich schöne und abwechslungsreiche Strecke, die auch von etlichen Joggern, Walkern und Spaziergängern sowie Anglern genutzt wird. Irgendwie sind hier alle sehr quirlig unterwegs. In Sete angekommen, erst einmal Deviation. Eigentlich beinhalten all unsere Touren, egal ob mit dem Rad oder mit Rudi, kurz vor dem Ziel Umleitungen. Unser Markthallenzeitfenster schrumpft. Es schwindet weiter, als wir ins Zentrum kommen, denn ab jetzt müssen wir wirklich aufpassen wo es lang geht. Viel Verkehr, Einbahnstrassen, Fussgänger, Bürgersteige die plötzlich Radwege werden. Nachdem wir unser Ziel konsequent eingekreist haben, stehen wir mitten im Zentrum vor einem Gebäude, das wie ein Parkhaus aussieht. Ist es auch, im Obergeschoss. Im Erdgeschoss gelangen wir durch eine unscheinbare Eingangstür ins Innere.
Und sofort ist man mittendrin im Schlemmerparadies und Gewusel. Es wird begutachtet, abgewogen, gequatscht, gegessen und getrunken. Einige Stände räumen bereits zusammen, andere bereiten sich auf das Mittagspausengeschäft vor. Nach einem Rundgang durch die Halle, bleiben wir vor einem Austernstand stehen. An den Tischen werden kräftig Austern, Muscheln und Garnelen verzehrt. Dazu wird Bier oder Wein getrunken. Spontan entschliessen wir uns dies auch zu tun und bestellen ein gemischtes Gedeck mit Austern, Garnelen, Brot, Aioli und Zitrone. Die krustigen Schalentiere sind schon geöffnet und mit einem kleinen Messer lösen wir die Auster von der Schale, träufeln etwas Zitrone darüber und schlürfen sie aus. Es ist geschmacklich nicht unangenehm, eher nicht vertraut und erinnert leicht an Muscheln. Dirk kaut sie, ich schlucke sie nach dem Schlürfen einfach runter. Dazu ein leichter Weisswein, köstlich. Mittlerweile ist es halb eins und die Halle füllt sich weiter mit Menschen, die gerade Pause haben, weiteren Touristen und Schülern.
Im Anschluss an diese kulinarische Auszeit, erkunden wir die Stadt noch etwas zu Fuss und sie gefällt uns auf Anhieb. Es ist dieser freundlich, lässige und etwas patinierte Charme der Strassen, Häuser und Wasserpromenaden, der uns sofort anfunkt. Am Leuchtturm entschliessen wir und deshalb, eine andere Strecke zurück zu fahren. Wir setzen die Tour einfach fort, in dem wir den Etang de Thau weiter umrunden. Sind zwar rund 40 km, aber da haben wir jetzt total Lust zu.
Es geht zunächst auf einem ca. 17 km langen Deich, der den Etang de Thau vom Mittelmeer trennt, Richtung Agde. Ungefähr auf halber Strecke entdecken wir einen Parkplatz auf dem auch WoMos stehen. Werden wir uns mal merken, vlt. führt uns der Weg hier noch einmal vorbei.
Agde lassen wir links liegen und kommen an Marsellaine vorbei. Was für ein Städtchen, wir kriegen uns gar nicht mehr ein. Als dann noch ein Abschnitt mit Austernzüchtern kommt, bei denen man die Ware erntefrisch kosten kann, ist es ganz aus.
Die Tour führt uns nur über Radwege und nach den Austernfischern sogar über Stege durch ein Feuchtgebiet und kleinen Weinanbaugebiete.
Mit den letzten Sonnenstrahlen kehren wir nach Meze zurück und haben insgesamt 79 km zurück gelegt. Die merkt man uns aber auch an.

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